Hallo,
ich habe ein Problem, bei welchem Ihr mir vielleicht/hoffentlich helfen könnt.
Ich pflege seit ca. 2 Jahren einen älteren Mann in seiner Wohnung. Er ist ein ganz lieber Mensch, hat zwei Weltkriege mitgemacht, kann so wunderbar erzählen. Er hat Pflegestufe II, kann allerdings aufgrund seines stark eingeschränkten Sehvermögens fast nichts mehr allein und hört auch sehr schlecht. Es fängt an beim Anziehen, Waschen, Medikamente, Mahlzeiten, Haushalt und und und. Die pflegerische Tätigkeit erstreckt sich von ca. 7.00 früh bis ca. 18.30 abends über den Tag verteilt, jenachdem was getan werden muss. Vor mir hat ihn eine Verwandte von ihm gepflegt. Sie kam damals dreimal die Woche (zweimal nach der Arbeit und den ganzen Samstag), hat die Hausarbeit erledigt und notwendige Pflegearbeiten (damals noch Pflegestufe I). Während dieser Zeit erkrankte unser "Onkel" (so darf ich ihn nennen, weil er einfach ein ganz lieber Mensch ist) an einer Hautkrankheit. Er musste mehrmals täglich Medikamente nehmen, musste mehrmals täglich gewaschen werden. Das übernahm ich gern freiwillig, ohne Entlohnung, einfach so. Auch das Mittagessen zubereiten gehörte dann mit zu meinen Tätigkeiten, die ich gern und freiwillig übernommen habe - seine Verwandte war und ist berufstätig und kam wie gesagt nur dreimal die Woche. Vor ca. 2 Jahren kam es aufgrund privater Zwistigkeiten (auf die ich hier nicht näher eingehen möchte) zum Zerwürfnis zwischen der Verwandten und mir. Vor ca. 4 Monaten eskalierte dies soweit, dass wir nicht mehr miteinander sprechen. Was gesagt werden muss, erfolgt schriftlich. Der ältere Herr wollte ab diesem Zeitpunkt, dass ich die Vollpflege übernehme, sie soll ihn nur noch besuchen. Lange Zeit ging das auch gut bis auf Kleinigkeiten. Seit einiger Zeit nun kommt sie regelmäßig am Wochenende. Diese Wochenenden nutzt sie, mir so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. Sie übernimmt Hausarbeiten, die ich im Laufe der Woche bereits getan habe mit der Bemerkung: "Sie tut es nicht richtig, hier ist es staubig". Sie sagt zu ihm: "Draußen ist kein Nebel, Deine Fenster sind schmutzig." Wegen solcher Bemerkungen habe ich bereits einmal den Pflegedienst zum Hausbesuch gebeten, bei welchem sich für mich logischerweise herausgestellt hat, dass es eben nicht schmutzig ist, im Gegenteil. Unser Onkel sieht nicht gut und will im Übrigen seine Ruhe haben. Aufgrund seines hohen Alters auch eine Selbstverständlichkeit. Sie lässt aber einfach nicht locker. Bei dem Besuch des Pflegedienstes habe ich die Pflegedienstleiterin auch gefragt, wie ich mich zukünftig verhalten soll - denn bei früheren Zusammentreffen mit der Verwandten hat diese mich persönlich mehrfach angegriffen. Die Pflegedienstleiterin hat mir eindeutig gesagt, dass mich keiner zwingen kann, im Beisein dieser Verwandten meinen Tätigkeiten nachzukommen. Wenn sie sich in der Wohnung aufhält, während ich meinen Verpflichtungen nachkommen will, kann ich gehen und sie muss meine Arbeit übernehmen.
Und nun meine Frage: Wie ist das nun:
Ich komme meiner pflegerischen Tätigkeit ganztags nach. Der Onkel ist auch sehr zufrieden mit mir und mir macht die Arbeit trotz der Schwierigkeiten mit der Verwandten nachwievor viel Spass. Die Verwandte kommt am Wochenende und erledigt Sachen, die sie nicht tun müsste. Würde sie die Wohnung verlassen, könnte ich ihn ja pflegen, so wie er es gewohnt ist. Und nun liegt ein Zettel da: "Ich bekomme Pflegegeld von Dir". Mir geht es hier nicht ums Geld. Ich habe es vorher auch unentgeltlich gemacht, weil er einfach so ein liebenswerter älterer Herr ist, aber wenn sie es halt haben will, von mir aus. Aber: MUSS ich ihr nachgeben? Zumal sie ja auch, entgegen ihrer Aussage, die Pflege nicht komplett übernimmt. Sie hinterlässt einen katastrophalen Fußboden, Zahnpasta im Waschbecken, Wäsche legt sie mir hin zum Waschen und einiges mehr. An manchen Tagen ist er nicht einmal rasiert. Wie ist hier die Rechtslage bzw. wohin kann ich mich wenden? Ich möchte gern die Pflege für diesen älteren Herrn weitermachen. Wenn ich aufgebe, übernimmt sie das. Und dann ist vorprogrammiert, dass er ins Heim muss, was er unter keinen Umständen will.
Es wäre super, wenn mir hier jemand helfen könnte. Ich danke Euch schon mal, Ute.
ich habe ein Problem, bei welchem Ihr mir vielleicht/hoffentlich helfen könnt.
Ich pflege seit ca. 2 Jahren einen älteren Mann in seiner Wohnung. Er ist ein ganz lieber Mensch, hat zwei Weltkriege mitgemacht, kann so wunderbar erzählen. Er hat Pflegestufe II, kann allerdings aufgrund seines stark eingeschränkten Sehvermögens fast nichts mehr allein und hört auch sehr schlecht. Es fängt an beim Anziehen, Waschen, Medikamente, Mahlzeiten, Haushalt und und und. Die pflegerische Tätigkeit erstreckt sich von ca. 7.00 früh bis ca. 18.30 abends über den Tag verteilt, jenachdem was getan werden muss. Vor mir hat ihn eine Verwandte von ihm gepflegt. Sie kam damals dreimal die Woche (zweimal nach der Arbeit und den ganzen Samstag), hat die Hausarbeit erledigt und notwendige Pflegearbeiten (damals noch Pflegestufe I). Während dieser Zeit erkrankte unser "Onkel" (so darf ich ihn nennen, weil er einfach ein ganz lieber Mensch ist) an einer Hautkrankheit. Er musste mehrmals täglich Medikamente nehmen, musste mehrmals täglich gewaschen werden. Das übernahm ich gern freiwillig, ohne Entlohnung, einfach so. Auch das Mittagessen zubereiten gehörte dann mit zu meinen Tätigkeiten, die ich gern und freiwillig übernommen habe - seine Verwandte war und ist berufstätig und kam wie gesagt nur dreimal die Woche. Vor ca. 2 Jahren kam es aufgrund privater Zwistigkeiten (auf die ich hier nicht näher eingehen möchte) zum Zerwürfnis zwischen der Verwandten und mir. Vor ca. 4 Monaten eskalierte dies soweit, dass wir nicht mehr miteinander sprechen. Was gesagt werden muss, erfolgt schriftlich. Der ältere Herr wollte ab diesem Zeitpunkt, dass ich die Vollpflege übernehme, sie soll ihn nur noch besuchen. Lange Zeit ging das auch gut bis auf Kleinigkeiten. Seit einiger Zeit nun kommt sie regelmäßig am Wochenende. Diese Wochenenden nutzt sie, mir so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. Sie übernimmt Hausarbeiten, die ich im Laufe der Woche bereits getan habe mit der Bemerkung: "Sie tut es nicht richtig, hier ist es staubig". Sie sagt zu ihm: "Draußen ist kein Nebel, Deine Fenster sind schmutzig." Wegen solcher Bemerkungen habe ich bereits einmal den Pflegedienst zum Hausbesuch gebeten, bei welchem sich für mich logischerweise herausgestellt hat, dass es eben nicht schmutzig ist, im Gegenteil. Unser Onkel sieht nicht gut und will im Übrigen seine Ruhe haben. Aufgrund seines hohen Alters auch eine Selbstverständlichkeit. Sie lässt aber einfach nicht locker. Bei dem Besuch des Pflegedienstes habe ich die Pflegedienstleiterin auch gefragt, wie ich mich zukünftig verhalten soll - denn bei früheren Zusammentreffen mit der Verwandten hat diese mich persönlich mehrfach angegriffen. Die Pflegedienstleiterin hat mir eindeutig gesagt, dass mich keiner zwingen kann, im Beisein dieser Verwandten meinen Tätigkeiten nachzukommen. Wenn sie sich in der Wohnung aufhält, während ich meinen Verpflichtungen nachkommen will, kann ich gehen und sie muss meine Arbeit übernehmen.
Und nun meine Frage: Wie ist das nun:
Ich komme meiner pflegerischen Tätigkeit ganztags nach. Der Onkel ist auch sehr zufrieden mit mir und mir macht die Arbeit trotz der Schwierigkeiten mit der Verwandten nachwievor viel Spass. Die Verwandte kommt am Wochenende und erledigt Sachen, die sie nicht tun müsste. Würde sie die Wohnung verlassen, könnte ich ihn ja pflegen, so wie er es gewohnt ist. Und nun liegt ein Zettel da: "Ich bekomme Pflegegeld von Dir". Mir geht es hier nicht ums Geld. Ich habe es vorher auch unentgeltlich gemacht, weil er einfach so ein liebenswerter älterer Herr ist, aber wenn sie es halt haben will, von mir aus. Aber: MUSS ich ihr nachgeben? Zumal sie ja auch, entgegen ihrer Aussage, die Pflege nicht komplett übernimmt. Sie hinterlässt einen katastrophalen Fußboden, Zahnpasta im Waschbecken, Wäsche legt sie mir hin zum Waschen und einiges mehr. An manchen Tagen ist er nicht einmal rasiert. Wie ist hier die Rechtslage bzw. wohin kann ich mich wenden? Ich möchte gern die Pflege für diesen älteren Herrn weitermachen. Wenn ich aufgebe, übernimmt sie das. Und dann ist vorprogrammiert, dass er ins Heim muss, was er unter keinen Umständen will.
Es wäre super, wenn mir hier jemand helfen könnte. Ich danke Euch schon mal, Ute.