Ausbildung zur Kinderkrankenschwester... ist das was für mich?

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Hallo an Alle!

Bin ganz neu hier :-) ! Ich möchte im nächsten Jahr gerne eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester anfangen. Ich habe ein Praktikum im Kindergarten gemacht und ich liebe den Umgang mit Kindern. Da ich mich sehr für medizinische Sachen usw. interessiere, denke ich das mir das viel Spass bereiten wird! Mein Problem ist, dass ich Angst habe die Ausbildung nicht zu schaffen oder starke Probleme zu bekommen. Ich kann mir nicht vorstellen Jemanden eine Nadel oder so in die Arme zu "hauen" oder gar einen Katheter zu setzen. Gewöhnt man sich mit der Zeit daran, hat Jemand ähnliche Gedanken gehant? Wäre für nette Antworten sehr dankbar. Ansonsten habe ich mir nämlich schon Bücher über Pflege und Anatomie besorgt :D . Wie gesagt, finde das Ganze echt interessant!

Liebe Grüße PrinzessinAmneris
 

Nutella Woman

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Hallo!

Nadeln "reinzujagen" ist Sache des Arztes, damit wirst Du kaum zutun haben. :-)

Ansonsten würde ich Dir dringend empfehlen ein Praktikum im Kinderkrankenhaus zu machen - kann nicht schaden & Du kannst gleichzeitig deine Berufswahl überdenken... :wink:

Gruß,
Nutella Woman
 
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Hallo!
Danke für deine Antwort! Aber sogar eine normale Arzthelferin muss doch Blut abnehmen und so??? Bist du KKS? Was genau muss man machen? Wir haben bei uns in der Nähe leider nur ein Krakenhaus mit einer Kinderstation, die nehmen im Moment keine Praktikanten :evil:

LG PrinzessinAmneris
 

Nutella Woman

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Arzthelferinnen sollen/dürfen/können, Krankenschwestern eigentlich nicht (es sei denn, sie sind Fachschwestern mit spezieller Ausbildung oder es ist auf Station so Usus). KKS überhaupt nicht (soweit ich das bei meinem Einsatz mitbekommen habe). Bin Krankenschwester und habe einen Pflichteinsatz in der Kinderpflege gehabt. Was meinst Du genau mit "Was genau muß man machen?"
 

Sloopy

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Hallo PrinzessinAmneris,

ich rate dir trotzdem zu einen Praktikum oder FSJ.
Denn dann hast du

1. die Antwort auf "Was genau muss man machen?"

2. die Antwort auf "Ist das was für mich?"


MfG Sloopy
 
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Hallo!

Ja, ich hätte ja gerne ein Praktikum gemacht :( . Mit dem was man machen muss, wollte ich ein kleinen Einblick bekommen, wie im groben so ein Tag auf einer Kinderstation abläuft...!

LG PrinzessinAmneris :D
 

Sloopy

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Und was spricht dagegen das du hinterher noch eins machst?


MfG
Sloopy
 
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Von meiner Seite aus nix...aber die meinten eigemntlich nehmen die keine Praktikanten, die haben schon mit ihren Auszubildenen genug zu tun...ich soll mich halt für die Schule bewerben und so weiter.
 

Sabi

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hi


also so wie ich weiss muss man in der ausbildung zur kks auch blut abnehmen man lernt das aber in der ausbildung an sich selbst habe ich von meiner freundin gehört.
ich möchte auch kks werden aber in der nephrologie.
bei uns nimmt auch niemand praktikanten ich wollte schon mal ein fsj machen aber der aus den pflegedienstleitung meinte das dass nicht gut ist aber ich glaube der hat auch was gegen kks.


liebe grüsse

sabi
 
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Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

Hallo alle!

So ganz verstehe ich die gesamte Diskussion nicht. Worum geht es genau? :gruebel:
Grundsätzlich muss ich sagen, wenn ich mich für eine Ausbildung interessiere dann muss ich mich halt mal bewegen und versuchen so viel Informationen zu bekommen wie ich nur kann. Da gäbe es z. B. nicht nur das Internet sondern auch das Arbeitsamt, Berufsfachschulen für Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen....etc. etc. :!:

Ich bin Schulleiterin an einer Berufsfachschule für Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen.
Zum Thema Blutentnahme gibt es zu sagen, dass die Punktion einer Vene grundsätzlich in den "Aufgabenbereich des Arztes gehört. Dieser kann jedoch die Blutentnahme an Personen delegieren die in der Punktions- und Injektionstechnik besonders ausgebildet sind und von deren Können und Erfahrungen er sich selbst überzeugt hat." :schraube:
Blutentnahme ist also Bestandteil der Ausbildung. Richtig ist weiter, dass es in der Pädiatrie nicht üblich ist, dass die Kinderkrankenschwester die Blutentnahme durchführt.

Noch etwas zum "Gewöhnen" an bestimmte Pflegemaßnahmen: :motzen: Man gewöhnt sich nie! Das wäre auch die falsche Einstellung um sich für einen solchen Beruf zu entscheiden. Ich muss mir klar sein, dass sehr schwierige Situationen tag täglich auf der Kinderstation zu bewältigen sind. Also ist hier eine gefestigte Persönlichkeit von Nöten, um einen Beruf wie diesen auszuüben. Kinderkrankenpflege ist nicht nur einfach ein Job! :daumen:

Liebe Grüße
 

laura15

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hi
wenn du wissen willst was für aufgaben eine kinderkrankenschwester hat geh doch mal auf diese seite www.berufenet.de

Aufgaben und Tätigkeiten (Liste)
  • Pflegemaßnahmen planen, koordinieren, dokumentieren und sichern, zum Beispiel:
    • Pflegebedarf der Patienten und Patientinnen ermitteln
    • Pflegemaßnahmen und Beobachtungen dokumentieren, zum Beispiel in Patientenkurven, Pflegeprotokolle und sonstige Patientenakten
    • In der Pflegeplanung mitwirken, zum Beispiel beim Erstellen von Pflegeplänen und bei der Stationsführung
    • Pflege- und Behandlungsprozesse koordinieren, in Zusammenarbeit mit anderen (z.B. medizinischen, therapeutischen) Fachkräften und anpassen
    • Erkenntnisse den zuständigen Fachkräften mitteilen
    • Pflegeüberleitung zwischen verschiedenen Pflegeeinrichtungen sowie zwischen Klinik und häuslicher Pflege organisieren
    • Bei Konzepten und Maßnahmen der Qualitätssicherung mitwirken
  • Maßnahmen der Grundpflege für kranke, behinderte oder sonst pflegebedürftige Säuglinge, Kinder, Jugendliche durchführen, zum Beispiel:
    • Patienten und Patientinnen betten, lagern, waschen
    • Bei Körperpflegemaßnahmen und bei Verrichtungen des täglichen Lebens helfen, zum Beispiel waschen, Haare waschen, Bettschüssel reichen
    • Säuglinge und Kleinkinder wickeln, baden, an- und ausziehen
    • Patienten und Patientinnen mit Nahrung versorgen und ggf. bei der Nahrungsaufnahme helfen
    • Patienten und Patientinnen zu Untersuchungen und Behandlungsmaßnahmen begleiten oder befördern
    • In der Patientenaufnahme mitwirken
  • Maßnahmen der Behandlungspflege, der speziellen Pflege und (Pflege-)Maßnahmen in besonderen Situationen durchführen, zum Beispiel:
    • Zustand der Patienten und Patientinnen beobachten (Puls, Blutdruck, Temperatur, Atmung, Bewusstseinszustand)
    • Ärztliche Verordnungen ausführen
    • Maßnahmen der physikalischen Therapie wie Verabreichen von Wärmflaschen, Eisbeuteln u.Ä. durchführen
    • Verbände anlegen oder erneuern
    • Nach ärztlicher Verordnung Medikamente verabreichen
    • Patienten und Patientinnen für Blutentnahmen, Punktionen, Transfusionen, Sondierungen
    • diagnostische und therapeutische Maßnahmen vorbereiten und bei solchen Maßnahmen assistieren
    • Patienten und Patientinnen zu diagnostischen, therapeutischen, operativen Maßnahmen begleiten
    • Nachtwachen durchführen
    • Schwerstkranke und Bewusstlose pflegen
    • Kinder und Jugendliche in Fachabteilungen pflegen und betreuen, zum Beispiel in der Chirurgie postoperative Pflege, der Infektionsabteilung, der Neugeborenenabteilung, der Frühgeborenenstation, der Kinder- und Jugendpsychiatrie
    • Sterbende Kinder und Jugendliche begleiten und pflegen, Verstorbene versorgen
  • Patienten und Patientinnen beobachten und psychosozial betreuen, zum Beispiel:
    • Körperliche, seelische und soziale Bedürfnisse, Möglichkeiten und Probleme der Patienten und Patientinnen erkennen
    • Bei Angst oder Schmerzen trösten
    • Kinder beim Spiel anleiten, sie mit Beschäftigungsmaterial versorgen
    • Eltern und andere Bezugspersonen pflegerisch beraten und in Pflege- und Betreuungsaufgaben anleiten
    • Kinder und Jugendliche im Betreuungsbereich zur Mitwirkung an Erhalt bzw. Wiedererlangung ihrer Gesundheit anhalten und sie gegebenenfalls beim Umgang mit körperlichen, seelischen und sozialen Veränderungen im Zusammenhang mit Krankheit oder Behinderung unterstützen
    • Häusliche Pflege überprüfen (insbesondere bei Tätigkeit in ambulanten Einrichtungen)
  • Mit ärztlichen Fachkräften zusammenarbeiten, zum Beispiel:
    • An Visiten teilnehmen
    • Untersuchungen und Operationen und andere Maßnahmen vorbereiten
    • Bei ärztlichen Maßnahmen assistieren
  • In Aus- und Fortbildung mitwirken
    • Nachwuchskräfte in der praktischen Ausbildung unterweisen und betreuen
    • An Fortbildungsmaßnahmen mitwirken
 

kschmidt

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hallo,

ich beabsichtige nach meiner Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation den Beruf Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin zu erlernen.

Nun habe ich grad bei dir (euch) gelesen, dass man Verstorbene versorgen muss. Könnt ihr mir bitte sagen, was da alles gemacht wird?

Liebe Grüße
 

Elisabeth Dinse

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Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
Akt. Einsatzbereich
Intensivüberwachung
Junge Auszubildende haben schon viele Tote gesehen – in der Regel allerdings nur auf dem Bildschirm: bis
zum 14. Lebensjahr im Durchschnitt etwa 18.000. (Hurth 2001: 512). Es ist meist ein gewaltsamer Tod. Etwa
40 % der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren glauben deshalb, Menschen sterben durch Erschießen
(HURTH 2001; 2004).
Wenn die Tatort-Kommissare Hinterbliebene befragen, zeigen sich kaum Spuren von Trauer. Tote verschwinden
schnell. Totenwache oder Todengedenken sind im Drehbuch nicht vorgesehen. Wenn auch der Tod auf
diese verzerrte Weise medial allgegenwärtig und nah scheint, so ist er im realen Leben meist sehr fern. Die
Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland hat bis zum 40. Lebensjahr noch keinen Verstorbenen aus der
Nähe gesehen. (WILLMANN 2004) „Was fehlt, ist die Erfahrung und damit das grundlegende Wissen, das die
Normalität des Sterbens und des Todes beinhaltet. Anfänger in Pfl egeberufen spüren dieses Defi zit am deutlichsten.
Häufi g erleben sie ihre erste Begegnung mit Sterbenden und Toten als Schock, und zwar dann, wenn
sie nicht genügend darauf vorbereitet wurden.“ (BODE; ROTH 1998: 51; siehe dazu auch: KNOBLING 1999)
http://www.dgpalliativmedizin.de/pdf/fachkompetenz/Sektion Pflege 60715 PCLLL Situation nach dem Versterben 3 KommK..pdf#search="Versorgung Verstorbener"
Du wirst in deiner Ausbildung auf diese Situation vorbereitet. Was du machen wirst nach dem Versterben des Pat. richtet sich nach den hausinternen Vorschriften. Beispiele: http://www.asklepios.com/seesen/Pflege/dokumente/standardversorgungvonverstorbenen.pdf#search="Versorgung Verstorbener" https://www.medizin.uni-tuebingen.de/intern/pages/vorstand/dienstanweisung_0702.pdf

Elisabeth
 

kschmidt

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Ich danke dir!!!
Es hört sich für mich als noch außenstehender ganz schön krass an, aber ich denke mal das man das nach einer Zeit auch anders wegstecken kann, oder?
 

stationswicht

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zum thema "gewöhnen":

Klar gewöhnt man sich an vieles...
aber das sich-an-etwas-gewöhnen heißt doch nicht automatisch, dass man den Respekt verliert oder sich seiner Verantwortung nicht mehr bewusst ist...


wenn ich jetzt noch jedesmal so ne Herzattacke kriegen würde, wie beim ersten s.c.-spritzen oder der ersten BE, dann wär die Pumpe bald hin... ehrlich... und das is doch irgendwo ne "Gewöhnung", es is was ganz Normales im Tagesablauf auf Station geworden...

oder?
 

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