Rassismus/Vorurteile in der Pflege

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Garuda4711, 17.10.2016.

  1. Garuda4711

    Garuda4711 Newbie

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    Ich würde gerne mal die Meinung anderer hören. Meine Meinung mag vielleicht subjektiv aber ich würde den Pflegebereich eher rechts als mitte oder gar links einordnen.

    Habe selbst einen sichtbaren Migrationshintergrund beim Anfang der Ausbildung habe ich gedacht ich bekomme Ärger mit alten Naziopas, nichts dergleichen ist mir begegnet bzw.sehr wenig. Was ich aber bemerkte waren viele Pflegekräfte/Praxisanleiter/Plegelehrer/PDL die ziemlich viele Vorurteile besitzen.

    Von Facebookpostings, Übergabegespräche, Äußerungen usw. war alles so ziemlich dabei.

    Sind die Leute so drauf oder so geworden? Es gibt ja denn Spruch,, um asozial zu werden muss man nur in einem sozialen Beruf arbeiten".

    Falls sich jemand fragt wie hat er eine Ausbildung bekommen! Ich habe einen deutschen Namen während der Einstellung waren alle zuständigen Personen krank und eine halbtürkische Praktikantin hat mich eingestellt. Später waren alle schokiert :-) Bin also durch die Maschen des Systems geschlüpft :-)

    Arbeitsmäßig bin ich unregelmäßig in der Zeitarbeit unterwegs:-( Bei den Chefs steht dort das Geld im Vordergrund.

    Wenn ich mich bei den Kliniken bewerbe da stehen 100 offene Stellen aus und man kriegt trotzdem keine Stelle. Wir suchen Leute die ins Team passen ein anderes Wort für Du nicht.

    Bei der Charite Berlin sind Bewerbungen von Migranten ausdücklich erwünscht, laut Homepage. Was ich gut finde.

    Bin ich alleine mit der Meinung oder gibt mir jemand contra?
     
  2. alesig

    alesig Poweruser

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    Hallo
    Arbeite in einem kleinen Haus in einer Kleinstadt. Wir haben Pflegeschüler mit chinesisch-,türkisch-,russisch-,kenianisch-,spanisch-,tschechisch-,syrischem, und noch so einiges, Hintergrund.Bei den examinierten sieht es genauso aus. Auf meiner Station habe ich bis jetzt noch keine Vorurteilsdiskussion über den Migrationshintergrund von Kolleginnen mitbekommen. Die wird genauso gut oder schlecht wie über die Einheimischen getratscht. Bis auf die Sachsen und die Preußen, die dürfen sich im tiefen Bayern ein bißchen mehr anhören.
    Alesig
     
  3. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Bislang konfessionelles Haus Großstadt, Maximalversorger und jetzt konfessionelles Haus in der Pampa.

    Bis auf letzteres waren immer viele Nationalitäten vorhanden. Beim letzteren ist es aber weniger, weil in der Pampa weniger Menschen mit Migrationshintergrung wohnen.

    Geläster gibt es überall und nicht alle Teams funktionieren. Das hat aber weniger mit der Herkunft der Menschen zu tun als mit normalen zwischenmenschlichen Problemen. Zur Zeit haben wir dort einen Arzt arabischer Herkunft, da tun sich die Kollegen und ich auch tatsächlich etwas schwer mit, was aber eher daran liegt, das man ihn so schwer versteht und manchmal nicht so genau weiß, was er jetzt eigentlich will. :mryellow:
     
  4. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Du schreibst du bist unregelmäßig in der Zeitarbeit unterwegs. Viele Pflegekräfte mögen Zeitarbeiter nicht besonders. Könnte das eine Rolle spielen?
    Mir persönlich ist völlig egal mit wem ich zusammen arbeite. Mich interessiert nur, ob dierser Mensch soziale Kompetenz zeigt und ein entsprechendes wissen hat, um in der Pflege adäquat zu arbeiten.
    Außerdem denke ich immer, das man grundsätzlich so mit seinen Mitmenschen umgehen sollte, wie man selbst behandelt werden will.
     
  5. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Kenn ich auch so gar nicht und sehe auf den Stationen auch Menschen aller Nationen die dort arbeiten. Kann mir also nocht wirklich vorstellen, dass dort nach Nationalität oder Reilgion ausgesiebt wird. Selbst katholische Häuser stellen mittlerweile andersgläubige Menschen ein.

    Was mir persönlich schwer fällt und auch ziemlich anstrengend finde unabhängig von der Nationaltät, ist die Zusammenarbeit mit Menschen, die man schwer versteht und wo man sich zeitaufwendig vergewissern muss, was derjenige denn nun meint und verordnet.
     
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  6. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    @ludmilla
    ... und ob er mich versteht. Ich habe gleichsprachige Kollegen, bei denen ich (trotz Weisungsbefugnis) gegen eine Wand rede.

    @Garuda4711
    Muss es denn unbedingt ein "deutscher" Betrieb sein?
    Aus dem Eingangspost lese ich "Berlin". Gerade hier haben andere Nationalitäten längst ihre eigene Infrastruktur geschaffen. Inkl. Ärzte & ambulante Pflegedienste.
     
  7. verenalgo6

    verenalgo6 Stammgast

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    Auch bei uns (eher ländlich gelegen, aber eine Klinik mit ca. 1000 Mitarbeitern) nimmt die Anzahl von Kollegen mit Migrationshintergrund sowohl im ärztlichen als auch pflegerischen Bereich zu. Auch haben wir seit (gefühlt) ca. 4 Jahren vereinzelt Kolleginnen die ein Kopftuch tragen, bisher habe ich diesbezüglich keine rassistischen Äußerungen vernommen. Wo ich zustimme: es ist super wichtig das sich die Sprachbarriere nur gering zeigt, alles andere führt m.E nach zu Ärger und Frust bei sämtlichen Beteiligten...
     
  8. einer

    einer Stammgast

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    Hallo Garuda,
    Schade, dass du den Pflegebereich so empfindest.
    Ich arbeite bei einem kirchlichen Träger und habe täglich mit Mitarbeitern aus mindestens 10 Ländern zu tun.
    Bis vor 7 Jahren war ich in einem Haus des gleiche Trägers, wo auf jeder Station mindestens 1 MA mit türkisch/kurdischem Hintergrund plus weitere MA mit Migrationshintergrund gearbeitet haben. Und das einzige, was wichtig ist/war, ist die Einstellung zur Arbeit und der menschliche Umgang miteinander. Der Namen oder die Herkunft ist/war nie ein Thema (wenn man davon absieht, dass ich manchmal Schwierigkeiten habe/hatte, den Namen korrekt auszusprechen. Zum Glück sind die Kollegen nachsichtig mit mir :wink1: )

    Bitte verstehe mich nicht falsch, aber vielleicht nimmst du deinen Migrationshintergrund als Ausrede, um andere Ursachen für deine "Nichteinstellung" oder Probleme die du hast ,zu übersehen.

    Und um auf deinen Eingangssatz einzugehen: habe früher in der Industrie/Handwerk gearbeitet. Dort war die Einstellung gegenüber ausländischen "Kollegen"meist extremer als heute in der Pflege.


    LG Einer
     
  9. Garuda4711

    Garuda4711 Newbie

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  10. Garuda4711

    Garuda4711 Newbie

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    Nein Zeitarbeit ist es nicht. Ich hatte das Gefühl/Tatsachen auch während der Ausbildung.
     
  11. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Es geht nicht nur darum, dass dich der Mitarbeiter versteht, sondern dass du ihn verstehst.... und ignorante Menschen findest du in allen Nationen.


    @Garuda

    Ich wag mich jetzt mal einen Schritt vor und frage ganz direkt. Kann es sein, dass du Kritik, vielleicht berechtigte, nicht so ganz gut verträgst?
    Ich hatte in den letzten Jahren immer wieder mal Situationen (eher selten, aber es kommt vor), wo seitens Patienten (in meinem Fall waren es eher die Eltern) die Rassimus/Voruteilskarte gespielt wurde, wenn deren Vorstellungen nicht erfüllt wurden. Als Beispiel: ein schwarzer Vater bat mich auf Station um die Milchflasche für sein Kind. Ich vesorgte gerade ein instabiles Kind, konnte gerade nicht unterbrechen und bat ihn einige Minuten zu warten. Er warf mir daraufhin vor, dass ich sein Kind nach nicht richtig versorge, weil es scharz sei und mir mehr mehr Zeit für das weisse Kind nehme. Ich bin auf diese Argumentation nicht eingegangen und habe es nicht weiter vertieft.

    Ich frage dich deshalb, weil es meiner Erfahrung nach wahrscheinlich nicht so viele Kliniken und Heime gibt wo es keine Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund gibt und ich mir ehrlich nicht vorstellen kann, warum du keine Stelle findest bei der heutigen Personalnot.
    Letztlich kann ich natürlich nicht beurteilen in wie weit dein Empfinden berechtigt ist.
    Vielleicht kannst du mal konkreter werden, was dir so gesagt wird oder in welchen Situationen so etwas vorkommt? Sind es auch fachliche Dinge?

    Gruss Ludmilla
     
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  12. Garuda4711

    Garuda4711 Newbie

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    Habe auch mal früher in der Industrie/Handwerk gearbeitet:lol:. Meine Erfahrung waren dort anders, unter den Kollegen(ich rede von Arbeitern) da haben eher die armen Ostdeutschen eins auf den Deckel bekommen. Platte Witze gab es auch war nie bösartig gemeint, da gab es einen blöden Spruch zurück und gut war es. Keine Retourkutsche nach 12 Wochen!
    Vorurteile waren da nie tief, fest verwurzelt. Da gab es auch unter Kollegen am Arbeitsplatz richtig tiefe Gespräche über Leben/Soziales/Politik/Gesellschaft, in der Pflege würde ich das eher sein lassen. Damals bei der handwerklichen Ausbildung hatte man diese typischen Teenager Probleme mit Leistungsknick, da hat der Meister mal einen zur Seite genommen und gefragt. Wenn ich an die Ausbildungszeit in der Pflege denke, dieses roboterhafte funktionieren ich konnte mit diesem friss oder stirb ja umgehen aber andere taten mir leid. Handwerker sind sensibler als man denkt.
     
  13. Garuda4711

    Garuda4711 Newbie

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  14. Garuda4711

    Garuda4711 Newbie

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    Das Wort Migrant ist ein bisschen schwammig. Ein blonder Schwede und ein schwarzer Afrikaner wenn beide hier leben die laufen unter den Begriff Migrant. Ist aber ein himmelweiter Unterschied.

    Diese ,,du behandelst mich schlecht weil Du ein Rassist bist" Karte kenne ich. Ich versuche das so gut wie möglich zu differenzieren, was wahnsinnig schwierig ist. Jemand einen Vorwurf machen weil er die Rassistenkarte zieht ist so als wenn man einem weiblichen Vergewaltigungsopfer einen Vorwurf macht wenn sie auf männliche Flirtversuche hysterisch reagiert. Aus dem unteren Migrantenmilieu, die mit den schwarzen Haaren kann ich sagen, das alle die ich kenne innerlich ziemlich einen Knacks weg haben und extremer reagieren als der Otto Normal Bürger. Ziemlich kranke Welt!

    Klar gibt es in Krankenhäuser und Heimen Mitarbeiter mit Migrationshintergrund, ziemlich viele aus Osteuropa aber wie erwähnt so denke ich nur aufgrund des Personalmangels. Oft bei unattraktiven Arbeitgebern und in niederen Positionen.

    Wenn man mich persönlich nach einem Beispiel fragt da kommt mir mein kürzlich letztes Vorstellungsgespräch in den Sinn.

    Große Uniklinik in Bayern die Stellenangebote stehen ewig ausgeschrieben laut Homepage an die 100 offenen Stellen. Sicherheitshalber vorher anrufen, bei der Pflegedirektion mit deutschen Namen vorgestellt und mit meinem Badischen Dialekt nachgefragt. Die Dame erklärte mir, ja wir suchen ständig Leute in fast allen Bereichen wie haben ständig Fluktuationen sind am Erweitern und die Krankenschwestern werden ständig schwanger (wie kann man nur so egoistisch sein). Beste Chancen als junger Mann, also Bewerbung schreiben. Foto war nicht gewünscht im Online Portal. Bekam auch recht schnell eine Einladung. Nachts mit dem Fernbus hin, um morgens pünktlich da zu sein (wer nicht arbeiten will der macht sich nicht die Mühe).

    Am morgen frostiger Empfang bei der PDL als ob der Papst den Leibhaftigen:twisted: (Bewerber) begegnet. Kein Handschlag. Kein anbieten eines Getränkes. Es sind ja eigentlich doch nicht so viele Stellen frei. Sie kann mir aber zwei Station zeigen. Ich habe mir beide zeigen lassen und sollte mich halt für eine entscheiden. Eine war im Aufbau also chaotisch und eine war gut eingespielt und gut besetzt.

    Danach das zweite Gespräch welche Station ich mir vorstellen könnte. Ich habe mich für die zweite Station entschieden.

    Die Dame ratterte ziemlich schnell Ihren Kram runter. Ach ja ein polizeiliches Führungszeugnis brauchen wir. O.K kein Problem das normale oder das erweiterte. Meine Hintergedanken bei dem Thema war schlicht der Gebührensatz eins ist billiger das andere teurer. Sie sagte das erweiterte, ihre Hintergedanken waren bestimmt der muss doch einfach was ausgefressen haben. Auf einer Normalpflegestation reicht das normale oder? Sehe zwar aus wie einer aus den Rap-videos von Haftbefehl, habe mir aber noch nie was zuschulden kommen lassen.

    Nun gut, man gibt mir eine Rückmeldung maximal 2 Tage dauert es. Bei der Verabschiedung wieder keinen Handschlag.
    Beim nachhause gehen habe mir gedacht, nein die wollen dich nicht! Natürlich hat sich keiner gemeldet es ist auch so eine Unart das man mir noch nicht mal Bescheid gibt. Habe selbst nachgefragt und eine Absage für beide Stationen bekommen. Auch keine Ausweichangebote oder so was in der Art.

    Darüber kann man denken wie man will! Personalrecruiting in der Pflege ist ein Thema für sich, da gibt es echten Nachholbedarf.

    Wenn man arbeitslos macht lebt man von anderen Leuten, wenn man sich um eine Arbeit bemüht, dann ist das auch scheiße. Insgesamt ein sozialer Sprengstoff der sich da am unteren Ende der Gesellschaftspyramide ansammelt.

    Solche Erlebnisse eins von vielen, bringen mich halt zu der Meinung die ich habe.
     
  15. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Guten Morgen,

    zunächst finde ich den Vergleich mit dem Vergewaltigungsopfer ziemlich unpassend! Und du hast Recht mit dem Unterschied der zwischen den Migranten gemacht wird. Ich mache allerdings in meinem Umfeld die Erfahrung, dass das Aussehen nicht alles ist. Mal völlig unabhängig von deiner person, bezieh das nicht auf dich, ist es häufig die Sprache und der Wille sich zu integrieren.

    Jetzt kann ich aus deinem Beispiel mit der Bewerbung keinen Rassismus erkennen. Ohne Frage war das Verhalten der PDL unfreundlich und nicht professionell. Vorstellungsgespräche in der Art habe ich auch schon erlebt. Ich kann gar nicht zählen auf wieviele Bewerbungen sich niemand gemeldet hat, da hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig verändert. Aber du interpretierst in diese Unfreundlichkeit dass die Leute Vorurteile haben und rassistisch sind. ist es dass? Beurteilen könnte man das nur, wenn das Verhalten der PDL bei anderen Bewerbern anders wäre.
    Ich weiß gar wieviele Pflegekräfte ich kenne mit nachweislichen Migrationshintergrund, sogar in Führungspositionen. Ich bin auch Oberärzten und sogar Chefärzten mit Migrationshintergrund begegnet, auch schwarzen! Und nicht in kleinen Kliniken sondern gerade in großen städtischen Häusern und Unikliniken.

    Ich kann ja verstehen, dass man mit der Erfahrung rassistischer Erlebnisse empfindlicher ist, aber man kann mangelndes Sozialverhalten nicht immer dahingehend interpretieren.
    Was ich trotz allem nicht verstehe, dass du keine adäquate Arbeit findest, für mich ist dein Aussehen dafür nicht Erklärung genug.....
     
    #15 ludmilla, 18.10.2016
    Zuletzt bearbeitet: 18.10.2016
  16. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    naja, das verhalten der PDL zeugt jetzt eher von mangelnder sozialkompetenz und hat jetzt nicht wirklich was rassismus zu tun.

    handschlag zur begrüßung gilt aus hygienischen gründen in krankenhäusern als obsolet, dass solltest du als pflegekraft egtl wissen.
     
  17. Tante Doll

    Tante Doll Stammgast

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    na ja, wäre ich mir nicht ganz so sicher, da ja die resonanz bei telefoniscer repräsentation mit deutschem namen zum krassen gegensatz mit der späteren persönlichen konfrontation des offensichtlich als Migranten zu erkennenden menschen stand. so zumindest laut post des TE`s, oder habe ich da ws missverstanden ?

    dieses phänomen kennt man aus amerikanischen versuchen, wo identische bewerbungen ohne photo aber mit speziellen veränderungen der namen ( welche die rüsckschlüsse auf bewerber mit afroamerikanischen und /oder hispaniolischen migranten oder aber " klassischen weisen " zuliesen ) völlig andere resultate erzielten

    ich persönlich kann dies ja aus der ferne, nur aufgrund der aussagen dieser postings hier, nicht beurteilen, kann mir aber schon vorstellen, dass sich dies so in diesem fall zugetragen haben kann.

    persönlich habe ich schon auch rasisstisches gedankengut in der pflege erlebt- allerdings nicht dominierend in der mehrzahl. Oftmals sind aber genau die rassisten diese, die sehr lautstark auftreten und man deswegen diese menschen, im vergleich zur eher ruhigen mehrheit, eher als sehr dominierend wahrnehmen kann!

    das ist jetzt nicht dein ernst, oder ? das war jetzt ironie, oder ?
     
  18. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    das mit dem handschlag war kein witz, ist bei uns sogar schriftlich so geregelt und war so auch in anderen kliniken in denen ich gearbeitet habe der fall. hauptübertragungsweg von keimen sind die hände, darauf basiert das ganze.
     
  19. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Ich war Anfang des Jahres in einer Reha-Klinik, da war auch der Handschlag zur Begrüßung wegen der Infektionsgefahren nicht erwünscht. An jeder Ecke hingen Hinweisschilder und den Patienten wurde das in der Begrüßungsveranstaltung so erläutert! Ich fand es absolut nachvollziehbar!
     
  20. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    ja, so kenne ich es auch...
     
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