Noninvasive Beatmung

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Suse, 16.10.2002.

  1. Suse

    Suse Senior-Mitglied

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    Huhu !
    Mit welchem Gerät zur noninvasiven Beatmung arbeitet ihr ?
    Wir nutzen die Bipap-Vision und haben schon oft Patienten um die Intubation herumfühtren können. Arbeitet jemand von euch mit der Ganz-Gesichtsmaske aus Plastik? Habe sie mal auf ner Messe gesehen und würde gerne mehr über die Praxiserfahrung damit wissen.
    Tschüss....Suse
     
  2. Schöhler

    Schöhler Junior-Mitglied

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    Hallo,

    wir benutzen ebenfalls das Bipap-Vision, und haben auch recht gute Erfahrungen gemacht. Im Gegensatz zur Maskenbeatmung mit dem Servo300 wird die Beatmung mit dem Bipap Vision oft erstaunlich gut tolerariert, und die Leckagekompensation ist einfach mehr als nur gut.

    Wir verwenden, aufgrund des höheren Komforts für die Patienten, meist Nasenmasken, funktioniert auch im kontrollierten (S/T) Modus sehr gut....

    Die Ganzgesichtsmasken habe ich mal bei einer Geräteeinweisung gesehen, und ich war mehr als nur begeistert, auch wenn man sicherlich viele Vor- und Nachteile finden kann....
    Leider konnte ich auf unserer Station noch niemanden davon überzeugen, eine Probemaske anzuschaffen......


    MfG
    Christian
     
  3. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo,


    Noninvasive Beatmung bei Kindern:

    Bei einem Nasen CPAP oder Rachen CPAP wird ein Endotrachelatubus als Atemhilfe eingesetzt. Der Tubus wird in den Rachenraum vorgeschoben. Durch ein Beatmungsgerät (bei uns Babylog 8000 plus) wird ein positver Druck in den Atemwegen erzeugt!

    Diese Methode ist nur für Früh und Neugeborene geeignet, da beide Nasenatmer sind. Zusätzlich kann ein PEEP eingestellt werden. (max. 12 PEEP) Wird hauptsächlich bei Frühgeborenen verwendet, da diese viele Apnoen haben.

    In der Regel werden hierfür die Tuben in den Größen 2,5 – 4 verwendet (ID). Die Tuben müssen aufgrund des hohen Totraums gekürzt werden..

    Am O2-Blender die O2-Konzentration einstellen, einen minimalen Flow, etwa so 3 – 4 cm H2O, bei einem Atemnotsyndrom kann die Druckstufe höher eingestellt werden! Wichtig ist es das Gasgemisch zu befeuchten und zu erwärmen!

    Die benötigte Magensonde muss oral gesetzt werden!

    Nasen CPAP = NCPAP ist ein hoher CPAP

    Der schwarze Teil des Endotracheltubus wird in ein Nasenloch eingeführt. Aufgrund des Vorgegebenen Flow, werden die Rezeptoren des hinteren Rachenraumes angeregt, das Atemzentrum stimuliert!

    Rachen CPAP = tiefer CPAP


    Beim Rachen CPAP reicht der Tubus bis kurz vor den Kehlkopf. Durch jeden Atemzug entsteht ein positiver Druck im hinteren Rachenraum. Dies bewirkt ein Überblähen der Lunge. Die Zunge wird am zurückfallen gehindert. Ein Rachen CPAP wird unter Sicht gesetzt, die Länge dokumentiert.

    Binasaler CPAP = Infant Flow

    Dieser besteht aus zwei miteinander verbundenen Nasentuben, die mit einer Brücke miteinander verbunden sind. Diese werden in die beiden Nasenlöcher eingeführt. Da dies zu einer großen Belastung der Nasenspitze und der Nasenlöcher! Daher besonders auf diesen Schwachpunkt achten! Die Fixierung eines Infant flows erfolgt über spezielle Hauben, die es in 3 verschiedenen Größen gibt. Die weitere Fixierung erfolgt über ein Band und einen Klettverschluss.


    Bis vor einiger Zeit hatten wir auch noch „den alten high flow CPAP“ in Verwendung! Da heiß es dann immer – basteln, basteln und wieder basteln.


    Maskenbeatmung:


    Maskenbeatmungen sind bei uns sehr selten! Meist kommen die Patienten mit einer Maskenbeatmung zu uns an die Station, wenn aufgrund ihrer Grunderkrankung eine Überwachung und gegebenenfalls Intensivierung eines Patienten ansteht.

    Unterdruckbeatmung:

    Eine weitere Methode des noninvasiven Beatmung ist die Beatmung mittels Unterdruckkammer, die bei uns an der Station nicht durchgeführt wird!


    Schicke euch liebe Grüße aus Wien

    Gaby
     
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