Neue Medizin - was haltet ihr davon?

Mariola1981

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ambulante Pflege
Da wir ja hier alle so ziemlich die Schulmedizin erlernt haben und auch
durchführen würde es mich sehr interessieren was ihr von der "neuen Medizin" haltet? Ich habe mich letztes Jahr etwas damit befasst da eine
Bekannte von mir alles glaubt und auch danach lebt, was die so sagen.
Als Beispiel mal geht die neue Medizin davon aus, dass alle Krankheiten nicht
körperlich sind sondern von der Psyche ausgehen(kann ich noch nachvollziehen) und dann wiederum sagen die auch z.B. das es keine Metastasen gibt, sondern das Metastasen einfach andere Tumore sind aber
nicht durch Streuung entstanden sind. Und das man sogar Krebs und andere
Krankheiten ohne Chemo, Medikamente etc...also nur auf höomopathischer
Basis zu heilen sind!
Was sagt ihr dazu?
 
Ich zitiere mal den ersten Abschnitt aus Wiki:
Die Germanische Neue Medizin (GNM, vormals Neue Medizin) ist eine pseudomedizinische Außenseiterlehre, die seit 1981 vom ehemaligen Arzt Ryke Geerd Hamer propagiert wird. Wissenschaftlich ist sie nicht anerkannt, in der Fachliteratur veröffentlichte Studien oder Fallbeschreibungen von durch Hamer geheilten Patienten existieren nicht. Hamer wurde am 8. April 1986 die ärztliche Zulassung (Approbation) entzogen.[1] Er war wegen fortgesetzten illegalen Praktizierens und Betrugs mehrfach in Deutschland und Frankreich in Haft. Im Jahr 1995 erregte der Fall des österreichischen Mädchens Olivia Pilhar Aufsehen, deren Eltern die Therapie einer Krebserkrankung zugunsten Hamers Methoden verweigerten. Erst nach Entzug der Erziehungsberechtigung konnte die Sechsjährige erfolgreich behandelt werden. Hamer vertritt in Verbindung mit seiner Lehre auch antisemitische Positionen, die er im Rahmen von Verschwörungstheorien äußert.
Meine Meinung: Ich beziehe mich mal auf die von dir genannten Metastasen.
Wer sagt, dass man bösartigen Krebs, allein durch Hömoopathie (sei mal dahingestellt welcher Art) heilen kann, ist nicht ernst zu nehmen.
AB dieser verwegenen These erübrigt sich eigentlich jede weitere Diskussion.
 
@Maniac: Klar da stimme ich dir auch zu, glaube auch nicht dran das man
Krebs durch Höomopathie heilen kann. Aber wenn ich überlege das ja
bei einer Chemotherapie nicht nur die krebszellen sondern auch gesunde Zellen abgetötet werden und die meisten ja nicht an Krebs selbst sondern
eben an den Nebenwirkungen der Chemotherapie sterben dann kann man
wohl auch sagen das ja die Chemo an sich auch noch nicht wirklich so weit
ist das sie Menschen wirklich gesund machen kann oder?
Damit meine ich nur das die Allgemeinmedizin auch noch nicht so ganz auf
dem richtigen Weg ist, Menschen zu helfen wie sie es sein sollte.
 
Ich finde das die Medizin schon sehr weit fortgeschritten ist, natürlich Sterben heutzutage noch viele Krebspatienten an den Folgen der Behandlungen (Nebenwirkungen usw...)

Aber wird der Krebs frühzeitig erkannt (und man geht zu den entsprechenenden Vorsorge Untersuchungen) kann die Medizin einen Pat. heilen, Pat. muss dann 5 Jahre Tumor frei sein - dann ist er lt. Medizin geheilt!

Es wird soviel in den Kliniken geforscht, entwickelt und Studien gemacht an Pat. das Sie schon darunter Leiden. Diese Medizin wird sich noch in den nächsten Jahren bewähren vielleicht auch im Zusammenhang mit Hömopathie.
Als wie der Hokkus Pokus von diesen Arzt wovon Maniac geschrieben hat !!!

Aber jeder hat seine Meinung!!!
 
Hallo,
ich muss hier gleich mit einer heftigen Vereinfachung aufräumen:
die meisten Tumorpatienten -zumindest in dem Bereich der Radioonkologie, den ich überblicke- sterben nicht an den Nebenwirkungen der Chemotherapie, sondern an der fortschreitenden Tumorerkrankung und weiterer Metastasierung in Hirn, Leber, als Peritonealcarcinose usw..
Ist das in anderen onkologischen Bereichen anders?

pucksie
 
@ pucksie:
Nö, mir fällt auch jetzt nicht mal spontan ein Pat. ein, der an einer Nebenwirkung der Chemo gestorben ist.

Gruß,
Lin
 
Mir fallen - leider - ein paar Patienten ein, denen die Chemotherapie in ihrem Stadium der Krankheit zumindest nicht gut getan hat. Evtl. hätten die ohne die Therapie tatsächlich ein etwas längeres und angenehmeres Leben gehabt. Nur - ob die Chemo anschlägt oder nicht, weiß man eben erst hinterher.

Patienten, die die Schulmedizin komplett ablehnten und rein auf "Neue Medizin" , Homöopathie, Rathsche Vitaminkuren etc. etc. bauten - alle, die ich bis jetzt gesehen habe, waren zu bemitleiden. Eine Patientin kam völlig kachektisch zu uns, weil sie sich über ein Jahr lang von drei Löffeln Frischkornbrei am Tag ernährt hatte, um den Tumor verhungern zu lassen (bitte nicht nachmachen, klappt nicht). Eine andere therapierte sich, auch unser Druck von ihrem Mann, nur mit irgendwelchem Kräuterzeug und kam mit einem Ruheschmerz von 8 (10 ist das Maximum) auf Station. Und diverse Patientinnen ließen sich ihren Brustkrebs auf die Art der "Neuen Medizin" behandeln. Das Ergebnis war immer, dass der Tumor weiterwächst, irgendwann durch die Hautoberfläche rauskommt und den gesamten Brustkorb in eine siffige, blutende, stinkende Wunde verwandelt.

Sei mir bitte nicht böse, wenn ich nach diesen Erfahrungen mehr auf die Schulmedizin vertraue. Alternative Heilmethoden mögen als zusätzliche Maßnahmen dem Patienten wohltun, aber man sollte wissen, wo ihre Grenzen sind.

Claudia
 
@pucksie und Lin

Ich habe es nicht speziell auf Nebenwirkungen bezogen! Ich meinte es generell, es kommen aber immer noch andere Erkrankungen dazu, da SIE alle ein abgeschwächtes Immunsystem haben.

@Claudia, ich bin ganz deiner Meinung im Bezug zu Heilmethoden und Schulmedizin.
 
... und die meisten ja nicht an Krebs selbst sondern
eben an den Nebenwirkungen der Chemotherapie sterben...

@ Sr. drea: Ich bezog mich auch nicht auf deinen Beitrag, sondern auf den oben zitierten von Mariola1981. Und ich glaub Pucksie auch. :mrgreen:

Sorry, für das Missverständnis aufgrund unseres fehlenden Zitats.

Gruß,
Lin
 
OK. :)

Kann ja mal passieren.
 
Hi@all,
also ich mache ja momentan selbst den Heilpraktiker im Fernlehrgang und kann dazu nur sagen: Man kann kleine Zipperlein sehr wohl mit Naturmedizin behandeln und muß nicht immer mit "Keulen"rangehen,aber bei wirklich starken Leiden wie Tumoren und dergleichen,kann die Naturmedizin nur die Schulmedizin unterstützen und nicht ausschließen.:nurse:Meine Meinung...
LG kräuterhexe
 
Super Thema...
ich stöbere ab und zu gern in so verschwöhrungs Foren (sehr unterhaltsam/traurig/schockierend was man da alles findet) und zum Thema Dr. Hamer gibts da einiges. Ihr werdet nicht glauben wie viele Menschen diesen Schwachsinn glauben! Ich hoffe immer das diese Leute im Ernstfall doch von der "GNM" absehen. Die lassen sich auch nicht davon abbringen das die Schulmedizin böse ist...egal welche Argumente man anbringt. Noch dazu ist dieser Mann ein offensichtlicher Nazi.
Ganz furchtbar! Fällt mir auch echt nix zu ein.
@ Kräuterhexe
Ich denke auch das man kleinere Wehwehchen gut mit Naturheilverfahren behandeln kann...eine Grippe braucht nicht IMMER sofort ein Antibiotikum o.Ä.
Ich mag es auch gerne wenn die Schulmedizin Hand in Hand mit der Heilpraktik/TCM etc. geht. Fängt ja schon bei Pflegeölen an, die zur Beruhigung o. Anregung genutzt werden...
Lg
 
Mit einem Antibiotikum wirst bei einer Grippe wenig erreichen, weil die Erreger Viren sind.
 
Kleiner Artikel über Homöopathie und das dritte Reich, der ein bisschen die Verbindungen zur neuen germanischen Medizin erhellt.

de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie_im_Nationalsozialismus
 
...........eine Grippe braucht nicht IMMER sofort ein Antibiotikum o.Ä.
...........
Lg

Die allermeisten "Grippen" sind allenfalls grippale Infekte und damit häufigst "nur" banale Erkältungen, bei denen (weil nicht bakteriell bedingt, wie Narde erwähnt) Antibiotika nix bringt.....!
 
Ist mir klar, sollte auch einfach nur ein Beispiel sein für Behandlung die nicht nötig ist bzw. nichts bringt, deswegen schrieb ich o.Ä. ...Ärzte verschreiben gern Antibiotika sobald der Auswurf grün wird. Auch wenns nur ein grippaler Infekt ist. Ich hab noch nie erlebt, das ein Arzt vorher checkt wenn ich erkältet bin, woran es liegt... Antibiotikum gibts trotzdem.
Gruß
 
Wenn der Auswurf grün ist, sind's auch keine Viren mehr. Selbst wenn es ursprünglich ein viraler Infekt war, haben sich Bakterien "draufgesetzt". Und dann macht das Antibiotikum wieder Sinn...
 
Ich zitiere mal den ersten Abschnitt aus Wiki:
Meine Meinung: Ich beziehe mich mal auf die von dir genannten Metastasen.
Wer sagt, dass man bösartigen Krebs, allein durch Hömoopathie (sei mal dahingestellt welcher Art) heilen kann, ist nicht ernst zu nehmen.
AB dieser verwegenen These erübrigt sich eigentlich jede weitere Diskussion.

Oh nee, bitte, das kann ich echt nicht hören!!!!!!!!!!!
Bitte jetzt nicht die Nummer mit den Mistelzweigen!
Das gehört für mich in nen Comic.
Morturi te salutant etc.
 

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