Tazobac auflösen dabei Überdruck

Svenja90

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Hallo an alle :)
ich habe eine Frage zur Auflösung von Tazobac: also ich löse ja das Pulver in der Glasflasche mit Aqua auf, ziehe es danach mit ner 20ml Spritze wieder auf und spritze es in ne kleine NaCL Plastikflasche (die haben wir bei uns auf Station). Dabei entsteht natürlich Überdruck, wodurch immer etwas aus der NaCL Flasche oben rausspritzt. Hat jemand einen Tipp, wie ich das vermeiden kann?
Liebe Grüße,
Svenja
 
Was mich ein bisschen wundert. Wird Tazobac nicht in einer 100ml Flasche gelöst?
Also per Überlaufkanüle 100ml Aqua in die Tazobacflasche?
 
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Was mich ein bisschen wundert. Wird Tazobac nicht in einer 100ml Flasche gelöst?
Also per Überlaufkanüle 100ml Aqua in die Tazobacflasche?
Packungsbeilage zu Rate ziehen! Die Angaben sind nicht bei allen Herstellern gleich.

(Das Tazobactam, das mein Haus zurzeit verwendet, wird mittels Überleitkanüle in 50ml NaCl oder 50ml Aqua gelöst.)
 
Packungsbeilage zu Rate ziehen! Die Angaben sind nicht bei allen Herstellern gleich.

(Das Tazobactam, das mein Haus zurzeit verwendet, wird mittels Überleitkanüle in 50ml NaCl oder 50ml Aqua gelöst.)

Aber zusammen sind es 100ml Flüssigkeit in der Tazobacflasche oder?

Ih bin jetzt verwirrt. Im Beipackzettel finde ich nur das es für eine 30min KI verwendet wird, aber nicht in was es gelöst wird und in wieviel...
 
Laut Waschzettel unserer Tazobac-Flaschen tuts sowohl Aqua als auch NaCl. Ist im Endeffekt egal, löst sich in beiden ewig nicht auf.

Bei uns werden Überleitkanülen verwendet. 50ml Lösungsflüssigkeit rein ins Tazobac-Fläschchen... auflösen.... anhängen. Kein Rumhantieren mit Spritzen wie bspw. beim Vancomycin, Gottseidank. Vielleicht hat die TE andere Hersteller zur Verfügung?
 
Laut Waschzettel unserer Tazobac-Flaschen tuts sowohl Aqua als auch NaCl. Ist im Endeffekt egal, löst sich in beiden ewig nicht auf.

Ich löse Tazobac ganz normal in einer 100ml NaCl auf. Ich schütteln die Tazobac Flasche leicht bevor ich überhaupt anfange Flüssigkeit in die Flasche zu tun. Dadurch löst sich schon das Pulver vom Rand. Dann wenn ich es mit einer Überleitungskanüle mit dem NaCl befülle, schüttel/rühre ich es auch leicht aus dem Handgelenk und sorg das sich als erstes der Rand löst. Übrig bleibt ein kleiner Klumpen in der Mitte der sich dann in 2 Minuten löst. Ist als nur eine Sache von Übung.

Von einem Kollegen habe ich auch gesehen der 250ml NaCl Flaschen nutz und diese mit Hilfe einer Überleitungskanüle mit Druck den Rand freisprüht. Dann bleibt auch nur der kleine Klumpen übrig und das Tazobac ist auch super schnell gelöst.
 
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ist völlig schnuppe ob 50 oder 100 ml. aqua oder nacl geht beides. mit überleitkanüle geht es am schnellsten.
 
ber zusammen sind es 100ml Flüssigkeit in der Tazobacflasche oder?
Nein. 50ml Flüssigkeit plus 4,5g Trockensubstanz ergibt 50ml Flüssigkeit mit darin aufgelöster Trockensubstanz. Wie soll ich denn 100ml in eine 50ml-Flasche bekommen?

In 100ml oder 250ml kann ich es natürlich auch auflösen, dann ist die Konzentration halt geringer. Machen wir nicht oft; ist unnötig teuer und nicht selten haben unsere Patienten eh schon recht viel Infusionen und Probleme mit Einlagerungen.
 
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Nein. 50ml Flüssigkeit plus 4,5g Trockensubstanz ergibt 50ml Flüssigkeit mit darin aufgelöster Trockensubstanz. Wie soll ich denn 100ml in eine 50ml-Flasche bekommen?

In 100ml oder 250ml kann ich es natürlich auch auflösen, dann ist die Konzentration halt geringer. Machen wir nicht oft; ist unnötig teuer und nicht selten haben unsere Patienten eh schon recht viel Infusionen und Probleme mit Einlagerungen.

Ich dachte die Fläschen wäre selber für 100ml ausgelegt. Deswegen habe ich mich gewundert warum im Waschzettel dazu keine Angabe war.

Wenn es schaffe 100ml in eine 50ml Flasche zu bekommen melde ich mich nochmal... :D :D :D
Aber auf den Trick melde ich ein Patent an und teilen tu ich auch nicht. Die Kohle kann ich während der Ausbildung gut gebrauchen... :D :D :D
 
du nimmst ne tazobac flasche und ne pulle wasser oder nacl, überleitkanüle ran und dann lässt du die trägerlösung in die tazobac rein, muss nich mal ganz voll sein. tazobac auflösen, bissel schütteln, flasche zurückkippen und alles läuft in die trägerlösung, die kommt dann an patient..
 
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Auch wenn ICH das anders handhabe, eben wie o.g.:roll:
lt. 2er gefundener Beipackzettel - wäre die Vorgehensweise so wie sie InetNinja beschreibt - korrekt. Somit - muss Sie ihren Beipackzettel nochmals durchforsten, nutzt nix, steht schon irgendwo.
Wenn es im praktischen relevant wird - kann sie nicht argumentieren, dass ihr hier im Forum was anderes vermittelt wurde.

compendium.ch
Tazobac
1. Der Inhalt einer Durchstechflasche Tazobac Trockensubstanz soll mit dem in der folgenden Tabelle angegeben Volumen eines für die Rekonstitution kompatiblen Lösungsmittels rekonstituiert werden. Die Durchstechflasche soll kreisend geschwenkt werden, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat.* Bei kontinuierlichem kreisendem Schwenken erfolgt die vollständige Auflösung im Allgemeinen innerhalb von 5-10 Minuten).
-> Bei 4,5g - 20ml (NaCl, Aqua, G5%)
2. Die rekonstituierte Natriumedetat-enthaltende Tazobac-Lösung kann mit einem der unten aufgeführten Lösungsmittel [NaCl, Aqua, G5%, Ringer - weitere] für intravenöse Anwendung weiterverdünnt werden auf das gewünschte Volumen (z.B. 50-150 ml)
-> sprich mind. 30ml müssen noch dazu.
->für Aqua gilt eine max. Obergrenze von 50ml


-> an MEINER zur Zeit verwendeten Trockenpulverflasche, einem Generikum
ist im Glas ein sichtbarer, erhabener horizontaler Strich - dieser entspricht 50ml.
Ich mein, vor Jahren hatten wir größere Flaschen in die auch 100ml gepasst haben, das KÖNNTE Tazobac gewesen sein. :weissnix:

compendium.ch
Piperacillin-Tazobactam OrPha
1. Zur Herstellung der Infusionslösung sollte die Durchstechflasche leicht geklopft werden, damit sich das enthaltene Pulver von Wand und Boden löst**. Unter Schütteln wird das Lösungsmittel entlang der Innenwänden in die Durchstechflasche zugegeben und solange geschüttelt, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat; im Allgemeinen nach 5-10 Minuten.
..
2. Die rekonstituierte Piperacillin - Tazobactam OrPha -Lösung kann mit einem der unten aufgeführten Lösungsmittel für intravenöse Anwendung weiter auf das gewünschte Volumen (z.B. 50–150 ml***) verdünnt werden.
..

* ja, sehr sinnvoll
** hab ich mir angewöhnt, schön, wird tatsächlich empfohlen. Super ey. Klopfe sachte, SACHTE! die 2 Flaschen nahe der Standfläche aneinander. Macht weniger Lärm, als wenn man die Trockenpulverflasche auf die Arbeitsfläche klopft, versprochen.
*** sorry, Nachtrag. 50-150ml. Nicht mehr!


Die Logik, warum ich das Medikament in eine neutrale Glasflasche (NaCl, Aqua) umfüllen soll, wo ich dann von Hand was draufschreiben muss (mein Aufkleber lässt sich nicht abziehen, geht z.B. beim von uns verwendeten Ampicillin/ Sulbactam) erschließt sich mir jetzt grad nicht. Birgt auch ein gewisses Risiko. Not so good.
 
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weils schneller geht und du keine spritze, kanüle, etc. brauchst.

was birgt dieses vorgehen für ein risiko? versteh ich nich..

wenn du nix schreiben willst, kleb die AB flasche an die trägerlösung ran.

die 50 ml ist eine sollempfehlung und kein zwingendes muss (SOLL steht ja auch im beipackzettel). generell sollte freies wasser immer zurückhalten gegeben werden, darauf bezieht sich das ganze. ob nun aber 50 oder 100 ml reißt nicht wirklich viel bei 3-4x täglicher KI.

was ist der grund, dass du erst 20 ml reinspritzt, das ganze auflöst und dann auf 50 verdünst??
 
Risiko: Da steht ein Aqua oder NaCl Flasche rum, lass es blöd laufen ohne Beschriftung - auf der 1 Arbeitsfläche für die ganze Allgemeinstation. Der nächste nimmt sie um sie andersweitig zu verwenden. Ist vorstellbar.
5 Aqua oder NaCl Flaschen stehen rum - in welcher ist schon was drin und in welcher nicht? Vorstellbar.
Eine patientenbezogene Arbeitsfläche - haben wie viele?
Ja, da steht soll, ich soll das so tun.
 
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Ich verstehe das Problem nicht. In der Regel macht nur eine Pflegekraft die Infusionen fertig da wird dann nichts vertauscht. Wenn ich z.B. anfange 5x Tazo aufzulösen nehme ich 5x Tazo und 5x NaCl 100ml. Dann erste Tazoflasche mit einer Überleitungskanüle anstehen und dann NaCl wie bei mir oben beschrieben reinlaufen lassen hinlegen und auflösen lassen ohne die Flaschen zu trennen. Das selbe mit allen 5 Flaschen machen. Dann erste Flasche zurück laufen lassen, trennen, Infusionsbesteck drauf, entlüften, beschriften mit einem Fineliner Edding oder Aufkleber (selbst beschriftet, manche Station haben für viele Media auch fertige) und fertig. Das mache ich dann mit jeder Infusion nacheinander ohne das irgendwo die Gefahr besteht das man nicht weiß ob etwas benutzt ist oder was wo drinnen ist. Wenn du KI fertig machst die sich sofort lösen bzw. Brechampullen nutze mache ich die Infusion auch direkt fertig ohne das ich die zwischen den Schritten ablegen weggehen und dann weiter mache.

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Bei deiner Anleitung aus der Schweiz gibt es auch kein Verwechslungsrisiko. Ziehst eine 20ml Spritzer aus einer NaCl Flasche auf und spritzt die in die Tazoflasche zum auflösen und stellst die dann hintereinander bzw. nebeneinander auf die Platte. Nächste Infusion stellst du genauso mit einer Lücke daneben sodass du sie nicht verwechselst. Dann nachdem es aufgelöst ist mit einer Spritze bzw. Überleitungskanüle zurück in die NaCl Flasche, Infusionsbesteck drauf, Entlüften, beschriften fertig. Du weißt so immer welche Flasche zur welchen Infusion gehört oder wenn die Flasche nicht beschriftet ist, ist nichts drin.


Natürlich kannst du jetzt argumentieren das eine fertige Infusion nicht beschriftet sein kann und daher ein Risiko da ist. Aber bei Schlamperei ist immer ein Risiko da.
 
Freut mich, wenn bei Euch die Voraussetzungen gegeben sind, dass in der Regel jeweils nur 1 Pflegekraft pro Allgemeinstation/ Arbeitsfläche u.a. Antibiosen vorbereitet. Das ist natürlich von Vorteil.
Egal wo ich bisher gearbeitet habe (außer Funktionsbereich), mussten sich immer mehrere Pflegekräfte 1 Arbeitsfläche teilen.
Von Schlamperei war nicht die Rede.
Arbeitsunterbrechungen gibt es permanent und sie beeinträchtigen die Konzentration - ständig.
Schon mal interne CIRS-Berichte gelesen?
 
Von Schlamperei war nicht die Rede.
Arbeitsunterbrechungen gibt es permanent und sie beeinträchtigen die Konzentration - ständig.

Naja wenn man Infusionen nicht beschriftet und daher nicht sagen kann ob in einer Infusionsflasche ein Medikament drin ist oder nicht nenn ich das einfach mal Schlamperei. Klar gibt es Arbeitsunterbrechungen, aber ich Beschrifte dann erst meine fertige Infusion und unterbreche zwischen mehreren Infusionen nicht vorher.
 
Ich handhabe es auch so das ich die Trägerlösung in die Med.Flasche kippe, sofern es auch von der Menge her passt. Da schreibe ich dann noch die Zimmernummer und Position auf. (Anschließend noch Vergleich mit der Akte 5R)

Leider erlebe ich in meinem Ausbildungshaus es ständig wie man es nicht machen soll. Da werden Antibiosen auch schon in der Nachtschicht anhängefertig gemacht. Also nichts mit die PP bereitet die Lösung selbst vor bevor sie anhängt.
Dazu wird es auf jeder Station anders gemacht.

Ziehe ich z.B. Spritzen auf und weiß das diese nicht sofort gegeben werden, beschrifte ich diese auch mit einem Wasserfesten Stift, was und wieviel. Dafür habe ich sogar schon mal ärger bekommen. Wurde gefragt warum ich das mache. Als erstes dachte ich noch, ich bekomme zurecht anpfiff weil ich 10 Hep.Spritzen mal eben weit vor Verabreichung aufgezogen habe (War eine Anweisung, ich mach das für meinen Gebrauch nicht). Stattdessen wurden die Beschriftungen entfernt und einfach die Ampulle neben 10Hep.Spritzen gestellt. Mit den Worten "da kannst du ja weiß Gott was drauf schreiben"
Ich für meinen teil weigere mich eine Spritze zu geben von der ich nicht weiß was drin ist. Eine Ampulle die da in der Nähe steht ist mir zu wenig. Ich schau immer das ich die selber aufziehe.

Für mich ein Unding. Ein Med. Stunden vor Verabreichung aufzuziehen. Ein Med. welches lt. Waschzettel in der Kühlschrank soll, nach Anbruch für Stunden im Zimmer stehen zu lassen. Sowohl in den Spritzen als auch in die Ampulle.

Zudem herrscht bei uns was das med.richten angeht erhebliche Willkür im Umgang.
 
Die Logik, warum ich das Medikament in eine neutrale Glasflasche (NaCl, Aqua) umfüllen soll, wo ich dann von Hand was draufschreiben muss (mein Aufkleber lässt sich nicht abziehen, geht z.B. beim von uns verwendeten Ampicillin/ Sulbactam) erschließt sich mir jetzt grad nicht. Birgt auch ein gewisses Risiko. Not so good.

Versteh ich auch nicht, liebe amezaliwa. Wenn ich schon eine Flasche habe, wo sauber lesbar aufgedruckt ist, was wovon wieviel enthalten ist, muss ich nur noch kennzeichnen, für wen und wann die Infusion gedacht ist, anstatt da jetzt anzufangen und das Zeug nochmals irgendwohin umzufüllen. Man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen.
 
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