Wenn einer (unbeliebten) Pflegebedürftigen bewusst vernünftige Bitten verweigert würden oder der Toilettengang absichtlich hinausgezögert würde, um sie zu massregeln, wären eine Strafanzeige gegen das Pflegepersonal angebracht. Ein solches Verhalten wäre eine unrechtmäßige Anwendung von Gewalt. Kommt leider in der Pflege vor.
ich denke darum geht es nicht.
Sondern das Angehörige und Pat. eine Umfeld von völliger Beobachtung und Bedrohung schaffen. Und sowas finde ich schon bedrohend wenn man ankündigt mich anzuzeigen wenn der Toilettengang nicht Just in Time erfolgt. Und eine Vorsätzliche Verzögerung zu unterstellen.
Da würde ich auch bestmöglich die Pflege vermeiden wollen. Vor allem wenn die Chefs da nicht hinter einem stehen.
Von meinem Chef hätte der Angehörige einmal eine Ansage bekommen das zu unterlassen oder sich ein anderes Haus zu suchen. Wenn die Pflege nicht zufriedenstellend ist kann der Angehörige das gerne in den Eigenen 4 Wänden selber übernehmen.
Das ist übrigens auch eine Form von Gewalt gegen Pflegekräfte. Denn die Befürchtung der Anzeige wird ggf. eine Vorteilsnahme für den Pat. nach sich ziehen und das ist genauso verboten. Wenn die Pflegekraft aus Angst immer gleich sofort zu dieser Klingel geht und andere dafür vernachlässigt. Denn das androhen einer Anzeige und dann auch noch ein Anzeige erhalten geht bei den wenigsten mal eben so an der Seele vorbei. Leider in der Präklinik Alltag und dennoch immer wieder belastend.
Kurz würd ich erstmal den Angehörigen über sein Fehlverhalten informieren und ihm klar sagen das die Pflege von mir nicht stattfinden wird wenn man so mit mir umgeht.
Sollte sich das nicht vermeiden lassen dann bestmöglich mit Zeugen am Pat.
Gleichzeitig wird das Aktenkundig in der Form das der Vorfall schriftlich an die Vorgesetzte gemeldet wird. Denn wer schreibt der bleibt

So ist dokumentiert das der Angehörige Psychische Gewalt ausübt und der Chef ggf. dem kein Einhalt gebietet.
Sowas wird man am besten immer ganz schnell wieder los.
Leider erlebe ich gerade in der Präklinik sehr häufig diese Form von Gewalt. Da ist nicht zu unterschätzen.
Auch beliebt im Hausnotruf, Herren die Hilfe bedürfen und immer wieder mit runtergelassener Hose und laufenden Porono aufgefunden werden.
Seltsamerweise kommt das erst vor seitdem Frauen im FSJ sind.

Zu Zivildienstzeiten gab es in 20 Jahren nicht einen solchen Vorfall, seit dem die Teilnehmer raus haben das junge Frauen kommen kommt das durchaus mehrmals im Jahr vor und gerne mal immer beim gleichen Herren. Die werden dann iwann gekündigt.
Mag zwar sein das die Leute in ihren Wohnungen tuen und lassen können was sie wollen, wenn man aber derart stürzgefährdet ist

und immer wieder Hilfe braucht, aber auch nicht in eine 24h Pflege will, muß man mitarbeiten. Also sich andere Möglichkeiten suchen sich zu befriedigen und nicht dabei ständig, oh wunder aus dem Sessel zu rutschen.
Solche Vorfälle habe seit der Einführung des FSJ zugenommen.