was ist dass
Die 3M-Fraktion?
In bewusster oder unbewusster Anlehnung an die, auch in unserer Sparte aktive Firma gleichen Namens handelt es sich hierbei um die Gruppe der "Motzer", "Meckerer" und "Madig-macher".
Man muss dies ja nicht in Arbeiten oder Prüfungen abfragen.
Warum eigentlich nicht?
Wenn die Lehre und spätere aktive Umsetzung eines - und ich denke das zeigen die postings unisono - elementaren Themas der Berufsgruppe solche Probleme zeigt...müsste man dann nicht
gerade das Ganze mehr in den Fokus rücken, sprich "prüfungsrelevant" machen?
Es versteht sich, dass die Thematik über Fortbildungen danach "warm" gehalten werden muss.
Oder lehnt man sich zurück, spricht von "Eigenverantwortung" oder verweist schlicht auf die allgemeinbildenden Schulen, die angeblich ihrem Bildungsauftrag nicht adäquat nachgekommen sind?
Ich sehe jedenfalls bei meinen zukünftigen Kollegen kaum Defizite in der Durchführung einer Ganzkörperwaschung oder erweiterten Arztassistenz - Berufspolitik oder Entwicklung des Gesundheitssystems stehen hingegen deutlich unter "ferner liefen...".
Nein, ich bin grundsätzlich der Meinung, JEDER hat die Verpflichtung sich in seinem Berufseld zumindest zu informieren, fachlich sowieso wie auch ein wenig berufspolitisch.
Sonst verliere ich die Berechtigung mitreden zu können sowieso, wie auch wenn ich keine Ahnung habe und
auch zu dürfen, wenn derjenige nicht weiß wovon er redet.
Jammern ist soooooo viel einfacher.
Kann ich so direkt unterschreiben!
Leider wurde genau das der LPK im Rahmen der vorab gelaufenen Informationskampagne angekreidet.
Homepage, Informationsveranstaltungen in effektiv jeder grösseren Klinik (und Angebote, jederzeit auch im kleineren Rahmen durch Multiplikatoren entsprechende Veranstaltungen abzuhalten), Artikel seitenweise und über viele Monate in allen relevanten Fachzeitschriften, sogar Zeitungs- und Filmreportagen, Flyer...alles zu wenig.
Nein, im Nachhinein kritisierten viele, dass sie nicht
persönlich, direkt und verständlich informiert worden seien
.
Dass im Nachhinein schon fast stolz darüber gesprochen wird, Briefe der Pflegekammer ungeöffnet in den Mülleimer zu werfen (und sich dann über die "plötzlichen" Mahnschreiben kräftig aufzuregen) oder emails der LPK automatisiert in den Spam-Ordner zu schieben, tut der oben getroffenen Aussage individuell dann jedoch keinen Abbruch.
Pippi Langstrumpf lässt grüssen...
Ich habe mich seinerzeit von der BIG gut vertreten gefühlt, tue das aber auch bei Ver.di.
Als Mitarbeiter in einer konfessionellen Einrichtung bin ich als Verdi-Mitglied eher die Ausnahme - aufgrund des "Sonderstatus" solcher Einrichtungen bin ich auch eher selten genötigt, mir aktiv Hilfe bei meiner Gewerkschaft zu suchen.
Ist eher Beteiligung an Demos, Diskussionen, Kampagnen, etc.
Versuche, Mitglieder zu werben scheitern regelmässig an den gleichen Aussagen, mit den auch Pflegekammern zu kämpfen haben (zu teuer, "machen eh' nichts", "alles Bonzen, die auf unsere Kosten...", etc.).
Mit komplexen Ideen wie "Tarif", "Anlehnung an Abschlüsse" oder "Solidarität mit der Arbeiterschaft" brauche ich da gar nicht zu kommen.
Verdi hat m.E. im Bezug auf Pflegekammern jedoch auch schlicht ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Einerseits Mitglieder in die Vertreterversammlung zu schicken und dort, so meine Information, recht konstruktiv mitzugestalten steht in krassem Gegensatz zu den bundesweit lancierten Veröffentlichungen und Kampagnen dieser Gewerkschaft, die aktiv gegen Pflegekammern gerichtet sind.
Bleibt also die Frage: Gewerkschaft, ja...aber welche und wie?