Feindseligkeit unter Pflegenden

Danke Elisabeth, gibt es eines, welches Du mir besonders empfehlen kannst?

Dieses Thema im Bezug auf die Pflege alleine, füllt ja schon ganze Regale.
 
Hab eben selbst das erste mal mit dem Wort dort reingeschaut. Mich spricht das erste sehr an und ich überlege, ob ich es mir kaufe.

Elisabeth
 
Habe es auch gesehen und bin gerade am Schauen, ob es nicht ne größere Leseprobe gibt.

Ich werde mal in der Unibibliothek schlau machen.
Die haben da sicher einiges und wenn ich es ganz interessant finde, werde ich es mir vielleicht zulegen.

Habe selbst schon so gelitten unter derartigen Vorkommnissen und kann nicht sagen, wie ich damals noch aufrecht gehen konnte.
 
Hallo Hexe, ich finde es sehr mutig und sehr offen von dir, dass du hier über deine Erfahrung mit Mobbing berichtest hast und vor allem aufgezeigt hast, wie schnell man auch zum Mobber werden kann.
Dafür hast meine Anerkennung, denn das kann kaum jemand.
Als meine Schwiegereltern vor einigen Jahren tödlich verunglückten, fand sich auch keiner aus dem damaligen Team bereit, meinen Dienst zu tauschen, damit ich zur Beerdigung gehen konnte. Auch die PDL nicht.
Später habe ich gekündigt.
Viele Menschen werden in diesem Beruf emotional tod, können und wollen nicht mehr fühlen, sich selbst nicht, andere nicht...
LG blauwolf
 
,, ich halte es immer so, dass ich nett zu den Anderen bin, aber nicht zu nett, alle Leute, bis auf einige Ausnahmen sind der Meinung, es ist gut, mit mir auszukommen...
Was die Ausnahmen betrifft, die lernen es schon auch noch...Da muß ich aber nicht lästern, mobben oder intrigieren:up:



Hexe, ehrlich gesagt bin ich doch platt, daß sich hier endlich auch mal insofern jemand outet, daß er sich vielleicht nicht immer korrekt verhalten hat.
Bin doch froh....denn wenn sich hier jemand auch mal traut, sowas zuzugeben, dann hat er es ja bgreigffen.
Ich selbst, habe noch niemanden gemobbta aber ich habe schon weggeschaut...weil ich selbst Angst hatte. Würde mir eute nicht mehr passieren....hoffe ich.

Wie ich das den Leuten beibringe, also jeder ist auf was anderes empfindlich, jeder hat so seine sensible Seite und wenn die wissen ist weiß wo die empfindliche Stelle ist dann lenken die ersten ein, machen sie weiter dann mache ich mit, meist reicht das.
Eine hat immer rumerzählt, alle Patienten, Kollegen und Ärzte hätten sich über mich beschwert, da habe ich nachgehakt, die rückte nicht mit den Namen raus, da habe ich es so gemacht, als sie mal zur gleichen Zeit wie sie mal vor allen Leuten gefragt, ob Leute von denen dabei sind, die sich beschwert haben, die lauschten auf, ich habe dann gesagt was sie mir gesagt hat und noch mal die waren bass erstaunt, ich habe noch andere gefragt, bin selbst zum BR und zur PDL gegangen habe die gefragt, die wollten auch genaueres wissen, aber nix genaues! Dann habe ich bei der Teamsitzung das Thema noch mal angebracht und gesagt, ich wünsche mir, dass die Leute, die was zu sagen haben mit mir direkt reden, sie können sich ja gerne einen seelischen Beistand mitnehmen.
Die PDL wies die SL an, sich in Zukunft immer beide Seiten anzuhören, danach war das Thema gegessen!
Gibts wieder ein Problem werde ich das wieder offen angehen, also hinter meinem Rücken über mich reden ist nicht!
 
Etwas direkt anzugehen und danach zu fragen, ist etwas anderes, als sich die Achillissehne, des anderen zu suchen.

Ich denke, der könnte es auch lernen, indem man gerade so nicht vorgeht.

Sich gleich die SL und die Kollegen ranholt und aufzeigt, wie offensichtlich das ist.
Wenn etwas noch so offensichtlich abgeht, es endet oft erst, nachdem man es ausgesprochen hat.

Hinter dem Rücken eines anderen ist schnell mal was gesagt.....das unbedingt als üble Nachrede zu deklarieren, ist glaube ich auch sehr übertrieben.

Nicht selten ist das, worüber man bei anderen redet, eine Lapalie, die auch gleich wieder vergessen ist.

Aber sollte das ganze deutlich unterschieden werden, von rufschädigenden Gerüchten, die gezielt abgeladen werden, um jemanden fertig zu machen.
 
Etwas direkt anzusprechen war eben die Archillesferse...
Sicher wird viel geredet und auch ich tratsche, aber von Klatsch und Tratsch zu Verleumdung ist es ein weiter Weg, wenn ich sagt, deine neue Frisur steht dir nicht, oder dein Freund ist ein Couchpotato ist das nicht nett, aber eben meine Meinung.
Wenn ich aber das Gerücht verbreite, über eine Kollegin würden sich massenhaft Leute beschweren, oder eine neue Kollegen würde ihre Patienten gefährden, die wurde übrigens zum Ende der Probezeit gekündigt, leider hat niemand mit der neuen Kollegin gesprochen auch so ein Mysterium, denn wenn da nur ein wahres Wort dran wäre wäre das wohl unterlassene Hilfeleistung.
Leider geht nun die neue Kollegin mit dem Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Inzwischen ist das Supervisionsthema. Ich werde nie verstehen, wie eine SL sowas nicht nachprüft und die Kollegin an die Luft setzt:kloppen:
 
Vielleicht wollte Deiner Sl,sie ja loshaben....?
Und über diese Kollegein wurde gesagt, sie würde fahrlässig mit ihren Pat. ungehen?
Niemand hat sie darauf angesprochen?

Tja, dann hat sie nicht nur jemand in Veruf gebracht, in diesem Fall haben auch ausreichend Leute weggeschaut.

Bei euch gibt es wenigstens SV.....
 
Eben, es haben Leute weggeschaut, aber nicht weil wirklich Patienten gefährdet wurdem, sondern weil einige Leute unreflektiert Dinge über andere behaupten und wiederum andere das unkritisch übernehmen.

Einmal hat eine jüngere Kollegin mir erzählt, die X. hätte über Y. gesagt...
Ich solle sie doch bitte mal auffordern das zu unterlassen. Das habe ich nicht gemacht, sondern X. ganz unschuldig gefragt. Ich habe sie beiseite genommen und gesagt, ich hätte gehört, Y. habe... Und danach habe ich sie ganz unschuldig gefragt, weißt du was drüber? Das müssen wir dann mal öffentlich machen:engel:! Die Kollegin sah mich total überrascht an, überlegte kurz und sagte dann, sie hätte auch davon gehört, aber eben nur über dritte Personen:up:! Das Ende vom Lied, ich habe unsere Stellertretung gefragt, der grinste nur und sagte, das X. und Y. gerade ganz andere Probleme miteinander hatten. Inzwischen haben X. und Y. sich wieder lieb und alles ist wieder gut:hicks:!
 
Um so trauriger, daß eure SL, da einfach mitmacht bzw die Kollegin zu gehen bittet, ohne nachzu haken, was da los ist.

Die arme wir jetzt an sich zweifeln und das obwohl sie an dem ganzen am wenigsten Schuld hat.
 
Die SL schätzt du völlig falsch ein, erstens, was lernt die gute SL immer beide Seiten! anhören!
Mobbing hat seine Ursache oft in Führungsschwäche und ich erwarte von einer SL, dass sie diffenenzieren kann und nicht ungeprüft irgendwelche Behauptungen blind übernimmt!:besserwisser:
Das Blöde ist, sowas wird sich so lange wiederholen, bis sich der Entwicklungsprozess der SL fortgeschritten ist und das wird wohl so schnell nicht passieren.

Die neue Mitarbeiterin jedoch hängt erst mal durch, gut, dass es hier genug Stellen gibt und sie so wenigstens nicht arbeitslos werden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

soll das heisen, daß Eure SL, die Kollegin zu gehen gebeten hat, obwohl sie wußte, daß es Ärger bei Euch gab?

Sie hat also gewußt, Daß Die Gerüchte keinen Wahrheitsgehalt haben?


Ich bin auch der Meinung, daß Team steht und fällt mit der Leitung, jeddoch nicht nur.
Für alles kann man eine Leitung auch nicht verantwortlich machen....manchmal wird sie aus den Unruhen auch ausgeschlossen, um nicht dagegen vorgehen zu können.
 
Es gibt sehr interessant Bücher zu dem Thema, zb. über Gruppendynamik und
CLICK

liebe Grüße Fearn
 
...Mobbing hat seine Ursache oft in Führungsschwäche und ich erwarte von einer SL, dass sie diffenenzieren kann und nicht ungeprüft irgendwelche Behauptungen blind übernimmt!:besserwisser:
Das Blöde ist, sowas wird sich so lange wiederholen, bis sich der Entwicklungsprozess der SL fortgeschritten ist und das wird wohl so schnell nicht passieren.
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Nennt man das dann net Bossing?

Elisabeth
 
Jop Elisabeth,

wenn sich aber die SL da schon einklingt bzw. anfängt, dann finde ich das bedenklich.
Wenn die Sl schon mit derartigen Methoden arbeitet, dann wird sie nicht eingreifen, wenn ihr Team mobbt.
U.U. läßt sie ihr Team sogar die Drecksarbeit machen.

Ich glaube sogar, daß das garnicht so selten vorkommt.

So spart man sich als SL die Arbeit, wenn man jemanden loswerden will.
 
Genau das ist ja das Problem, die SL spielt das Team gegeneinander aus. Einige sind nicht blöd, andere kennen sie einfach schon zu lange, fest steht, wer einsam und isoliert ist im Team geht so leicht unter.
Mit mir und anderen Kollegen konnte sie das nicht abziehen, im Gegenteil! Die hat schon gemerkt, dass ich mich von ihr nicht runterziehen lassen und wenn ich andere von ihren Praktiken erzähle, rudert sie gleich zurück.
Eine neue Kollegin jedoch muss ihren Platz im Team erst finden und wenn sie das nicht tut, dann hat sie Pech und geht unter.
 
Dann müßt ihr eurer Kollegin unter die Arme greifen und auserdem sollte Ihr mal eurer SL, klar machen, was ihre eigntlichen Aufgaben sind.

Es kann nicht angehen, das eine SL mit solchen Mitteln arbeitet,ohne daß es Konsequenzen für sie hat.

Habt Ihr zu viel Personal auf der Station, daß sie es sich leisten kann, die Leute wegzu ekeln?
 
Hi!

Ich kann jetzt zwar nicht aus der Erfahrung einer Pflegekraft sprechen, da ich erst am 01.10. meine Ausbildung beginne. Aber ein paar Jährchen Berufserfahrung habe ich auch auf dem Buckel. :)
Meiner Erfahrung nach gibt es diese Zickereien und anderes Fehlverhalten am meisten dort wo der Streßpegel hoch ist und die Leute relativ unzufrieden sind, weil sie zuviel für zu wenig Geld / Anerkennung arbeiten müssen.

Vor ein paar Jahren habe ich als Aushilfe in einem Hotel (Bankett) angefangen und habe dort inzwischen den 4. Chef. Es ist schon erstaunlich wie sehr die Stimmung im Team vom Führungsverhalten des Chefs abhängt.
Anfangs war es wirklich ätzend für mich dort und ich habe öfter überlegt wieder hinzuschmeißen. Es gab dort so einen harten Kern die getratscht haben. Dann gab es die Oberzicke die gerne Arbeit auf andere abgewälzt hat und gerne dem Chef mal Kuchen mitbrachte. Dann gab es zwei völlig überarbeitete Fleißige die garkeinen normalen Arbeitston zustande brachten. Und es gab eine, die gerne mal etwas Falsches sagte um einen gegen die Wand laufen zu lassen.
Während dem 2. Chef fing schon manches an sich zu verändern. Der große Durchbruch kam mit dem 3. Chef. Die Oberzicke wurde in ihre Schranken verwiesen (vielleicht mochte der ihren Kuchen nicht? ;) ) Eine aus dem Tratschteam kündigte und aufeinmal waren der Rest ganz nette umgängliche Menschen, die Überarbeiteten kündigten dann irgendwann auch und der Ton wurde wieder normaler.
Inzwischen macht das Arbeiten dort richtig Spaß.

Zusammenfassend kann ich sagen:

- man kann so eine Situation aussitzen in der Hoffnung es ändert sich was
ändern kann man selbst ersteinmal wenig
- mit der Berufserfahrung gewinnt man auch Sicherheit und lässt sich manches nicht mehr so einfach gefallen und die Mitarbeiter bekommen dann auch mehr Respekt vor einem (man strahlt sowas ja auch irgendwie aus)
- wenn die Dinge sich auf absehbare Zeit nicht ändern und der Chef macht keine Anstalten zu gehen (in meinem Fall wußte ich dass der 1. Chef bald ins Ausland gehen wird) sollte man sich was Neues suchen
- Leute die einen bewußt auflaufen lassen sollte man in Teamsitzungen darauf ansprechen, das ist denen meistens sehr peinlich...

Soweit meine Lebenserfahrung... :besserwisser: :)
 
Hallo,

welche Rolle hattest Du in diesem Gefüge?
Hat man Dich in Ruhe gelassen oder hast Du mitgemischt, oder Dich ganz raushalten können?

Hast Du denn selbst mal darunter gelitten oder selbst mal derartiges provoziert?
 

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