hm, mal sehen, was die psychiatrische pflege so ausmacht:
- wir unterstützen die mediziner bei der medikamentösen therapie: pillen richten, austeilen, einnahme kontrollieren, auf nebenwirkungen achten, etc.
- wir begleiten die patienten über den tag: unterstützen bei den aktivitäten des täglichen lebens; wir achten auf strukturen, indem wir eine stationstruktur vorgeben, bei den pat. die einhaltung von strukturen und regeln einfordern (umfeld, hygiene, etc.), setzen ggf. grenzen
- wir schaffen ein förderliches milieu: kommunkation, auftreten gegenüber den pat, arrangement von zusammenkünften zwischen den patienten
- wir bereiten aktivitäten für die pat. vor: aussenaktivität, spielenachmittag, sportgruppe, back- und kochveranstaltungen, etc.
- wir arbeiten therapeutisch: entspannungstraining, motivationsarbeit (drogenentzug), psychoedukation, entlass-gruppe, (vor-)lesegruppe, freizeitgruppe, etc.
- wir sind primäre ansprechpartner(innen) für die patienten, wir sind da, haben die zeit zuzuhören
- wir betreuuen patienten 1:1 bei suizidalität
- wir wenden ggf bei gefahr im verzug (eigen- ud fremdaggressivität) beschützende maßnahmen wie die fixierung an (macht keiner gerne, ist jedoch ab und an notwendig)
so, dass wären mal ein paar punkte, die mir hier um diese uhrzeit spontan einfallen. damit könntest du deine antwort bestücken.
liebe grüße und viel glück
randall.
p.s.: und natürlich hast du recht: bei der psychiatrischen pflege steht wirklich der mensch im vordergrund, da wir pflegekräfte uns nicht hinter technischen geräten verstecken und unserer pat. in der regel keinen tubus im mund haben, der suggeriert, wir bräuchten uns nicht mir dem patienten zu unterhalten, da er/sie ja eh nicht antworten kann.