Ausbildung - Wenn auf einmal gar nichts mehr geht?

Cat-arina

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Hallo Community,

ich schreibe hier da ich mir eventuelle Ratschläge, Erfahrungsberichte etc. erhoffe.
Ich gehe auf das Ende meiner Krankenpflegeausbildung zu und habe die normalen Up´s und down´s die man so erlebt hinter mir. Meine Rückmeldungen waren immer recht positiv mit dem Ausbildungsstand entsprechenden Lücken oder Verbesserungswünschen. Allerdings hatte ich in meinem letzten Einsatz eine schlimme Zeit. Leider, wie es eben normal ist, trifft man auf Kräfte die eben nicht der Pädagogische Typ Mensch sind ( was auch völlig okay ist ) und damit kommt man ja auch zurecht. Ich allerdings bin in besagten Einsatz an schwierige Persöhnlichkeiten geraten - hierbei ist einiges überhaupt nicht in Ordnung gewesen und musste auch anderweitig kommuniziert werden.
Diese Vorfälle haben mich ziemlich beeinflusst, was ich selber erst nicht warhaben wollte. Ich wurde seitdem extrem unsicher, bin nicht mehr in der Lage auf mein Handeln oder mein Gelerntes zu vertrauen und habe völlige Black - Outs. Ich habe Herzklopfen wenn ich nur an die Arbeit denke.
Ist hier jemand der während der Ausbildung ähnliches erlebt hat? - wie seit ihr damit umgegangen, was hat geholfen?
 

AntjeX

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Hallo,

ich kann mich an ähnliches erinnern auf Stationen wo die Leute bekannt waren, die unangenehm waren.
Ich hab mich der Herausforderung gestellt aber es hat auch ziemlich an mir genagt.
Mir ging es ähnlich wie dir.
Bin mit Magenschmerzen da hin gegangen und Black Outs kenne ich auch aus der Zeit.
Bei uns hat allerdings die Schule immer hinter einem gestanden.
Geholfen hat mir letztendlich, dass ich irgendwann mal wieder auf Stationen war, wo ich mich wohlgefühlt habe.
Heute würde ich mir das nicht mehr antun und mich auch versetzen lassen, wie das andere Kollegen gemacht haben.
Damals hab ich gedacht, ich müsste das irgendwie durchziehen. Keine Ahnung warum.

Ich wünsche dir, dass du einen guten Weg findest.

LG
Antje
 

leavenworth89

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Ich schliesse mich meinem Vorredner an... Habe während meiner Ausbildungszeit auch den ein oder anderen "schwierigen" (frustrierten *hust*) Charakter kennen lernen dürfen... Nun bin ich auf einer Station deren Fachbereich mir total liegt, konnte dort gut Fuß fassen und gehe gerne zur Arbeit. Steh über solche Kollegen drüber, sei dir deiner Stärken und auch deiner Schwächen bewusst, viele dieser jetzigen Personen musst du nie wieder sehen! Viel Erfolg dir
 

-Claudia-

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Diese Vorfälle haben mich ziemlich beeinflusst, was ich selber erst nicht warhaben wollte. Ich wurde seitdem extrem unsicher, bin nicht mehr in der Lage auf mein Handeln oder mein Gelerntes zu vertrauen und habe völlige Black - Outs. Ich habe Herzklopfen wenn ich nur an die Arbeit denke.
Für mich persönlich klingt es, als hättest Du Panikattacken. Vielleicht solltest Du Dir Unterstützung suchen.

Gibt es an Deinem Krankenhaus das Angebot einer psychologischen Beratung für Mitarbeiter?
 

Cat-arina

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Für mich persönlich klingt es, als hättest Du Panikattacken. Vielleicht solltest Du Dir Unterstützung suchen.

Gibt es an Deinem Krankenhaus das Angebot einer psychologischen Beratung für Mitarbeiter?
Vielen Dank an alle eure Nachrichten :-)

Ja was du da sagst kommt der Sache schon sehr nahe. Leider gibt es bei uns keine Psychologische Betreuung für die Mitarbeiter- wir haben zwar eine gute Seelsorge - die eben für die Patienten da ist.
Ich finde es sehr schwirig sich anderweitig Rat zu suchen, da es doch ein Thema ist das Personen die auch aus diesem Arbeitsfeld kommen eher verstehen - oder sich eher ein Bild der Gesamtsituation machen können.
Gerade da es in Richtung Examen geht ist die Sache sehr verzwickt für mich.
 

-Claudia-

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Vielleicht wendest Du Dich doch mal an die Klinikseelsorge? Gesprächsanfragen bügeln die normalerweise nicht ab. Oft kennen sie auch Angebote vor Ort - viele Kirchengemeinde bieten auch psychologische Beratung an.

Du kannst auch einfach im Telefonbuch nach psychologischer Beratung, Supervision u.ä. suchen. Ist aber ohne Rezept nicht billig.

Natürlich könntest Du auch zu Deinem Hausarzt gehen und ihn um eine Überweisung zu einem Facharzt und zu ambulanter Psychotherapie bitten. Da gibt's aber öfter Wartezeiten auf einen Therapieplatz.
 

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