Kontaktsuche - Journalistin sucht: MRSA in Kliniken

cw009

Newbie
Registriert
22.07.2009
Beiträge
4
Hallo,

ich bin Journalistin und beschäftige mich immer wieder mit dem Thema Kliniken und Sparzwang. 2003 habe ich einen Film über die Arbeitssituation des Pflegepersonals in einem deutschen Krankenhaus gemacht und die Schwerstarbeit zweier Schwestern begleitet. Protest gab es vor allem von den Ärzten, die fanden, dass die Pfleger zu sehr im Mittelpunkt standen. Hintergrund war, dass eine Schwester eine Reanimation mitten in der Nacht durchgeführt hat und nicht die verhuschte Ärztin, die daneben stand.
Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema MRSA und wie Kliniken bzw. die veranwortliche Leitung (Ärzte) damit umgehen bzw. nicht umgehen. Ich habe jetzt aus meiner Familie (auch eine Krankenschwester) gehört, dass bei ihrem Krankenhaus die MRSA-Prävention überhaupt nicht stattfindet und das Krankenhaus als "Seuchenstation" im Umkreis bekannt ist.
Um mir einen Einblick über die Situation an Kliniken zu verschaffen, zum Beispiel ob Chefärzte oder Klinikleitung da häufiger ignorant handeln, bin ich auf der Suche nach weiteren Erfahrungsberichten. Diese würde ich selbstverständlich diskret behandeln!! Würde mich über Resonanz freuen, meine E-mail: clinwalter@aol.com
 
Ich finde es immer sehr unprofessionell um Mithilfe zu bitten und sich nicht mit dem vollen Namen und ggf. der Einrichtung, in der man beschäftigt ist zu outen.
Vielleicht sollte man auch noch erwähnen, dass Arbeitgeber das Ausplaudern von "Betriebsgeheimnissen" in Deutschland mit einer fristlosen Kündigung ahnden können.

Tipp: Hygieneabteilungen der Krankenhäuser kontaktieren. Dort gibt es sicher Auskünfte, die auch nachweisbare Daten enthalten.

Elisabeth
 
:mrgreen: Richtig so!!! Da versucht jemand es sich wirklich sehr einfach zu machen!.... Da das hier aber kein Forum für Jounalisten, sondern für Menschen in Pflegeberufen ist,.... Naja. Egal. Ich denk mir meinen Teil und kann Elisabeth nur vollkommen zustimmen!....
 
Da gibt es doch mal wieder Journalisten, die sich für unsere Berufstätigkeiten interessieren...

...und schon kommen die erhobenen Zeigefinger aus dem Jammertal....
 
Geht es hier um Interesse an unsererem Berufszewig oder darum, gegen diverse Vetragsklauseln zu verletzen!?!?!?!

Anstatt sich hier irgendwelche Meinungen (ohne Angabe des eigenen Names bzw. ohne erwähnen des eigenen Arbeitgebers-> nicht sehr seriös!) von irgendwelchen Leuten einzuholen, sollte sie einfach selbst aktiv werden und in KH´s vorbei schauen! Ich könnt hier viel erzählen- nur ob das immer so stimmt???

Und im "Jammertal" sehe ich solche Leute, die tatsächlich darauf eingehen, damit dann beim Endprodukt dieser Recherche wieder deutlich wird, dass wir ja alle unterbezahlt sind, die Hygiene in KH´s zu wünschen übrig lässt, die Patienten immer auf der Strecke bleiben und wie schwer wir es doch wieder alle haben... Ne danke!
 
Da gibt es doch mal wieder Journalisten, die sich für unsere Berufstätigkeiten interessieren...

...und schon kommen die erhobenen Zeigefinger aus dem Jammertal....

Ich habe nichts gegen Journalisten- im Gegenteil. Aber wer sich in cognito Infos verschaffen will, kommt mir mehr als suspekt vor.
Wir erinnern uns bestimmt noch alle an den Fehlgriff von Fr. Müller (Vosritzende des DPR)bezüglich Journalsiten und ihrem späten Entsetzen als sie ihre Worte in einem Zusammenhang wieder las, den sie so nicht wollte:
http://www.krankenschwester.de/forum/pressebereich/21071-opfer-journalisten.html

Deshalb: seriöse Journalisten, denen auch am Schutz ihrer Infoquelle lliegt- warum nicht? Aber nicht so plumpe "Anmache" wie hier.

Elisabeth
 
Hallo,

Shining du bist noch nicht in der Ausbildung und kannst es somit nicht wissen, also empfehle ich dir die Threads zum Thema MRSA gründlich durchzulesen.

In Bezug auf den MRSA gibt es 2 Linien.

Nr.1 macht das was das RKI empfielt und isoliert.
Nr. 2 sagt, eine korrekte Händehygiene und korrektes hyg. arbeiten würde ausreichen, da MRSA vorwiegend über die Hände übertragen wird.
Es ist eine Professorin die diese Theorie vertritt, wir haben auch schon mal darüber diskutiert.

Ich verletze hier keine grossen Dienstgeheimnisse wenn ich das schreibe, denn das ist überall im Inet nachzulesen, auch bei uns im Forum.

Es ist auch kein Geheimnis, dass eine Klinik die nicht testet, eine MRSA-Rate von 0 haben wird.
Mir persönlich ist es aber lieber, eine Klinik gibt zu, dass sie MRSA Patienten haben.

Ich finde zwar auch wie Elisabeth, dass man sich in dem Fall mit dem ganzen Namen vorstellen sollte, bin aber gespannt was aus dem Thema wird.

Liebe Grüsse
Narde
 
Wie du in anderen Threads lesen kannst, habe ich die Ausbildung zur Physiotherapeutin gemacht (wenn auch nicht ganz bis zum Schluss) und weiß daher sehr wohl über MRSA bescheid, zumal ein Krankenhaus, in dem ich mein Physiopraktikum absolviert habe, gerade 3 Patienten mit MRSA hatte (einem davon musste sogar das Bein amputiert werden!). Wir haben deshalb extra Anweisungen,.... bekommen. Es ist also nicht so, dass ich keine Ahnung habe!

Mir geht es darum, was Journalisten aus Aussagen machen und wie einem das Wort andauernd im Mund umgedreht wird und Tatsachen vertauscht werden! Deshalb habe auch ich kritisiert, dass sie weder ihren Namen noch den ihres Arbeitgebers nennt, was für mich schlichtweg unseriös wirkt!!!!!
 
Klar, alle Journalisten sind wie alle anderen,

alle Krankenschwestern wie alle anderen,
alle Physiotherapeuten sind wie alle anderen

Ihr zerfetzt hier jemand, der grad mal nur ne Bitte geäussert hat, dem man sofort unterstellt, unseriös zu sein!
 
Klar, alle Journalisten sind wie alle anderen,

alle Krankenschwestern wie alle anderen,
alle Physiotherapeuten sind wie alle anderen

Ihr zerfetzt hier jemand, der grad mal nur ne Bitte geäussert hat, dem man sofort unterstellt, unseriös zu sein!
... und hinterlasst den richtigen Eindruck auf die Journalistin.

Die sicher kein Problem hat ihren Namen zu sagen.
 
Niemand will hier irgendwen zerfetzen. Ich wurde nur so erzogen, mich vorzustellen! Und wen jemand nicht sagt wer er ist und für wen er arbeitet, bin ich nun mal sehr vorsichtig! Erst vor kurzer Zeit ist eine Kollegin sehr böse auf die Nase gefallen. Ich sag ja nicht, dass alle Jounalisten gleich sind. Aber gerade viele noch junge User dieses Forum sollten dieses Thread von beiden Seiten ansehen und nicht blind alles schreiben, was ihnen eben dazu in den Sinn kommt. Je nach KH kann diesem mit manch vertraulicher Aussage schon schaden- besonders dann wenn man nicht weiß, wer wirklich sein Gegenüber ist!!!!
 
Ach, welche wäre das denn bitte???? Du bist hier zum Einen OT und zum Anderen habe ich mit meinem vorherigen Eintrag keine Meinung über andere Nutzer geäußert!!!! Das ist ein Hinweis und keine Meinung!!! :knockin:
 
Niemand will hier irgendwen zerfetzen. Ich wurde nur so erzogen, mich vorzustellen!
ja, aber sicher nicht in einem Internetforum. cw009 hat hier eine Mailadresse reingestellt (was mich schon mal wundert, ausser der TE möchte gerne Werbematerial die Länge seines Gemächts betreffend :)), wer ernsthaftes Interesse hat erfährt auf diesem Wege sicher wer er/sie ist und für wen er/sie arbeitet :)
 
... und hinterlasst den richtigen Eindruck auf die Journalistin.

Die sicher kein Problem hat ihren Namen zu sagen.

... und denkt: getroffene Hunde beißen ? :mrgreen:

Liebe cw,
Elisabeth Dinses Tipp mit den Hygieneabteilungen von Kliniken ist ein guter - ich füge noch die Empfehlung an, die Landesgesundheitsämter zu kontaktieren. Diese wissen in der Regel sehr gut Bescheid (inkl. Zahlen/Fakten) über die zielführenden Maßnahmen und deren Umsetzung in der Praxis.
Ein interessanter Aspekt ist ggf. noch die MRSA-Problematik "on the wild", also ambulant - das Forum hier hält da schon einige interessante Informationen vor.
Desweiteren lohnt ein Blick über den Tellerrand - also in Nachbarländer.

Was vermutlich nirgendwo Unterstützung finden wird, ist jedweder Enthüllungsjournalismus :)

LG, Persephone
 
Hallo,

es geht mir nicht um Enthüllungsjournalismus. Ich hatte schon lange über das Thema berichten wollen. Aber es immer wieder verschoben. Jetzt haben meine Familie und ich es leider selbst erleben müssen. Mein Vater ist vor zwei Monaten an einer Krankenhausinfektion gestorben. Dass er MRSA hatte, wurde uns von der Klinik nicht mitgeteilt. Er lag dort über zwei Monate auf der Intensivstation (mit vier Leuten!), zwischenzeitlich Wachstation, etc. Es wurden keinerlei Hygienemaßnahmen in der ganzen Zeit ergriffen. Soviel zum Hintergrund.
 
....Mein Vater ist vor zwei Monaten an einer Krankenhausinfektion gestorben. Dass er MRSA hatte, wurde uns von der Klinik nicht mitgeteilt. Er lag dort über zwei Monate auf der Intensivstation (mit vier Leuten!), zwischenzeitlich Wachstation, etc. Es wurden keinerlei Hygienemaßnahmen in der ganzen Zeit ergriffen.....


Unfassbar und doch nicht selten...Ist zwar OT, aber ich hoffe ihr klagt gegen die Klinik ?
 
Unfassbar und doch nicht selten...Ist zwar OT, aber ich hoffe ihr klagt gegen die Klinik ?

Nun mal langsam. Hier berichtet ein Laie.
1. Wir wissen nicht, was die Mitaptienten hatten?
2. Wo war der MRSA? In den Atemwegen? Oder in einer Wunde? Oder nur im Blut?
3. Postmortem erfährt man, dass MRSA die Ursache war? Halte ich persönlich für eher unwahrscheinlich. Das würde bedeuten, dass man dies auch erst postmortem nachgeweisen hat.
4. Gar keine Hygienemaßnahmen? Welche wurden sich den vorgestellt?

Und den Realnamen wissen wir immer noch nicht... nur, dass es kein Enthüllungsjournalismus sein soll. Wie nennt man es denn, wenn man eine Klinik finden will, in der es nicht koscher zugeht. Zumal ich die Suche nicht nachvollziehen kann- man hat doch bereits eine gefunden. Warum nicht über diese "Zustände" berichten? Oder ist man sich doch nicht so sicher mit der eigenen Wahrnehmung und befürchtet die Reaktion des angeprangerten Hauses? Die haben garantiert auch ihre Anwälte, die "Rufmord" zu verhindern wissen.

Elisabeth
 
Es geht darum, dass dieses Problem von so mancher Klinikleitung nicht ernst genug genommen wird. Wenn man als Angehöriger nicht mal von den Ergebnis MRSA erfährt und das erst in den Patientenakten später zu lesen ist, dann ist schon zu fragen, wie so etwas sein kann. Dieses Klinikum - das haben wir danach erfahren - ist bekannt für Null-Prävention und Maßnahmen. In diese Intensivstation konnte jeder reinmarschen, mit Mantel, Taschen, keine Händedesinfektion, etc. Wir haben selbst dann - weil Virusgrippe - Mundschutz angelegt und da hieß es, es sei unnötig, weil mein Vater eh mit Medikamenten vollgepumpt sei. Mein Vater hatte eine Routine-OP (Herzschrittmacher) und kam tot mit einer Sepsis heraus.
Auch habe ich jetzt von anderen Kliniken erfahren - auch ein betroffener Angehöriger - der erst durch den Totenschein Sepsis-MRSA davon erfuhr.
Es geht nicht darum, ein Krankenhaus an den Pranger zu stellen, sondern darum dass dieses Problem immer noch nicht so angegangen wird wie es sein sollte. Siehe Holland und Skandinavien, wo es auch anders funktioniert und Infektionen stark reduziert wurden. Ich denke, wenn es keine Öffentlichkeit für dieses Problem gibt, dann wird weiter herumgedoktert. Es kostet eben etwas Geld in Prävention zu investieren und unnötige Infektionen zu vermeiden. Und manchmal gibt es Menschen im System denen das auch stinkt, zumal sie selbst der Gefahr jeden Tag ausgesetzt sind.
 

Ähnliche Themen