Magersüchtiges Pflegepersonal

... eigentlich hat das Mädel dort vorerst nichts zu suchen ... Magersucht ist eine schwere psychische Erkrankung, die behandelt werden müßte. Der AG hat eine Fürsorgepflicht - fällt da nx auf??

Was bedeutet vorerst? Vielleicht ist sie ja bereits in Behandlung? Was soll auffallen?
 
Es läuft das Vorstellungsgespräch.
Ein mageres Mädchen kommt zur Tür rein.
Der Vertreter der Schule: "Wie sehen sie denn aus? Marsch auf die Waage.
Was, das ist ja ein BMI von 17. So gehts ja nicht. Hier ist die Adresse einer Klinik. Wenn die Therapie vorbei ist, lassen sie diesen Zettel unterschreiben und melden sich noch mal. Dann sehen wir weiter."

Oder ist es die Fürsorgepflicht gegenüber den künftigen Patienten? Wo da die Gefährdung sein soll, erschließt sich selbst meiner blühenden Phantasie nicht.
 
Hallo, eigentlich hat das Mädel dort vorerst nichts zu suchen, jedenfalls ist das meine Meinung. Magersucht ist eine schwere psychische Erkrankung, die behandelt werden müßte. Der AG hat eine Fürsorgepflicht - fällt da nx auf??

Oh Mann, ich glaube ich werde an der Klagemauer mein Lied weiter singen, vielleicht hat die ein Einsehen. Wann werden die Menschen endlich aufhören ihre Nase in Dinge zu stecken, die sie nun wirklich nichts angehen und in diesem Falle per Ferndiagnose auch kaum beurteilen können???
 
Ich halte nix von den Eigendiagnosen bei Fachunkundigen. Wer sagt, dass die junge Frau ihre Situation richtig bewertet und nicht mutmaßt, dass sie vielleicht eine Eßstörung haben könnte.

Man kann keinen zur Therapie schicken, der sich nicht selbst als therapiebedürftig ansieht. Es steht auch keinem AG zu, eine solche "Zwangs-"therapie zu veranlassen. Es gibt hier keinen Anlaß für den Ausbilder zu intervenieren: Leistung stimmt.

Wenn wir alle potentiell psychisch kranken für den Beruf ausschließen wollen, hätten die Kliniken kaum noch Personal. Das fängt schon bei dem Helfersyndrom an und hört bei dem Burnout sicher nicht auf. Auch hier sind die Kollegen bis zum vollen Ausbruch der Erkrankung, wenn sie denn eintritt, noch voll leistungsfähig und nicht selten darüber hinaus. Man merkt schon, dass sie von der Idealvorstellung abweichen. Aber denjenigen deshalb kündigen bzw. zur Therapie schicken?

Wo fängt eine Eßstörung an- wo hört sie auf? Vielleicht sollte man hier mal den Blick wenden und in die andere Richtung schauen. Da gibts auch ne Menge Möglichkeiten. Wir haben hier mehrfach im Forum erklärt, dass eine Adipositas kein Grund ist, die Ausbildung nicht machen zu können. In den Threads wurde übrigens nie eine Krankheit dahinter vermutet. Liegst daran, dass Fettsucht, eher als magersucht, gesellschaftlich akzeptierter ist?

Elisabeth
 
Hallo Hasimausi

Sie selbst redet darüber nur mit einer einzigen Klassenkollegin, da sie diese schon von früher kennt und offenbar leidet sie schon seit 2 Jahren an Magersucht. Ansonsten ist sie sehr verschlossen und hat mit uns noch nicht darüber geredet.



im Grunde genommen weißt du es ja auch gar nicht, weil sie nur mit EINER Kollegin gesprochen hat, die sich dann wohl verplappert hat in einem Gespräch mit dir oder anderen?

Wenn dich die angeblich magersüchtige Kollegin ernsthaft interessiert, gehe auf sie zu und sprech mit ihr.
Dann wirst du aus erster Hand erfahren,ob ihre angebliche Magersucht für SIE SELBST ein Problem in der Ausbildung darstellt oder nicht.

Gruß vom Frosch
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich kenne da jemanden, der mit der Diagnose rezidivierende schwere Depression und Alkoholabhängigkeit (trocken) arbeitet. Und niemand würde etwas merken, ginge er nicht offen damit um.
 
Sie selbst redet darüber nur mit einer einzigen Klassenkollegin, da sie diese schon von früher kennt und offenbar leidet sie schon seit 2 Jahren an Magersucht. Ansonsten ist sie sehr verschlossen und hat mit uns noch nicht darüber geredet.

also sie redet darüber, wer mitten in der krankheit steckt redet nicht darüber, sondern weiss es ganz weit von sich.
wer über seine krankheit redet, ist sich darüber völlig bewußt und kann hilfe annehmen und befindet sich somit auf dem weg der heilung.
 
Trotz aller ( mehr oder weniger ) berechtigten Peitschenhiebe der sich hier gerierenden Moral-Inquisition, sollte am vielleicht diesen Thread auch mal als das betrachten, was er eigentlich ist, oder besser gesagt, meiner bescheidenen Meinung nach, sein sollte !!!

- Nämlich die Anregung eines Berufsanfängers über einen vermeintlichen Widerspruch zu diskutieren.

Nicht mehr nicht weniger !!!

So manch neuer Aspirant in Spe macht sich in diesen Zeiten sprichwörtlich in die Hose macht, wenn er oder sie zur Eignungsuntersuchung beim Betriebsarzt vorstellig werden muss !
Es wird nämlich ( berechtigt oder nicht ) befürchtet, dass Jener die nicht perfekt-gerade Wirbelsäule, die Brillenstärke oder den etwas hohen Blutdruck als Begründung für Berufsuntauglichkeit heranziehen wird und mit diesem Hintergrund kann die Frage nach der" Daseinsberechtigung " einer Magersüchtigen ( welcher Art und Spezies auch immer ) in diesem Job durchaus gestattet sein.

Auf jeden Fall bei einem Berufsanfänger mit offenbar wenig Erfahrung in diesem Arbeitsbereich.

Sollte
sich der Threadersteller per se diskriminierend gegenüber dieser Betroffenenen ( und anderen ) äussern, kann man immer noch auf ihn/sie einschlagen.......

Bis jetzt wurde dies aber nicht getan. Hier ging es doch wohl eher um die Hervorhebung eines Widerspruchs oder einer vermeintlichen Nicht-Logik.


@ Elisabeth Dinse:

Ich gebe Dir recht, dass die Meisten mit sehr untergewichtigen Personen eher eine Krankheit assozieren als mit stark Übergewichtigen.
Woran das liegt weiss ich nicht. Da kann ich nur mutmassen:
Dicke Menschen werden eher als faul, inkonsequent, unmotiviert und träge angeshen. In dem Fall kommt Niemand drauf, dass das falsche Essverhalten einer (krankhaften ) psychischen Störung zugrunde liegen könnte, denn Bewegungsmangel und zu volle Teller kann ja schliesslich Jeder ohne Probleme hinter sich lassen, wenn nur genügend Selbstdisziplin vorhanden wäre.
Der Unteregewichtige dahingegen vermittelt das Bild des Darbenden und Sterbenden..... Der sprichwörliche Schatten seiner selbst als Bote des nahestehenden Todes, kann es, bei entsprechend ausgeprägter Anorexie, den Leuten schon leicht machen hier gewisse Parallelen zu Pest, Aids und Krebs im Endstadium zu ziehen...
 

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