Ernährung des Dialysepatienten

Maschula

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:?: Hallo, hab da mal ne Frage:
wie ist bei euch die Ernährungsberatung der Patienten geregelt?
 

Hajo

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Hallo Maschula

Ernährungsberatung? Und das auch noch geregelt? Mann oh Mann!

Na bei uns ist das so das ich über den PC ein Mail an unsere Ernährungsberaterin schicke und die mir einen Termin für den Patieneten gibt.

Manchmal wenn wir einige neue Patienten haben macht sie dann Gruppentherapie.

Dann haben wir noch eine Schwester die die Ernährungsberatung als Verantwortungsbereich hat und die man dann einspannt wenn die Beraterin keine Zeit hat (die sind bei uns sehr selten:wut: )

Dann sollte naklar jede Pflegekraft diferses Grundwissen haben (Kalium, Phosphor usw:-)

Ich hoffe ein wenig Licht ins dunkle gebracht zu haben.

Gruss Hajo
 

Maschula

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Hallo Hajo,
danke für deine Antwort. Unter "geregelt" meinte ich auch, wie später (bei entsprechend schlechten Phosphor- und Kalium-Werten und zu viel "Gewicht" zwischen den Dialysen) auf den Patienten eingegangen wird. Sagt dann der Doc lediglich:"Ihr Wert ist zu hoch!" und der Patient muß sich selbst besinnen (oder eben nicht) was an seiner Ernährung nicht richtig ist? Wie macht ihr das einem 80jährigem Mann klar, dessen Frau kocht, die in ihrem Leben vielleicht noch nie was von Kalium oder Phosphor im Blut gehört hat, die eine Flüssigkeitsbeschränkung, wo ihr Mann "doch so krank ist", nicht versteht? Wer bezahlt die Beratung durch eine Ernährungsberaterin, ist sie bei euch angestellt, hat sie eine spezielle Dialyseausbildung? :weissnix:
Wie wird das in anderen Einrichtungen praktiziert? Sehe ich das vielleicht zu kompliziert? :verwirrt:
 

Thekla

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Wir haben bei uns im Zentrum zwei Schwestern, die für die Ernährungsberatung zuständig sind. Die bieten Gespräche an, Kochkurse, überwachen die Laborwerte und gehen gezielt auf die Patienten mit Ernährungsproblemen zu.
 

Hajo

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Hallo Maschula

Klar sagt auch bei uns der Doc "Na, haben wir mal wieder zu tief ins Glas gekuckt". Oder etwa "Na, die Schokolade hat wieder gemundet", aber das ist schon in der Regel alles was an blöden Sprüchen von den "Docs" (man verzeihe mir den Umganston) kommt.

Damit ist nicht geholfen, den der Patient bedarf selbstverständlich einer fachlichen Beratung. Unsere Ernährungsberaterin ist dafür geschult (Grundkenntnisse der HD) .
Die Beraterin ist nicht bei uns angstellt, es ist ein Service den wir über unser Haus (Uniklinik) beziehen das wiederum bedeutet das die Beraterin bei der Uni angestellt ist.Bezahlt wird das ganze über die Krankenkasse ausser der Patient will eine Extrasitzung dann kann es sein das er es selbst bezahlen muss.

Ältere Patienten und deren Angehörige und Ernährungswissenschaftliche Beratung!!!!
Da würde ich behaupten 2 Welten treffen aufeinander!!
Klar muss man den älteren Herrschaften die Grundkenntnisse vermitteln (keine Bananen, Schokolade, Milchprodukte, zuviel Flüssigkeit etc)

ABER: Meiner Meinung nach ist es Falsch wenn man den Patienten zu streng hält. Den Essen ist auch ein Teil an Lebenfreude und QUALITÄT die man den älteren Leuten nicht zu sehr vermissen solte da die Krankheit ansich ja schon einschränkt. ABER das ist nur meine Meinung!

Gruss Hajo
 

lops15

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Hallo Maschula,

Sagt dann der Doc lediglich:"Ihr Wert ist zu hoch!" und der Patient muß sich selbst besinnen (oder eben nicht) was an seiner Ernährung nicht richtig ist? Wie macht ihr das einem 80jährigem Mann klar, dessen Frau kocht, die in ihrem Leben vielleicht noch nie was von Kalium oder Phosphor im Blut gehört hat, die eine Flüssigkeitsbeschränkung, wo ihr Mann "doch so krank ist", nicht versteht?
die Doc´s nehmen sich leider wenig Zeit für dieses Problem. Es kommen schon manchmal Spitzen seitens der Ärzte. Aber für die Ernährungsberatung haben wir Pflegenden eine "Fachgruppe" gebildet. (5 Leutchen) Die haben alle an Weiterbildungen teilgenommen, die von Pharmafirmen gesponsert werden. (die wollen ja ihre Phosphatbinder und Vit-D Präparat bei uns verhöckern)
Der Arzt gibt nur an, wer beraten werden muss. Meistens wissen wir das aber auch alleine :P . Dann ergründen wir das soziale Umfeld des Patienten und laden die betreuenden Angehörigen mit ein. Das klappt ganz gut. Im Großen und Ganzen haben wir (vor allem der Patient ) Erfolg damit. Die Werte bessern sich wirklich.
Bei jungen Leuten ist dies oft komplizierter. Die müssen ihren inneren Schweinehund überwinden. (z.B. Kartoffeln schneiden und vor dem Kochen wässern). Der Opa merkt das meist nicht. Er bekommt halt Kartoffeln von der Oma, wie sonst auch immer, aber eben kaliumarm.:-)
Wenn der nächste Pharmareferent bei euch aufkreuzt, sprecht ihn einfach auf eine Fortbildung an. Es gibt auch genügend Infomaterial von denen. Das kann man, wenn sich 2-3 interessierte Schwestern/Pfleger zusammensetzen und auswerten auch für eine Beratung verwenden.

MfG
Lops15
 

CH_71

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Also bei uns ist das genauso geregelt wie bei Lops......in jedem Zentrum sind zwei Leute vom Pflegepersonal ausgebildet, die die Kurse der Pharmafirmen besucht haben und die die Ernährungsberatung machen.

Der Doc schaut sich bei uns die Wete an nach der 6 wöchigen Routine und bespricht das gegebenfalls mit der betreffenden Beraterin was die Ursachen sein könnten. Und setzt dann evtl die HD-Zeit hoch (beim Kalium gibts dann eher mal ne Zwischendialyse auf Kosten des Hauses :D ).
Wenn die Werte über längeren Zeitraum schlecht bleiben wird eine nochmalige Beratung angeboten. Kochevents gibts gelegentlich auch mal bei uns für die Patienten samt Angehörige.

Achja, die Angehörigen werden natürlich zum Erstgespräch mit dazu eingeladen. Bringt ja nix dem Opa zu sagen er soll die Kartoffeln wässern lassen (macht man zwar heute nimmer aber egal). Das sollte dann schon derjenige gesagt bekommen der auch wirklich kocht.

So, ich hoffe ich konnte mit meiner Antwort mithelfen.

LG,
CH_71
 

Hajo

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Hallo CH 71

WAS Labor nur alle 6 Wochen:gruebel: . Da werden bei uns ja die Ärzte ohne arbeit! Bei uns wird alle 4 Wochen abgenohmen und bei besonderen Fällen alle 2 Wochen.

Gruss Hajo.

Beineide euch darum das irgendwelche Firmen bei euch die Schulungen der Ernährungsberater übernimmt. Bei uns ist das Selbststudium und manchmal ein Schultag wenn das Haus was in diese Richtung anbietet.
 

Sushi21

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Hi,
ich wurde heute gefragt, ob ich im Herbst eine Schulung zum Thema Ernährung machen möchte. Zur Zeit macht das eine Hauswirtschafterin bei uns, mit Grundkenntnissen der HD.
Sie macht Termine mit Pat. und Angehörigen, berät diese und das wars. Das soll jetzt anders geregelt und ausgebaut werden.
Hat einer von Euch auch so eine Schulung besucht? Bringt das was??
Bin gerade erst ein Jahr dabei und habe zwar Fortbildungen besucht und auch so ein paar Kenntnisse über Ernährung, fühle mich aber so noch sehr unsicher. Würde wahrscheinlich vor dem Patienten nur rumstottern...
Erzählt mal, wie es bei Euch war! Danke! :D
 

Bluestar

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Hi,
ich wurde heute gefragt, ob ich im Herbst eine Schulung zum Thema Ernährung machen möchte.
Bin gerade erst ein Jahr dabei und habe zwar Fortbildungen besucht und auch so ein paar Kenntnisse über Ernährung, fühle mich aber so noch sehr unsicher.

Wenn du noch unsicher bist ist eine Schulung doch optimal.
 

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