Ja.
Und nicht nur in der Pflege.
Dumme Führungskräfte und Geschäftsführer gibt es überall.
Immer mit den Füßen abgestimmt.
Hatte für ne Personalüberlassung in einer Fabrik für Kosmetikartikel gearbeitet. Meine Aufgabe. Zahnpastatuben in die jeweiligen Pappschachteln stecken. Der Tisch auf etwas unter Schreibtischhöhe. Alle Kollegen im Kreis drum herum. Ich die einzige Westeuropäerin. Noch gefragt ob es wo nen Stuhl gibt da sich mich hinsetzen kann. Dann flüstere mir mein Nachbar zu das wir nicht miteinander sprechen dürfen. Ich noch "WAS ?!?!?!. Das ist doch Schwachsinn, warum sollten wir uns hier nicht unterhalten dürfen?" Wurde dann noch mal an eine andere stelle am diesem Tisch gestellt. Bis ich von der Vorarbeiterin, der wirklich noch ne Peitsche in der Hand fehlte, mich zusammenfalten wollte. Nach 3h bin ich gegangen. Das war wirklich Ausbeutung hoch zehn. Die hatten damit gearbeitet das sie nur Migranten eingestellt hatten und mir ihrer Aufenthaltsgenehmigung gedroht hatten. Mit nem halben Ohr hatte ich noch mitbekommen wie sie schimpften das dass mit der deutschen ne dumme Idee war. Was soll ich sagen, der Zoll hat geklärt.

3,50€/ Stunde
Hatte in einer Disco gearbeitet. Nebenberuflich. Ich war jung und Schuhe waren eine großes Interesse

Kurz ich war auf den Job absolut nicht angewiesen. Als ich auf den schlechten Umgang und auch Betrug aufmerksam machte fragte man mich was ich denn machen wolle? Eskaliert war es weil ein "Blödman" der Meinung war ich dürfe mich nicht an die Theke lehnen und solle mehr lächeln. Hatte meinen Lohn aus dem Portmonee genommen, den Inhalt des Portmonees dann auf die Theke gekippt, immerhin mußte ich das Ding teuer bei ihm bezahlen, Schlüssel zur Zapfanlage dazu und sagte nur... "Viel spaß und denk dran... Nicht an die Theke lehnen und immer schön lächeln". Dann bin ich zur Tür raus und war weg.
10% am Umsatz oder 6€/ Stunde. Ich hatte in jeder Schicht drauf gezahlt. wie sie die Zapfanlage frisiert hatten. Ich hab ein Bier für 2,40 verkauft, hab aber selber bis zu 2,70 bezahlt. War natürlich nicht zu beweisen. Die Kollegen hatten einfach bei den Besoffenen bis zu 5€ für ein Bier genommen. Da hatte ich aber kein Bock drauf. Das ist Betrug der mir wirklich nach zuweisen wäre. Den Job hatte ich 14 Tage.
Bei McDonalds hat man meinen Vertrag nicht verlängert. Ich wäre zu deutsch. weil sie dachten ich wäre ihr persönliches Eigentum. Hatte nen Vertrag von Freitag Abend bis Sonntag mittag. War auch nur so ein "schöne Schuhe Job". Die haben mich jeden verdammten tag angerufen, mir auf die Mailbox gesprochen. Mich an meinem im Dienstplan geplanten Tagen dann zur sau machen wollen da sich nicht zurückrufe. Hatte ich schlichtweg aufgegeben das der Chef beratungsresistent war. Der glaubte ernsthaft ich kündige meinen unbefristeten und gut bezahlten Job als Vers.Kauffrau in nem großen Konzern um IHM rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen.
7,50€/ Stunde und damit übertariflich für die Gastronomie
Einmal hatte ich sogar die Erlaubnis vom Arbeitsamt zu kündigen. Ich war im Bewerbungsgespräch belogen worden und man wollte für einen Spottpreis meine Kompetenz als Telefonist abgreifen. Ich und sagte noch das ich auf keinen Fall in einem Callcenter mehr arbeiten will etc. Man verneinte das es ein Callcenter ist. War es nur ohne den üblichen Schutz über einen Diler, der einen vor diesem Entsetzlichen Klingeln schützt. Die haben mir knallhart ins Gesicht gelogen. Zudem gibt es für Callcenter diverse Vorgaben wie die Telefonate zugeordnet werden und nicht einfach von alleine durchgestellt werden dürfen. Auch akustische Vorgaben, Bildschirmarbeitsplätze, etc. Die hatten schlichtweg simple Telefonen die sturm klingelten. bis zu 6 Telefone in einem kleinen Büro. Es war fürchterlich. Also hatte ich den Hörer daneben gelegt um meine Arbeit in ruhe beenden zu können. Man sprach mich an. Ich solle den Hörer nicht daneben legen und immer dran gehen. Ich hätte so nichtmal zur Pause gekonnt. Nebenbei für Mindestlohn. Damals noch 8,50€. Ich war die einzige die wirklich ein CallcenterAgengent war und sich daher auskannte. Ich bin auf die Barrikaden gegangen, hatte immer wieder um ein Gespräch mit dem Teamleiter gebeten, wurde immer abgeblockt, ich glaubte ich könne den Job nicht kündigen, wegen der Sperrfrist beim Arbeitsamt. Nach dem ich das geklärt hatte... Hatte vor einfach nur normal zu kündigen. Probezeit halt. Und entsprechend war meine Arbeitsmoral und Stimmung. Gleichgültig. Dann reagierte die Teamleiterin, rief mich zu sich. Ich könne nicht mit so nem langen Gesicht im Büro sitzen. Ich wäre ja das Zugpferd. Kurz ich wurde sogar als der Highland angekündigt, für Mindestlohn... Hatte gesagt das ich überfordert bin, ich deswegen schon seit 3 Wochen nach einem Gespräch verlange, das es ein Callcenter ist und die MA, also ich in keinsterweise durch die Anlage geschützt sind. Sagte die ich solle anders überfordert sein.
Ich bin aufgestanden, genügen und nie wieder gekommen. Da ich aus einer Personalüberlassung war, ist dieses Firma als Kunde ausgefallen und das Stammpersonal hat auch recht schnell in den Sack gehauen, nach dem ich denen mal erklärt hatte was ein Callcenter ist.
Besagte Teamleiterin äußerte in dien Pausen, die übrigens verpflichtend alle samt in der Kantine verbracht wurden, das sie ja gar nicht verstehen kann wie man so ein Indianer seien kann. Sie könnte nur Häuptling. Zudem war ich auf dem Papier weitaus höher qualifiziert für den Job als sie.
8,50€ Mindestlohn/ Stunde
Und zuletzt in der Notaufnahme wo wir immer mehr verheizt wurden. ich hatte mehrere Gespräche mit der Stationsleitung bezgl. einem beschwerdebiref über mich. dann noch den Move zu erwarten das ich für eine Beschwerdebrief (3 Seiten Lang) ihm zu fußen falle und mich bitterlich entschuldige. Er fragte. Wie ist es dazu gekommen das die Angehöroge sich so beschwert. Ich nur "Erklär du mir mal wie es dazu kommt das ich 12 Tage am Stück, im Schaukeldienst, in der Orga bin und warum mich diese Frau in diesem Dienst einfach so unbehelligt 8h lang mit dummen Fragen quälen kann?. Und das was ie schreibt ist wahr, alles so gewesen und mir tut das nicht leid. Ich erwarte ein 6 Seitiges Entschuldigungsschreiben von ihr" Haste richtig in den Augen gesehen. "Route wird neu berechnet" Der hatte kein Wort dafür. Der hatte nicht damit gerechnet das ich den Schuh in seine Richtung zurück werfe. Zudem habe ich ihm gesagt wenn sich das in den nächsten 6 Monaten bessert bin ich weg. 6 Monate später, die Situation ist noch schlechter geworden. Also hatte ich mir rausgenommen um meinen Schutz einen bestimmten Bereich nicht mehr zu übernehmen. Dann hies es "Du mußt" Ich nur klar... "ne ich muß garnichts" 2 Wochen später wurde ich mit Kusshand woanders genommen. Man bat mir nur, bitte die DP Periode zu Ende zu bringen. Der Typ ist jetzt Pflegedirektor in ner Großen Klinikverband.
Tarif TVL. Bin noch immer im gleichen Unternehmen.
Es hat sich auch rumgesprochen das ich wenn ich was sage und Konsequenzen klar mache, das auch wirklich durchsetze.
Kurz heute kommt mir da auch keiner mehr quer. BZW dann zieh ich halt weiter.
Ach ich könnte noch Geschichten erzählen. Ich hab so miese, dreckige Jobs gemacht... musste ich nicht. Aber ich war jung, hatte kraft und Zeit. und zu zusätzlichem Geld hab ich nie nein gesagt.
Was ich wirklich erschreckend finde. Ich weiß nicht wie es heute ist. Vieles war noch vor dem Mindestlohn. Wie die mit den zumeist migrantischen Mitarbeitern umgegangen sind. Das war Ausbeutung, Sklaverei etc.
Ich habe 3 gute bis sehr gute Berufsabschlüsse und Studiert (ohne Abschluss) Ich kann mit den Füßen abstimmen. Ich muß auch nicht in die Pflege. Das ist ein Luxus dessen bin Schmier bewusst. Allerdings in der Pflege muß sich wirklich niemand schlecht behandeln lassen.
Das geht nur weil sie Leute mit sich machen lassen. Unter anderem daher habe ich auch mein Wissen zum Arbeitsrecht. Diese Erfahrungen muß man mal gemacht haben.