Fachpfleger/-in für Notfallmedizin

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Gruß,

Habe gesehen das es eine Weiterbildung gibt als --> Fachkrankenpfleger für Notfallmedizin (Einsatzbereich -> Notaufnahme und Intensivstation) ....aber so richtig konkretes bekomme ich nicht wirklich raus.

Gibt es das wirklich?.. und ist die Lehrzeit wie die anderen Weiterbildungen 2years?...und muss man dafür 2 years Erfahrung vorweisen?

Klingt nach einer coolen Fachweiterbildung mit der man es richtig krachen lassen kann auf der Station....

Mfg Johannes
 
Habe gesehen das es eine Weiterbildung gibt als --> Fachkrankenpfleger für Notfallmedizin (Einsatzbereich -> Notaufnahme und Intensivstation)
Es gibt die Fachweiterbildung für Intensiv & Ansästhesie, 2 Jahre, 720 Stunden Theorie und 2500 Stunden Praxis, nach DKG-Richtlinien
Es gibt auch noch die Fachweiterbildung für Notaufnahme - die gibt es einmal "selbstgestrickt" und die BKG/DKG arbeiten an einer die analog zur FWB Intensiv & Anästhesie laufen soll.
Klingt nach einer coolen Fachweiterbildung mit der man es richtig krachen lassen kann auf der Station....
Was ist richtig krachen lassen?
Für mich stellt sich eine gute Pflegekraft, wo auch immer so dar, dass sie Fachkompetent ist, die soziale Kompetenz muss genauso vorhanden sein, sie muss die Hygienerichtlinien einhalten, aufgeschlossen gegenüber neuem sein, die Kommunikation mit Patient, Angehörigen und dem Team (wozu ich auch die Ärzte zähle) auch noch auf Augenhöhe. Schon wärst in meinen Augen eine Pflegekraft dies es richtig krachen lassen kann. Wenn dann auch noch die Dokumentation klappt und du Teamfähig bist, dann verneige ich mich vor dir.

Stellst dir das so vor?

Frohe Ostern
 
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Danke dir aufjedenfall für diese Antwort =)!

Ja, nur deswegen weil es sich so "COOL" anhört möchte ich diesen Beruf ausüben. Man sollte den Pflegeschülern schon ein wenig mehr geistigen Horizont zumuten können oder nicht ?

"Krachen lassen" kommt der Ausführung von narde03 schon relativ nah. Ein Fachpfleger sollte definitiv ordentlich Fachwissen mitbringen und nicht nur das sie gerade so ein KH-Bild erklären kann sondern das sie medizinisch richtig gut drauf ist(Anatomie, Medikation, KH-Bilder, Umgang mit Doku-System, Expertenstandarts usw). Soziale Kompetenz(Hygiene und Teamfähig mit einbegriffen) genau so wichtig aber das verlange ich von jedem der in der Pflege arbeitet. Zur Kommunikation --> Ich finde es immer schwierig die perfekte Lösung zu finden. Man soll zwar gehoben kommunizieren und auch mal sein Wissen preisgeben aber es sollte nicht arrogant rüber kommen. Dazu gehört noch Mimik/Gestik diese sollte menschlich sein (Auf Augenhöhe mit dem Patienten/Personal/Angehörige sein) eine große Individualität vorweisen können. Perfektion mitbringen man arbeitet schließlich mit Menschen und ihrer Gesundheit. Mit "Krachen lassen" meine ich aber auch pflegerisch ein Vorbild zusein (Sorgfalt, Gründlichkeit, Akribie, Authentizität und in den heutigen Tagen immer mehr gefordert --> die Toleranz).

So stell ich mir das vor.
 
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der alltag zeigt leider zu oft dass der horizont bei manchen doch nicht ganz soooo weit reicht. und iwelche notfallrambos kann ich persönlich überhaupt nicht ab, grad bei denen fehlt es oft schon an den absoluten basics..

aber jetzt hast du deinen standpunkt ja erläutert. viel erfolg. ich persönlich würde auch die a&i fachweiterbildung vorziehen. ansonsten schau mal unter www.dgf-online.de
 
Lies Dir das mal durch, ist nur 1 Möglichkeit:
http://akademie.charite.de/fileadmi...P_2016_-_Hinweise_zum_Bewerbungsverfahren.pdf
daraus:
".....Nachweis der zweijährigen Tätigkeit im Beruf, von der mindestens zwölf Monate unmittelbar vor Beginn der Weiterbildung/Qualifizierung liegen müssen. Sechs Monate davon sollen mindestens im angestrebten Fachgebiet absolviert werden (gilt für Anästhesie- und Intensivmedizin, Notfallpflege, Onkologie, Hygiene und Psychiatrie)."
weiteres z.B. da:
Charité Gesundheitsakademie - Charité - Universitätsmedizin Berlin: Notfallpflege

Wenn Du also nach der Ausbildung und gegen Ende der Zeit für sämtliche weitere Voraussetzungen noch immer daran interessiert bist, informier Dich immer wieder, um auf dem Laufenden zu bleiben, dem jeweils aktuellen Stand.
Wieviele Jahre hast denn noch mindestens bis zu einer möglichen FWB in irgendeinem Bereich?
 
Es gibt ne Weiterbildung für Notaufnahme das ist die E.R.N.A
Infos gibts beim Dbfk Verband
 
Hat jetz von Euch jemand schon die Fachweiterbildung gemacht! Wie ist das organisatorisch neben der normalen Dienstzeit zu managen? Welchen Zeitaufwand habt ihr dafür benötigt zum lernen?
LG
 
Kollegen von mir haben bisher nur die mündl. Prüfung mit 7 Jahren Vollzeitberufserfahrung gemacht - war wohl mit etwas Vorbereitung ganz gut machbar, selbst für die "älteren" Kollegen, welche recht muffe vor der Prüfung als solche hatten. Ich beginne dieses Monat mit der verkürzten Fachweiterbildung welche ab 5 Jahren Vollzeitberufserfahrung möglich ist... 170 h Umfang - weiß aber noch nicht so recht, was mich da konkret erwartet - kann dann aber gerne berichten.

Ich bin mir nicht sicher ob es schon Absolventen der kompletten 2-Jährigen Fachweiterbildung gibt (so lange gibt es diese ja noch garnicht). Bisher haben sich die Bildungszentren in meinem Umkreis eher auf die Kurse & Anerkennungsprüfungen mit Berufserfahrung gestürzt, weil diese ja nur begrenzte Zeit möglich sind und die Nachfrage wohl unerwartet (zumindest für die Bildungseinrichtungen unerwartet) hoch ist.
 
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Kollegen von mir haben bisher nur die mündl. Prüfung mit 7 Jahren Vollzeitberufserfahrung gemacht - war wohl mit etwas Vorbereitung ganz gut machbar, selbst für die "älteren" Kollegen, welche recht muffe vor der Prüfung als solche hatten. Ich beginne dieses Monat mit der verkürzten Fachweiterbildung welche ab 5 Jahren Vollzeitberufserfahrung möglich ist... 170 h Umfang - weiß aber noch nicht so recht, was mich da konkret erwartet - kann dann aber gerne berichten.

danke Dir. Die Berufserfahrung gilt aber wahrscheinlich nur für die Notaufnahme??
 
Ja, genau... aber alle Notaufnahme-Erfahrung - meint, wenn du vor Jahren schon einmal in einer Notaufnahme gearbeitet haben solltest darf das mit in die Rechnung einfließen.

Andernfalls einfach 2-3 Jahre normal in der Notaufnahme arbeiten und dann beim Arbeitgeber anmelden, dass man die zweijährige Fachweiterbildung, welche dann voraussichtlich flächendeckend angeboten wird, machen möchte. In der Regel (spreche hier aus Erfahrung eines Krankenhauses mit kommunaler Trägerschaft) findet die FWB dann während der Arbeitszeit und mit Vergütung statt - meist ist es hier jedoch wiederum vorausgesetzt, dass man eine Erklärung unterschreibt, welche einen/eine dann für eine bestimmte Zeit an den FWB-finanzierenden Arbeitgeber bindet. Wie Wasserdicht diese Erklärungen im später, möglichen Streitfall ist steht auf einem anderen Papier. Erfahrungsgemäß handelt es sich hierbei "nur" um 2 bis 5 Jahre Bindung, welche der Arbeitgeber für seine Ausgaben unterschrieben haben möchte.

Persönliche Spekulation zum Thema ohne Beleg: Denkbar, dass in Zukunft eine gesetzliche Relevanz auf die FWB fällt - meint - es muss in jeder Schicht z.B. eine (oder mehrere) fachweitergebildete Pflegekraft im Dienst sein (ähnlich, wie heute schon, bei den möglich zu betreibenden Beatmungsplätze auf einer Intensivstation, hier muss auch fachweitergebildetes Pflegepersonal in entsprechender Anzahl vorhanden sein). Folglich, könnte es durchaus möglich sein, dass du um die FWB gar nicht kämpfen musst, weil dein Arbeitgeber sogar ein explizites Interesse daran hat, dass du die FWB machen sollst.
Alles, aktuell FWB-Relevantes, findest du auf der DKG-Seite --> Hier verlinkt
 
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Danke für die ausführliche Antwort. Du hast mir sehr weitergeholfen
Lg
 
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Hallo
Hat jemand zufällig schon in Nürnberg CeKib die Prüfung für Notfallpflege gemacht und kann sagen welche Frage dran kommen und wie schwer das ist?
Ich habe den Kurs emergency Manegment in nürnberg gemacht und wolte jetzt nach 20 Jahren Berufserfahrung die Prüfung machen
Vielen dank
 
Kollegen von mir haben dort die Anerkennungsprüfung mit mind. 7 jähriger Vollzeit-Berufserfahrung gemacht. Ich meine, die haben sich im Vorfeld seitens des cekibs einige Infos zu möglichen Prüfungsthemen geben lassen um damit lernen zu können. Auch das Curriculum der Notfallpflege, entnehmbar aus der entsprechenden DKG-Empfehlung, sollte eine gute Eingrenzung für mögliche Fragen für dich sein. Zum Empfinden der Schwierigkeit: Sie meinten, dass es gut war, dass sie vorher gezielt dafür gelernt hatten - fanden es dadurch also nicht "unfair" bzw. ungerechtfertigt schwer. Je nachdem welche Funktionen du in deiner ZNA übernimmst bzw. inne hast oder wie zeitgemäß eure "Fachlichkeit lebt" könnte sich der Aufwand zur Prüfungsvorbereitung für dich unterschiedlich gestalten (bist du QM-Beauftragte?, sind bei euch die aktuellen Standards und Leitlinien im Arbeitsalltag etabliert?, zeitgemäße Kommunikationsmodelle sind dir nicht Fremd?, Pflege von speziellen Pat.-Gruppen in der ZNA [z.B. Pat. mit Demenz] geben dir kein Rätsel auf, usw.).

Quintessenz - aber leider wenig Aussagekräftig: Machbar ist es, Geschenkt wird es dir aber nicht. --> Grundsätzlich muss aber bei keiner, mit bekannten Fortbildungseinrichtung von einer all zu rigorosen (also als möglicherweise unfair-empfundenen) Auffassung der Selektion durch Prüfungen ausgegangen werden.
 
Vielen Dank.
Werde mich mit Nürnberg in Verbindung setzen.
 
Ein Versuch ist es wert.
Ansonsten werde ich den zweiten weg gehen.
 
Gibt es inzwischen jemanden, der die 2-jährige FWB Notfallpflege absolviert hat oder dabei ist, sie zu absolvieren?
Ich wäre da mal an Erfahrungen interessiert, weil man mir heute versteckt zu verstehen gegeben hat, dass ich die FWB evtl machen können wollen sollte...
Mich schreckt allerdings der Stundenumfang etwas ab.
720 Stunden Theorie und 1800 !!Stunden praktische Einsätze.

Und das ganze berufsbegleitend?? oder wie muss ich mir das vorstellen?
 
Hallo
Ich habe inzwischen in Nürnberg die verkürzte Form gemacht.
eine Arbeitskollegin machte gerade die zweijährige Ausbildung im Ludwigshafen
Ist wohl nicht ganz einfach.
Lg
 
Gibt es inzwischen jemanden, der die 2-jährige FWB Notfallpflege absolviert hat oder dabei ist, sie zu absolvieren?
Ich wäre da mal an Erfahrungen interessiert, weil man mir heute versteckt zu verstehen gegeben hat, dass ich die FWB evtl machen können wollen sollte...
Mich schreckt allerdings der Stundenumfang etwas ab.
720 Stunden Theorie und 1800 !!Stunden praktische Einsätze.

Und das ganze berufsbegleitend?? oder wie muss ich mir das vorstellen?
Entspricht das nicht dem gewöhnlichen Umfang einer zweijährigen Fachweiterbildung, wie z.B. der FWB Intensiv- und Anästhesiepflege?
 
Es ist wie die 2jährige Ausbildung Intensiv, nur ist der Lernstoff anders.
 

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