10% Verlust bei Ausbildungsvergütung

Elisabeth Dinse schrieb:
@Inci

das ist wohl ein Problem. Aber dies ist dein Problem und nicht das Problem der Gesellschaft- siehe hierzu auch die Regelung bei Studierenden. Da gibts erst mal auch nur für eine Ausbildung Geld und man muss sich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt entschieden haben, was man will. Ich finde diese Regelung gerecht. Der Staat hat hier seine Verpflichtung erfüllt und kann nicht endlos geschröpft werden. Ich sehe hier nicht den Aufruf zur Solidarität sondern zur Manifestierung der Vollkaskomentalität.

Versteh ich nicht????

Elisabeth Dinse schrieb:
Was die Tabelle anbelangt: Azubis Krankenpflege erhalten nach dieser Statistik ne Menge Geld... soviel verdient heutztage manch Ausgelernter in anderen Branchen und muss davon leben- ohne Zuschüsse: 800 € = 1600 DM.
Dass sind brutto-Gehälter 600€ sind in Bonn nicht viel. Hier kostet eine Ein-ZimmerWohnung einen mind. 360 € warm....

Elisabeth Dinse schrieb:
Warum gibst da eigentlich noch den Unterschied Ost- West? Ist im Osten das Leben billiger? Kann ich für meine Region so nicht feststellen.
Wo lebst du???
Ich habe einen Bekannten, der in ERfurt studiert, der zahlt 320 € für 3 Zimmer u. 76 m²

Gruss Inci
 
....

Hier wieder ein paar Gedankenergüsse....!

Sie meinte damit das du als Student nicht kreuz und quer deine Studiengänge wählen und abbrechen kannst. Weil dann gibs keine Kohle mehr vom Staat.

Zu deinem 2. Punkt. Frag doch mal ne Putzfrau (welche viel härter als du arbeitet-schlechtere Arbeitsbedingungen) wieviel sie verdient!
Die würd sich über dein Gehalt freuen... .

Das mit dem Zimmer ist aber lösbar. Ich kann mir nicht vorstellen das es keine kostengünstigere Wohnungen gibt. Dann kann man halt in der Ausbildungszeit kein Apartment mieten.... !Musst dich halt anpassen...! Ich habe selber 3 Jahre unter ******* Bediengungen gearbeitet.

= Das danach zählt=

Stefan
 
1. Ich habe nur 1x studiert und das zu Ende und kein Geld vom Staat bekommen, sondern gejobbt... Achja u. Kindergeld nätürlich.

Schön das du es dir nicht vorstellen kannst, sooo iss aber dat Leben. Einfach sch.. teuer! In unseren Schwesternwohnheimen zahlen die Leute für Küche und Bad im Flur 290 €. Und ich weiss ja nicht ob du erwartest das ich unter der Brücke hause, bei dir hört sich dass nämlich so an, als hättest du das gemusst...

Schön dass du dich als nix besseres siehst als ne Reinigungsfachangestellte, vielleicht sollten ja auch die an eine 3 J. Ausbildung gebunden werden und dafür auch noch geld drauf zahlen müssen, wie du es ja in deiner Ausbildung musstest.

Sch... schluck oder stirb Mentalität hier-....
 
....

Deine Antworten sind aber schon voller Selbsthass und hass auf alle andere die es besser haben als du. Zudem kannst du nicht sehr gut argumentieren.

Kannst du auch normal argumentieren ohne diesen aggressiven primitiven Ton?

1) Wer hat gesagt das ich unter ne Brück wohnte? ich wohnte kostengünstig in einer WG( 100 Euro). Die Nachbarn waren alles Alki´s und alte Oma´s. Also nicht gerade das wahre. Aber du musst natürlich wieder auf der untersten Schiene auffahren.

2) Ich hab nie behauptet das ich nicht besser bin als eine Reinigungsfachkraft.
Kann man das überhaupt vergleichen? Ich find die Reinigungsfachkräfte bewundernswert. Wenn man früh 4 Uhr für ein Häufchen Geld aufsteht und dann trotz dessen immer freundlich sein muss zu den Patienten. Das sind solche Leute die nicht auf Harz 4 bestehen , sondern lieber aufstehen.

Von den den kannst du dir noch ne Menge abschneiden. Die jammern nicht rum. Du jammerst bei einer gutbezahlten Ausbildung rum das du 50 Euro weniger hast. Naja...davon mag man halten was will.

Zudem gibt es für Reinigungsfachkräfte eine fachmännnische Ausbidung. Nur mal so am Rande erwähnt. Ausserdem fand ich dein Kommentar zu den Dazuzahlungen ziemlich stupide und unangebracht.

Stempelst du die Leute als Minderwertiger ab oder den Beruf?

3) Niemand hat dich aufgrund deines Studiums angegriffen. Habe nur gesagt das man schon sein erstes Studium durchziehen sollte, weil es sonst Einschänkungen im Bafög kriegt

.........
 
@inci

Im Osten gibts genau wie im Westen teure und billige Gegenden. Bei mir ist der Ort teuer. Der qm Preis der WG meiner Tochter liegt bei 6,50 €. "Billig" ists weil es eine große Wohnung ist und als schwer vermietbar gilt. Ihr war Stadtzentrumsnähe wichtig. Plattenbau wär billiger geworden.
35 qm Wohnungen sind hier auch nicht unter 260- 320 € kalt zu bekommen. Angebot und Nachfrage regulieren die Preise.

Der Staat hat dir kein BaföG bezahlt, dem entnehme ich das deine Eltern offensichtlich hätten unterstützen können/ müssen. Das ist demzufolge dein Problem, wie du die Situation gelöst hast. Trotzdem war diese Ausbildung für dich umsonst. Oder hast du den Prof., den Seminarleiter, die Nutzung der Räumlichkeiten usw. bezahlen müssen?

Es tut mir leid, aber du gehts mit völlig falschen Vorstellungen ins Leben. Der Staat ist nicht für alles zuständig. Die Vollkaskomentalität ist erschreckend in Deutschland.

Was mich am meisten an deinen Postings abschreckt, ist das sich erheben über andere vermeintlich schlechteren Berufe, Lebenssituationen. Wie siehts du da eigentlich die Pat.? Die sind ja auch selten gut betucht: es lohnt sich eh nicht, der geht ja wieder ins "Gettho"- oder wie muss ich mir das vorstellen. Warum ist es eine Schnade sich von ganz unten hoch zu arbeiten?

Solange in Deutschland gespart werden muss, wird es jeden treffen der arbeitenderweise sein Geld verdient. Warum soll da bei Azubis in der Krankenpflege halt gemacht werden? Das ist auch eine Form der Solidarität: die Last auf alle zu verteilen.


Elisabeth
 
Ich wünsche euch viel Spaß mit euren Einstellungen und meine angebliche Aggresivität beruht auf eure " tritt mir doch in den hintern-mentalität"

Wenn ihr euch als soetwas minderwertiges seht, ist das eure Sache. Ich bin Stolz darauf Gesundheits- und Krankenpflegerin zu sein und werde das auch sooo vertreten und versuchen meine Position zu behaupten.

Übrigrens werden wir am Di eine interne Unterschriftensammlung beginnen und dass was ich bis jetzt von unseren Examinierten gehört habe, enspricht eher meiner Meinung und nicht eurer.
Schön das ihr für den Staat sparen wollt, während die Politiker sich ihre Taschen( ähmmmm ich meine natürlich Schweizer Konten) füllen.

Und zu der Reinigungsfachkraft, die die ich bis jetzt kennengelernt habe, sprechen kaum Deutsch, arbeiten in 3 Krankenhäusern gleichzeitig um etwas Geld zu verdienen, aber nur weil sie keine andere Möglichkeit haben. Und das ihr unseren Beruf auf Putze im Dienst runterreduziert :angry:

Und diese Aussagen beruhen darauf, dass ich mich als etwas besseres sehe als eine Reinigungsfachfrau und wenn ihr diesen beruf so ehrt, na dann greift den Damen und Herren doch unter die Arme.
 
ich hab mal eine frage, vieleicht ist es ein alter hut, und schon längst abgeschrieben:

wieso gibts keine eigene krankenschwestern interessenvertretung. ich fühl mich von ver.di nicht gut vertretten. vorallen da städte aus den tarifverträgen austretten. und ver.di, so erscheint es mir, jedes jahr verhandelt nur um in der presse zu stehen.
da haben die ärzte schon besser: eigene lobby, mehrere verträter (kssesnärztliche vereinigung, marburger bund) sind oft in den medien und verhandeln hart.

was sagt ihr dazu?
 
Inci schrieb:
Und diese Aussagen beruhen darauf, dass ich mich als etwas besseres sehe als eine Reinigungsfachfrau ...

*ggg*
Es geht bei der Entlohnung nicht darum, wie du deinen Job einschätzt. Deine examinierten Kollegen sind also der gleichen Meinung wie du. Wie schön. Frag sie doch mal ob sie in den letzten Jahren etwas dazu getan haben, nachzuweisen, dass Pflege mehr ist als füttern, waschen, trockenlegen. So siehts nämlich die Bevölkerung und stellt dich damit auf dieselbe Stufe der von dir so verhaßten "Putze". Sie putzt den Boden und du den Menschen.
Haben deine examinierten Kollegen mit Hilfe des Pflegeprozesses ihre Arbeit für Außenstehende transparent gemacht? Gabs für jeden Pat. eine Pflegeplanung, die auch abrechnungstechnischen Aspekten standhält?
Da sind dann ja noch die ehrenwerten ärztl. Tätigkeiten. Wieviel mögen die der Bevölkerung wert sein? Frag mal eine Sprechstundenhilfe. Auch hier bist du nichts weiter als ein "Hilfsarbeiter", der durch billigere Kräfte ersetzt werden kann.

Wenn du also nach mehr Geld schreist, dann weise nach, dass deine Tätigkeit einzigartig ist und einen wichtigen Beitrag zur Genesung des Pat. darstellt. Dies muss so erfolgen, dass nicht nur der Kranke deine Tätigkeiten wahrnimmt und schätzt- viel wichtiger sind die Gesunden. Die stellen nämlich die größere Masse der Beitragszahler.

Was du momentan machst, macht Pflege schon seit Jahren: Jammern.
Es gibt da die Geschichte mit dem Jungen der den Rettungsschwimmer am Strand foppt indem er tut als würde er ertrinken und sich freut, wenn der mal wieder auf ihn reingefallen ist. Irgendwann bekommt er einen Krampf im Bein und droht tatsächlich zu ertrinken. Der Rettungsschwimmer schaut: ach der schon wieder, ich diesmal aber nicht.
Pflege hats genauso gemacht. Gejammert wurde schon mal auf Verdacht. Inhalte und Fakten waren/ sind selten dahinter zu finden. Das Ergebnis war zu erwarten- Jammern wird in schwierigen Zeiten gnadenlos überhört.

Mein Wahlspruch heißt übrigens: Ich bin KS, wer ist mehr? Und ich erwarte von jedem Arbeitenden die gleiche Aussage.
Vor "Putzen" habe ich die größte Hochachtung. Ich habe in einer Zeit angefangen zu arbeiten, als es noch üblich war am Wochenende die Station selbst zu reinigen inklusive Fußboden. Es gab nicht mal Geschirrspüler: das Geschirr von 28 Kindern mußte im Spätdienst vom Pflegepersonal selbst gespült werden. Vielleicht sollte man heutzutage auch solche Tätigkeiten von manchen überheblichen Menschen ausführen lassen um Achtung vor der Arbeit anderer zu bekommen.

Elisabeth
 
Hallo,
@ Elisabeth:
:klatschspring:

@all:
Ich glaube auch, dass es unsere Aufgabe ist, den Leuten zu beweisen, was Pflege einzigartig und vorallem teuer macht! Ich hoffe ja, dass die Etablierung der Pflegewissenschaften, die Ausbildung von Lehrkräften an Hochschulen sowie die neue Stundeverteilung in der Ausbildung zugunsten eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Theorie und Praxis einen Teil dazu beitragen!

Im Prinzip trägt jeder, der über Pflegeplanungen sowie die Umsetzung von neuesten wiss. Erkenntnissen in der Praxis jammert, zum Lohndumping bei!
Denn zu einzelnen fachpraktischen Tätigkeiten kann man jede Hausfrau anlernen......unsere Profession macht es aus, das wir unser Tun planen, einzelne Massnahmen begründet auswählen können, Ziele benennen und verfolgen sowie die Wirkung evaluieren und dokumentieren.

Wenn die breite Bevölkerung das erstmal zu schätzen weiss, dann ist sie vielleicht auch dazu bereit, mehr in den Gesundheitssektor zu investieren...

Ach ja...nochmal zum nachdenken:
Eine Bekannte von mir- 28 Jahre alt- hat Tiermedizin studiert, Promoviert ( ist also "Frau Doktor") und arbeitet seit ca. 1 Jahr in einer Tierarztpraxis.
Sie selber sieht ihren Job als wichtig an...hat ja auch einen gewissen Bildungsgrad. Auch die Bevölkerung schätzt den Beruf des Tierarztes.

Wisst ihr eigentlich, was sie verdient?

-> 2100 Brutto !!!!

Es gibt KS, die mehr bekommen!

Natürlich macht es unzufrieden, wenn uns etwas von unserem Gehalt weggenommen wird! Auch ein Blick "nach oben in die IT-Branche" ist nicht gerade aufbauend....

Aber wie Elisabeth ja auch schon gesagt hat müssen wir alle durch diese harten Zeiten. Der Staat hat kein Geld mehr; die Menschen werden immer älter und damit teurer (..klingt jetzt etwas platt, aber ich meine damit Ausgaben für die Rente sowie die med. Versorgung), einige Branchen verdienen viel Geld auf dem Rücken der breiten Bevölkerung (man denke mal an die ständigen Preiserhöhungen für Gas und Strom).

LG,
Lillebrit
 
Lillebrit schrieb:
Hallo,

Ich glaube auch, dass es unsere Aufgabe ist, den Leuten zu beweisen, was Pflege einzigartig und vorallem teuer macht! Ich hoffe ja, dass die Etablierung der Pflegewissenschaften, die Ausbildung von Lehrkräften an Hochschulen sowie die neue Stundeverteilung in der Ausbildung zugunsten eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Theorie und Praxis einen Teil dazu beitragen!

Im Prinzip trägt jeder, der über Pflegeplanungen sowie die Umsetzung von neuesten wiss. Erkenntnissen in der Praxis jammert, zum Lohndumping bei!
Denn zu einzelnen fachpraktischen Tätigkeiten kann man jede Hausfrau anlernen......unsere Profession macht es aus, das wir unser Tun planen, einzelne Massnahmen begründet auswählen können, Ziele benennen und verfolgen sowie die Wirkung evaluieren und dokumentieren.

Wenn die breite Bevölkerung das erstmal zu schätzen weiss, dann ist sie vielleicht auch dazu bereit, mehr in den Gesundheitssektor zu investieren...

stimmt, bei uns hieß es damals in der ausbildung: jeder dressierte affe könnte unseren job machen, und es hieß auch eine putzfrau verdient mehr als wir.

Ich denke, daß die hohen Ausbildungsgehälter in keiner Relation zur geleisteten Arbeit oder erreichten Wissensstand stehen. Bei unseren europäischen Nachbarn erwerben Krankenschwestern/-pfleger ein Diplom und kaum ein Gehalt. Sie sind geachtet in der Bevölkerung und haben besseren Status allgemein.
Die Volkswirtschaft verbietet nichtverhandlungsfähige Nischen. somit muß man für sein Gehalt hart verhandeln, notfalls sich rarmachen und im Ausland arbeiten, um die Nachfrage zu hause zu steigern. Ein Diplom kann ein guter Verhandlungspartner sein.

Was ich absolut nicht ausstehen kann in diesen Zusammenhang ist das wirtschaftliche Denken in Bezug auf Gesundheit. Meine damit die andauernde Vorrechnerei durch Medien welche Kosten die Alterspyramide bringt. Aber keine Lösungsvorschläge, außer, dass Pflege wirtschaftlicher und somit billiger werden muß. Wenn Profession bedeutet, dass Pflege durch Evaluation wirtschaftlicher, nachvollziehbar wird und somit volkswirtschaftlich endlich in Zahlen gefasst werden kann und auch konkret abgerechnet wird, dann macht es mir Angst. Der Mensch ist schon auf Heller und Schilling ausgemessen. Ein Kranker kriegt einen ICD Stempel, eine maßgeschneiderte Pflegeplanung und heißt ab da KUNDE.

Aber so sind nun mal die zeiten: Ich möcht nicht alt werden, und wenn ich alt bin will ich nicht krank sein.
 
Hallo,
wir dürfen auch nicht vergessen, dass Pflege in vielen Ländern kein Ausbildungsberuf sondern ein kostenpflichtiges Studium ist!!!!
Natürlich sind die Abschlüsse und somit das Ansehen in der Bevölkerung anders....
Auch in Deutschland wird diskutiert, wohin die eigentliche Pflege"ausbildung" gehen soll. Noch sind sie KPS als "Schulen der besonderen Art" an die einzelnen KH angegliedert und die Gehälter der Schüler werden über die GKV finanziert.
Zur Diskussion steht aber, dass die Schulen entweder ins duale System gehen sollen (also ähnlich dem Modell, dass man als Azubi bei einem AG eingestellt wird und eine Berufsschule besucht)...oder aber das die Berufsqualifikation in der GuKP generell in den tertiären Bereich gelegt werden soll: also an Fachhochschulen.
Das würde bedeuten, dass die Azubis resp. Studenten dann Pflege studieren ( gegen Gebühren natürlich) und diverse Praktika in den einzelenen Häusern ableisten würden......im schlimmsten falle- wie in den USA üblich- für lau.
Wenn wir den Gedanken weiter spinnen, dann müssten viele- die keine finaziellle Unterstützung von den Eltern bekommen- entwder auf BaföG oder einen Studienkredit zurückgreifen....was soviel heisst, dass die fertigen Gesundheits- und Krankenpfleger schon ziemlich verschuldet ins Berufsleben starten! ( Denn Anteile des BaföGs sind zurückzuzahlen....max. bis 10 TSD Euro !)

Die jetzigen Ausbildungsgehälter sind dagegen doch wirklich nicht zu verachten....
 
Also wenn ich das so lese muss ich echt sagen bin ich heilfroh das ich jetzt und hier die ausbildung mache, denn wenn ich es studieren würde könnte ich es mir nicht leisten.

Es ist meine zweite ausbildung und ich bin verheiratet, daher kann ich unterstützun von meinen eltern vergessen.... und wie das mit bafög ist in diesen falle weiß ich nicht.

Wir sind allerdings auf dieses wenn auch kleine gehalt angewiesen, da wir von dem geld meines mannes alleine nicht leben könnten.

Ich war vorher Zahnarzthelferin und habe netto knapp 200€ mehr ausgezahlt bekommen als jetzt im ersten ausbildungsjahr, von daher beschwere ich mich nicht über das geld, Lehrjahre sind halt keine Herrenjahre und andere bekommen noch vielweniger.
 
ich sag auch mal was dazu

hi!
ich bin zwar erst seit oktober in der ausbildung aber ich möchte trotzdem mal was dazu sagen.
also ich finde der Lohn für die ausbildung ist absolut gerechtfertigt, weil ich keinen kenne, der so viele opfer für die ausbildung bringt!
die arbeitszeiten sind echt beschissen, die azubis werden wirklich viel rumgescheucht und müssen den ganzen tag richtig arbeiten und tragen dabei verdammt viel verantwortung und nebenbei arbeiten darf ich zb. auch nicht!
ich sehe meine Freund ekaum noch, werde über weihnachten kaum zeit haben, da ich lernen muss ( im Praxiseinsatz ist dafür keine zeit, da wechelschichten gearbeitet werden), ich arbeite im Moment 11 tage am stück immer im wechsel habe heute erfahren, wie ich morgen arbeiten MUSS, und habe nach den 11 tagen 3 frei wobei 2 davon wochenende sind.
ich bin mir durchaus im klaren darüber, dass man das mit den schichtzeiten vorher wusste nur ich finde es dann absolut nicht gerecht, wenn schichtzulagen besteuert oder gestrichen werden sollen oder ähnliches. ab nächstes jahr bekomme ich kein weihnachtsgeld mehr und wohl auch kein urlaubsgeld, mein ausbildungsticket zahle ich selbst und andrere sonderleistungen bekomme ich auch nicht.
jeder andere azubi, den ich kenne hat wesentlich mehr vorteile und sonderleistungen in seinem job!
ich finde ich hab mir die 580 euro netto im monat verdient und versucht davon mal ne eigene wohnung in düsseldorf zu finanzieren!
im moment bin ich einfach tierisch enttäuscht, weil so hab ich mir die ausbildung nicht vorgestellt!
sorry leute aber ich musste einfach mal meinen frust loswerden
lg Catrin
 
Hallo,

ja...diese Ausbildung ist hart; da gebe ich Dir vollkommen recht. Es frustiert auch, dass man in den Praxiseinsätzen zu den gleichen Arbeitsbedingungen eingesetzt wird wie eine ex. KS und "trotzdem nur die Hälfte bekommt".
Allerdings bekommst Du Dein Gehalt auch in den Schulblöcken.....
Du wirst dafür bezahlt, dass Du von 8-16 Uhr in der KPS sitzt...die Stationen "haben da nichts von Dir" ( mal etwas salopp gesagt). Wenn Du Dir nun die Stundenverteilung Theorie-Praxis (2.100 : 2.500) ansiehst, dann wirst Du feststellen, dass Du quasi die Halbe Ausbildung in der Schule verbringst und dafür entlohnt wirst !!! Auch musst Du kein Schulgeld zahlen, wie es in der Altenpflege oft üblich ist !
Die Abstriche beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie bei der Schichtzulage müssen alle machen....das ist der Preis, den wir alle für den Erhalt unseres Sozialsystems machen .


Es gibt trotzdem Leute, denen es viel schlechter geht.

Hast Du eigentlich eine Ahnung, unter welchen Bedingungen z.B. ein Azubi zum Pferdewirt / Bereiter) arbeitet? Nehme dieses Beispiel, weil es auch harte Arbeit unter unmöglichen Bedingungen ist:
Da ist nix geregelt....12 Stunden Tage mit körperlich sehr harter Arbeit ( Stallarbeit, anreiten von jungen Tieren, bei welchen sich der Ausbilder "zu schade ist" um seine Knochen zu riskieren).
In der Turniersaison arbeitet man auch mal 6 Wochen komplett durch!
Lohn: in der Ausbildung gibt es ca. 300 Euro ausgezahlt; meistens noch ein kleines Zimmerchen auf dem Hof zum übernachten. Nach der 3 Jährigen Ausbildung bekommen die Pferdewirte FN meistens ine freie kleine Wohnung in der Nähe des Hofes sowie 600 Euro netto !

Dagegen ist doch der Job im KH mit seinen rechtlichen Bestimmungen bezüglich der Arbeitszeit sowei dem tariflich geregelten Gehalt gar nicht so schlecht....
 
Liebe Catrin,
ich kann deinen Frust nachempfinden, wobei es uns Examinierten auch nicht besser geht.
Auch unsere Zulagen werden gestrichen, wir müssen mehr arbeiten für weniger Geld.
Nur Lernen musst du in jeder Ausbildung.
Wechselschicht und Feiertage, das sind so Dinge die man vorher weiss.
Leider sind die Menschen nicht nur zwischen Mo-Fr von 8 bis 16 Uhr krank.

Nebenbei arbeiten in der Ausbildung, darfst vermutlich während keiner Ausbildung. Wie solltest du das auch schaffen, da du ja deinen Freund sowieso kaum siehst.
Sicher sind 580,- Euro nicht viel, weder in Düsseldorf noch in München, aber es ist auf eine begrenzte Zeit und wie schon anderweitig erwähnt, ist die KP-Ausbildung nicht schlecht vergütet.
Welche Vergünstigungen haben andere Ausbildungen?
Gut die Friseurin kann nebenbei Haareschneiden, bekommt aber auch nur die Hälfte deiner Ausbildungsvergütung und muss ihr Trinkgeld versteuern?

Schönes WE trotzdem
Narde
 
dazu muss ich auch noch was sagen!!!!!

erstens geb ich euch recht die Krankenschwester ist in der Ausbildung einer der bestbezahltesten jobs!!!!

zweitens wie Lillebrit schon sagte wir sitzen die haälfte der zeit in der schule rum und lernen und bekommen dafür geld!!!!

drittens ich will nicht meckern, aber nur weil ich verheiratet bin bekomm ich locker nochmal 150€ weniger, weil ich Lohnsteuer zahlen muss.

und viertens das mit den zulagen und dem weihnachtsgeld ist soweit ich weiß bei uns Azubis noch garnicht raus, es wird noch verhandelt, so wurde uns zumindest gesagt!!!!

Tja und lernen muss man immer im leben ich glaub auch ne exerminierte kann sich nicht so einfach auf ihre faule haut legen wenn sie feierabend hat, sondern muss sich auch weiterbilden wie wir.

Ich kann nur sagen mir macht dei ausbildung superviel spass und wenn ich von der Zahnarzthelferin aus rückblicke, das war ich früher muss ich sagen ich hab im voll ausgebilkdeten zustand mit berufserfahrung von 5 jahren knapp 200€ mehr verdient als jetzt in der ausbildung erstes jahr.

Von daher find ich das alles okay so!!!
 

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