Facharbeit für Weiterbildung Anästhesie/Intensiv (I-Kurs)

Wollkneul

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Hallo ihr Lieben,

Ich bin derzeit in der Fachweiterbildung Anästhesie/Intensiv „I-Kurs“ und muss natürlich auch eine Facharbeit schreiben.
Ich wollte gerne über Ernährung auf der Intensivstation schreiben, vor allem im Zusammenhang mit Reflux. Jetzt habe ich erfahren, dass jemand vor wenigen Jahren exakt dieses Thema hatte.. nun muss ich mir ein anderes einfallen lassen, würde trotzdem gerne was mit Ernährung machen... Hat jemand eine Idee? Ich habe noch ein halbes Jahr Zeit aber gerade fehlen mir die Ideeen...

Lg Mia
 

FLORA.BLEIBT

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-Gegenüberstellung enteral/parenteral
-Ernährung bei soez. Krankheitsbildern (polytrauma, sepsis, verennung, etc.)
-BZ einstellung
-adjuvantien (selen, vitamine, fette, etc.)
-probleme bei der enteralen/parenteralen Ernährung

gibt ne Leitlinie zum Thema, google mal. da sollte sich ein thema finden lassen
 

Neuromaus

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Ich fürchte, es wird nicht ganz richtig in den Zusammenhang passen, da es nicht speziell für Intensivpflege ist...

Aber ich finde im Zusammenhang mit Ernährung auch das konkrete Ernährungsmanagement bei enteraler Ernährung ganz interessant.
  • welche SK (isokalorisch/hochkalorisch? MF oder nicht? Spezialnahrung?...)
  • Bolusgaben oder kontinuierliche Gabe?
  • Wenn Bolus, über Pumpe oder per Hand?
  • Bei Pumpe: Flussrate?
  • Nasogastralsonde, PEG, PEJ, Button-PEG? --> da geht es eben schon in die Langzeitversorgung rein, in der Akutsituation wird ja in der Regel kein Patient direkt eine PEG verpasst bekommen, wenn man gar nicht weiß, wie er sich entwickeln wird
  • in dem Zusammenhang evtl. Angehörigenberatung/-begleitung, falls der Pat. nicht selbst die Entscheidung treffen kann
  • evtl. auch (geht aber auch über die Akutsituation weit hinaus) Management beim Übergang von enterale auf orale Ernährung
Da dann eben die Vor- und Nachteile der jeweiligen Option (z.B. Bolusgaben entsprechen eher der physiologischen Nahrungsaufnahme als die kontinuierliche Gabe, die kontinuierliche Gabe ist dafür aber besser verträglich) erörtern. Wenn du dabei auf die entsprechenden Vorgänge im Körper eingehst und die Erklärungen wie die gerade genannte nicht so wie ich einfach nur in den Raum stellst, sondern sie eben anhand der Physiologie und ggf. Pathophysiologie herleitest und begründest, ggf. entsprechende Quellen und Studien anführst, dürfte das genug Material für einen ausreichenden Umfang liefern.

Aber wie gesagt, da ich noch nie auf einer Erwachsenen-Intensiv gearbeitet habe, weiß ich nicht, inwieweit das überhaupt da reinpasst. Ist halt ein Thema, was bei uns im Kinderbereich von Intensiv bis Reha und allem dazwischen relevant ist. Kann halt nicht einschätzen, wie das bei euch ist. Ob man da auch so individuell für jeden Pat. alles abwägt, ausprobiert und einstellt, oder ob es bei Erwachsenen möglich ist, alle Patienten nach dem gleichen Schema zu ernähren.
 
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pepita-sheep

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Es gibt auch noch parenterale Ernährungslösungen (wie Periamin, Aminomix [Quelle: backlog.de/feedme/scripts/ivn.html], usw.).
Welche Indikation für die Verabreichung vorliegen muss, entzieht sich meinen Kenntnissen.
 

Wollkneul

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Danke schonmal für die Antworten! Ich wollte gerne das Thema Bolus vs kontinuierlich bezogen auf reflux aber das war genau das Thema meines Kollegen :(
Jetzt bin ich bisschen bei Magensonde vs postpylorische Sonde hängen geblieben, auch bezogen auf Reflux. Das blöde ist, dass wir sehr enge Vorgabbe für die Facharbeit haben, die Frage muss exakt nach dem PIKE Schema gestellt werden... ost das bei euch auch so?
 
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Je konkreter die Fragestellung um so einfacher hast du es letztlich beim Schreiben Auch wenn die Vorarbeit (Festlegung der Frage und der inhaltlichen Gliederung) aufwendig ist..
Viel Erfolg
 
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Wollkneul

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Danke, ja das stimmt schon, aber müssen zwingend das Portal pubmed verwenden und das gibt es zu meinem Thema ziemlich wenig Ergebnisse, das macht mir zum einen Schwierigkeiten und zum anderen dürfen wir die Einleitung nicht in der ich Form schreiben, es soll aber daraus hervorgehen warum wir uns für das Thema entschieden haben... es nervt mich einfach gerade so
 
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Ihr müsst u. a. Pubmed verwenden oder ihr dürft ausschließlich das nutzen?
 

Wollkneul

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Pubmed muss zwingend verwendet werden, es dürfen aber zusätzlich andere Sachen verwendet werden..
 

-Claudia-

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Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass noch niemand etwas über Magensonden publiziert hat.

Mit welchen Begriffen suchst Du auf pubmed? Verwendest Du Synonyme? Arbeitest Du mit Boolschen Operatoren, MeSH-Terms usw.? Hast Du in den Literaturnachweise Deiner wenigen Texte nach weiteren Quellen gesucht?
 

Wollkneul

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Es gibt jede Menge über Magensonden, aber über postpylorische Sonden gibt es „nur“ 200 Studien und wenn ich mein Cluster anwende bleiben noch 9 übrig, davon einige nur mit Zugang lesbar.. meine Cluster sind richtig, hab sie nochmal dem Dozent geschickt zur Korrektur... es ärgert mich einfach dass wir pubmed verwenden müssen, aber keinen Zugang kriegen :(
 

Neuromaus

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es ärgert mich einfach dass wir pubmed verwenden müssen, aber keinen Zugang kriegen :(
Das ist ja auch echt sch****. Was für eine Schikane.

Nur damit ich das richtig verstehe...
Was genau ist mit "postpylorische Sonde" gemeint?
Ich kenne an Sonden in diesem Zusammenhang:
  • die "klassische" Magensonde --> nasogastral --> präpylorisch
  • die PEG-Sonde --> direkter gastraler Zugang --> präpylorisch
  • die PEJ-Sonde --> direkter jejunaler Zugang --> postpylorisch
  • die JET-PEG-Sonde (bei uns wesentlich häufiger als die "reine" PEJ) --> direkter gastraler und "indirekter" jejunaler Zugang (indirekt, weil die Eröffnung der Bauchdecke über dem Magen erfolgt und der jejunale Schenkel nur sozusagen "weitergeschoben" wird bis ins Jejunum) --> prä- und postpylorisch
Was mich jetzt irritiert hat, ist, dass es sich so angehört hat, als ob postpylorische Sonden genau so "gängig" wären wie nasogastrale Sonden. Gibt es noch andere Sorten von Jejunal-Sonden außer PEJ und JET-PEG? Oder werden tatsächlich so häufig PEJ- und JET-PEG-Sonden gelegt? Das konnte ich mir jetzt irgendwie kaum vorstellen.
Kann mich jemand aufklären? Google und die Suchfunktion konnten das nicht ausreichend.
 

-Claudia-

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Und die neun Studien reichen nicht? Wie umfangreich muss die Arbeit denn sein?

Über pubmed bekommst Du ja oft nur die Abstracts. Hast Du in der Nähe eine Fachbibliothek, die Fernleihe anbietet? In Hessen gibt's ja einige Hochschulen...
 
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Mir fallen da spontan zwei Themen ein.
-Jet Ventilation
-Sedierungsfreie Intensivmedizin (wird z.B. in Freiburg durchgeführt).
 

Neuromaus

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Ich kenne an Sonden in diesem Zusammenhang:
  • die "klassische" Magensonde --> nasogastral --> präpylorisch
  • die PEG-Sonde --> direkter gastraler Zugang --> präpylorisch
  • die PEJ-Sonde --> direkter jejunaler Zugang --> postpylorisch
  • die JET-PEG-Sonde (bei uns wesentlich häufiger als die "reine" PEJ) --> direkter gastraler und "indirekter" jejunaler Zugang (indirekt, weil die Eröffnung der Bauchdecke über dem Magen erfolgt und der jejunale Schenkel nur sozusagen "weitergeschoben" wird bis ins Jejunum) --> prä- und postpylorisch
Und den Button als "Sonderform" der PEG...
 

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