Schwanger auf der Gynäkologie/Geburtshilfe, hohes Risiko? Wann Arbeitgeber informieren?

Dieses Thema im Forum "Gynäkologie / Geburtshilfe" wurde erstellt von kölscheschwester, 17.12.2016.

  1. kölscheschwester

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    Hallo,

    nach sehr langer Zeit führt mich nun eine persönliche Frage wieder hier her. Bin nicht sicher ob es eventuell noch ein passendere Rubrik für meine Frage gegeben hätte, aber da ich auf der Gyn/GH arbeite, denke ich das passt auch.

    Also wie ihr bereits an der Überschrift erahnen könnt bin ich schwanger. Noch ganz frisch. Hab bisher noch keinem davon erzählt außer meinem Partner natürlich. Hatte letzte Woche vier Nächte, davon habe ich auch drei durchgezogen, aber gemerkt dass das in der momentanen Situation nicht unbedingt das beste für mich ist. Nun ja, ich habe erst am 28.12. einen Termin bei meiner Gyn zur Bestätigung der SS. Das Problem für mich ist nun, wann soll ich es meinem AG und der Stationsleitung mitteilen?

    Wir arbeiten immer alleine auf der Station ggf mit einer Schülerin oder FSJlerin und haben meist keine Pause! Jetzt hab ich nächste Woche bis auf einen Tag spätdienste und muss natürlich auch die ganzen frischen Op´s versorgen, darauf die Woche das gleiche. Eigentlich wollte ich das aber bis zum Termin, wo die SS dann hoffentlich bestätigt wird, einfach durchziehen und mich einfach doppelt schützen (Handschuhe) und einfach insgesamt mehr auf mich achten!

    Jetzt ist es aber so, dass meine Leitung am 29. und 30. frei hat und ich dann aber erst wieder im neuen Jahr mit vier Nächten starte, die ich sehr ungerne machen möchte, da mir die beim letzten Mal schon sehr zugesetzt haben! Ausserdem muss sie ja dann auch noch den ganzen Januar Dienstplan neu schreiben...
    Aber wann soll ich es meiner Leitung sagen? Dann lieber schon vor dem Arzttermin? oder sie dann am 28. in zivil auf Station besuchen und informieren?

    Bin gerade etwas verzweifelt. Was meint ihr ist die beste Lösung??? Sorry für diesen langen Text! Ich danke Euch für Eure Kommentare!
     
  2. Bachstelze

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    Sobald wie möglich. Jedenfalls der Stationsleitung.
     
  3. kölscheschwester

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    also auch schon vor der Bestätigung durch den Arzt, meinst du?
     
  4. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Wenn Du ein gutes Verhältnis hast, dann ja. Du bist ja nicht mehr voll einsatzfähig und sie muss die Chance haben, die Nachtdienste neu verteilen zu können. Wie lange gehen Eure Spätdienste? Alleine arbeiten? Schwierig.

    Viele Gynäkologen stellen einen Mutterpass erst aus, wenn Herzaktivität festzustellen ist, daher kann es, je nachdem wie weit Du bist, auch noch etwas dauern, bis Du den bekommst. Zur Not würde ich zum Betriebsarzt gehen.

    Sollten die Bedingungen bei Euch eher schwierig sein, würde ich versuchen eine AU zu bekommen, bis die Schwangerschaft bestätigt worden ist.
    Jubeln wird, jedenfalls erfahrungsgemäß, kaum jemand. Zumal ja jetzt auch bald die Feiertage beginnen. Aber darauf kannst Du eben keine Rücksicht nehmen. Tut der Arbeitgeber ja auch nur, weil er es muss.
     
  5. kölscheschwester

    kölscheschwester Junior-Mitglied

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    An den Feiertagen habe ich sowieso frei! Puh ^^
    Unser Spätdienst geht bis 21h. Ab 18h und am Wochenende müssen wir sogar die Ambulanz noch zusätzlich in unserem Dienst mit betreuen, ist ja auch nicht unbedingt erstrebenswert in der SS.
    ich bin jetzt erst in der 5. SSW, also wirklich noch sehr früh. Deswegen weiss ich nicht ob es doch etwas zu früh wäre es meiner Stationsleitung bereits mitzuteilen. Sie wird es ja dann wahrscheinlich doch offentlich machen, wie sollte sie sonst meinen Schutz gewährleisten und die Dienste umorganisieren?! Wir sind eine Ebene mit 2 Stationen und Kinderzimmer und ein Team. Da geht das nicht so einfach. Möchte aber natürlich mein Kind nicht unnötig gefährden!

    Erst zum Betriebsarzt und dann erst der Leitung und PDL mitteilen?
     
  6. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich hab´s damals direkt gesagt. Ich war auch erst in der fünften Woche.
    Mein Gynäkologe war damals sehr deutlich. "Sie sind nicht mehr soooo jung und wenn Sie das Kind behalten wollen, dann müssen sie sich schützen. Sonst macht es nämlich keiner."

    Das habe ich mir zu Herzen genommen, auch auf die Gefahr hin, das in den ersten paar Wochen noch alles passieren kann. Aber es sollte dann nicht meine Schuld sein.

    Nachtrag: Und wappne Dich für die Sprüche :

    Ich habe damals bis zum letzten Tag alles gemacht…
    Du bist nur schwanger und nicht krank….
    Damals hat da auch keiner Rücksicht genommen…..

    Bla bla bla

    Es ist gut, das Schwangere heute gut geschützt sind und diesen Schutz sollte man in Anspruch nehmen. So einfach ist das.

    Noch ein Nachtrag:

    Der Betriebsarzt hat mir damals einen Haufen Papier mitgegeben, was den Schutz der Schwangeren im Gesundheitswesen betrifft. Damit hätte ich zur Not meinem Chef vor der Nase rumwedeln können, was aber glücklicherweise nicht nötig wurde.
     
    #6 Bachstelze, 17.12.2016
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2016
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  7. kölscheschwester

    kölscheschwester Junior-Mitglied

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    Okay, vielen Dank für deine Antworten! Ich denke ich frage am Montag eine Ärztin bei uns ob sie schauen kann ob sich die SS normal entwickelt bisher und wenn ja werde ich es meiner Leitung schon sagen.
     
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  8. ludmilla

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    Genau, du sitzt doch an der "Quelle" ;))
    Ich würde es auch so früh wie möglich sagen, du hast Rechte als Schwangere und der AG die Pflicht dich zu schützen. Auch zu Beginn der Schwangerschaft gibt es Gefahren, ich bin sicher du willst dir keine Vorwürfe machen weil du nicht auf dich aufgepasst hast.....
    Viel Glück und hoffentlich eine entspannte Schwangerschaft und nächstes Jahr ein gesundes Kind
     
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  9. kölscheschwester

    kölscheschwester Junior-Mitglied

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    Vielen Dank Ludmilla! :biggrin:
    Leider kann die Ärztin die ich gefragt habe erst am Donnerstag. Auf die 3 Tage kommt es aber jetzt auch nicht an und vielleicht sieht man dann sogar schon etwas mehr. Bin dann etwa 5+2 SSW. Die Kollegen die am Montag im Dienst sind, möchte ich ungerne fragen!:dudu:
    Habe jetzt aber schon mehr oder weniger mit meiner Kollegin für Donnerstag einen Termin zum Sono abgesprochen. *g* Sie weiß allerdings noch nicht worum es geht!
     
  10. Fea

    Fea Senior-Mitglied

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    Eigentlich musst du deinen Arbeitgeber informieren sobald deine SS bestätigt wurde.
    Ich bin seit 31.12. im Beschäftigungsverbot, habe es meinem AG in der 14. Woche gesagt, meiner Stationsleitung habe ich erzählt. Ich wusste aber auch das ich, sobald ich es bekannt gebe, ins Beschäftigungsverbot muss und das wollte ich nicht. Deshalb und weil es mir gut geht, habe ich noch 7 Woche ohne Info an den AG gearbeitet. Im Endeffekt ist es deine Entscheidung und deine Verantwortlichkeit bis zu dem Zeitpunkt wo du den AG informierst.
     
  11. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Man muss die Schwangerschaft nicht mitteilen, kann sich dann aber auch nicht auf den gesetzlichen Schutz berufen. So wie du es auch gemacht hast. Und es besteht auch nicht grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot, dass kommt auf den Bereich an und wie man dort eingesetzt werden kann ohne Schutzvorschriften für die werdende Mutter zu verletzen.
     
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