Feindseligkeit unter Pflegenden

mittlerweile ist diese Hilflosigkeit in Aggression umgeschlagen


Kommentar von einem Großteil Kollegen: Leg dir doch ein dickes Fell zu (soso ^^)


Pflege diesen Zorn und ich bin sicher, auf einmal macht jeder einen Bogen um Dich, der Dich voher noch trietzen wollte.

Ich habe dieses unterschwellig blöd sein gleich abgestellt.

Heute denke ich, wenn irgendeiner Gegenwind erwartet, dann hält er sich nämlich zurück....könnte ja seine Lieblingsmütze davon fliegen und das wäre noch die harmloseste Sorge. (Du sagst, daß Du Dir das verbittest)

Und am wenigsten, rechnet sone hohle Frucht mit nem Wirbelsturm, wie Pericardinchen ihn ausgelöst hat.(Gerichtsverfahren)

Gruß olynthchen
 
für ein Gerichtsverfahren war ich selbst schon zu schwach - das Mobbing selbst hat sich über Monate zuvor hingezogen - dazu ist zu sagen, dass sämtliche Kollegen unzufrieden auf der Station waren und die Leitung war - naja - sagen wir mal, selbst überfordert

ich hing mitten im Burnout (meine Scheidung war auf dem Höhepunkt - aus der hab ich einen fast 5stelligen Schuldenberg zugesprochen bekommen, da mein Exmann HartzIV bezog). Ich war Gott sei dank neu liiert - der Mann hat mir heute betrachtet, mein Leben gerettet - ohne ihn wär ich verhungert, verdurstet und im Dreck erstickt.

Kraft mich umzubringen hatte ich nicht mehr - ich bin irgendwann nicht mehr aufgestanden >.<


ich war das perfekte Opfer - zuvor schon psychisch nicht ganz auf der Höhe, eher introvertiert und von Grund auf ein Paradiesvogel, der es so schon nicht leicht hatte ("weils für einen der Extreme liebt, keine leichten Wege gibt" *schmunzel*) - exzentrisch bin ich heute noch, genieße das Vertrauen meines AG ein zweites mal in Form einer Führungsposition (wenngleich auch eine Kleine)

was will ich mehr? Ich hab mehr Selbstbewusstsein getankt, als ich zuvor hatte - manchmal haut es mich für ein paar kleine Momente nochmal um - ich muss nur in den Spiegel schauen und weiß - ich hab das geschafft.


Ich wünsche allen Kollegen, die das durch machen, dass sie sich nicht zerbrechen lassen. Ich wollte das Schlachtfeld damals eigentlich nicht als "Verlierer" verlassen - heute weiß ich, es war kein Rückzug aus dem Krieg sondern ich bin in den Frieden gegangen - weit weg von Schlechtigkeiten und Nichtigkeiten, die von der Mücke zum Elefanten gemacht wurden



PS - es fing mit Kleinigkeiten an - so wie es immer anfängt
 
und trotzdem - was bleibt ist immer noch so ein kleiner Haufen Scham gespickt von Angst, dass es doch nochmal passiert.
 
und trotzdem - was bleibt ist immer noch so ein kleiner Haufen Scham gespickt von Angst, dass es doch nochmal passiert.


Und dann schaust Du wieder in den Spiegl und weist Du shast es geschafft.

Ich habe auch kein Gerichtsverfahren angestrebt.
Ich habe es nicht mal beim Namen genannt.
Ich hab auch noch manchmal Angst und je nach dem, wer in der Schicht ist, habe ich nach wie vor keine Lust arbeiten zu gehen.
Dann beiß ich halt die Zähne zusammen, fühle mich auch in dieser Schicht dann nicht gut aber die Zeit geht rum und es kommen auch gute Arbeitstage.
 
Als ich mal in einem Pflegeheim arbeitete:
Als Neue hatte ich damals das ganze TeaM GEGEN MICH, ebenso die PDL und die Stellvertretung! Von der Geschäftsleitung hieß es: durch das Tal der Tränen muß jeder Neue durch!
Für mich war es ein "Kampf" gegen Windmühlen, zumal dieses Theater in Diffamierungen, sich zum Hans-Wurst-Machen, Verarschen, dumme Sprüche ertragen, alles das tun, was die anderen nicht wollten, Verleumdungen, Verdrehungen, in den Rücken fallen und sich nicht an Absprachen halten durch die PDL .... bestand. Das war mir einen Kampf nicht wert, denn ich konnte diese KollegInnen nicht auf ein anderes, besseres Denken und Handeln bringen, sie waren Primitive. Ich ging und das war gut so, denn ich wollte nicht so sein wie sie und es auch nicht werden und schon garnicht so arbeiten.
Das war nur ein kleiner Teil von Mobbing, den ich in jahrzehntelanger Berufserfahrung erlebte. Es gab noch schlimmeres.
LG blauwolf
 
das Gefühl nicht mehr gern zur Arbeit zu gehen, war zu präsent für mich - ich hatte 2 Lieblingskolleginnen (klingt irgendwie blöd) - die hatten sich aus allem rausgehalten (zwar irgendwo auch weggeguckt, aber sie waren immer zuvorkommend zu mir). Aber mit den beiden habe ich so selten zusammen gearbeitet, dass es sich nicht mehr aufgewogen hat.


mir geht es heute manchmal noch so, dass ich denke - ich war an allem selbst Schuld... wo doch eigentlich zwei Seiten dazugehören.
 
hallo

@ olynthchen" Kirche im Dorf lassen " mein ich wörtlich .....

nicht jeder Dieb ist ein Mörder und wird automatisch ein Mörder, aber genau das beschreibt ihr hier.....

stellt alle Diebe an die Wand, dann kann auch kein Mörder raus werden......

natürlich gibt es äußerst tragische Fälle und wenn es um sexuelle Belästigung geht, verstehe ich sowieso keinen Spass........

ich habe selber einen äußerst unschönen Leitungskampf hinter mir, auch ich habe gekniffen, obwohl ich bei den Methoden wenigstens vorm AG gewonnen hätte.....
es waren nicht die Kollegen sondern die Leitung des Hauses, auch meine Nerven wurden bis auf`s äußerste strapaziert.....
ich bin gegangen, habe heute meine Ruhe, merke aber immer noch die Spätfolgen, dank meiner Arbeit in der Psychiatrie kann ich aber damit umgehen.....

und trotzdem sage ich nicht jede Lästerei ist der Anfang von Mobbing, denn dann kannst die Hälfte der deutschen Krankenschwestern abschaffen....

wenn du hier alles gelesen hättest wüßtest du auch, das in meiner Gegenwart keiner schräg angequatscht wird......

aber Mimosen, die bei dem kleinsten Bißchen 1 Woche AU reinschieben, weil sie "gemobbt" werden, kann man auch nicht gebrauchen.....

vielleicht ist das der Fehler der Pflege, man kennt nur Extreme.....

die Mäuschen die alles machen und immer ja sagen.....

oder die, die bei der Fliege an der Wand gleich "hilfe" brüllen

wie wäre es mal mit der goldenen Mitte, das heißt bestehende Tatsachen zu hinterfragen, abzugrenzen und dann von Fall zu Fall entscheiden......

viele Grüsse
Bully
 
Nein, Schuld hat man selbst nicht!!!
Wenn ich keinem anderen auf die Nerven gehe, dann hat der mich auch nicht zu nerven!

Sicher kann man eine derartige Behandlung triggern....indem man sich besonders flappsig verhält, alles besser weis, andere immer zurecht weisen will oder solche Sachen.

Dann kann ich schon mal unfreundlich werden und mich im Ton vergreifen.
Dabei muß es bleiben...dem anderen zeigen, daß gefällt mir nicht.

Der jenige könnte sich aber auch ganz schnell unter einem Haufen Kollegen wieder finden, die ihm auf ihre "spezielle Art" zeigen, wer was besser weis oder flappsig sein darf.

Aber egal, wenn man auch seine Eigenheiten hat, so darf man deswegen nicht angegriffen werden.


Bully, ich habe alles gelesen und ich würde nicht alle an die Wand stellen, damit es keinen Mörder geben kann!

Ich rege mich auch nicht über alles Geschwätz auf und wittere hinter jedem mir nicht pässlichen Wort, Mobbing!
Ich bin durchaus im Stande, dummes Geblubber von echtem Rufmord oder Hetze gegen jemanden, zu unterscheiden.

Ich möchte aber noch mal darauf aufmerksam machen, daß es im Kleinen beginnt....
Wenn man da nicht rechtzeitig die Bremse zieht, macht jeder mit einem was er will.

Wie du unsere Beiträge interpretierst, daß ist Deine Sache aber ob es auch so stimmt ist eine andere.
 
Bully für mich heißt Mobbing - es steckt eine Systematik dahinter und es kommt subtil - und es zieht sich wie Kaugummi - da gehts zum. bei mir nicht um die Fliege an der Wand sondern darum, dass über Monate hinweg tagtäglich Schoten kommen - Diskriminierung (keine Übergaben, Drecksarbeiten erledigen usw.) - nein ich scheue mich nicht, Patienten mit schwierigem Verhalten zu pflegen - und auch habe ich meinen Dreck immer weggeputzt - wenn aber dazu kommt, dass keiner mich mehr unterstützt, ich aus Gesprächen ausgeschlossen werde, ich keine Patienteninformation mehr erhalte - und da auch noch ne Leitung dahinter steht - dann sind das für mich keine Kinkerlitzchen mehr

ich hab gesagt, es hat mit Kleinigkeiten angefangen - es können welche bleiben - es kann auch Mobbing draus werden.

That's it
 
JOP!...dat mein isch abber auch.....
 
Mich würden mal die Beweggründe eines Menschen interessieren, der mobbt ...
Aber ich denke, die trauen sich nicht, dies öffentlich zu machen.
Sind Mobber eigentlich meistens Feiglinge und Schwächlinge, die ihr geringes Selbstwertgefühl nicht anders als durch Mobbing ausdrücken können?
LG blauwolf
 
hallo

letztendlich sind wir ja alle derselben Meinung.....

Mobbing ist nun mal etwas, was gar nicht geht und ich kann anderen menschen ohne Grund ihr Leben vers.....

eine neutrale Ansprechstelle wäre gut, ich kenne das aus mehreren Gesprächen mit Büroleuten.....

das Mobbingopfer kann dorthingehen und reden, die reden mit den sogenannten Mobbern und bilden sich ihre Meinung......

meistens hilft das schon, weil sich die Täter erkannt fühlen und nicht weiter machen......

diese Stelle ist aber vollkommen neutral, hat mit der Firmenleitung nichts zu tun und agiert selbständig, oft wird nicht mal bekannt das da was war....

klappt es nicht durch Gespräche, dann wird auch notfalls die Firmenleitung eingeschaltet, meist zu Gunsten des gemobbten......

was positiverweise dazu führt, das in diesem Betreib wirklich wenig von Mobbing die Rede ist.......

leider gibt es das noch viel zu selten.....

viele Grüsse
Bully
 
Blauwolf ich glaube sogar, dass Mobber sehr intelligent sind (u.a.)

Sie sehen, wo sie Macht ausüben können und nutzen diesen Punkt zu ihrem Vorteil für sich - manche ohne zu wissen, aus welchem Grund (Mitläufer) - aber einen Anstifter gibt es ja meist... der wird wenn auch unbewusst wahrscheinlich an seiner Strategie basteln. ("Dem Kollegen wisch ich eins aus")
 
Ja, das ist möglich, dass sie intelligent sind. Aber ist es nicht auch eine gehörige Portion Schadenfreude, die bei vielen Mobbern mitspielt?
Jemanden einen Streich spielen und sich auf dessen Kosten belustigen, ist doch durchaus gesellschaftsfähig.
Die Mobber engagieren sich dabei nur stärker als normal.
Schlimm wird es, wenn Leitung und Team und Supervisoren aus welchen Gründen auch immer, zusammenhalten und das Mobbing dadurch unterstützen. Da hilft dann nichts mehr.
LG blauwolf
 
Mich würden mal die Beweggründe eines Menschen interessieren, der mobbt ...
Aber ich denke, die trauen sich nicht, dies öffentlich zu machen.
Sind Mobber eigentlich meistens Feiglinge und Schwächlinge, die ihr geringes Selbstwertgefühl nicht anders als durch Mobbing ausdrücken können?
LG blauwolf

Hallo,

auf den ersten Seiten habe ich zwei Beispiel genannt.

Die Motivation dazu fällt sehr unterschiedlich aus.
Aber ja, eine der Gründe ist mangelndes Selbstwertgefühl beim Mobber.
Wenn das Opfer denn wüßte, das der Mobber u.U. noch viel kleiner ist, als es selbst.

Dann möchte vielleicht jemand unbedingt nache oben und geht dabei über alles drüber , was sich ihm in den Weg stellt oder das gleiche erreichen möchte.

LG olynthchen
 
hallo

also für mich sind "wirkliche" Mobber im Grunde bösartige Menschen....

denn sie versuchen bewußt andere Menschen nach Plan zu ärgern, zu zerstören......
ob nun aus Neid Mißgunst oder Spaß an der Freud, alle Motive sind "böse"

ich habe keinen anderen Ausdruck dafür......

für mich ist es schon bösartig wenn ich bewußt gezielt Unwahrheiten über andere Menschen erzähle.....
und für mich gibt es auch keine Gründe dafür bzw irgendwelche erklärbaren Situationen die das entschuldigen

es erinnert ein bißchen an den Schulhof, der größere Junge verprügelt aus Spaß den Kleineren ...... Macht

Mobbing ist vielleicht "Macht" im Erwachsenenalter

viele Grüsse
Bully
 
streich das "vielleicht" in deinem letzten Satz Bully, dann unterschreib ich das so :)
 
Hallo,

ja, wir reden hier von Macht....von einer Macht, die jeder von uns hat!
Ungeachtet dessen, ob Dir jemand folgt, sich Dir also anschließt.

Sicher haben wir es mit Charakterschwachen Menschen zu tun oder aber auch nicht.
Das es für manche keine Sympathieträger sind, liegt in der Natur der Sache.
Echte Bösartigkeit......ich weis nicht inwieweit da Vorsatz eine Rolle spielt.
Aber in unserem Beruf gibt es ausreichend "böse" Menschen.

Jeder orientiert sich leider am dominanten Teil des Teams und nimmt deren Ansichten und Arbeitsweisen an.
Sicher auch um selbst nicht in die Schußlinie zu geraten.
Das würde bedeuten, wenn so jemand mitmacht oder selbst anfängt, tut er das aus seinem Überlebensdrang oder weil Boshaftigkeit in einem Maße bei ihm angelegt ist, daß er es nicht kontrollieren kann bzw. auf diese Art und Weise auslebt?

Spaß haben dabei...geht ja schon in eine Richtung....wo ich weiter zum Psychater schickn würde.
 
Mobbing im eigentlichen Sinn beginnt eher zufällig, wie schlimm es wir hängt von mehreren Faktoren ab
-wie reagiert die SL macht sie das mit, geht´s von ihr aus
-die Kollgenen, wenn die das bemerken und es thematisieren und aktiv mitmachen oder dagenen sind
-das Opfer, nicht jeder ist das ideale Opfer.

Außerdem hier mal eine Frage, kennt ihr Markus Oberberg, der hat ein E-Book zu diesem Thema rausgebracht, es gibt auch eine kostenlose Version mit Newsletter. Schon das macht einem viele Dinge bewusst, ob das E-Book gut ist weiß ich nicht, aber die kostenlose Version ist auch nicht schlecht...
 
Hallo,

nein, kenne ich nicht, werde mich gleich informieren.

Sicher spielen verschiedene Faktoren eine Rolle...das meinte ich ja.

Macht hat jeder und das beste ist, wenn man gleich anfängt Zähne zu ziehen.
Sofort, wenn sich so eine Unwohlsein einstellt.

Leider ist es doch so, daß sich die SL da nicht einklingt.
Denn wenn der Laden einigermaßen läuft, auch bei hoher Fluktuation...dann hat sie keinen Grund einzugreifen.
Der der sich gestört fühlt, wird gehen...
 

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