Hilfe! Ein Krankenschwester-Tief!

Ich muss mich hier grad schwer zusammenreissen...Sag mal Leute warum seid ihr denn dann überhaupt Krankenschwestern geworden... Ich könnte schreien wenn ich das lese, kein Bock auf DienstWE, kein Bock auf Übersunden und auf die nervigen Pat. schon gar nicht. 3 Jahre habt ihr Zeit es euch gut durch den Kopf gehen zu lassen ob der Beruf etwas für euch ist mit allem drum und dran wird man hier vorbereitet, und dann muss ich sowas lesen...
 
Ich muss mich hier grad schwer zusammenreissen...Sag mal Leute warum seid ihr denn dann überhaupt Krankenschwestern geworden... Ich könnte schreien wenn ich das lese, kein Bock auf DienstWE, kein Bock auf Übersunden und auf die nervigen Pat. schon gar nicht. 3 Jahre habt ihr Zeit es euch gut durch den Kopf gehen zu lassen ob der Beruf etwas für euch ist mit allem drum und dran wird man hier vorbereitet, und dann muss ich sowas lesen...

Hallo,

Menschen und deren Lebensumstände, sowie Anforderungen im Beruf verändern sich nunmal.
Es wäre doch schlimm, wenn man sich nicht mehr anderweitig orientieren dürfte, auch wenn man vorher über manche Umstände wusste.
Ich finde den Schichtdienst mittlerweile auch nicht mehr so unbelastet wie noch vor ein paar Jahren. Na und? Muss man sich deswegen schämen?
Ich denke nicht.
Bedenklicher finde ich es, die Anzeichen nicht zu sehen und frustriert auf seiner Position zu beharren, da man sich ja diese mal ausgesucht hatte.

Gruß Mary
 
Hallo,
also ich finde ständig Überstunden auch nicht okay. Man muss es halt nicht so hinnehmen, denn Überstunden gehören nicht zum Berufsbild, sag ich mal so. Die dürfen in der Ausbildung nicht stattfinden und später wird es halt oft einfach ausgenutzt (nicht immer und auch keine Verallgemeinerung), aber ich verstehe es schon, wenn es einen stört.
Man hat ja auch noch ein Privatleben und sollte sich nicht komplett für den Beruf aufopfern m. E.

Mal ehrlich: Wer hat schon Bock auf Überstunden??
Keine Berufsgruppe... Mal einspringen weil viel los und viele krank ist eine Sache, aber ob man dann Bock hat ist eine andere. :roll:

Viele Grüße!
 
Ich muss mich hier grad schwer zusammenreissen...Sag mal Leute warum seid ihr denn dann überhaupt Krankenschwestern geworden... Ich könnte schreien wenn ich das lese, kein Bock auf DienstWE, kein Bock auf Übersunden und auf die nervigen Pat. schon gar nicht. 3 Jahre habt ihr Zeit es euch gut durch den Kopf gehen zu lassen ob der Beruf etwas für euch ist mit allem drum und dran wird man hier vorbereitet, und dann muss ich sowas lesen...

Weil es eigentlich ein sehr schöner Beruf ist...nein, für mich war. Mich haben die WE- Dienste niemals gestört, ich war ein begeisterter Schichtgänger und fand die damit verbundenen Vorteile immer sehr gut.
Ich mag mich allerdings einfach nicht mehr vier-, fünf-, oder sechsteilen, um allen Bedürfnissen, Fragen, Anforderungen nur ansatzweise nachkommen zu können. Ich mag einfach nicht mehr acht Stunden ohne nennenswerte Pause unter Strom stehen müssen und dann letztlich doch nur einigermaßen akzeptable Arbeit abliefern. Ich mag nicht in nahezu jedem Dienst Abstriche an mein Selbstverständnis von menschenwürdiger Pflege und meinen Qualitätsanspruch machen.
Ich mag einfach kein Katastrophenmanagement als Arbeitsalltag mehr, ich habe es schlichtweg satt, immer irgendwie am Rand einer umkippenden Waage zu stehen.
Und mich macht es fassungslos, daß so viele Kollegen klag-und widerstandslos in einer apathischen Gleichgültigkeit versunken sind und stumpf vor sich hin wurschteln.
Diese Gleichgültigkeit ist nicht mein Ding, wird sie nie sein.
Also ist zumindest für mich nach knappen 20 Jahren in der Krankenpflege der Zeitpunkt gekommen, aus diesem Kreis zurückzutreten und mit meinem Bündel aus Fachwissen und Erfahrungen etwas anderes zu machen.

Wie war das noch.... 17% weniger Pflegepersonal, dafür 12% mehr an Patienten- so oder ähnlich.
 
@mitfreundlicherempfehlung- genau deine Einstellung treibt net wenige aus dem Beruf. Nämlich die, die eine Seele und Gefühle haben und dazu auch stehen. Wem schon die Empathie für die eigenen Kollegen fehlt ... .

Elisabeth
 
Ärzte nehmen ungern KS wegen dem höheren Gehalt.Du hast ja bestimmt deine Unkosten,die auch weiter laufen würden.Mir geht es genauso,der Schichtdienst,******e wischen,entschuldige ist doch so.Zu anfang macht ein das nichts,aber dann...Ich versuche es gerade bei Krankenkassen oder ähnlichem.Aus welcher Region kommst du?Das ist oft ein weiteres Problem!Was wäre mit Außendienst?Meld dich.Gruß anni
 
Hallo mitfreundlicherempfehlung,sei doch froh wenn dir es noch Spaß macht.Ich bin auch seit 20 Jahren KS und die Zeiten haben sich verändert.Du müßtest doch genau wissen worum es geht.Es ist doch nur noch Fließband.Willst du als alte KS noch am Bett stehen?
 
Ich finde es unverschämt, Kollegen das Recht abzusprechen im Beruf mit den Jahren auszubrennen.
Die Bedingungen sind, wie annie geschrieben hat, nun mal so, dass ein Tief nicht selten vorprogrammiert ist, wenn man seine Berufsideale net aufgeben kann/will.

Und ob eine GuK noch mit über 60 Jahren am Bett stehen kann, darf unter den heutigen Bedingungen wohl mehr als bezweifelt werden. Es werden immer weniger, die es überhaupt soweit schaffen.

Früher war es durchaus möglich, es bis zur Rente auf bestimmten Stationen auszuhalten. Früher... vor 30 Jahren und mehr, unter ganz anderen Bedingungen. Heute kannst froh sein, wenns die 50 relativ unbeschadet erreichst: http://www.krankenschwester.de/foru...sbericht-pflegekraefte-haeufigsten-krank.html

Elisabeth
 
Menschen und deren Lebensumstände, sowie Anforderungen im Beruf verändern sich nunmal.
Es wäre doch schlimm, wenn man sich nicht mehr anderweitig orientieren dürfte, auch wenn man vorher über manche Umstände wusste.


heutzutage ist die arbeit im Krankenhaus nur noch Fließbandarbeit, man schuftet sich nur noch ab, macht alles nur noch mit hektik, Rückenschmerzen entstehen und am Ende vom dienst fragt man sich was man eigentlich gutes für den Patienten getan hat!
Außerdem kann man die Ausbildung nicht mit dem danach vergleichen!!!!!
Die Arbeit mit den Patienten macht mir richtig spaß, aber unter den Umständen... Zudem kommt noch das man für soviel stress und arbeit kaum etwas verdient!!!
Heutzutage ist es echt traurig teilweise in der krankenpflege zu arbeiten. Es ist verständlich wenn man irgendwasn "keinen Bock" mehr hat.
 
Letztes Jahr habe ich in meiner Fachzeitschrift einen Artikel gelesen, der sich mit der hohen Fluktuationsrate in diesem Beruf beschäftigte. Laut diesem liegt die durchschnittliche Verweildauer einer KS/GuK in ihrem Beruf bei fünf Jahren, dann wird was anderes gemacht! Das finde ich schon bemerkenswert. Fünf Jahre nur. Schon das zeigt doch die große Unzufriedenheit in diesem eigentlich schönen Beruf, die Hauptgründe wurden hier schon genannt. Eine Verbesserung ist in meinen Augen nicht in Sicht, eher das Gegenteil.

@mitfreundlicherempfehlung: Ich finde es schade, dass Du einen solchen Kommtentar in den Thread knallst und Dich der weiteren Diskussion dann entziehst. Wie kommst Du zu so einer Aussage? Bist Du frisch im Beruf und noch voller Elan und Idealen? Dann erinnere Dich in ein paar Jahren bitte an Deine Worte. Oder hast Du resigniert und meinst in dem Beruf ausharren zu müssen, weil Du in Dir mal ausgesucht hast? Du kannst davon ausgehen, dass die meisten hier sich bewusst und mit reiflicher Überlegung für diesen Beruf entschieden haben. Doch die vielen Verschlechterungen der letzten Zeit konnte doch bei seiner Wahl keiner absehen. Unabhängig davon gibt es unzählbar viele Gründe, einige wurden hier genannt, die zu Frust und Unzufriedenheit führen. So ist es doch gut, wenn der Beruf, nach ebenso reiflicher Überlegung, aufgegeben wird, ehe man zu stumpf (abgestumpfte, die dennoch in diesem Beruf weilen gibts schon genug), krank etc. wird. oder?
 
Vielleicht lohnt es sich ja mal den Blog der Zeitschrift Heilberufe anzuschauen und festzustellen: ja, es ist net mehr so einfach den Beruf rundum optimistisch zu sehen: Heilberufe-Blog Blog Archiv Erniedrigend

Elisabeth
 
aber trotz dem ganzen Mist mit schlechter Bezahlung, be******enen Arbeitszeiten, Streß und Frust, der Beruf hat was, und wenn es nur das Erleben von total witzigen, schrägen, absurden, traurigen täglichen Erlebnissen ist.
Habe viel gelacht und auch öfters mal geweint in den letzten 29 Jahren, aber eigentlich öfters Tränen gelacht.
Kann mir nicht vorstellen, in einem Bürojob ein solches Gefühlspektrum täglich auf ein Neues zu erleben. Ist ja fast wie auf Droge!!!:sdreiertanzs::beten::zunge::klatschspring::anmachen::cry1::sdreiertanzs:
Das Problem ist glaube ich, daß sich viele Pflegekräfte einfach zu ernst nehmen. Ehrlich, wenn sich hundert Leute mit einem Todernst darüber auslassen, in welcher Reihenfolge man den Pat. wäscht,(der sich zu Hause oftmals gar nicht gewaschen hat, oder selbst das Gesicht nur mit dem rosa Läppchen u.s.w) fehlt mir das Verständnis. Lacht mehr mit euren Kollegen, Patienten und Ärzten, laßt mal 5 gerade sein, und es flutscht.
 
Das Problem ist glaube ich, daß sich viele Pflegekräfte einfach zu ernst nehmen. Ehrlich, wenn sich hundert Leute mit einem Todernst darüber auslassen, in welcher Reihenfolge man den Pat. wäscht,(der sich zu Hause oftmals gar nicht gewaschen hat, oder selbst das Gesicht nur mit dem rosa Läppchen u.s.w) fehlt mir das Verständnis. Lacht mehr mit euren Kollegen, Patienten und Ärzten, laßt mal 5 gerade sein, und es flutscht.

Wunderbare Rede! Genauso sehe ich das auch! :hicks:
Ein bißchen mehr Gelassenheit würde vielen Kollegen nicht schaden. Man sollte auch bedenken, welche Langzeitschäden aufgrund des Dauerstresses bei einem selbst auftreten können und werden. :gruebel:
 
Hallo zusammen! Das mit dem Tief kennt, glaub ich, mal jeder..ich hab das auch durch und mich dann entschieden, zwar in der Pflege zu bleiben, aber in die ambulante Intensivpflege zu gehen. Das mag jetzt etwas gechillter klingen, weil ich ja "nur" einen Patienten/in habe, den zu versorgen gilt, aber den habe ich dann auch über 12 Stunden. Auch das kann durchaus anspruchsvoll und anstrengend sein, aber ich gehe trotzdem abends nach Hause und bin vor allem eins - zufrieden! Ich weiß, dass ich alles habe machen können, was meinem Patienten gut tut und ich weiß, dass er bei der Nachkollegin in guten Händen ist und deswegen kann ich am nächsten Tag auch wieder hingehen.

Jetzt sieht es so aus, als könnte ich meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr lange ausüben und ich suche händeringend nach einer Alternative, die mich nicht zu weit von der Pflege wegtreibt...ich bin gerade 40 und Alleinverdienerin.. also werd ich mich wohl auf den Hosenboden setzen müssen und versuchen im Qualitäts- und/oder Casemanagement Fuß zu fassen...by the Way..kennt einer von Euch ne gute BU/EU-Versicherung?/ Es wird langsam Zeit...hüstel...)

Man muss einfach zu seiner Entscheidung stehen können, egal wie sie ausfällt, sonst ist jede Veränderung ein "Griff ins Klo".
 

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