Mobbing

akli

Junior-Mitglied
Registriert
18.01.2009
Beiträge
94
Beruf
Altenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Pflegeheim
Funktion
Praxisanleiter
SOS!

Wie kann man sich gegen Mobbing und Unterdrückung vom Einrichtungsleiter wehren? Wer hat Erfahrungen? Wie geht Euer Team damit um? Seid Ihr Euch einig? Kann man auch eine Vertrauensfrage stellen? Wie beantragt man eine Mitarbeiterumfrage? Ist es richtig, immer über Gefühle zu reden oder soll man eher nüchtern damit umgehen? Es kann doch nicht sein - überall höhrt man das Gleiche: Überstunden, Androhung von Abmahnung, zu viel Krankheitsfälle, Anschreien und Hinzitieren von Mitarbeitern durch die Leitung, Rechenschaftsberichte, schlechter Umgangston gegenüber Untergebenen, Aushorchen... Das gibts doch nicht!!!. Wir sind in der Pflege tätig, nicht in einer Fabrik, wo es um Gewinnerwirtschaftung geht.... Das ist ein grundsätzliches Problem geworden, das Personal wird regelrecht eingeschüchtert wie in einer Diktatur. Entweder du ziehst mit oder wirst fertig gemacht. Das ist ein Skandal!!! Wie soll das nur weitergehen?
 
Hallo Akli,

schau mal, das ist mobbing: Mobbing ? Wikipedia

aus deinem Post kann ich noch kein konkretes Mobbing herauslesen.

Schönen Abend
Narde
 
Hallo Akli,

schau mal, das ist mobbing: Mobbing ? Wikipedia

aus deinem Post kann ich noch kein konkretes Mobbing herauslesen.

Schönen Abend
Narde

Stimmt: Phasen des Mobbing. Wollte nicht auf Einzelheiten eingehen. Sollte lieber sagen: BOSSING

Narde 2003,

habe vielleicht auch Thema verfehlt. Wie wirdest Du es nennen?
 
Hallo Akli,
leider ist es in unseren Krankenhäusern und Pflegeheimen zunehmend so, dass die Gewinnerwirtschaftung mehr und mehr im Vordergrund steht, und zwar infolge der zunehmenden Privatisierung der Häuser. Auf einmal arbeitest Du nicht mehr im Städtischen Krankhenhaus XY, sondern bist Arbeitnehmer in einer GmbH oder Aktiengesellschaft, und die Aktionäre lauern auf eine entsprechende Gewinnausschüttung. Demzufolge wird gespart, wo es geht, Personal immer mehr abgebaut, das Personal mit Drohungen und teilweise illegalen Managementmethoden eingeschüchert und wenn man längere Zeit arbeitsunfähig ist, dann darf man gehen!
Ich betone: Nicht überall, aber leider viel zu häufig und wohl immer häufiger.
Was man als Arbeitnehmer dagegen tun kann?
- Deine Arbeitnehmervertretung einschalten, falls verhanden.
- Einen Berufsrechtsschutz sichern, damit Du juristische Beratung und ggf. Rechtsvertretung hast. Z.B. durch Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder in einem Berufsverband ist meistens die Rechtsschutzversicherung eingeschlossen.
- Im äußersten Fall bleibt nur der Gang vor Gericht.
- Wenn man dazu nicht die Nerven hat, bleibt nur noch eins: Stellenwechsel.
Ich wünsch Dir viel Kraft!
Wenn Du mal konkret schreiben willst, worum es geht, können Dir einige User sicher genauer antworten.
 
Hallo,

ich sehe es ähnlich wie meine Vorredner.
Mobbing sind Aktionen mit dem Ziel, jemanden persönlich einen Schaden zufügen zu wollen, um sich selbst davon einen Vorteil zu verschaffen.
Im vorliegenden Fall ist eher eine erhebliche Verschlechterung des Betriebsklimas festzustellen, wahrscheinlich verursacht durch entsprechenden Leistungsdruck, zu wenig Personal, u.s.w.
Hier helfen in der Regel nur gemeinschaftliche Aktionen der Kolleginnen und Kollegen. Ein Einzelner hat hier keine Chance, denn geschickte Vorgesetzte spielen dann die Mitarbeiter gegeneinander aus.
Also unbedingt die Personalvertretung einschalten, am sinnvollsten mit einer gemeinsamen Beschwerde.

Gruß

medsonet.1
 
Genau. Ich kann mir eine andere Arbeitsstelle suchen... Meine Kollegen, die schon seit 20 Jahren dort arbeiten.... darum kann ich auch nicht auf ein Problem speziell eingehen. Ich bin im Prinzip nicht "so" davon betroffen, fühle aber natürlich mit.
Mich ärgert, dass MACHT in diesem Fall nicht dafür genutzt wird, GUTES zu tun, nämlich im Namen des Bewohners od. Patienten zu handeln, sondern zu unterdrücken, dass es Führungskräfte gibt, die sich daran ergötzen, Mitarbeiter zu erniedrigen.
Ja. MAV, Betriebsrat etc. wissen alles... Es geschieht nichts. Es ist schon so weit, dass einige ihren Anwalt mit zu den Gesprächen nehmen... Das hat nichts mehr mit Pflege zu tun. Ich weiß nicht, durch wen od. was DIE geschützt werden.
Die meisten haben Angst: erst mal um ihren Arbeitsplatz (gute Bezahlung, Festvertrag), sind nicht die Menschen, sich zu wehren (klagen und jammern lieber)... und natürlich die WBL, ziehen voll mit... es steht niemand hinter Dir, wenn es darauf ankommt.
 
Wie man sich wehren kann? Haben die Kollegen hier schon schön formuliert. Meine Aussage dazu:
Indem man informiert ist und die Gesetzeslage kennt. Indem man den Mund aufmacht und sich wehrt. Du stehst nicht alleine da. Es gibt Anwälte und es gibt Gewerkschaften die dich unterstützen.
Kleines Beispiel: Wirst du mal wieder zu einem zusätzlichen Dienst aufgefordert, deine Ruhezeiten sind aber absolut nicht mehr gesetzeskonform oder deine Überstunden sind schon in unermeßlichem Bereich, dann lasse dir das schriftlich geben, dass die Nichteinhaltung der Ruhezeiten zur Kenntnis genommen wurde. Oder lasse dir schriftlich geben, wie man deine Überstunden in Zukunft abbauen will. Anschreien lassen würde ich mich niemals. Dann breche ich das Gespräch mit dem Hinweis ab, dass ich es gerne weiterführen werde, wenn die andere Person wieder in der Lage ist, in ruhigem Ton mit mir zu reden.

Natürlich wirst du nichts schriftliches bekommen, aber man schreckt erst einmal zurück. Selbstbewußtsein ist angesagt. Je selbstbewußter du auftrittst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bossing oder Mobbing betrieben wird. Bei Kollegen hilft es oft, wenn man ganz klar sagt, dass sie mit ihren Mobbingversuchen aufhören sollen.

Natürlich ist das keine Basis für ein harmonisches Arbeitsverhältnis und auf lange Sicht gesehen würde ich vermutlich die Stelle wechseln. Für dich und dein Selbstbewußtsein ist es aber wichtig, dass du dir nicht alles gefallen läßt. Zum Mobbing und Bossing gehören letztendlich nämlich immer 2 dazu. Wenn du dich dem als 1 Part entziehst, ist die Basis für solche Attacken nicht mehr vorhanden. Natürlich darfst du dir keine Fehler erlauben die eine Abmahnung rechtfertigen: Die würde dann unweigerlich kommen.
 
Machs doch einmal so, wenn so eine Situation kommt, einfach mal alles so niederschreiben, wie du es wahr nimmst, dann eine Pause machen, noch mal durchlesen, es einer Vertrauensperson zu lesen geben, oder einfach mal ein Tagebuch schreiben, über jeden Tag...
 
Wirst du mal wieder zu einem zusätzlichen Dienst aufgefordert, deine Ruhezeiten sind aber absolut nicht mehr gesetzeskonform oder deine Überstunden sind schon in unermeßlichem Bereich, dann lasse dir das schriftlich geben, dass die Nichteinhaltung der Ruhezeiten zur Kenntnis genommen wurde. Oder lasse dir schriftlich geben, wie man deine Überstunden in Zukunft abbauen will. Anschreien lassen würde ich mich niemals.

also manche vorgesetzte, sind echt nicht in der lage ihren job zu regeln :knockin::knockin::knockin:
 

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