Vorschriften machen über Schminken und Stylen im Krankenhaus

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Auch ausgefallene Haarfarben wie Rot, Orange, Grün usw.... sind verboten.

Das muss ich unserer Stationsleitung erzählen.
Sie hat den feurigsten Kopf den es gibt
und die Patienten beschweren sich nie
Im Gegenteil.
So ist sie jederzeit sehr gut als unser Leitwolf zu identifizieren :mrgreen:
 
Versteh ich jetzt nicht, habt ihr in der Freizeit auch Kleidungsvorschriften?
...
Ich kann es ja noch verstehen, dass eine Verkäuferin bei Douglas Make up tragen muss oder eine Friseurin nicht gerade mit einer Dauerwelle herumlaufen sollte, aber im Pflegebereich??? Da würde ich davon ausgehen, dass jeder gepflegt erscheinen sollte (also gewaschen), alles andere ist meiner Meinung sowas von egal.
Ich denke man sollte Mitarbeiter nach ihrer Arbeit beurteilen und nicht nach der Haarfarbe, ihren Tattoos, der Schminke oder der Farbe der Unterhose. Das halte ich für oberflächlich.

Gruß,
Lin
Nein in der Freizeit können wir rumlaufen wie wir wollen.

Und der Begriff, GEPFLEGT ist weitläufig.

Wir arbeiten sehr viel mit Aussenstellen zusammen, sprich: Vormundschaftsbehörden, Staatsanwaltschaft, sozialtherapeutsche Einrichtungen, Ämter etc., wo es unter anderem darum geht die Interessen unserer Klienten zu vertreten bzw. Abklärungen über den weiteren Verlauf zu besprechen ...... -> Ich denke das da ein gewisses gepflegtes und "normales" Erscheinungsbild, gerade im Zusammenhang unserer drogenabhängigen Patienten dazu gehört. Man stelle sich vor einer dieser habe z.B. ein Termin beim soz. Amt um eine Kostengutsprache für eine Langzeittherapie einzuholen und ich sitze da mit orangegefärbten Dreadlooks, Ober - und Unterlippe gepierct, im schulterfreien T-Shirt, mit tätowierten Armen und versuche eine bestmögliche Option zu verhandeln.
Gerade in den Ämtern sitzen Entscheidungsträger die bei der bestmöglichen Argumentation sich von so einem "Bild" nicht gerade positiv beeinflussen lassen. Auch die äussere Erscheinung ist teil unserer professsionellen Tätigkeit.
 
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-> Ich denke das da ein gewisses gepflegtes und "normales" Erscheinungsbild, gerade im Zusammenhang unserer drogenabhängigen Patienten dazu gehört. Man stelle sich vor einer dieser habe z.B. ein Termin beim soz. Amt um eine Kostengutsprache für eine Langzeittherapie einzuholen und ich sitze da mit orangegefärbten Dreadlooks, Ober - und Unterlippe gepierct, im schulterfreien T-Shirt, mit tätowierten Armen und versuche eine bestmögliche Option zu verhandeln.
Gerade in den Ämtern sitzen Entscheidungsträger die bei der bestmöglichen Argumentation sich von so einem "Bild" nicht gerade positiv beeinflussen lassen. Auch die äussere Erscheinung ist teil unserer professsionellen Tätigkeit.

Ob du es glaubst oder nicht, gerade so ein Dreadlook hat für meine eigene Tochter eine Langzeittherapie herausgekitzelt.

Mag sein das man/frau in höheren Positionen ihre Krawatten herauskramen.
Aber sind sie deshalb kompetenter?

Bin ich als gefärbte, tätowierte Pflegekraft weniger kompetent?
Ich sehe bei meinen Kolleginnen den Fleiß, die Bereitschaft und Menschlichkeit.
Die Haare und Tatoos interressieren mich nicht.
 
Ob du es glaubst oder nicht, gerade so ein Dreadlook hat für meine eigene Tochter eine Langzeittherapie herausgekitzelt.

Mag sein das man/frau in höheren Positionen ihre Krawatten herauskramen.
Aber sind sie deshalb kompetenter?

Bin ich als gefärbte, tätowierte Pflegekraft weniger kompetent?
Ich sehe bei meinen Kolleginnen den Fleiß, die Bereitschaft und Menschlichkeit.
Die Haare und Tatoos interressieren mich nicht.


Das glaube ich dir sofort.
In der Schweiz wird immer noch sehr viel auf wert auf Äusserlichkeiten gelegt - Leider.
In Deutschland sind nach meiner Erfahrung die Leute diezbezüglich viel toleranter und lassen nicht / weniger von diesen beeinflussen.
 
Mag sein das man/frau in höheren Positionen ihre Krawatten herauskramen.
Aber sind sie deshalb kompetenter?

Bin ich als gefärbte, tätowierte Pflegekraft weniger kompetent?
Ich sehe bei meinen Kolleginnen den Fleiß, die Bereitschaft und Menschlichkeit.
Die Haare und Tatoos interressieren mich nicht.
Das hat nichts mit der fähigkeit und bereitschaft zu tun sondern mit anstand. Die Pat. sind unsere Kunden und wir schulden es ihnen gepflgt und ordendlich aufzutreten. Wenn ich in einer Bank von einem Mann mit Dreadlooks, Tatos, Piercings am bestem noch gespaltener zunge und alles andere was es gibt bedient werde oder von einer Frau die nuttiger gar nicht geschmickt bzw gekeidet sein kann überlege ich es mir auch sehr genauob ich dieser Bank tatsächlich mein sauer verdientes Geld überlassen möchte. Sind wir es dann den Pat. die auf uns angewiesen sind die sowieso keine Privatsphäre haben erst recht Schuld gepflegt aufzutreten. Dazu gehört dezentes Make up, HAare ordendlich zusamengenommen, nicht unbedingt sichtbare Tatoos, Unterwäsche die nicht durchscheint (was bei schwarzem BH unter weissem oberteil sehr gut ersichtlich ist) usw.
Das andere ist wieso müssen wir uns im Beruf optisch verwirklichen, gerade in der Pflege sollte man Berufliches und Privates trennen auch die Optik. Ich habe einige Kolleginnen die sich nach der Klinik neu schminken, weil sie privat viel intensiver geschminkt rumlaufen. Ebenso kann ich nicht in Latex mit Hundehalsbändern auf der Arbeit erscheinen, auch wenn ich das Privat ruhig machen kann, da schreibt der Arbeitgeber nichts vor, er ha auch kein Recht dazu.
 
Und was hat jetzt ein Tattoo mit "gepflegtem Auftreten" zu tun?
Woher hast du deine Regel, dass Menschen mit Tattoos oder anderen Frisuren als du sie trägst, ungepflegt sind?
 
Und was hat jetzt ein Tattoo mit "gepflegtem Auftreten" zu tun?
Woher hast du deine Regel, dass Menschen mit Tattoos oder anderen Frisuren als du sie trägst, ungepflegt sind?

Das ist nicht die Regel, aber da wir so nah am Menschen Arbeiten ist es nur höflich sich mit solchen Sachen zurückzuhalten, gerade Ältere Leute verbinden Tatoos oft genug mit Gefängnis, ich weiss ja nicht ob du das unbedingt möchtest auf den ersten Blick so abgestempelt zu werden und der erste Eindruck zählt nicht der zweite, dritte fünfte. Frisuren ist mir igentlich schnuppe, bloss sollten die nicht den Menschen ins Gesicht hängen wenn ich mich über diese beuge (habe selber Lange Haare weiss wovon ich rede).
Ansonsten gilt immre noch "Kleider machen Leute", das äussere zählt nun mal in unseren seichten Gesellschaft fast ales
 
Und weil viele Ältere keine Polen oder Farbige mögen, schmeißen wir die auch gleich aus der Pflege.

Ich wusste übrigens nicht, dass Tattoowierungen mit Gefängnis in Verbindung gebracht werden. Hat auch noch nie ein Pat ein Wort drüber verloren.

Ich denke nicht das wir uns wirklich jedem Patienten anpassen sollten, oder gar können.
Wenn einem Patient die rote Haarfarbe nicht passt (das Natürliche mein ich), weil er sich dann von einer Hexe behandelt fühlt, dann ist das sein Pech.
Und wenn Oma Erna der Meinung ist, jede Frau mit rotem Lippenstift prostituiert sich, dann liegt sie ebenso falsch.

Wir leben im 21. Jahrhundert und sollten das moderne Gedankengut auch im Krankenhaus leben - und uns nicht mit aller Macht den armen Patienten anpassen...
 
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Hallöle,

diese Diskussionen finde ich so lästig wie die Beschwerden über die Dienstzeiten.
Ich weiß vorher wofür ich mich mit einem Ausbildungsantritt entscheide und wenn nicht, weiß ich es nach 6 Monaten Probezeit.
Ich weiß, ich hab Sonn- und Feiertagsarbeit, 2 oder sogar 3 Schicht und ich weiß, es gibt Menschen, denen gefallen Tattoos....Piercings....oder was auch immer nicht.
Ergo hab ich die Wahl, tue ichs oder tue ichs nicht.
Werde ich eingestellt schön, wird jemand mit einem offensichtlichen Tattoo zu meinem Kollegen....mir total wurscht egal.
Hat ein Patient ein Problem damit kann er dies äußern, ich sage dem Patienten ebenso, wenn ich ein Problem mit ihm habe.

Gruß
Dennis
 
Und weil viele Ältere keine Polen oder Farbige mögen, schmeißen wir die auch gleich aus der Pflege.

Ich wusste übrigens nicht, dass Tattoowierungen mit Gefängnis in Verbindung gebracht werden. Hat auch noch nie ein Pat ein Wort drüber verloren.

Ich denke nicht das wir uns wirklich jedem Patienten anpassen sollten, oder gar können.
Wenn einem Patient die rote Haarfarbe nicht passt (das Natürliche mein ich), weil er sich dann von einer Hexe behandelt fühlt, dann ist das sein Pech.
Und wenn Oma Erna der Meinung ist, jede Frau mit rotem Lippenstift prostituiert sich, dann liegt sie ebenso falsch.

Wir leben im 21. Jahrhundert und sollten das moderne Gedankengut auch im Krankenhaus leben - und uns nicht mit aller Macht den armen Patienten anpassen...

Das stimmt 21 Jahrhundert usw. aber wir arbeiten in einem Pflegeberuf und rauben den Leuten oft genug das letzte bisschen der individualität, da ist es nur fair den Menschen ein wenig entgegenzukommen.Natürlich muss ich mich nicht wegen dem oder jene verbiegen, aber ich muss auch nicht provozieren, denn meistens ist das der Vater des Gedankens,seien das Rote/ Grüne/ Lila Haarstränen, Tatoos, Piersings oder egal was Hauptsache auffallen um jeden Preis. Ist das denn nicht ein riesen Armutszeugniss das wir es verlernt haben uns an andere anzupassen und an die bedürfnisse des durchschnittsmenschen (und der trägt nun mal keine Draglocks, Tatoos auf sichtbaren Körperstellen und was es sonst noch git)
 
Hallo, das Schmuck an den Fingern und Händen, sowie lange Nägel unangebracht sind aufgrund der Hygiene, dürfte bekannt sein. Was die Schminke angeht sowie Tattoos und dergleichen- da kann der Arbeitgeber durchaus Einfluss nehmen. Es wurde in einem Fall ein Urteil gesprochen, wo ein Angestellter, welcher mit Kunden zu tun hatte, durch den AG verpflichtet werden kann auch im Hochsommer Krawatte zu tragen. Das kann ohne weiteres auch auf Krankenschwestern und Krankenpfleger übertragen werden. Wenn der AG verlangt, dass ein Tattoo unter der Kleidung zu verbergen ist oder die Krankenschwester sich lediglich dezent schminken soll, dann hat er dazu ein Recht. Was das Parfümieren betrifft- es gibt sehr viele Asthmatiker, welche durch solche Dinge auch einen Asthmaanfall bekommen können. Daran sollte auch gedacht werden.
Ich selbst finde flippige Typen nicht schlecht- aber nicht gerade in einem Krankenhaus als Pflegekraft.
 
Flippige Typen nicht schlecht? :)

Jung, ledig, wohlhabend? :mrgreen:

Kannst du vielleicht eine nachlesbare Quelle für das Urteil angeben?


Gruß
Dennis
 
Ich selbst finde flippige Typen nicht schlecht- aber nicht gerade in einem Krankenhaus als Pflegekraft.

Geht mir genauso, bloss muss ich nicht die Pat. mit meinem individualitätsverlangen ersclagen
 
Ich wundere mich über manche meiner Kolleginnen, die müssen anscheinend nie schwitzen.

Wenn ich schwitze - und das tue ich im Dienst, und wie!! - dann zieh ich z.B. das Kinn über die hochgezogene Schulter. Spätestens dann ist die Grundierung futsch und hängt am Kittel.:o

Ich bin zwar selbst ein "Weibchen", aber das Geheimnis, wie bei der Arbeit das Makeup da bleibt wo ich es am Morgen hin verteilt habe, hat sich mir in ca. 20 Jahren noch nicht eröffnet.

Wie macht man das?:gruebel:

lg
luida
 
Naja mit einer richtig guten Grundierung&Make up klappt das schon. Klar wenn man stark schwitzt, dann hält das natürlich auch nicht überall.

Aber sonst eigentlich schon.

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ist das denn nicht ein riesen Armutszeugniss das wir es verlernt haben uns an andere anzupassen und an die bedürfnisse des durchschnittsmenschen (und der trägt nun mal keine Draglocks, Tatoos auf sichtbaren Körperstellen und was es sonst noch git)

Sorry, aber wir haben einfach grundverschiedene Ansichten.
Denn meiner Meinung nach ist es NICHT das Ziel des Lebens mich dem "Durchschnitt" anzupassen um so wenig wie möglich aufzufallen und so grau wie Otto Normal zu sein.

Wenn ich schwitze - und das tue ich im Dienst, und wie!! - dann zieh ich z.B. das Kinn über die hochgezogene Schulter. Spätestens dann ist die Grundierung futsch und hängt am Kittel.
Diese Unsitte, seinen Schweiß über der Kleidung zu verteilen, hat ja auch nicht Jeder ;)
 
Wieso schwitzt ihr bei der Arbeit? :mrgreen:

Ich bin ja nach wie vor der Meinung, es kann jeder rumlaufen wie er/sie möchte und so lange man damit eingestellt wird gibt es doch kein Problem oder?

Wenn ich mit ungewaschenen Haaren, dreckigen Fingernägeln und ohne Tattoo von einer Bank eingestellt werde, werd ich eingestellt..... fertig. :)

Gruß
Dennis
 
Denn meiner Meinung nach ist es NICHT das Ziel des Lebens mich dem "Durchschnitt" anzupassen um so wenig wie möglich aufzufallen und so grau wie Otto Normal zu sein.
Ich werde mich im Umkehrschluss allerdings hüten, anderen in der Gesellschaft auffälligen (deinen?) Lebensauffassungen Folge zu leisten!
 
Ich werde mich im Umkehrschluss allerdings hüten, anderen in der Gesellschaft auffälligen (deinen?) Lebensauffassungen Folge zu leisten!

Was meinst du genau?

Btw könnte dein Bart in der Pflege, im Zuge einiger Auffassungen hier, untersagt werden...
 
Mir fällt da gerade noch was ein.......

wer hat denn Kollegen mit einem (der Einfachheithalber mal so ausgedrückt) außergewöhnlichen Erscheinungsbild?

Reguliert sich das "Problem" nicht von selbst, auf Grund der geringeren Einstellungschancen?


Gruß
Dennis
 
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