Der Bereich Reinigung dürfte mittlerweile wohl in nahezu allen Häusern privatisiert und ausgelagert sein (outgesourced?).
In unserem Haus war das verbunden mit einem drastischen Abbau an Reinigungspersonal und mit Einstellung neuer, meist unzureichend eingewiesener Mitarbeiter.
Entsprechend oft kam es vor, dass diese Mitarbeiter erst von uns Pflegekräften in die richtige Vorgehensweise bei speziellen Problemen (Isolation/Umkehrisolation u.ä.) eingewiesen wurden. Das konnte natürlich nicht so weitergehen. Die Fremdfirma musste alle ihre Mitarbeiter nachschulen. Hat ne Weile gedauert. Mittlerweile ist es aber bei einem halbwegs festen Stamm an Reinigungspersonal geblieben. Damit war auch ein verlässlicheres Reinigen/Entsorgen möglich.
Da aber unser Haus auch klar an diesen Kosten sparen will und nicht bereit ist, die früher üblichen Reinigungsfrequenzen auch zu bezahlen, kann man wohl einen niedrigeren Standard kaum dem Reinigungspersonal ankreiden.
Sie sind durchweg alle freundlich zum Personal und den Patienten. Sie fragen, ob sie ein Zimmer betreten dürfen oder später wieder kommen sollen. Sie ertragen es ohne zu murren, wenn mal wieder nach einer Materialschlacht der Boden übersäht ist von Kanülendeckelchen und ähnlichem. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.
Ich sehe die Reinigungskräfte als Teil des Teams: Wir arbeiten zusammen, stimmen Arbeitsablaufe aufeinander ab, und sind alle bemüht, ein Miteinander und nicht ein Nebeneinander zu leben.
Hut ab vor unseren Reinigungskräften.
Gruß spflegerle