Lohnt sich ein Studium/ Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in der Pflege

Olahoho

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Guten Tag,

Ich habe vor einigen Jahren meine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger abgeschlossen, und habe nur vor knapp einem Jahr in einem kleinen Haus meine erste Stelle auf der Intensivstation angefangen. Insgesamt macht mir die Arbeit dort viel Spaß und ich finde es sehr Interessant und würde mich gerne weiterbilden. Ich möchte auf Jedenfall in der Praxis bleiben und am Pat. tätig sein. Stationsleitung, Pflegedirektor usw sind nicht meine Zukünftigen Ziele.
Nun habe ich nach etwas recherche 2 Studiengänge entdeckt die mich Interessieren. Das eine was wäre eine Studium mit dem Namen "Intensivpflege" an der Uni Rostock. Dieses ist ähnlich aufgebaut wie die Fachweiterbildung für Intenisv/Anästhesie nur mit ein paar Semestern obendrauf. Und das andere ist der Studiengang "erweiterte Klinische Pflege" an einer Fachhochschule in Berlin. Dort sind die Schwerpunkte auf Inteniv/Anästhesie und Notfallpflege gesetzt.

Nun die Frage was bringen mir diese Studiengänge in der Praxis (außer mehr Geld und Wissen)? Weil auf meiner Station darf ich genau die gleichen Tätigkeiten übernehmen wie die Kollegen mit der Fachweiterbildung, Studiumsabschluss oder 20 Jahre Erfahrung, was ich nicht Nachvollziehen kann schließlich darf der Assistenzarzt auch nicht die gleichen Tätigkeiten machen wie der Chefarzt.

Gibt es Krankenhäuser in Deuschland wo dies ander gehandhabt wird? Wie seht ihr die Aufstiegschancen in der Pflege?
Meine Ziel ist es auch noch in 20 Jahren am Pat. arbeiten zu können, nur möchte in dieser Zeitspanne auch mehr Verantwortung übernehmen können, Entscheidungsprozesse mit beeinflussen.

Liebe Grüße
 

Schwester B.

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Diese Studiengänge sind ja noch relativ neu. Ich glaube nicht, dass es da schon irgendwelche Definitionen gibt, die deinen Aufgabenbereich verändern. Inzwischen gibt es ja auch die normale Ausbildung zum GuK als Studiengang. Am Ende ist man, zur Zeit noch, auch nichts anderes als ein GuK.
Wenn die Anä/ITS- Weiterbildung die gleichen Inhalte hat, kannst du mMn nicht erwarten, im Anschluss an das Studium anders eingesetzt zu werden, oder sehe ich das falsch?
 

-Claudia-

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Es gibt Fortschritte in Richtung Advanced Practice Nursing (was wohl der "erweiterten klinischen Pflege" entspräche), und ich hoffe und glaube, dass sich da in Zukunft auch noch mehr tun wird. APNs arbeiten weiterhin mit den Patienten, haben aber durch das Studium Fähigkeiten und Aufgaben, die über die "normale" Pflege hinausgehen. In Deutschland bezieht sich das häufig auf Beratungstätigkeit, Forschung oder Projektmanagement; vielleicht wäre in Zukunft auch die Verordnung von Medikamenten im begrenzten Rahmen möglich. (War mir im Krankenhaus lange unwichtig, aber wenn eine APN im Altenheim eigenständig bei dieser Hitze Subkutaninfusionen ansetzen dürfte, würde diese wahrscheinlich etliche Einweisungen wegen Exsikkose ersparen).

Die Pflege muss aufgewertet werden, um für Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben oder zu werden. Langsam scheint sich diese Erkenntnis durchzusetzen. Ich glaube, die Entwicklung in den nächsten Jahren wird sehr spannend.
 

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