Blasenspülung bei verstopftem suprapubischem Katheter

Dieses Thema im Forum "Nephrologie / Urologie" wurde erstellt von M!aren, 13.10.2016.

  1. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Wurde heute in der häuslichen Pflege zu einem Palliativpatienten gerufen. Sein suprapubischer Katheter war verstopft, er war sehr unruhig. Bei uns auf dem Land ist fast kein Arzt mehr zum Hausbesuch zu bekommen. Damit dem armen Mann ein Transport auf die Urologie erspart blieb, bat mich mein PDL eine Blasenspülung vor zu nehmen.
    Urin trat aus der Katheteraustrittstelle aus.
    War das Vorgehen korrekt ?
    Könnte ich in solch einem Fall u.U. auch die Flüssigkeit in die Bauchhöhle drücken oder besteht da keine Gefahr ?

    Die Ehefrau zeigte mir eine uralte gammlige Perfusorspritze mit der sie es selber (mit Sprudel!) auch schon gemacht hatte... Ich habe es natürlich mit sterilem Material gemacht - Gefahr der Harnwegsinfektion ?!
     
  2. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Ohne AVO keine Blasenspülung. Du kommst in Teufels Küche.
    Palliativ oder sonst was. Auch eine schriftliche und gesiegelte Anordnung Deiner PDL entbindet Dich nicht von Deiner Durchführungsverantwortung. Ihr habt (hoffentlich) Standards. Was steht darin?
    Urologie anrufen, sollen Transportschein vorhalten, Krankentransport und weg.
    Uuups, manchmal ist es nicht allzu schlau, die ambulante Karte auszureizen.
    ("ist bei uns so üblich")
     
    #2 Elfriede, 13.10.2016
    Zuletzt bearbeitet: 13.10.2016
  3. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Ja... so hab ich mir das gedacht...
    was kann denn konkret bei einer Blasenspülung bei suprapubischen passieren ?
     
  4. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Kenne die anatomischen/pathologischen Gegebenheiten nicht.

    Möchte aber nicht den Dreck von der Blase in die Niere spülen.
    Idealerweise geht der Überdruck über die Harnröhre hinaus, aber...
     
  5. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Liegt die Blase dann eigentlich immer an der Bauchwand an (verklebt) ? Mein Horror war, dass ich u.U. die Flüssigkeit (ist ja schon Druck auf so einer Spülung) in den Bauchraum puste...
     
  6. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Das verhindert das Kaff / die Blockung des DK´s. Solange Du nicht den SPK tiefer schiebst (das Kaff von der Blasenwand entfernst) und dann erst mit ordentlich Kawumm spülst, hast Du kaum eine Chance den Bauchraum zu erreichen.
    Ich würde mich aber nicht drauf verlassen.
     
  7. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Blasenspülung macht man eigentlich gar nicht mehr. Zumindest haben wir das so gelernt. Die Gefahr Keime zu verschleppen ist einfach zu groß. Bei uns im Haus kaufen Spülungen höchstens noch nach Op's, und dann mit nem Spülkatheter.
    An deiner Stelle hätte ich es gemacht wie Elfriede auch schon sagte: Urologen benachrichtigen, Krankentransport organisiert und gut. So bist Du auf der sicheren Seite und der Patient wird nicht mit "halb garem Wissen" gefährdet (sorry, aber was Du getan hast ist Patientengefährdung).
    Liebe Grüße
     
  8. M!aren

    M!aren Stammgast

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    ok... nur... der Patient (hochbetagt) möchte zu Hause sterben. Er ist in der finalen Phase. Hausarzt kommt nicht. Urologe erst recht nicht. Krankentransport ins Krankenhaus mit allem drum und dran hatten sie erst neulich, es war wohl ganz schrecklich für den Patienten und seine Frau.
    Aber rechtlich ist es bestimmt so "richtig" wie ihr schreibt.

    Elfriede, wenn ich den Schlauch etwas nach innen schiebe, kann ich dadurch das Kaff von der Blasenwand entfernen ?
     
  9. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    finds okay was du gemacht hast... hätte ich genauso gemacht. einen palliativ-patienten wegen nem verstopften dauerkatheter in die klinik zu karren, hmmm kann man machen, muss aber nich sein. du hast das einverständnis vom patienten und der ehefrau, also alles gut. leute, ihr habt ne ausbildung hinter euch, da kann man auch mal tätig werden.

    Katheter anspülen ist voll okay und nein, da läuft nichts in den bauchraum...
     
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  10. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Passiert nicht so oft, aber hier schließe ich mich FLORA.BLEIBT mal an!
    Ich hatte in der näheren Verwandschaft einen Mann mit SBK, der Urologe selbst kam regelmäßig zum Katheterwechsel nach Hause zu ihm. Katheter war auch schon mal verstopft, der Urologe hat mir das Anspülen des Katheters empfohlen und gezeigt, uns sterile Lösung und Zubehör verordnet. Er sah dabei keine wesentliche Gefahr. In den Fällen wo es nötig war haben auch jeweils geringe Mengen 10-20 ml ausgereicht, den Katheter wieder durchgängig zu machen... und ich habe dabei ehrlich gesagt keine Gefahr gesehen.
    Bei einem Kliniktransport und in der Versorgung in einer Notaufnahme mit Katheterwechsel sehe ich durchaus auch eine Infektionsgefahr.

    Ich habe in der Kinderkrankenpflege mich mit diesen Dingen nicht beschäftigen müssen deshalb meine Frage...
    Wenn ich einen verstopften Katheter mit einer begrenzten Menge sauberer Flüssigkeit durchspüle, wohlgemerkt ich meine steriles Zubehör, um den Katheter durchgängig zu machen, damit der Abfluss gewährleistet wird, wie gerät dann der Dreck in die Niere? Dann müsste aber die Blase schon sehr gefüllt sein! Wenn ich dann im Anschluss noch für ausreichende Diurese sorge mit einer guten Flüssigkeitszufuhr, würde ich jetzt die größere Gefahr beim verstopften Katheter sehen.
     
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  11. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Auch wenn ich es total verstehen und nachvollziehen kann dass man diesem Mann die Fahrt zum Urologen/ins Krankenhaus in dem Fall ersparen möchte war das Handeln der TE dennoch nicht okay. Palliativ hin oder her. M!aren hatte augenscheinlich keine Ahnung was sie da tut. Sorry, aber deswegen finde ich in dem Fall nicht gut was sie getan hat (nicht bös gemeint).
    Wenn man Erfahrung hat beim spülen, okay. Aber so... nur weil es ein palliativer Mensch ist, ist es okay ihn zu gefährden?
     
  12. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    was hat sie denn deiner meinung nach falsch gemacht? welche patientengefährdung? ich glaube eher du hast keine ahnung von was du da grad sprichst...

    katheter anspülen ist durchaus eine pflegerische maßnahme die man ohne schlechtes gewissen durchführen kann und darf.
     
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  13. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Ich finde du lehnst dich mit deiner Beurteilung der Situation etwas weit aus dem Fenster. Vor allem in diesem Fall gilt es hier eine Risiko/Nutzen Abwägung zu machen. Willst du wirklich eine mehrstündige total anstrengende Fahrt ins Krankenhaus machen lassen, nur weil man laut deiner Schule Blasenspülungen nicht mehr macht? Ich frag mich ob du überlegt hast was es für den Mann bedeutet, vielleicht ohne seine Ehefrau bei dieser Aktion zu sterben...
     
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  14. WildeSchwester

    WildeSchwester Poweruser

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    Ernsthaft, weil ich noch in der Ausbildung bin lasse ich mir nicht sämtliche Kompetenzen von dir absprechen! Das scheinst du gerne zu machen.Ist hier ja nicht das erste Mal. Ich weiß durchaus wovon ich hier spreche in dem Fall.
    Wenn hier jemand nach Gefahren fragt, nachdem die Pflegekraft es bereits durchgeführt hat dann weiß die Person offensichtlich nicht was sie da gemacht hat. Und nicht zu wissen was man tut und welche Konsequenzen daraus resultieren können ist definitiv immer eine Patientengefährdung.
    Vielleicht solltest Du dein Wissen bezüglich Blasenspülungen mal auffrischen. :wink:

    Sagt nicht nur meine Schule sondern auch unsere Urologen und Fachliteratur.
    Was genau ich in der Situation gemacht hätte würde von vielen Faktoren abhängen... aber definitiv hätte ich nichts gemacht wovon ich zu wenig verstehe!!!! Zumindest würde ich mich informieren bevor ich etwas mache wovon ich zu wenig Ahnung habe (was kann passieren etc.). Und nicht einfach handeln nach dem Motto "wird schon".
     
  15. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    WildeSchwester, da scheinen die Urologen aber sehr unterschiedliche Meinungen zu haben...., wem glauben wir jetzt?
    Ich habe gestern mal ein wenig recherchiert und da auch sehr unterschiedliche Stellungnahmen gelesen. Ein klares Nein zu Blasenspülungen konnte ich da nicht erkennen.

    Wenn du die Durchführung von Blasenspülungen nicht gelernt hast, dann lass es. Wenn du aber irgendwo gelernt hättest, wo Pflege und Urologen das nicht so verteufeln und es aufgrund dessen auch regelhaft durchgeführt wird, hättest du vielleicht erfahren, dass die Gefahren überschaubar sind. Da du aber noch in der Ausbildung bist, finde ich deine Feststellungen schon ausgesprochen mutig.
    Wenn du wüsstest was man im Laufe seiner Berufsjahre so alles dazu lernt und was man wie macht, nur weil die verantwortlichen ärztlichen Leiter dies so für gut und sachgerecht hielten, wärst du mit deinem Resümee vielleicht vorsichtiger.
    Es geht gar nicht darum, dass du Auszubildende und andere hier bereits examiniert sind, sondern es geht um Erfahrung die du nicht hast.
    Du hast von Patientengefährdung gesprochen, du weisst, dass es hier um einen palliativ versorgten alten Mann geht, der unruhig war..., Harndruck vielleicht und Schmerzen! Für mich ist es hier keine Patientengefährdung, eine sachgerechte Blasenspülung in wenigen Minuten durchzuführen und dem Mann Erleichterung zu verschaffen. Für mich stellt der Transport in eine Krankenhausambulanz mit all den unumgänglichen Belastungen und der dann vielleicht durchgeführte Wechsel des Katheters eine deutlich höhere Belastung dar, mit der zusätzlichen Gefahr nicht in den Armen seiner Frau sterben zu können. Die Infektionsgefahr besteht bei einem Katheterwechsel auch, womöglich gibt es gar keinen Urologen in dem Haus, der Patient wird noch weiter weg gebracht.
    Und ob die Infektionsgefahr in einer Krankenhausambulanz niedriger ist bleibt zumindest fraglich.

    Und neben der Infektionsgefahr, welche Gefahren bestehen noch in diesem Fall?
     
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  16. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    du sprichst als auszubildende einer examinierten pflegekraft kompetenz ab,
    wer lehnt sich den hier zu weit aus dem fenster?

    kurz zur erinnerung, wir reden hier nicht von einer blasenspülung, sondern davon dass ein suprapubischer blasenkatheter angespült wird, was durchaus ein unterschied ist.

    was wäre denn deiner meinung nach die geeignete maßnahme wenn du dich so auskennst? auf welche fachliteratur berufst du dich?
    wo besteht jetzt deiner meinung nach die patientengefährdung? ich sehe eher eine gefährdung durch unterlassung.

    eine infektionsgefahr ist bei sachgemäßer ausübung quasi auszuschließen und durch eine pflegekraft definitiv auch sicher durchführbar und letztendlich auch die maßnahme der wahl. dem gegenüber stehen starke schmerzen, ein langer transport mit unter umständen erheblichen wartezeiten und im worst case ein postrenales nierenversagen.

    dass die threaderöffnerin nicht weiß was sie tut, kann ich aus o.g. post nicht erkennen, aber ich setze es mal voraus, ich denke die komplikationen sind ebenfalls bekannt. die frage war ja warum urin aus der ESS kommt und ob dieser in den bauchraum laufen könnte.

    andere frage: du bestellst einen KTW, stellst du auch nen transportschein aus?
    da du der einweiser bist, wärst du dazu in der pflicht und nicht die klinik.
     
    #16 FLORA.BLEIBT, 14.10.2016
    Zuletzt bearbeitet: 14.10.2016
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  17. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Bis zum Beitrag 8 gab es "nur" die Info Palliativ, ab da dass es sich um einen hochbetagten Mann handelt, der sich in der finalen Phase seines Lebens befindet. Die letzte Krankenhauseinweisung (warum?) war "schrecklich".
    Es ist extrem bedauerlich, dass kein Arzt den Herrn zu Hause aufsucht, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern lassen.
    Ein Versorgung mit dem "Titel" Palliativ" konnte bis dahin beinhalten, dass der Herr sich auch noch in einer stabilen Phase befindet.
    Maren wurde von ihrer PDL beauftragt, die Maßnahme durchzuführen.
    Wenn ich mir unsicher bin, dann - muss ich mir Infos einholen - die nächste hier war die PDL. Falls diese sich unsicher gewesen wäre (?) hätte sie auf eine weitere Pflegefachkraft verweisen können.
    Notfalls - kann man auch in der Urologie (Praxis, Klinik) anrufen, um Info bitten?
    Ich bin im Zweifel, aber zuversichtlich - aufgrund der Gesamtsituation.
    Wenn ich in Details unsicher bin, nach den telefonischen Infos - dann muss ich Infos einholen im web (z.B. pflegewiki, DocCheck) beide haben sehr detaillierte Infos dazu, wobei DC als Quelle pflegewiki angibt. Interessanter Nebenaspekt, egal.
    Nachdem Maren sämtliche Utensilien dabei hatte - wurden vor der Maßnahme Details besprochen, oder?
    Oder hat man im ambulanten Pflegedienst immer sämtliches dabei, was man für ein anspülen braucht? K.A.
    Wenn ich völlig unsicher bin - muss ich die Maßnahme ablehnen, sie an eine andere Pflegekraft delegieren.
    Jetzt hat die (vermutlich ebenfalls wenigstens betagte/ evtl. auch hochbetagte Ehefrau) das Wissen, irgendwie (alte Spritze, Sprudel) ihrem Mann helfen zu können. Hat das vermutlich auch schon oft gemacht. Davor - zugeguckt. Bei anderen.

    Ja, eigentlich sollte nicht, aber hier trifft auch m.M. nach uneigentlich zu - war das eine praktikable Lösung, hinsichtlich der Gesamtsituation.

    In der finalen Lebensphase des hochbetagten Herrn dürfte die Trinkmenge a) nicht mehr relevant sein b) nicht ausreichend sein c) Infusionen auch nicht gegeben werden womit d) das Problem immer wieder auftritt, ein schmerzhaftes, lästiges.
    Was mich zur Frage führt: Was ist das für ein suprapubischer Katheter - dünnes Lumen oder ein DK wie er auch transurethral gelegt werden könnte.
    Die Frage darauf - wär es hilfreich UND möglich, insofern der SPK ein dünnes Lumen hat, einen transurethralen mit größerem Lumen zu legen, damit DER dann nicht mehr ständig verstopft?
    Die Frage nach potentiellen Infektionen - wie relevant ist sie hier?
    Nebenbei sorgt die Ehefrau ja schon dafür, nur nochmals zur Erinnerung.
    Auch wenn sie das "nur" tut um zu helfen und um ihrem leidenden Ehemann damit Schmerzen zu nehmen. Sinnvoll wär es, wenn die Ehefrau den Pflegedienst dazuholt, jedes Mal.
    Die Frage ist: Warum macht sie das nicht?
     
  18. amezaliwa

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    P.S. auch wenn es schwerfällt, der Beitrag kann dann auch gelöscht werden.
    WildeSchwester ist doch ausgebildete Altenpflegerin, afair - check das nicht - die Haltung.
    Wer lang genug Menschen begleitet hat, gerade in den letzten Phasen des Lebens und von Pflege ja eigentlich schon Ahnung hat, kann, sollte, muss differenzieren.
    Aber vielleicht ist es auch schwer vom sprichwörtlichen "Gaul" abzusteigen, wenn man ihn schon mal im Galopp hat?
    Der Vorwurf an Ludmilla - lustig, irgendwo. Nö - eigentlich nicht. Sie IST diejenige, die eine sprichwörtliche Engelsgeduld hat, was sie schon so oft gezeigt hat.
    Da es hier aber um Maren geht - beziehe ich mich bis auf die kurzen Absätze auf ihr Problem.
    Die Probleme anderer - sollen andere sich mit befassen, insofern da noch bei einzelnen immer noch der Bedarf besteht, bei mir ist das Thema durch, weil das jetzt schon wieder auf einen eigentlich nicht relevanten Nebenschauplatz abdriftet, ja, zum wiederholten Male.
     
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  19. M!aren

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    Hallo ihr alle,
    ich bin ganz gerührt, dass ihr mich so unterstützt und auf vielfältige Art und Weise mit mir überlegt, was zu tun ist / wäre... usw.
    Stimmt, ich hatte ja das Einverständnis von Patient und Ehefrau.
    Ein transurethraler Katheter konnte aufgrund von Prostata CA nicht gelegt werden.
    In der Ausbildung war ich auf der urologischen Station, habe Katheterspülungen gemacht, hatte jetzt das passende Material extra für diesen Patienten dabei, hatte das procedere auch mit meinem PDL durchgesprochen...
    war dann einfach verunsichert, weil ich es noch nie erlebt hatte, dass der Urin direkt aus der Austrittstelle des suprapubischen Katheters drang (und es auch noch nie so ganz allein auf mich gestellt ohne Urologe in greifbarer Nähe durchgeführt - aber so ist es eben in der häuslichen Pflege).
    Wir haben die Ehefrau ermutigt, uns anzurufen. Bis vor wenigen Wochen hatte sie mit der Familie die Pflege komplett selber durchgeführt. Gewisser Stolz, aber auch die Hemmung uns zu belästigen.
     
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  20. Ente_24

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