Befristeter Arbeitsvertrag

Lliane

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29.12.2008
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hallo, ich hab mal wieder ein paar Fragen. (alten Nick hab ich vergessen)

Warum bekommt man momentan immer erstmal einen befristeten Arbeitsvertrag?
Und wie sind so allgemein die Chancen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu kommen?
Meine PDL meinte die Befristung wäre nur pro forma, aber so richtig rechnen kann man doch damit auch nicht. dass man dann eine Festanstellung bekommt.
Und zu welcher Zeit sollte man das Thema bei der PDL ansprechen, zwecks Weiterbeschäftigung?
Gibts eigentlich welche von euch die in letzter Zeit sofort einen unbefristeten Vertrag bekommen haben?

Oh man so viele Fragen, tschuldige
 
Ist einfacher die neuen zu feuern und weiterhin billige Kräfte zu beschäftigen.
Ausgehen kannst du von garnichts.
Chancen eher schlechter als früher.
Paar Monate vorher anfragen, meist sagen sie dir aber dann, das es kurzfristig entschieden wird.
SOFORT nen Unbefr. ist selten.
 
Viele Arbeitgeber arbeiten bewußt mit befristeten Arbeitsverträgen, weil sie damit erreichen, dass der oder die diejenige auf keinen Fall Forderungen stellen oder Probleme ansprechen wird. Ihr vorrangiges Argument nicht zu wissen wie z. B. in einem halben Jahr die Belegung ist, ist vorgeschoben und lächerlich. Sie arbeiten mit unausgesprochenem Druck. Mitarbeiter die nicht rummaulen und Überstunden machen oder sich zuhause anrufen lassen, sind bequeme Mitarbeiter und sehr gut zu gebrauchen. Bei uns in der Pflege sind sehr viele mit befristeten Verträgen, teilweise schon seit vielen Jahren. In den Funktionsdiensten sieht es etwas anders aus, da wird gleich mit einem unbefristeten Vertrag gelockt. Leider ist rechtlich gegen befristeten Verträge nicht anzugehen, aber moralisch sind sie verwerflich. Unserem Arbeitgeber stört dies nicht!
 
Der AG muss bei jeder neuen Befristung einen nachzuvollziehenden Grund angeben.
Existiert ein BR oder MAV und ist diese halbwegs clever, lassen sich erneute Befristungen auch auf ein Minimum reduzieren.
 
Macht ja nichts. Dann halt weg mit den Mitarbeitern und neue, befristet, eingestellt...
 
Macht ja nichts. Dann halt weg mit den Mitarbeitern und neue, befristet, eingestellt...

Stellt der AG beim BR oder MAV den Antrag auf befristete Weiterbeschäftigung signalisiert er ja, dass er den MA haben will und dass der Bedarf da ist.
Er hat dem BR gegenüber dann aber schlechte Argumente wenn er die Weiterbeschäftigung, obwohl er sie ja will, nur auf Grund der verweigerten Weiterbefristung, nicht will.
Außerdem hat das Arbeitsgericht Berlin ein gutes Urteil zur Weiterbefristung gefällt. (Urteil vom 19.06.08 - 26 Ca 6624/08 ), was die Position des BR bei solchen Dingen stärkt.
Wenn der AG sein Gesicht nicht völlig verlieren will, unterlässt er diese sinnlosen Weiterbefristungen.
 
Bei uns in der Pflege sind sehr viele mit befristeten Verträgen, teilweise schon seit vielen Jahren.

Wie kann das sein? Der befristete darf doch nur 1x verlängert werden!

Ich war auch erst auf ein Jahr, dann einmal verlängert um 1 Jahr. Dann war ich ein Jahr im Ausland und wurde dann direkt unbefrisetet neu eingestellt.
 
Das mit der einmaligen Verlängerung gilt nur, wenn kein Sachgrund vorliegt. Mit einem Sachgrund kannst Du theoretisch von einem befristeten Vertrag zum nächsten weitergereicht werden, bis Du im Rentenalter bist.
 
Das mit der einmaligen Verlängerung gilt nur, wenn kein Sachgrund vorliegt. Mit einem Sachgrund kannst Du theoretisch von einem befristeten Vertrag zum nächsten weitergereicht werden, bis Du im Rentenalter bist.

Wie schon geschrieben, es gibt mittlerweile Urteile der Arbeitsgerichte die diese Praxis ein wenig eindämmen.
 
hallo,
das mit den befristeten arbeitsverträgen ist so eine sache und von beiden seiten zu betrachten denn nach langjähriger erfahrung habe ich AG und AN seite verstehen gelernt.
es gibt mitarbeiter die nach einer frist fest übernommen werden und sich dann auf den lorbeeren ausruhen,was das ganze team mit zu tragen hat, stellt euch mal vor ihr habt zwei hände voll mitarbeiter und 2-3 dieser "mitläufer"auf station da wird doch das team unnötig in einen noch größeren streß manövriert und abhilfe kann man sich bei unsicheren befristeten mitarbeitern so verschaffen und die gelegenheit geben motivierte ins team zu bekommen oder ?
oder der fall ihr habt im team jemanden oder mehrer die schwanger werden in der zeit des mutterschutzes sind eure stellen unbesetzt und ihr powert alles mit ?? nur eine überlegung oder ?:gruebel:

l.g. mopsi
 
1.
Wow, eine Befristung als Druckmittel um einen AN motivierter zu haben! Warst Du auf einem Arbeitgeberkongress? :eek1:

2.
Eine Schwangerschaftsvertretung ist ja auch in Ordnung, da hat der AG ja ein hieb und stichfestes Argument für einen Befristung.
Das ist das trotzdem, für den befristeten Kollegen, net gut finde steht außer Frage.
Die Kollegen planen von Jahr zu Jahr, eine längerfristige Planung ist net möglich, da man net weiß wie es weitergeht. Sowas ist unmenschlich, aber wohl in unserer heutigen Zeit vielen egal.
 
hallo jörg,
es geht doch gar nicht darum auf einen AN druck aus zu üben es geht doch eigentlich um die noch motivierten AN die sich tagtäglich mühen das nicht "gefährich"gepflegt wird und dann trotz wenig personal auch noch- entschuldige solche "ausruher " durchschleifen-was meinst du wie lange die das aushalten denn für besetzte stellen egal wie- gibst doch keinen ersatz oder? und die arbeit wird auch nicht weniger!

mit dem thema schwangerschaft habe ich doch etwas anderes gemeint,nämlich wenn jemand neu"fest" eingestellt wird und ruck zuck schwanger!! und dann ist diese stelle ebenso nicht zu besetzen

glaube mir ich arbeite schon ein paar jährchen und habe viel erlebt bin dennoch "nur" AN und das recht gerne -denke an die patienten und an meinen "brötchengeber" ich denke wir sind in unserem verhalten(sozialberufen)sowieso eine ausnahme mit verstehen von anderen!! in der industrie herrschen härtere gesetze-auch nicht unbedingt "mein ding"
l.g. mopsi :streit:
 
hallo jörg,
es geht doch gar nicht darum auf einen AN druck aus zu üben es geht doch eigentlich um die noch motivierten AN die sich tagtäglich mühen das nicht "gefährich"gepflegt wird und dann trotz wenig personal auch noch- entschuldige solche "ausruher " durchschleifen-was meinst du wie lange die das aushalten denn für besetzte stellen egal wie- gibst doch keinen ersatz oder? und die arbeit wird auch nicht weniger!

Dann wird ein ernstes Wort mit den "Ausruhern" geführt! Es steht nirgends das man solche Leute net auch wieder loswerden kann, auch wenn sie einen unbefristetet Vertrag haben!


mit dem thema schwangerschaft habe ich doch etwas anderes gemeint,nämlich wenn jemand neu"fest" eingestellt wird und ruck zuck schwanger!! und dann ist diese stelle ebenso nicht zu besetzen

Das ist ja noch besser! Eine Befristung als Verhütungsmittel! Nur gur, dass da die Gesetzeslage die MA's schützt!
Außerdem, die Station hat anrecht auf Besetzung der Stelle, deshalb ja befristete Vertäge und zwar als Schwangerschaftsvertretung und net als Verhütungsmittel!

glaube mir ich arbeite schon ein paar jährchen und habe viel erlebt bin dennoch "nur" AN und das recht gerne -denke an die patienten und an meinen "brötchengeber" ich denke wir sind in unserem verhalten(sozialberufen)sowieso eine ausnahme mit verstehen von anderen!! in der industrie herrschen härtere gesetze-auch nicht unbedingt "mein ding"
l.g. mopsi :streit:

Hmm, ich denke erst an mich, dann an die Kollegen (logisch als BR und ver.di-Vertrauensmann), dann kommen irgendwann Pat. und AG, wobei sich das die Vage hält.
Ich denke die härteren Gesetze in der Industrie würden bei uns net schaden, da würde sich so macher AG umgucken, wenn seine MA's regelmäßig aufmucken und mit einer Gewerksschaftsorganiastion von über 70% glänzen.
 
Ich denke die härteren Gesetze in der Industrie würden bei uns net schaden, da würde sich so macher AG umgucken, wenn seine MA's regelmäßig aufmucken und mit einer Gewerksschaftsorganiastion von über 70% glänzen.
Aber mancher AN würde sich auch umschauen, ob nun gewerkschaftsorganisiert oder nicht.
 
Aber mancher AN würde sich auch umschauen, ob nun gewerkschaftsorganisiert oder nicht.

Richtig, aber wäre das so schlimm? Ich denke nicht.
Ich weiß wie es in der freien Wirtschaft zugeht, da die Krankenpflege mein 2. Berufsweg ist.
 
Zitat von Jörg

Hmm, ich denke erst an mich, dann an die Kollegen (logisch als BR und ver.di-Vertrauensmann), dann kommen irgendwann Pat. und AG, wobei sich das die Vage hält.


Ist dass......dein Ernst ?? :knockin:
 
Zitat von Jörg

Hmm, ich denke erst an mich, dann an die Kollegen (logisch als BR und ver.di-Vertrauensmann), dann kommen irgendwann Pat. und AG, wobei sich das die Vage hält.


Ist dass......dein Ernst ?? :knockin:

Ganz klar ja! Ich weiß ich bin ein gaaaaanz schlechter Pfleger. Bei mir steht mein eigenes Wohl, in Bezug auf meinen Job und meine Gesundheit, immer an erster Stelle!
Ich gehe auch, wenn meine Gewerkschaft aufruft, streiken, war bei der letzten Tarifrunde sogar in der betrieblichen Streikleitung.
Für mich ist es in erster Linie ein Job, den ich zwar sehr gern mache, aber mit dem ich Geld verdienen muss und in dem ich unter gesetzlichen Bedingungen arbeiten will.
Ich halte mich auch peinlich genau an das Arbeitszeitgesetz und springe nicht immer ein wenn mein Vorgesetzer ruft und mich mit dem Totschlagargument "Denken Sie an den Pat." ködern will! Wenn ich frei habe, habe ich frei.
Ich bin froh, dass ich gelernt habe, dass auch für Pflegekräfte die gleichen Regeln gelten wie für alle anderen AN's in diesem schönen Land und da bestehe ich auch drauf, ob das meinem AG passt oder net.
 
Hallo,

Befristete Verträge um Mitarbeiter motiviert zu halten?:knockin:
Tut, mir leid aber das hat nichts mit Motivation zu tun sondern mit blanker Existenzangst.

Wenn Mitarbeiter mit befristeten Verträgen sich nen faulen Lenz machen, kann man da als AG durchaus etwas dagegen unternehmen.

lg mary
 
Richtig, aber wäre das so schlimm? Ich denke nicht.
Ich weiß wie es in der freien Wirtschaft zugeht, da die Krankenpflege mein 2. Berufsweg ist.

Im Gegenteil, ich würde es begrüßen. Ich wollte nur deutlich machen, dass es nicht nut immer die bösen AG sind, sondern, dass manche Kollegen in der Pflege irgendwo "den Schuss" verpasst haben. Letztlich wäre es ein offeneres und angenehmeres miteinander umgehen, wenn beide Seiten mal versuchen sich in die jeweils andere Lage zu versetzen, und dabei dann ihre Rechte, aber auch ihre Pflichten erfüllen.
Die Befristung z.B. ist keine Erfindung speziell für AN in der Pflege.
Viele schreien nach leistungsorientierter Vergütung (ich auch), vergessen aber, dass dazu wenig Leistung auch mit weniger vergütet wird.
Die zur Zeit herrschenden Rahmenbedingungen sind sicher bedeutend weniger als suboptimal, dennoch haben wir eine Menge schwarzer Schafe auch unter den AN.
Ich mag AN, die sich auf langjähriger "Mitgliedschaft" in einem Haus ausruhen ebenso wenig, wie AG, die den Rest der engagierten MA durch die verschiedensten Praktiken ausnutzen möchten.
Viele schreien danach, dass sich der AG ändert, sind diese auch alle bereit sich selbst zu ändern, veränderten Bedingungen anzupassen?
Manchmal habe ich das Gefühl, dass einige AN, speziell in der Pflege, sich nicht bewusst sind was sie fordern, bzw. vergessen, dass solche Forderungen auch veränderungen für sie selbst mit bringen.
Es gab Zeiten, da wurde gegen 11:00h prinzipiell der Tisch bei uns auf Station für eine Kaffeepause vorbereitet und man hat quasi auf das Mittagessen gewartet (nicht zu vergessen, dass das zusätzliche Pause zur bereits gemachten Frühstückspause war).. Manche scheinen diesen Zeiten immer noch nachzuhängen. Dies nur mal ein Beispiel.
 
Wie schon geschrieben, es gibt mittlerweile Urteile der Arbeitsgerichte die diese Praxis ein wenig eindämmen.

Hallo Jörg,
hast du hierzu eventuell Links? suche ganz verzweifelt im Internet und finde nichts!!!

Danke
 

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