Schwanger in der 7. Woche

crocophant

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11.01.2005
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Hallo Ihr Lieben,

nun hab ich´s endlich geschafft wieder schwanger zu sein. Ist meine 2. Schwangerschaft, das erste Kind habe ich verloren in der 11.Woche.

Ich habe meinem Arbeitgeber gleich am ersten Tag, als ich es wußte, mitgeteilt, dass ich schwanger bin. Aber es hält sich niemand an das Mutterschutzgesetz. Ich werde von Ihnen behandelt als sei schwanger sein etwas total schlimmes, als hätte ich ein Verbrechen begangen. So fühle ich mich. Ich arbeite jetzt schon wieder 12 Tage durch mit früh/spät und 2geteilten Diensten am Wochenende. Es geht bei uns nicht, dass ich nur 5 bzw 10 kg trage oder hebe. Wir arbeiten im Frühdienst wie auch im Spätdienst immer nur zu zweit: eine exam. Kraft (Ich) und ein Pflegehelfer, wenn es gut läuft haben wir dazu noch eine Praktikantin, die uns dann das Austeilen des Esens abnimmt. Und das alles bei 25 Bewohnern, von denen 6Pflegestufe 3 haben und ein geistig behinderter Herr kommt auch noch hinzu, und zig Leute, die nicht stehen können, aber auch in ihren Rollstuhl müssen, ebenso haben wir zwei MRSA Fälle, bei denen ich auch ins Zimmer muss, weil Wundverbände gemacht werden müssen.

Ich fühl mich im Stich gelassen, meine Pflegehelfer versuchen mir so gut es geht zu helfen, doch die Leitung interessiert es nicht. Ich bekomme nur zu hören: 2haben auf unserem Wohnbereich 2Dauerkranke für die wir kein Ersatz erhalten, also muss auch ich für diese mitarbeiten. SOnst auch nicht unbedingt das Problem, arbeite gern, doch im Moment nicht.

Was soll ich bloß tun, war schon 3Tage krankgeschrieben, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ich sitze zu Hause und heule nach der Arbeit, weil ich Unterleibsschmerzen habe und natürlich auch Angst habe schon wieder ein Kind zu verlieren.
 
Zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch!
Du solltest in erster Linie an dich und dein Kind denken!
Hast du schon mit der PDL gesprochen? Vielleicht tritt sie deiner STL auf die Füsse.
Habt ihr keinen BR, an den du dich wenden kannst?
Sonst bleibt wohl nur: krankschreiben lassen!
lg firewoman
 
Hallo Crocophant,

lass dir ein Berufsverbot erteilen, wenn du das Kind nicht auch verlieren willst.

Liebe Grüsse
Narde
 
Es geht nicht nur um die Stationsleitung, auch die stellvert. PDL verhält sich so. Unsere PDL ist leider z. Zt. im Urlaub. Sie sagt, dass sie sich nicht vorstellen könnte, dass ich mein Kind verliere. Redet sie so, weil sie keine Kinder hat?
Ich würde das Beschäftigungsverbot gerne annehmen im Moment, aber ich hab das Gefühl meine Kollegen damit im Stich zu lassen. Ich bin verwirrt: mein Bauch sagt mir, ich soll es nehmen, mein Kopf sagt das Gegenteil.

Wie läuft das beim Arzt ab: Muss ich meinen Gyn auf das Beschäftigungsverbot hinweisen, das er eines austellt? Was ist, wenn er es ablehnt? Kann er überhaupt so früh eines austellen?

Danke für Eure antworten
 
Hi Crocophant,

eine einfache Frage:

Willst du dein Kind bekommen oder willst DU Liebkind sein bei deinen Kollegen?

Wenn du dein Kind bekommen willst, dann ist das doch eine einfache Entscheidung.

Wenn du dich für deine Kollegen entscheidest, dann trägst du selbst die Verantwortung wenn du das Kind erneut verlierst.

Sprich mit deinem Gyn, schildere die Situation. Da du bereits ein Kind verloren hast, wird er dir vermutlich auch recht schnell ein Berufsverbot erteilen. Dann kommen auf dem AG auch keine Gehaltskosten mehr zu, da diese von anderer Stelle getragen werden.

Ausserdem empfehle ich dir die Suchfunktion mit dem Stichwort: Schwangerschaft - wir haben schon gaaaaanz viele Threads dazu.

Schönen Tag
Narde
 
Und falls dein Gyn sich "bockbeinig" anstellt... es gibt doch sicher noch mehr Gynäkologen am Ort.

Elisabeth
 
Hallo
Im Grunde ist es ganz einfach,Du hältst Dich an das Muschu-gesetz.
Das bedeutet- keine infektiösen Patienten, Muß den Verband halt die andere Schicht machen. Wenn ich einen Patienten mehr als 5 Kilo bei der Mobilisation unterstützen muß , dann wird er eben nicht mobilisiert. Keiner muß in den Rollstuhl. Kommt Dein Pflegehelfer alleine mit der körperlichen Arbeit nicht zurecht, dann wird eben die Nachbarstation angerufen zum helfen.
Dauert der Spätdienst bis nach 20.00 Uhr, wäre es ein Verstoß gegen das Muschu-gesetz und da kein Arbeitgeber gegen Gesetze verstößt ist es selbstverständlich daß die Schwangere um 20.00 Uhr nach Hause geht.
Bist Du nach 7 Tagen zu erschöpft zum Arbeiten, dann bleibst Du eben zu Hause und meldest Dich krank.
Mach Dir viele Kopien des Muschu-gesetzes und verteile sie großzügig an alle die Dich wegen der Schwangerschaft und der Einschränkungen blöd anmachen oder Dinge von Dir verlangen die Du nicht machen darfst.
Geh zu Deinem Gyn und lass Dich von der Arbeit freistellen.
Wenn Du natürlich weiterhin beliebt sein willst dann mach Dein Arbeit wie vorher, riskiere das Leben Deines Kindes und Deine Gesundheit.
Dann hast Du natürlich auch kein Recht mehr zu jammern.
Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Schwangerschaft und sehr gute Nerven, Du wirst sie brauchen.
Ich weiß wovon ich rede ich habe ein Schwangerschaft in einem Krankenhaus mitgemacht wo das Muschu-gesetz gänzlich unbekannt war.
Alesig
 
Hi,
ich kenne das...Die Rücksicht auf andere..Irgendwie geht es doch...
Aber ich bitte Dich, wenn niemand auf Dich Rücksicht nimmt bzw das Mutterschutzgesetz nicht beachtet wird, dann bleibt Dir nur die Möglichkeit des Beschäftigungsverbots.
Mal ganz ehrlich, wenn Dir oder Deinem Kind etwas passiert, meinste da wird einer kommen und sagen : Ach Du ärmste, hättest Du doch.......
Da wird kein Hahn nach krähen.
Ich habe das selber hinter mir und hatte eine Fehlgeburt.
Hat auch keinen so wirklich interessiert...Pech, passiert vielen..Ende der Durchsage.
Eine Ex Kollegin von mir ist jetzt auch schwanger.Hat es gleich an die PDL weitergeleitet..Und?
Da kommen keine Fragen/ Aussagen : Oh, Notaufnahme...Da dürfen sie nicht arbeiten,Ich habe folgende Alternativen für Sie.....Oder....Wie haben sie denn die Tage Dienst, eventuell muss da was geändert werden.

Denk an Dich und an Dein Baby..Alles andere ist Nebensache.
Ich wünsche Dir alles Gute !
 
Der Arbeitgeber muß sich an die Gesetze halten! Ich kenne eine PDL, die sagt "Schwanger ist nicht krank" aber trotzdem du musst selbst wissen, was du tust und was nicht. Ich kenne Leute, die wirklich alle Arbeiten gemacht haben, denen es gut ging, aber auch Leute, die größte Probleme hatten, weil fast sie nur noch Frühdienste machen durften, oder schief angeguckt wurden, weil sie um 20 uhr gingen und die anderen Spät/Früh ohne Ruhezeit machen mussten. Aber nicht die Schwangere ist an diesen "Zuständen" schuld, den Schuh sollte sich niemand anziehen, dass Problem ist eher, wie kann dein Arbeitgeber mit möglichst wenig Personal den Betrieb am Laufen halten. Dazu muß jeder 200% einsetzbar sein, ist jemand nicht mehr voll belastbar, dann stürzt die ohnehin wackelige Pyramide eben zusammen.
Viele Schwangere scheuen auch nicht davor, sich krank schreiben zu lassen, was ich total ok finde, denn wenn du dein Kind verlierst oder eine Frühgeburt hast ist damit auch niemandem gedient.:nurse:
 

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