Perspektiven/Möglichkeiten bei Femoralisverschluß

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von amezaliwa, 16.08.2008.

  1. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Thema: was tun bei Gefäßverschluß der nicht operiert wird?
    Pat. weiblich 80Jahre, hat zuvor zu Hause noch dementen pflegebed. Ehemann versorgt, kam vor 5 Wochen in die Neuro, Lumboischialgien, ggfs. BS-Vorfall. Bei Mobilisation zun. schmerzhafte Parästhesien im rechten Bein, nach wenigen Minuten nicht mehr auszuhaltende Schmerzen, VAS bis 8 bei Belastung, ohne bei 2.
    In der 3.Woche die definive Diagnose: Langstreckiger Femoralisverschluß rechts, links ebenfalls ein ....verschluß.
    Lt. Angiologe: Aufgrund der Vorerkrankungen keine OP, Risiko höher als fraglicher Nutzen, ausschließlich medikamentöse Schmerztherapie.
    Pat. bekommt aktuell Schmerzpflaster, Novamin + Ibuprofen, hat weiter Blasenkatheter, laufen nahezu unmöglich, somit überwiegendes liegen im Bett, kurzes sitzen an der Bettkante ohne Hilfe möglich, max. 10 Min. in Stuhl/ auf dem WC, danach ist sie völlig k.o.
    Der AZ ist schlechter als zu Beginn des KH-aufenthaltes, es fehlen ihr sämtliche Perspektiven, sie ist noch motiviert, kann aber nicht mehr. Der Schmerzzustand ist unverändert.

    Ehemann musste, damit Pat. ins KH konnte in ein Pflegeheim, hat jetzt seit 3 Tagen PEG, da er Nahrung verweigert, was sie zus. enorm belastet.
    Es ist eine geriatrische Reha geplant für nächste Woche.
    Patientin soll laufen, damit es irgendwann besser wird, es findet keine weitere Therapie statt.
    Was wären sinnvolle schmerzlindernde Maßnahmen, wo Möglichkeiten, hat jemand Erfahrungen über Langzeitperspektiven?







     
  2. pyocianik

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    Hat jemand einen Gefässchirurg gerufen um dessen Rat zu hören?:streit:
    Wie stark ist der Gefässverschluss? 100% oder weniger?:gruebel:
    Wenn der Gefässverschluss nicht total ist, bleibt ein Eingriff unter Neuroleptanalgesie und Lokalanästhesie möglich. :thinker:
    Dieser ist eine Endoluminale Angioplastie: unter Röntgen Kontrolle schlüpfft man durch die bleibende Öffnung der Arterie eine Führungskatheter über den man einen Stent enthaltenden Katheter führt. Einmal richtig gelagert, wird der Stent befreit und durch einen Ballon an die Gefässwände gedrückt, fertig!:klatschspring::cheerlead:

    Dem Patienten wird strickte Bettruhe für 24 Std verschrieben, danach kann er sitzen und in seinem Zimmer gehen. 2-3 Tage nach der Prozedur kann der Patient wieder nach Hause.:mrgreen:

    Falls dies nicht möglich ist, hat der Angeiologe einen hoch dosierte Heparintherapie versucht?:gruebel:

    Letzte Frage welch sind die Vorerkrankungen der Patientin?
    50% der Patienten die unser Team operiert sind ASA 3-4, die Postoperative Morbimortalität jedoch sehr gering.
     
  3. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Danke für die Antwort
    Ja der Gefäßchirurg war da, wie geschrieben, haben sie wegen zu hohem Risiko/geringem Nutzen nichts, aber auch gar nichts gemacht. Ich frage mich immer noch wo das Risiko lag, eine Angio mit Stent o.a. erscheint mir kein massivstes Risiko zu sein, nichts zu tun war doch die schlechtere Möglichkeit, ohne zu wissen ob nicht doch eine Verbesserung möglich war.
    Im rechten Bein wie geschrieben, ein kompletter Femoralisverschluß, li ein kleineres Gefäß.
    Die Patientin ist inzwischen - in einer geriatrischen Reha, wo ich mich nun halt frage was wird dort erreichbar sein.Unserer (meine Station) Vermutung nach wird sie wohl in ein Pflegeheim müssen, da die Patientin bei der Verlegung kaum laufen konnte, nach 2-3 Metern war sie bereits völlig am Ende ihrer Kräfte, sie konnte nur kurz mobilisiert werden , sie hatte sofort+ zunehmend, fast bis ans maximum schmerzhafte Parästhesien entwickelt.
    Ich hatte ihr geraten zusammen mit ihrer Tochter+ dem Enkel nochmals das Gespräch mit dem Gefäßchirurgen zu suchen, das ist auch geschehen, jedoch erneut ohne irgendeine Konsequenz.
     
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