Problem mit Kollege

MV1603

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Wohngemeinschaft Intensivpflege
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Hallo alle miteinander, ich bin neu hier

Ich würde gern mal eure Meinung dazu wissen. Derzeit arbeite ich im 2-Schichtsystem (12h) in einer Intensiv WG. Nunja von Anfang war hier das reine Chaos.
Mittlerweile ist das Verhalten eines Kollegen extrem auffällig. Er verwehrt absichtlich Klienten Flüssigkeit, gibt Medikamente ohne AO, lässt wichtige Dokumente verschwinden bzw schreddert er sie einfach oder entwendet BTM... Ich könnte noch einiges mehr aufzählen. Seiner Meinung sind sie eh nicht lebenswert und er arbeitet schon länger als Intenspfleger..
Alles wurde schon der PDL und dem Chef gemeldet, mit dem Ergebnis das sie nichts machen.

Im Team selbst haben wir schon Sorge um unsere Patienten. Ein Klient hatte unter anderem auch schon ein Hämatom über die komplette linke Gesichtshälfte nachdem er ein paar Tage im Dienst war. Angeblich kommt es vom Bettgitter was wir aber nicht glauben, da der Klient welcher sehr aktiv ist und sich öfters stößt sonst keinerlei Hämatome aufweist.

Ich 'verdächtige' ihn ja nicht grundlos sondern es beruht alles auf Tatsachen welche auch festgehalten und gemeldet worden sind.

Der mitwirkende Pallidienst nimmt uns schon gar nicht mehr für voll und will aus allem rausgehalten werden und der HA.. naja der sieht alles nicht so eng.

Vielleicht könnt ihr mir mal eure Meinung mitteilen und hab eventuell den ein oder anderen Ratschlag für mich.

Liebe Grüße
 
Nach einigen Gesprächen in meinem Team mit der Leitung wurde eines klar!:
Nur was schriftlich mitgeteilt wird, einschließlich Unterschrift, kann eine Leitung verwerten.
Mündliche Meldungen sind leider irrelevant.
Ergebnis: sobald die schriftliche Meldung vorlag, wurde gehandelt!
 
Da kann ich Resigniert nur zustimmen. Nur schriftliches zählt.
Wir hatten den Fall dass ein Kollege einer Patientin den Arm gebrochen hat.
Es gab vorher schon diverse Vorfälle,wo Patienten nicht fachgerecht versorgt wurden, Kolleginnen wurden angebrüllt und beleidigt. Das wurde alles an die Leitung gemeldet, die es dann (angeblich) an die PDL weitergeleitet hat.
Der Vorfall mit dem gebrochenen Arm wurde ,mündlich an die PDL weitergeleitet. Es passierte -gar nichts.
Das Verhalten des Kollegen änderte sich nicht, einige Kolleginnen hatten sogar Angst vor ihm.
Nach 6 Wochen Untätigkeit hat sich die Kollegin endlich getraut, den Vorfall des gebrochenen Armes schriftlich an die PDL, den Betriebsrat und an den verantwortlichen Chefarzt zu schicken. Am nächsten Tag wurde der Kollege vom Dienst freigestellt.
Dann folgte die Kündigung und später ging das Ganze dann vor Gericht.
 
Es wurde auch schon mehrfach schriftlich mitgeteilt sogar mit 'beiweisbilder' usw. Aber selbst da, kein Handeln von der Leitung.

Die PDL beschimpft permanent unsere Teamleitung, sogar in unserem Beisein. Letztendlich sind wir die Schuldigen weil er sich nur rausredet.

Ich meine ersichtliche Dinge wie zb bei der Portnahrung den Beutel zerschneiden weil sie durch gewesen wäre (kann gar nicht möglich sein da sie immer zu einer bestimmt Zeit läuft) oder das BTM ohne Nachweis verschwindet, werden von der Leitung toleriert.
 
Hier in der WG hab ich den Eindruck das es alles von heute auf morgen eröffnet wurde und wir als Team zusehen müssen wie wir klar kommen.
Ich selber habe diverse vorkommen schriftlich der PDL, sowie ihrem Vorgesetzten gemeldet. Da kommt dann nur 'ja wir reden mit ihm' , in den Gesprächen redet er sich dann raus und lässt es uns wiederum spüren, indem er Beleidigt und Lügen verbreitet oder halt wichtige Briefe einfach schreddert.. oder was er auch gerne macht, mit Absicht in den Ecken des Bades pinkeln....

Hab das Gefühl das wir nicht gegen ihn ankommen und er mit seinem fahrlässigen Handeln immer durchkommt
 
Hier in der WG hab ich den Eindruck das es alles von heute auf morgen eröffnet wurde und wir als Team zusehen müssen wie wir klar kommen.
Ich selber habe diverse vorkommen schriftlich der PDL, sowie ihrem Vorgesetzten gemeldet. Da kommt dann nur 'ja wir reden mit ihm' , in den Gesprächen redet er sich dann raus und lässt es uns wiederum spüren, indem er Beleidigt und Lügen verbreitet oder halt wichtige Briefe einfach schreddert.. oder was er auch gerne macht, mit Absicht in den Ecken des Bades pinkeln....

Hab das Gefühl das wir nicht gegen ihn ankommen und er mit seinem fahrlässigen Handeln immer durchkommt
Das ist kein fahrlässiges sondern vorsätzliches Handeln!
Wenn die PDL zulässt, dass Patienten geschädigt werden, würde ich mir ne neue Arbeit suchen. Du wirst auch in einer anderen Beatmungsgerät-WG Arbeit finden!
 
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Bin schon dabei mir etwas anderes zu suchen, da die Zustände hier einen psychisch sehr belasten. Kann einfach nicht verstehen wie einem solch ein Handeln egal sein kann.
 
Frage bei einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht (umsonst in Gewerkschaft/ Berufsverband bei Mitgliedsschaft) ob eine Anzeige außerhalb des AG (also Polizei), ohne lebenslang beruflich verbrannt zu sein, möglich ist.
Und inwiefern sie NOTWENDIG ist
 
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Das werde ich machen, danke für den Hinweis.
Habe eben erfahren das im Januar eine Aussprache stattfinden soll, die letztendlich nichts bringen wird.
 
Bin schon dabei mir etwas anderes zu suchen, da die Zustände hier einen psychisch sehr belasten. Kann einfach nicht verstehen wie einem solch ein Handeln egal sein kann.

Du kannst dir was anderes suchen, aber die Bewohner? Sagt dir der Fall Niels H. was, der könnte in zwei Häusern das tun, was er getan hat und sitzt nun lebenslänglich ein, aber macht das eins seiner Opfer wieder lebendig?
Ehrlich, wenn ich so einen Kollegen hätte würde ich mir einen Rechtsbeistand nehmen, oder meine Gewerkschaft ranziehen und mit denen zusammen Polizei und Staatsanwaltschaft ranziehen, nicht alleine, denn, je mehr davon wissen, je eher fühlen sich die Verantwortlichen dazu veranlasst Massnahmen zu ergreifen.
Verstöße gegen das BTM Gesetzt, Körperverletzung sind Straftaten. Mach Gedächtnisprotokolle und gehe zum Anwalt oder zur Gewerkschaft oder zur Berufsgenossenschaft.
Das darf jemand hinnehmen! Denk an die Bewohner! Im schlimmsten Fall kommt es irgendwann Mal vor, dass er zur Rechenschaft gezogen wird und alle anderen wegen Beihilfe...
 
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An den Fall hab ich schon sehr oft gedacht seitdem ich hier bin.

Ich werde mir kommende Woche Rat bei einem Anwalt einholen.
Natürlich denk ich an die Bewohner deswegen will ich ja das der kollege seine Strafe bekommt und geht...
 
Schön, dass du schon einen Termin beim Anwalt hast und du wirst sehen, wenn der die richtigen Tasten drückt, dann guckt niemand mehr weg! Dein Kollege sollte nicht mehr patientennahe eingesetzt werden!
Ob ein Berufsverbot ausgesprochen wird entscheiden andere. Was sagen die Bewohner und deren Betreuer oder Angehörige? Bekommen die nichts mit? Oder die Hausärzte?
Deine Berufsgenossenschaft sollte auch wissen, dass dieser Kollege den Bewohnern bewusst schadet und dass eure Vorgesetzten ein Problem damit haben, gegen Gewalt am Patienten vorzugehen!
Ist es eine WG kenn ich die Rechtslage nicht, aber die Heimaufsicht wenn sie zuständig ist wird sowas auch nicht weglächeln!
 
Entwenden von BTM, Körperverletzung etc. und die Vorgesetzten tun nix: das dürfte die Staatsanwaltschaft aber verstärkt interessieren! Jeder "Mitwisser" macht sich dabei mitschuldig....
 
Da Frage ich mich, warum die den nicht längst freigestellt haben! Denn wenn sie so tun, als ob sie es nicht merken und es kommt hinterher raus können die Folgen sehr unangenehm sein! Organisationsverschulden oder so ähnlich. Auch könnten die Bewohner sich für andere Einrichtungen entscheiden und Krankenkassen und medizinischer Dienst wird das auch interessieren.
 
Das fragen wir uns im Team allerdings auch.. meiner Meinung nach hätte er freigestellt werden müssen..

Naja dem Hausarzt und Palliativdienst wurde das schon mitgeteilt aber die nehmen sich der Sache ebenfalls nicht an.
Die Patienten selbst können sich leider nicht zu der Sache äußern, wobei ihre Mimik und Gestik sobald der besagte Kollege da ist sich in Richtung Angst verändern.

Ich bin noch nicht so lange in diesem Team und anfangs war auch nichts Nennenswertes passiert.. Das ganze fing vor ca 4 Wochen an.
 
Arbeitet der Kollege schon länger dort? War der schon immer so? Irgendwas muss ja mit ihm passiert sein, der war doch hoffentlich nicht schon immer so?
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kollege arbeitet glaub seit 2 Jahren hier.. naja ich gebe eigentlich wenig auf Tratsch, aber meine TL meinte er wäre anders wo auch rausgeflogen weil er was mitgehen lassen hat..
Komische Ansichten hatte er schon als ich angefangen habe, aber man bekommt ihn davon nicht weg.
 
Oh je, aber wie gesagt, solange er sich nichts zu Schulden kommen lässt würde ich ihn in Ruhe lassen, auch ich habe einige Kollegen die sehr speziell sind, aber die schaden den Patienten nicht!
Schlimm finde ich nur, dass man ihm so gar nichts entgegensetzt und riskiert, dass andere Mitarbeiter kündigen, weil sie sowas nicht mitmachen wollen!
 
Naja das liegt ja immer im Auge des Betrachters. In meinen Augen hat er sich schon zu viel zu Schulden kommen lassen
 
Also dran bleiben und dafür sorgen, dass er so nicht weitermachen kann aber einen neuen Job würde ich mir trotzdem suchen, wenn die bei so akuten Problemen den Kopf in den Sand stecken!
 

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