Kostenerstattung durch den Arbeitgeber?

gewitterhexle

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Schwarzwald-Baar
Beruf
Krankenschwester
Akt. Einsatzbereich
amb. Pflege
Ich weiß, dass der Arbeitgeber einen bereits genehmigten Urlaub nur aus triftigen Gründen widerrufen und dem Arbeitnehmer die dadurch angefallenen Kosten plus ggf. Schadenersatz erstatten muss.

Wie sieht das denn bei den regulären Frei-Wochenenden aus?

Beispiel: ich habe an diesem Wochenende EIGENTLICH beide Tage frei - auf dem genehmigten Dienstplan so eingetragen - muss aber morgen ab 5:45 aus zwingenden Gründen arbeiten. Gefällt mir nicht, ist aber nicht zu ändern und in DIESEM Fall hätte auch ein 'Nein' nichts gebracht ;)

Angenommen, ich hätte für heute Abend teure Karten für ein Konzert in mehreren 100 km Entfernung, die Bahnfahrt hin und zurück sowie ein Hotelzimmer gebucht - würde ich auf diesen Kosten sitzenbleiben oder hätte ich Anspruch auf eine Entschädigung?

Aufgekommen ist die Frage dadurch, dass ich tatsächlich heute Abend etwas vorhatte - allerdings hier in der Nähe und so, dass die Absage keine Kosten verursacht hat.
 
was sind denn die gründe?
meld dich krank und bleib daheim..
kann dein chef ja kommen und den dienst übernehmen wenn es so trifftige gründe sind.
 
Wir sind ein Vierer-Team (einschl. Chef), arbeiten am Wochenende zu zweit und eine der beiden hat sich vorhin krank gemeldet.
Mein Chef bricht deshalb gerade seinen Urlaub nach der Hälfte ab und macht sich auf den Rückweg, kann aber morgen früh noch nicht da sein. Er übernimmt dann ab morgen abend
 
So lange unsere Suche nach Verstärkung ergebnislos bleibt: nein, leider nicht :(
Wir haben uns letztens belehren lassen müssen, dass es in unserem Kreis aktuell 102 offene Stellen für PFK gibt, aber nicht einen Bewerber... und im Vergleich mit den anderen Pflegediensten in der Umgebung geht's uns noch gut!
 
Unsere Lösung: Kollegen, die freiwillig als "Pool" arbeiten. Finanzieller Anreiz: wird als Überstunden bezahlt....

Keiner wird gezwungen. Aber gerade die "Jungen" mit den niedigeren Gehältern machen das recht gern.
 
@gewitterhexle: Schon. Aber damit käme das Problem gar nicht erst auf. Die Ausreden seitens der Arbeitgeber sind immer dieselben. Natürlich kosten Anreize Geld, wenn man die Sache schon nicht anders lösen kann.

Bei uns hättest Du Deinen freien Tag gehabt.
 
also antwort ganz klar: du musst nicht einspringen, es liegen keine trifftigen gründe vor.
 
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@gewitterhexle: Schon. Aber damit käme das Problem gar nicht erst auf. Die Ausreden seitens der Arbeitgeber sind immer dieselben. Natürlich kosten Anreize Geld, wenn man die Sache schon nicht anders lösen kann.

Bei uns hättest Du Deinen freien Tag gehabt.

Glaub mir einfach, dass Geld nicht das Problem ist!
Wir waren bis vor ein paar Monaten zu fünft, aber diese Kollegin ist aus persönlichen Gründen komplett aus der Pflege gegangen. Seitdem suchen wir mit Hochdruck (und vielen Anreizen), nur ist der Markt hier komplett leer.

In mindestens zwei Altenheimen in der Nachbarschaft können ganze Stationen nicht belegt werden, weil das Personal fehlt, im Krankenhaus werden zur Zeit nur noch Notfälle operiert und in einigen Bezirken können Patienten nicht nach Hause entlassen werden, weil kein Pflegedienst mehr Kapazitäten frei hat.

Dagegen ist so ein gestrichener freier Tag echt pillepalle *lach*
 
@gewitterhexle: wie sieht es denn bei Euch mit Personaldienstleistern aus? Könnte Euer Chef (natürlich weiss ich, dass bei vier Mitarbeitern nicht viele Dienstplanlösungen möglich sind) nicht mit so jemandem zusammenarbeiten, um punktuell Löcher zu stopfen und Euch einen geregelten Dienstplan zu ermöglichen? Kostet natürlich auch wieder Geld...

Und ich nehme mal an, für Dich ist Dein Privatleben nicht "pillepalle"?
 
umso mehr muss sich doch dein chef um ein Ausfallkonzept bemühen. ihr seid ein superkleines team mit vier leuten, dass wird noch öfters vorkommen dass da mal jmd. krank sein wird...
 
@gewitterhexle: wie sieht es denn bei Euch mit Personaldienstleistern aus? Könnte Euer Chef (natürlich weiss ich, dass bei vier Mitarbeitern nicht viele Dienstplanlösungen möglich sind) mit so jemandem zusammenarbeiten, um puntuell Löcher zu stopfen und Euch einen geregelten Dienstplan zu ermöglichen? Kostet natürlich auch wieder Geld.

Theoretisch ja, praktisch ist es schwierig (den Versuch gab's schon mal), weil jede Aushilfe ja erst mal eingearbeitet werden und sich auskennen muss. Ich sag nur: Schwarzwalddorf mit vielen Seitentälern, Aussiedlerhöfen und kleinen Häusern, die nur über Waldwege erreichbar sind. Navi und Handy kannst du unterwegs vergessen - kein Empfang!

Grundsätzlich haben wir einen geregelten Dienstplan und kommen auch gut klar - nur die Kombi aus 'einer im Urlaub und der zweite krank' = 50% Ausfall ist schwer zu verkraften.
Diese Situation haben wir jetzt allerdings auch zum ersten Mal, da wird ganz sicher mittelfristig eine Lösung gefunden.
 
umso mehr muss sich doch dein chef um ein Ausfallkonzept bemühen. ihr seid ein superkleines team mit vier leuten, dass wird noch öfters vorkommen dass da mal jmd. krank sein wird...

Ja, und da WIRD auch eine Lösung gefunden werden... aber nicht spontan an einem Samstagnachmittag, während der Chef in Frankreich weilt und in der Dienststelle der Bär steppt :)
 
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Idee (ich hab auch, vor meinem Wegzug nach Frankreich, schon mal in der ambulanten Pflege gearbeitet und kann mir das mit dem 3. Astloch von links gut vorstellen): eine "Partnerschaft" mit einem anderen Pflegedienst in der Region?
 
Idee (ich hab auch, vor meinem Wegzug nach Frankreich, schon mal in der ambulanten Pflege gearbeitet und kann mir das mit dem 3. Astloch von links gut vorstellen): eine "Partnerschaft" mit einem anderen Pflegedienst in der Region?

Haben wir, sogar mit mehreren ... deshalb weiß ich ja so gut, wie es dort aussieht: DEUTLICH schlechter als bei uns - ich hab da nämlich schon oft genug aushelfen müssen, weil die überhaupt nicht mehr klar kamen.
Aktuell haben sie jeweils mehrere Pflegeverträge mit 'weniger bedürftigen' Patienten auf Eis legen müssen, neue werden erst gar nicht mehr aufgenommen.
So weit (unten) sind wir noch lange nicht - u.a. aber auch deshalb, weil wir auch im größten Stress noch zusammen statt gegeneinander arbeiten.
 
Angenommen, ich hätte für heute Abend teure Karten für ein Konzert in mehreren 100 km Entfernung, die Bahnfahrt hin und zurück sowie ein Hotelzimmer gebucht - würde ich auf diesen Kosten sitzenbleiben oder hätte ich Anspruch auf eine Entschädigung?
Da du "gezwungenermaßen freiwillig" Arbeiten gehst sehe ich hier keinen Anspruch, auf Kulanz geht alles, wenn Geld kein Problem ist.

Navi und Handy kannst du unterwegs vergessen - kein Empfang!
Als Tipp, maps.me ist kostenlos, braucht keinen Empfang nur GPS. Sind offline Karten, die benötigten Karten werden automatisch heruntergeladen, wenn ich eine Strecke plane. Bewege mich damit auf der ganzen Welt.
 
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Wie sieht das denn bei den regulären Frei-Wochenenden aus?

Beispiel: ich habe an diesem Wochenende EIGENTLICH beide Tage frei - auf dem genehmigten Dienstplan so eingetragen - muss aber morgen ab 5:45 aus zwingenden Gründen arbeiten. Gefällt mir nicht, ist aber nicht zu ändern und in DIESEM Fall hätte auch ein 'Nein' nichts gebracht ;)
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Nur mal der Vollständigkeit halber:
Der Dienstplan ist beiderseitig bindend, d. h. ein „Nein“ hätte sehr wohl was gebracht - Du musst gar nichts! Es gibt keine Pflicht zum Einspringen.
 
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Wobei natürlich auch gilt: in einem kleinen Team ist es sehr schwierig, da "Nein" zu sagen, weil man das Gefühl hat, man lässt die Andern hängen und versaut das Arbeitsklima.

Natürlich hätte Dein Chef da früher dran denken sollen, dass es möglich ist, dass mal mehr als einer gleichzeitig ausfällt, und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und er sich auch selbst den Urlaub verhaut.

Was sind denn das für "Anreize" für Bewerber?

Ich kenn das Thema Aushilfen. Wir brauchen die ja auch schon mal. Aber wir haben Personbaldienstleister ("Intérim" nennt man das in Frankreich, Zeit-, nicht Leiharbeiter), bei denen wir immer wieder dieselben Leute anfragen, die schon eingearbeitet sind.

Mehrere, die gut waren, sind dann schon in Festanstellung übernommen worden.

Und das Thema Entschädigung: ein einmal unterzeichneter Dienstplan ist für beide Seiten bindend, Dein Chef kann nicht "verlangen", dass Du einspringst, infolgedessen kannst Du auch keine Entschädigung "verlangen" für Arrangements, wenn Du es trotzdem tust. - Aber vielleicht geht es ja auf Kulanzbasis?
 
Glaub mir einfach, dass Geld nicht das Problem ist!
Wir waren bis vor ein paar Monaten zu fünft, aber diese Kollegin ist aus persönlichen Gründen komplett aus der Pflege gegangen. Seitdem suchen wir mit Hochdruck (und vielen Anreizen), nur ist der Markt hier komplett leer.

Der Markt ist nichtwirklich leer... nur der Anreiz zu wechseln zu schwach..... viele arbeiten zu schlechten / miserablen Bedingungen ...und bleiben da, weil woanders auch nicht besser zu werden scheint....

Ich bin inzwischen überzeugt, würde sich nur ein AG mal positiv von den anderen abheben... der hätte plötzlich Bewerber ohne Ende....
 
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