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- 26.01.2026
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- 20
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- Exam. Altenpfleger
- Akt. Einsatzbereich
- Pflege
Hallo zusammen,
ich möchte eine Situation schildern, die mich zunehmend besorgt, und hoffe auf eure fachliche Einschätzung zur rechtlichen und ethischen Lage. Ich arbeite in einer Klinik mit flachen Hierarchien (kein Betriebsrat, keine PDL, direkte Unterstellung unter die Geschäftsführung).
Folgende Punkte prägen aktuell den Arbeitsalltag:
1. Umgang mit Patientengeldern (Stationskasse)
Auf unserer Station fallen wöchentlich ca. 100 € bis 300 € an Trinkgeldern an.
2. Personalsituation und Führungskultur
Die personelle Lage ist durch eine extreme Fluktuation gekennzeichnet. Im Jahr 2024 gab es 11 Eigenkündigungen und 2 arbeitgeberseitige Kündigungen.
Fragen an die Community:
Vielen Dank für eure sachlichen Rückmeldungen.
ich möchte eine Situation schildern, die mich zunehmend besorgt, und hoffe auf eure fachliche Einschätzung zur rechtlichen und ethischen Lage. Ich arbeite in einer Klinik mit flachen Hierarchien (kein Betriebsrat, keine PDL, direkte Unterstellung unter die Geschäftsführung).
Folgende Punkte prägen aktuell den Arbeitsalltag:
1. Umgang mit Patientengeldern (Stationskasse)
Auf unserer Station fallen wöchentlich ca. 100 € bis 300 € an Trinkgeldern an.
- Transparenz: Es existiert kein Kassenbuch. Die Verwaltung erfolgt exklusiv durch die Stations- und Ambulanzleitung. In der Vergangenheit gab es bereits zwei Vorfälle, bei denen insgesamt über 6.000 € aus dieser Kasse veruntreut wurden bzw. spurlos verschwanden.
- Auszahlungsmodus: Die Verteilung der Gelder wird als Disziplinierungsmittel genutzt. Die Leitung kürzt Anteile eigenständig nach Kriterien wie Stellenanteil oder – besonders kritisch – nach individuellen Krankheitstagen.
- Mittelverwendung: Größere Anschaffungen (z. B. eine Kaffeemaschine für 800 €) wurden von der Kasse bezahlt, jedoch auf den privaten Namen der Stationsleitung fakturiert.
2. Personalsituation und Führungskultur
Die personelle Lage ist durch eine extreme Fluktuation gekennzeichnet. Im Jahr 2024 gab es 11 Eigenkündigungen und 2 arbeitgeberseitige Kündigungen.
- Dokumentation von Kleinstfehlern: Es wird eine akribische Dokumentation von Bagatellfehlern (z. B. Bestückung von Schränken, Reinigung der Teeküche) betrieben, die per E-Mail an die Mitarbeiter und die Geschäftsführung kommuniziert wird.
- Umgang mit Krankheit: Bei Krankheitsfällen werden Team-Treffen initiiert, um Unterschriften gegen die abwesenden Kollegen zu sammeln (mit dem Ziel, eine Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zu belegen).
- Qualitätssicherung: Durch die Abwanderung von Fachkräften werden Aufgaben zunehmend auf nicht-qualifiziertes Personal übertragen, was die Patientensicherheit gefährdet.
Fragen an die Community:
- Wie bewertet ihr die rechtliche Lage der Trinkgeldauszahlung bei Krankheitsstand?
- Welche Möglichkeiten der Dokumentation empfehlt ihr Mitarbeitern, um sich gegen systematische Mängelberichte bei Bagatellen zu schützen?
- An welche externen Stellen (Gewerbeaufsicht, Kammer etc.) kann man sich wenden, wenn die interne Hierarchie keine Lösung bietet?
Vielen Dank für eure sachlichen Rückmeldungen.