Mobbing

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von akli, 22.01.2009.

  1. akli

    akli Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    18.01.2009
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    Pflegeheim
    Funktion:
    Praxisanleiter
    SOS!

    Wie kann man sich gegen Mobbing und Unterdrückung vom Einrichtungsleiter wehren? Wer hat Erfahrungen? Wie geht Euer Team damit um? Seid Ihr Euch einig? Kann man auch eine Vertrauensfrage stellen? Wie beantragt man eine Mitarbeiterumfrage? Ist es richtig, immer über Gefühle zu reden oder soll man eher nüchtern damit umgehen? Es kann doch nicht sein - überall höhrt man das Gleiche: Überstunden, Androhung von Abmahnung, zu viel Krankheitsfälle, Anschreien und Hinzitieren von Mitarbeitern durch die Leitung, Rechenschaftsberichte, schlechter Umgangston gegenüber Untergebenen, Aushorchen... Das gibts doch nicht!!!. Wir sind in der Pflege tätig, nicht in einer Fabrik, wo es um Gewinnerwirtschaftung geht.... Das ist ein grundsätzliches Problem geworden, das Personal wird regelrecht eingeschüchtert wie in einer Diktatur. Entweder du ziehst mit oder wirst fertig gemacht. Das ist ein Skandal!!! Wie soll das nur weitergehen?
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Akli,

    schau mal, das ist mobbing: Mobbing ? Wikipedia

    aus deinem Post kann ich noch kein konkretes Mobbing herauslesen.

    Schönen Abend
    Narde
     
  3. akli

    akli Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    18.01.2009
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    Pflegeheim
    Funktion:
    Praxisanleiter
    Stimmt: Phasen des Mobbing. Wollte nicht auf Einzelheiten eingehen. Sollte lieber sagen: BOSSING

    Narde 2003,

    habe vielleicht auch Thema verfehlt. Wie wirdest Du es nennen?
     
  4. Sittichfreundin

    Sittichfreundin Poweruser

    Registriert seit:
    20.10.2007
    Beiträge:
    483
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Schlaganfalleinheit mit Stroke Unit und allgemeine Innere
    Funktion:
    tätig als Nachtschwester
    Hallo Akli,
    leider ist es in unseren Krankenhäusern und Pflegeheimen zunehmend so, dass die Gewinnerwirtschaftung mehr und mehr im Vordergrund steht, und zwar infolge der zunehmenden Privatisierung der Häuser. Auf einmal arbeitest Du nicht mehr im Städtischen Krankhenhaus XY, sondern bist Arbeitnehmer in einer GmbH oder Aktiengesellschaft, und die Aktionäre lauern auf eine entsprechende Gewinnausschüttung. Demzufolge wird gespart, wo es geht, Personal immer mehr abgebaut, das Personal mit Drohungen und teilweise illegalen Managementmethoden eingeschüchert und wenn man längere Zeit arbeitsunfähig ist, dann darf man gehen!
    Ich betone: Nicht überall, aber leider viel zu häufig und wohl immer häufiger.
    Was man als Arbeitnehmer dagegen tun kann?
    - Deine Arbeitnehmervertretung einschalten, falls verhanden.
    - Einen Berufsrechtsschutz sichern, damit Du juristische Beratung und ggf. Rechtsvertretung hast. Z.B. durch Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder in einem Berufsverband ist meistens die Rechtsschutzversicherung eingeschlossen.
    - Im äußersten Fall bleibt nur der Gang vor Gericht.
    - Wenn man dazu nicht die Nerven hat, bleibt nur noch eins: Stellenwechsel.
    Ich wünsch Dir viel Kraft!
    Wenn Du mal konkret schreiben willst, worum es geht, können Dir einige User sicher genauer antworten.
     
  5. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

    Registriert seit:
    08.09.2008
    Beiträge:
    638
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Buchhalter
    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Akt. Einsatzbereich:
    Verwaltung
    Funktion:
    Leiter Rechnungswesen - ehrenamtlicher Arbeitsrichter - Betriebsrat
    Hallo,

    ich sehe es ähnlich wie meine Vorredner.
    Mobbing sind Aktionen mit dem Ziel, jemanden persönlich einen Schaden zufügen zu wollen, um sich selbst davon einen Vorteil zu verschaffen.
    Im vorliegenden Fall ist eher eine erhebliche Verschlechterung des Betriebsklimas festzustellen, wahrscheinlich verursacht durch entsprechenden Leistungsdruck, zu wenig Personal, u.s.w.
    Hier helfen in der Regel nur gemeinschaftliche Aktionen der Kolleginnen und Kollegen. Ein Einzelner hat hier keine Chance, denn geschickte Vorgesetzte spielen dann die Mitarbeiter gegeneinander aus.
    Also unbedingt die Personalvertretung einschalten, am sinnvollsten mit einer gemeinsamen Beschwerde.

    Gruß

    medsonet.1
     
  6. akli

    akli Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    18.01.2009
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    Pflegeheim
    Funktion:
    Praxisanleiter
    Genau. Ich kann mir eine andere Arbeitsstelle suchen... Meine Kollegen, die schon seit 20 Jahren dort arbeiten.... darum kann ich auch nicht auf ein Problem speziell eingehen. Ich bin im Prinzip nicht "so" davon betroffen, fühle aber natürlich mit.
    Mich ärgert, dass MACHT in diesem Fall nicht dafür genutzt wird, GUTES zu tun, nämlich im Namen des Bewohners od. Patienten zu handeln, sondern zu unterdrücken, dass es Führungskräfte gibt, die sich daran ergötzen, Mitarbeiter zu erniedrigen.
    Ja. MAV, Betriebsrat etc. wissen alles... Es geschieht nichts. Es ist schon so weit, dass einige ihren Anwalt mit zu den Gesprächen nehmen... Das hat nichts mehr mit Pflege zu tun. Ich weiß nicht, durch wen od. was DIE geschützt werden.
    Die meisten haben Angst: erst mal um ihren Arbeitsplatz (gute Bezahlung, Festvertrag), sind nicht die Menschen, sich zu wehren (klagen und jammern lieber)... und natürlich die WBL, ziehen voll mit... es steht niemand hinter Dir, wenn es darauf ankommt.
     
  7. stormrider

    stormrider Poweruser

    Registriert seit:
    10.02.2006
    Beiträge:
    1.222
    Zustimmungen:
    44
    Beruf:
    ex. Krankenschwester + MFA
    Ort:
    Köln
    Akt. Einsatzbereich:
    Psychiatrie-Praxis und. amb. Pflege
    Funktion:
    Praxisleitung
    Wie man sich wehren kann? Haben die Kollegen hier schon schön formuliert. Meine Aussage dazu:
    Indem man informiert ist und die Gesetzeslage kennt. Indem man den Mund aufmacht und sich wehrt. Du stehst nicht alleine da. Es gibt Anwälte und es gibt Gewerkschaften die dich unterstützen.
    Kleines Beispiel: Wirst du mal wieder zu einem zusätzlichen Dienst aufgefordert, deine Ruhezeiten sind aber absolut nicht mehr gesetzeskonform oder deine Überstunden sind schon in unermeßlichem Bereich, dann lasse dir das schriftlich geben, dass die Nichteinhaltung der Ruhezeiten zur Kenntnis genommen wurde. Oder lasse dir schriftlich geben, wie man deine Überstunden in Zukunft abbauen will. Anschreien lassen würde ich mich niemals. Dann breche ich das Gespräch mit dem Hinweis ab, dass ich es gerne weiterführen werde, wenn die andere Person wieder in der Lage ist, in ruhigem Ton mit mir zu reden.

    Natürlich wirst du nichts schriftliches bekommen, aber man schreckt erst einmal zurück. Selbstbewußtsein ist angesagt. Je selbstbewußter du auftrittst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bossing oder Mobbing betrieben wird. Bei Kollegen hilft es oft, wenn man ganz klar sagt, dass sie mit ihren Mobbingversuchen aufhören sollen.

    Natürlich ist das keine Basis für ein harmonisches Arbeitsverhältnis und auf lange Sicht gesehen würde ich vermutlich die Stelle wechseln. Für dich und dein Selbstbewußtsein ist es aber wichtig, dass du dir nicht alles gefallen läßt. Zum Mobbing und Bossing gehören letztendlich nämlich immer 2 dazu. Wenn du dich dem als 1 Part entziehst, ist die Basis für solche Attacken nicht mehr vorhanden. Natürlich darfst du dir keine Fehler erlauben die eine Abmahnung rechtfertigen: Die würde dann unweigerlich kommen.
     
  8. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

    Registriert seit:
    15.09.2006
    Beiträge:
    746
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensiv Studentin (Psychologie)
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    Interdisziplinäre Intensivstation
    Funktion:
    Gerätebeauftragte
    Machs doch einmal so, wenn so eine Situation kommt, einfach mal alles so niederschreiben, wie du es wahr nimmst, dann eine Pause machen, noch mal durchlesen, es einer Vertrauensperson zu lesen geben, oder einfach mal ein Tagebuch schreiben, über jeden Tag...
     
  9. Sebi1989

    Sebi1989 Gast

    also manche vorgesetzte, sind echt nicht in der lage ihren job zu regeln :knockin::knockin::knockin:
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Mobbing Forum Datum
Mobbing... was soll ich tun? Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 05.11.2016
Stationswechsel aufgrund von schweren Mobbing Fachliches zu Pflegetätigkeiten 01.07.2015
Umfrage: Mobbing, Gewalt unter Kollegen Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 28.06.2015
"Mobbing" durch Stationsleitung Talk, Talk, Talk 01.07.2013
Ist Mobbing Alltag? Talk, Talk, Talk 03.05.2013

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.