Perspektiven in der Altenpflege

Andrzej84

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Hallo,
ich bin 34 und arbeite seit sechs Jahren als Fachkraft für Altenpflege.
Inzwischen habe ich drei Mal das Altenheim gewechselt und überlege ernstfach eine neue Ausbildung zu beginnen. Allerdings schreckt es mich sehr ab mit 18-Jährigen wieder in der Schule zu sitzen und erneut der Grünschnabel in einem Betrieb zu sein.
Mir macht die Arbeit mit Menschen sehr Spaß. Leider habe ich in der Vergangenheit Mobbing in diesem Beruf erfahren. Ausserdem macht die ganze Dokumentation in der Altenpflege für mich einfach keinen Sinn. Es wird vorgegauckelt Pflege individuell zu gestalten hat aber kaum Zeit dafür.
Des Weiteren stören mich die ständigen Konflikte zwischen Pflegehelfern kontra Fachkräften kontra Wohnbereichsleitern kontra PDLs usw.
Mittlerweile traue ich mich nicht mich mit irgendjemanden aus dem Team zu unterhalten. Weil sehr vieles falsch aufgefasst wird oder absichtlich falsch weitergegeben wird. Z.B. sagte mir eine Kollegin das man bei ATS Matratzen nicht lagern muss :-) :-) Ich weiss...
Als ich sie über das Gegenteil aufklärte wurde mir nach mehreren Tagen vorgeworfen mich einzumischen und alles umändern zu wollen. Usw. usw. usw.

Könnt ihr mir bitte einen Ratschlag geben was ich tuen soll.
Im Altenheim werden keine sinnvollen Perspektiven geschaffen. OK man kann eine Weiterbildung als Wundmanager machen :-) Verdient aber hinterher dasselbe . Ist doch ein Witz.
PDL Studieren traue ich mich nicht. WBL möchte ich nicht. Eine Arbeitsstelle beim MDK ist bestimmt sehr schwer zu bekommen, weil es so viele Bewerber gibt.
Ich würde auch eine neue Ausbildung z.B. als OTA in erwägung ziehen, vielleicht wären meine Pflegekenntnisse vorteilhaft. Habt ihr noch realistische Tipps?
 

Martin H.

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Z.B. sagte mir eine Kollegin das man bei ATS Matratzen nicht lagern muss
Was sind denn "ATS-Matratzen"? Meinst Du die Wechseldruckmatratzen?
Könnt ihr mir bitte
einen Ratschlag geben was ich tuen soll.
Hast Du schon mal drüber nachgedacht, in die ambulante Intensivpflege zu wechseln?
Da hättest Du als Pflegefachkraft gute Chancen, hier arbeiten sowohl Leute aus der Altenpflege als auch Krankenpflege. Pflegehelfer gibt es nicht (jedenfalls nicht in der 1:1-Versorgung, in Beatmungs-WGs teilweise schon). Ggf. kannst Du auch Weiterbildungen machen (z. B. Pflegeexperte für außerklinische Intensivpflege, Teamleitung oder auch PDL), ist aber kein Muß.
Siehe z. B. Intensivpflege
 

einer

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Hallo Andrzej,
OTA hat mit deinem bisherigen Tätigkeitsbereich nur sehr wenig zu tun. Lediglich die Anatomischen Grundkenntnisse helfen dir ein wenig weiter.
Ansonsten denke ich, du würdest problemlos einen Ausbildungsplatz bekommen. Aber es geht für dich wieder ganz von vorne los.

LG Einer
 

Bachstelze

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Warum nicht in die Krankenpflege wechseln? Zur Not eben noch mal eine Ausbildung, wenn Du es Dir leisten kannst. Inzwischen sind die Kurst bunt gemischt, jung und alt. Und mehr Perspektiven hättest Du auch. Auch der OP-Bereich wäre möglich. Das geht mit dem Krankenpflegeexamen auch erst einmal ohne Weiterbildung - die kann man, bei vollem Gehalt, dann immer noch machen.

Trau Dich halt. Schreib ein paar Bewerbungen und guck was passiert.
 

DieFranzösin

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Ich hab auch auf die Altenpflege noch die Krankenpflege draufgesattelt. Nie bereut. Man hat wirklich bessere Perspektiven (nichts gegen die Altenpflege) und mehr Möglichkeiten.
Konflikte gibt's allerdings überall, vor denen kann man nicht davonlaufen.
 

Martin H.

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Dann könnte er aber auch gleich noch bis 2020 warten und die generalistische Ausbildung machen...
 

-Claudia-

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Dann könnte er aber auch gleich noch bis 2020 warten und die generalistische Ausbildung machen...
Bringt doch keinerlei Vorteile, wenn man bereits eine abgeschlossene pflegerische Ausbildung vorzuweisen hat.

Krankenpflegeausbildung verkürzt hinten dran hängen oder versuchen, als Altenpfleger im Krankenhaus zu arbeiten wäre möglich, schützt aber nicht unbedingt vor Mobbing oder Ärger mit anderen Mitarbeitern - und ganz bestimmt nicht vor der Dokumentation.

Du schreibst fast ausschließlich über das, was Du nicht (mehr) tun willst. Aber was willst Du denn stattdessen? Finde das heraus, dann kannst Du Wege suchen, wie Du dorthin gelangen könntest.
 
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Martin H.

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Bringt doch keinerlei Vorteile, wenn man bereits eine abgeschlossene pflegerische Ausbildung vorzuweisen hat.
Und welche Vorteile bringt ihm dann eine Krankenpflegeausbildung, wenn er bereits eine abgeschlossene pflegerische Ausbildung hat?
Du schreibst fast ausschließlich über das, was Du nicht (mehr) tun willst. Aber was willst Du denn stattdessen? Finde das heraus, dann kannst Du Wege suchen, wie Du dorthin gelangen könntest.
Das ist allerdings ein guter Tip. :up:
 

-Claudia-

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Und welche Vorteile bringt ihm dann eine Krankenpflegeausbildung, wenn er bereits eine abgeschlossene pflegerische Ausbildung hat?
Damit hat er zwei Abschlüsse und entspricht damit einer Art "Generalist". Zudem muss ich Dich wahrscheinlich nicht über die vielfältigeren Aufstiegsmöglichkeiten von GuKPs sowie deren beruflicher Anerkennung im Ausland hinweisen. Wobei dem TE der klassische Aufstiegsweg offenbar nicht zusagt.
 
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Andrzej84

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Hallo Andrzej,
OTA hat mit deinem bisherigen Tätigkeitsbereich nur sehr wenig zu tun. Lediglich die Anatomischen Grundkenntnisse helfen dir ein wenig weiter.
Ansonsten denke ich, du würdest problemlos einen Ausbildungsplatz bekommen. Aber es geht für dich wieder ganz von vorne los.

LG Einer
Weiss jemand, ob es ausreicht sich für den schulischen Ausbildungsplatz als OTA zu bewerben oder ob man noch zusätzlich einen praktischen Ausbildungsplatz suchen muss?
 

Andrzej84

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Warum nicht in die Krankenpflege wechseln? Zur Not eben noch mal eine Ausbildung, wenn Du es Dir leisten kannst. Inzwischen sind die Kurst bunt gemischt, jung und alt. Und mehr Perspektiven hättest Du auch. Auch der OP-Bereich wäre möglich. Das geht mit dem Krankenpflegeexamen auch erst einmal ohne Weiterbildung - die kann man, bei vollem Gehalt, dann immer noch machen.

Trau Dich halt. Schreib ein paar Bewerbungen und guck was passiert.
Mir wurde vor sechs Jahren bereits weiss gemacht, dass man sich als Altenpfleger auch im KH bewerben kann.
Ich habe allerdings noch nie gehört, dass so etwas funktioniert. Oder?
Kann man dann als Krankenpfleger arbeiten?
 

ommi

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Bei uns im Haus arbeiten zahlreiche Altenpfleger völlig problemlos auf Normalstationen. Auf IMC/Intensiv habe ich noch keinen gesehen, für weitere Funktionsdienste kann ich nicht sprechen. Grundsätzlich aber möglich. Die einzige Einbuse ist wie schon vorher geschrieben dass viele Weiterbildungen eine Krankenpflegeausbildung voraussetzen. Aber um erstmal Fuß zu fassen im Krankenhaus sollte es auch so gehen. Hatte bisher keine schlechten Erfahrungen mit Altenpfleger. Werden genauso eingerarbeitet wie jeder andere auch und er muss sich jedem Kritikgespräch wie alle anderen Mitarbeiter auch stellen. Einige schaffen es, einige nicht. Hängt meiner Meinung nach aber weniger vom Abschluss Altenheim/Krankenhaus ab.
 
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-Claudia-

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Mir wurde vor sechs Jahren bereits weiss gemacht, dass man sich als Altenpfleger auch im KH bewerben kann.
Ich habe allerdings noch nie gehört, dass so etwas funktioniert. Oder?
Kann man dann als Krankenpfleger arbeiten?
Funktioniert vielerorts bestens. Du arbeitest natürlich als Altenpfleger, da Du Dich nicht ohne Abschluss mit einer anderen Berufsbezeichnung schmücken darfst. Aber Du hast die gleichen Aufgaben wie die GuKPs.
 
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Nux Vomica

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Eine Arbeitsstelle beim MDK ist bestimmt sehr schwer zu bekommen, weil es so viele Bewerber gibt.
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Da stehen die Chancen aktuell sehr gut. Man muss sich nur gut überlegen ob man wirklich die Seiten wechseln will...
 

Martin H.

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Damit hat er zwei Abschlüsse und entspricht damit einer Art "Generalist". Zudem muss ich Dich wahrscheinlich nicht über die vielfältigeren Aufstiegsmöglichkeiten von GuKPs sowie deren beruflicher Anerkennung im Ausland hinweisen.
Ich versteh zwar immer noch nicht, was dann der Vorteil der "alten" GuK-Ausbildung gegenüber der neuen zum Pflegefachmann für den TE sein soll (ok, er wär halt dann ggf. ein Jahr schneller, wenn er 2019 die GuK-Ausbildung begänne), aber nun gut, lassen wir´s dabei bewenden... ich hatte @Andrzej84 jetzt auch so verstanden, daß er das eher nicht anstrebt.
 

einer

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Weiss jemand, ob es ausreicht sich für den schulischen Ausbildungsplatz als OTA zu bewerben oder ob man noch zusätzlich einen praktischen Ausbildungsplatz suchen muss?
In unserer Region bewirbt man sich für die Ausbildung bei den Krankenhäusern. Diese haben für ihre Ausbildungsplatze auch den dazugehörigen Schulplatz "gebucht". Eine eigenständige Schul- bzw praktische Ausbildung lässt die Ausbildungsverordnung auch nicht zu. Daher macht ein Bewerben für einen schulischen Ausbildungsplatz ohne praktischen Ausbildungsplatz oder umgekehrt auch keinen Sinn.

LG Einer
 

Andrzej84

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Ich habe von der Option gehört, dass man in einem Sanitätshaus arbeiten kann. Nun habe ich mich in einigen beworben und nach wenigen Tagen gleich zusagen erhalten. Man kann wohl als eine Art Handelsverteter arbeiten ohne ausbildung bzw. nach einem längeren Praktikum. Auch eine Aubildung als Kaufmann im Einzhelhand Fachrichtung Sanitätshandel wäre möglich was denkt ihr?
 

Andrzej84

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Bei uns im Haus arbeiten zahlreiche Altenpfleger völlig problemlos auf Normalstationen. Auf IMC/Intensiv habe ich noch keinen gesehen, für weitere Funktionsdienste kann ich nicht sprechen. Grundsätzlich aber möglich. Die einzige Einbuse ist wie schon vorher geschrieben dass viele Weiterbildungen eine Krankenpflegeausbildung voraussetzen. Aber um erstmal Fuß zu fassen im Krankenhaus sollte es auch so gehen. Hatte bisher keine schlechten Erfahrungen mit Altenpfleger. Werden genauso eingerarbeitet wie jeder andere auch und er muss sich jedem Kritikgespräch wie alle anderen Mitarbeiter auch stellen. Einige schaffen es, einige nicht. Hängt meiner Meinung nach aber weniger vom Abschluss Altenheim/Krankenhaus ab.
Ich glaube in deiner Gegend wird ein Altenpflegeabschluss höher angesehen. In NRW bestehen Personen das Altenpflege egzamen ohne vorher in das Schulbuch geschaut zu haben.
 

Romsen2014

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In meinem alten Haus, arbeiten auch Altenpflegekräfte. Aber ausschließlich auf der Geriatrie und Gerontopsychiatrie. Auf den anderen peripheren Stationen gab es meines Wissens keine Altenpfleger.
 

Martin H.

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Ich habe von der Option gehört, dass man in einem Sanitätshaus arbeiten kann.
Ein ehemaliger Kollege von mir (Krankenpfleger) hat das gemacht.
Ist aber schon verdammt lang her...
In NRW bestehen Personen das Altenpflege egzamen ohne vorher in das Schulbuch geschaut zu haben.
8O Also... ich hab ja auch nicht so waaahnsinnig viel lernen müssen, um die Ausbildung zu bestehen.
Aber das... :eek1:
 

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