Verdienst als medizinische Kodierfachkraft

Wundi

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07.08.2010
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Hallo!

Da ich nächste Wo. ein Vorstellungsgespräch habe, würde es mich jetzt schon mal interessieren, wieviel man als medizinische Kodierfachkraft nach Caritas AVR verdient und wie lange die Weiterbildung dauert.

Ich bin 33 Jahre alt und habe 10 Berufserfahrung als Krankenschwester.

Danke für alle Antworten!

Wundi
 
... gab's schon eine Antwort im Thread zu.

Aber hier gerne nochmal:

In unserer Gegend, d.h. im Raum Trier, westliches Rheinland-Pfalz, wird ein Absolvent nach AVR 6b eingruppiert. Die gleich Stelle wird in einem Krankenhaus vor den Toren Triers nach AVR 4b eingruppiert. Ist aber ein anderer Träger, der darüber hinaus ein wenig darunter leidet, dass Personal in Ballungsgebiete bzw. gleich nach Luxemburg abwandert, so dass in der Regel aus Anreitgründen etwas besser vergütet wird. (AVR siehe hier.)

Viel Glück bei den Gehaltsverhandlungen, und gib uns doch mal einen Tip, was herauskam - und in welcher gegend von Deutschland.
 
So, das Vorstellungsgespräch ist nun rum, es ging um eine Teilzeittätigkeit (50 %) und folgendes habe ich bezüglich der Eingruppierung erfahren:


  • Eingruppierung in Verg.gruppe 7 (Caritas AVR) -----> 1100 Euro
  • nach 5-wöchiger Ausbildung und bestandener Prüfung 40 Euro mehr
Ich komme aus Bayern, bin 33, verheiratet und habe ein Kind; 11 Jahre Berufserfahrung zählen hierbei "NULL" :cry:

Bin ehrlich gesagt enttäuscht, habe eigentlich mit "mehr" gerechnet.
 
  • nach 5-wöchiger Ausbildung und bestandener Prüfung 40 Euro mehr

Danke für die prompte Info :up: Heißt das, die würden Dich einstellen und dann innerhalb von fünf Wochen zur Kodierfachkraft schulen? Innerbetrieblich oder in nem teuren Kurs?

So oder so: das ist vom Gehalt her lachhaft, aber für Kodierfachkräfte, die lediglich eine Weiterbildung, aber keine reguläre Ausbildung als MDA absolviert haben, durchaus üblich. Auch mit einem Krankenschwesterngehalt hat das dann wenig zu tun.

Die Zahlen, die ich genannt hatte, bezogen sich auf eine Tätigkeit nach zwei Jahren Ausbildung zur Medizinischen Dokumentationsassistentin (MDA). Der Name des Ausbildungsberufs ist hierbei verschieden zu den eigentlichen Tätigkeiten, die man dann als MDA ausübt, z.B. als Kodierfachraft, Kodierassistentin, Study Nurse o.ä. Eine Übersicht über die Berufsbilder gibt's hier.
 
Hallo Schmitti,

ja genau, man würde mich einstellen und anschließend in einem 5-wöchigem Kurs (teuer??? ---> keine Ahnung) zur Kodierfachkraft ausbilden.
Nach 5 Wochen kann man ganz klar nicht von einer Ausbildung sprechen, aber ich finde, dass die med. Berufserfahrung, die man ja für diese Tätigkeit dringend braucht, adäquat bezahlt werden sollte.
Würde ich dieses "Stellenangebot" annehmen, müsste ich mit monatlich auf ca. 250 Euro verzichten ---> das kann und will ich nicht akzeptieren.
Schade, die Tätigkeit hätte mir wirklich sehr viel Spaß gemacht...

Naja, dann werde ich mich nun weiter auf die Suche nach einer familienfreundlichen Job-Alternative machen.
:megaphon:Alle Angebote aus dem Raum Würzburg (familienfreundlich: 20 Std./ Wo., keine WE, kein Schichtdienst, ....) bitte an Wundi senden! :P
 
Viel Erfolg dann, Wundi.

Und als Tipp: mach doch ne berufsbegleitende Weiterbildung zur Study Nurse (in Frankfurt!) und versuche, in der Uniklinik Würzburg unterzukommen :idea:

Wir auch besser bezahlt...
 
Hallo
hatte neulich Mitarbeitergespräch mit Gehaltsverhandlung. (Ende der Probezeit) :deal:

Mein Chef schlug eine geringfügige mtl. Erhöhung vor, da er mich (fairerweise:anmachen:) gerne nach TVöD bezahlen würde (wir sind ne Privatklinik :sdreiertanzs:) und zusätzlich am Jahresende einen Bonus, den er am erreichten CMI festmacht. (1000€ pro +0,1 CMI)
Er hat aus seiner TVöD Tabelle (welche er für hochkomplex hielt) dann 2600€ abgelesen und erhöhte diesen Betrag großzügigerweise auf 2750€.
Also hab ich ihm mal den TVöD erklärt und darum gebeten, wenn schon nach TVöD, dann bitte sämtliche Bestandteile eines TVöD Arbeitsvertrages berücksichtigen und einkalkulieren, dazu gehört meine Qualifikation, VWL, Ballungsraumzulage, Funktionszulage, halbjährliche Steigerungsrate, 13 Monatsgehälter, 38,5 Stunden Woche,.........:boxen:
Als staatliche examinierter Krankenpfleger mit "Fachweiterbildung" :D werde ich in Entgelstufe E9a bei Stufe 3 eingegliedert. Im Durchschnitt würde ich somit in den nächsten drei Jahren 3200€ mtl verdienen .....im öffentlichen Dienst :lol1:
Diesen Betrag konnte ich ihm somit als MINIMUM verkaufen. :)

Das mit dem CMI habe ich ihm auch mal erklärt :besserwisser:
ICH habe nur sekundär Einfluss auf den CMI, primär gestalten den die Operature, die entscheiden, was und wieviel sie bei uns operieren.
Davon will ich mein Gehalt nun wirklich nicht abhängig machen.
Da ich weiß, dass 0,1 CMI bei uns 640.000€ mehr am Jahresende in der Kasse bedeuten würden, finde ich 1000€ brutto für mich ja schon fast lächerlich :)
Aber das habe ich ihm natürlich nicht gesagt, auch nicht welchem €-Betrag die CMI Steigerung entsprechen würde...will den guten Mann ja nicht verwirren :)

Also habe ich es ihm natürlich frei gestellt, ob er mir am Jahresende einen Bonus zahlen möchte, jedoch können wir das am Jahresende verhandeln, ebenso die Höhe.

Pssst....meine Jahreskalkulation ergab eine Steigerung um 0,3 Punkte :sflouts::boozed:
 
Hallo Kollegen/innen
Bei mir war es so: wie gewohnt Kr 6 abzüglich Zeit-, Wochenend-, Feiertagszuschläge usw. = gewohntes netto minus 300,-

Aber: Schichtdienst, Wochenenddienst, Feiertags- und Nachtdienst -> nie wieder !!!
Mir (58) ist es das wert, Geld ist nicht alles !
Ach ja, nach 5 Jahre Kodierung gibt es dann etwas mehr, nicht der Rede wert.

liebe Grüße und schönes Wochenende vom Ex-Intensivpfleger an alle Kolleginnen / Kollegen / jetzt oder zukünftigen Kodierer/-innen
 
update: nun 10 Jahre im MedCo tätig : aktuell Tarifwerk 092 BAT/MT-Arb-KF TG 8 Stufe 5
ergibt Brutto 3370 €, zuzüglich VWL , 13.es Monatsgehalt, sowie übliche Sozialleistungen wie sie im BAT, AVR Diakonie oder Caritas üblich sind
... von der Intensivstaion ins Med.Co bedeutete von 10 Jahren für mich : unverändert KR 6, keine Zulagen für Schichtdienst, Nachtdienst, Wochenend- und Feiertagszulagen = netto ca. 300,- weniger
Ich bin schockiert über oben genannte 1100,- (kann doch nur Netto sein, oder?)
Eine Krankenschwester mit 10 Jahren Berufserfahrung, sollte die nicht mit etwa dem gleichen Nettogehalt im MedCo starten ?

PS: ein Blick auf die Stellenangebote auf Webseiten von MDK oder Krankenkassen kann sich manchmal auch lohnen
 
Die Zahlen scheinen für die Kodierer in den Krankenhäusern zu stimmen. Ich finde dass die extrem schlecht bezahlt werden in manchen Häusern.

Beim MDK (Nordrhein) z. B. hat man lt. Tabelle nach 10 Jahren aber erheblich mehr. Da kommt man in etwa auf ein Bruttogehalt wie eine Pflegekraft auf der Intensivstation mit Zulagen und hat deutlich attraktivere Arbeitszeiten!
 
Hallo ludmilla
genau bei dem von dir genannten MDK fällt mir auf, das die "arbeitgeberfinanzierte Weiterbildung zur Kodierfachkraft" nicht mehr in den Stellenangeboten auftaucht. Vor wenigen Wochen stand das noch da drin.

Der MDK käme für mich persönlich nur in Frage, wenn ich im Krankenhaus-Bereich nichts finden würde;
daher kenne ich mich auch mit den Einkommenstabellen dort nicht aus.

Die Kernarbeitszeit ist für mich Mo - Do 9 - 15 Uhr, Fr 7 bis 13 Uhr. Es ist mir überlassen wann ich zwischen 6 und 9 Uhr anfange und ob ich um 15 Uhr gehe oder länger arbeite (Freitags 13 Uhr oder später). Veränderungen diese Arbeitszeiten sind nach Absprache mit Vorgesetzten / Personalabteilung immer mal möglich.

Beim MDK habe ich u.a. Bedenken was z.B. das Arbeitsklima betrifft ...

zum Anhang: das Stellenangebot für ausgebildete Kodierfachkräfte finde ich nicht wieder,
im Anhang das Stellenangebot für GuK, das ich einer jungen Kollegin empfahl, die interessiert an der Ausbildung zur MDA ist und gleichzeitig einen Sponsor dafür sucht.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Warum sollte das Arbeitsklima bei MDK schlechter sein als in einer Klinik?
 
Und in den Klinken ist es besser? Na dann....
 
Hallo ludmilla
genau bei dem von dir genannten MDK fällt mir auf, das die "arbeitgeberfinanzierte Weiterbildung zur Kodierfachkraft" nicht mehr in den Stellenangeboten auftaucht. Vor wenigen Wochen stand das noch da drin.

Der MDK käme für mich persönlich nur in Frage, wenn ich im Krankenhaus-Bereich nichts finden würde;
daher kenne ich mich auch mit den Einkommenstabellen dort nicht aus.

Die Kernarbeitszeit ist für mich Mo - Do 9 - 15 Uhr, Fr 7 bis 13 Uhr. Es ist mir überlassen wann ich zwischen 6 und 9 Uhr anfange und ob ich um 15 Uhr gehe oder länger arbeite (Freitags 13 Uhr oder später). Veränderungen diese Arbeitszeiten sind nach Absprache mit Vorgesetzten / Personalabteilung immer mal möglich.

Beim MDK habe ich u.a. Bedenken was z.B. das Arbeitsklima betrifft ...

zum Anhang: das Stellenangebot für ausgebildete Kodierfachkräfte finde ich nicht wieder,
im Anhang das Stellenangebot für Gesundheits- und Krankenpfleger, das ich einer jungen Kollegin empfahl, die interessiert an der Ausbildung zur MDA ist und gleichzeitig einen Sponsor dafür sucht.


Also in dem angegangenen Stellenangebot steht die arbeitgeberfinanzierte Qualifizierung doch aber drin? Die Kernarbeitszeiten sind ähnlich den von dir genannten, das Arbeitsklima hängt doch von dem jeweiligen Team ab. Eine einzige negative Bewertung im Netz wäre für mich keine ausreichende Referenz, zumal die Pflegebegutachtung ein komplett anderes Arbeitsfeld als die Kodierprüfung ist. Die Umfragen zur Pflegebegutachtung von den den Versicherten und auch den Angehörigen sind teilweise sehr wertschätzend dem MDK und den Pflegegutachtern gegenüber!

Wenn ich im Krankenhaus 700 € (brutto) weniger verdiene, Weihnachtsgeld, Jobticket, Sozialleistungen des öffentlichen Dienstes bekommt man beim MDK auch, dann würde ich mich im Krankenhaus schlecht bezahlt fühlen.
Deshalb wäre es bei mir genau anders herum! Im Krankenhaus würde ich nur arbeiten wollen, wenn ich beim MDK nicht genommen würde!
 
Wisst ihr, wer auf Klinik Seite mit "dem MDK" zu tun hat, findet die Vorstellung dort zu arbeiten einfach nicht prickelnd...

Der Verdienst im Medizincontrolling schwankt extrem. Ich fing mit einem etwas schlechterem Bruttoverdienst als ursprünglich in der Pflege an, mittlerweile habe ich mehr als eine Pflegekraft mit vergleichbarer Erfahrung und Ausbildung.
 
Wisst ihr, wer auf Klinik Seite mit "dem MDK" zu tun hat, findet die Vorstellung dort zu arbeiten einfach nicht prickelnd...

Echt jetzt?! Das glaube ich nicht! Der MDK hat ausreichend Bewerbungen von Pflegekräften für die Pflegebegutachtung wie auch für die Abrechnungsprüfung als Kodierfachkraft. Wo sollen die auch sonst herkommen, wenn beispielsweise für die Kodierer wie in dem Stellenangebot beschrieben, Berufserfahrung in der Klinik gefordert wird! Und ich kenne einige die vom Med. Controlling aus der Klinik zum MDK gewechselt sind! Warum sollte man das nicht prickelnd finden, mehrere 100€ mehr zu verdienen?
 
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Klar gibt es Bewerbungen. Die "normale Pflegkraft" hat ja in der Regel nichts mit den Kodierprüfungen zu tun.

Würde ich als "Kodierfachkraft" beim hiesigen MDK anfangen wäre ich das Anhängsel eines ärztlichen Gutachters und müsste PKMS Punkte, Gerikomplex Punkte, Tiss und Saps oder Intensiv Kriterien für die Psychiatrie zählen.

Stumpfsinnige und langweilige Tätigkeiten. Als MedCo sind meine Aufgaben deutlich vielseitiger.

MEINE Arbeitsbedingungen sind zudem top (Home Office etc)

ICH würde auch nicht besser verdienen und hätte zudem das Gefühl auf der falschen Seite zu stehen.

Ich glaube so geht es vielen MedCos
 
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Also es gibt MDKs (u.a. Nordrhein, Westfalen/Lippe, ich glaube RLP auch) da machen die Kodierer nicht nur den von dir genannten „langweiligen“ Kram und sind auch keine Anhängsel der Ärzte! Sie bearbeiten eigene Fälle mit allen Fragestellungen, also auch Verweildauern usw.
Home Office gibt es beim MDK auch!
Wieso steht man deiner Meinung nach auf der falschen Seite?
Der MDK steht auf der Seite der Versicherten, damit die Beiträge nicht ins Unermessliche steigen, weil Krankenhaus-Leistungen abrechnen, die sie lt. Kodierrichtlinien nicht abrechnen dürfen. Also geht es auch um deine und meine Beiträge!
Wenn du so wie beim MDK verdienst, also mit der gleichen Erfahrung, dann hast du echt Glück gehabt. Hier in meiner Gegend kenne ich keinen Med-Controller im Krankenhaus der so gut verdient, die meisten wurden beim Wechsel von Station ins Controlling runtergestuft!
 
Sorry, aber das die Kliniken alle falsch abrechnen ist einfach nicht wahr. In meinen Augen, sind diese Aussagen Ergebnis der Kampagnen der Kassen!

Wie tief bist du in der Materie drinnen?
 
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