Arbeiten unter Schmerzmittel

KKE

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08.02.2008
Beiträge
21
Beruf
Gesundheits- und Krankenpfleger & Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
Chirugische Intensivstation
Hi zusammen,
ich habe folgendes Anliegen. Ich bin momentan noch in der Ausbildung als Kranken- und Gesundheitspfleger. Ich leide unter Kniedysplasien. Am rechten knie bin ich vor etwa 4 Monaten Operiert worden. Ich hatte schon vor der OP schmerzen, allerdings sind diese seit daher unangenehmer geworden, so das ich nun regelmäßig Schmerzmittel nehme. Um genau zu sein nehme ich 2-3 mal pro Tag Ibuprofen 800mg.
Ich wollte euch nun mal fragen, ob jemand weis wie das Arbeitsrechtlich aussieht. Ich weis, dass es eigentlich nicht ganz in ordnung ist, unter schmerzmittel zu arbeiten. Gibt es da auch ausnahmen für chronisch Schmerzpatienten?
Was kommt nun auf mich zu? Muss ich mir evtl. einen neuen Job suchen?
 
Also....Ibuprofen hat soweit ich informiert bin keine Auswirkungen auf deine seelige und geistige Verfassung.

Wieso solltest du damit nicht arbeiten können?

Man kann auch mit Opiaten, unter bestimmten Vorraussetzungen, Fahrzeuge führen, dann kann man gewiss auch mit Ibu arbeiten. :mrgreen:

Gruß
Dennis
 
Pauschal beantworten kann man diese Frage nicht. Jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente. Ich gehöre z.B. zu den Wesen, die durch Medikamente gerne extrem müde werden. Auch bei Medikamenten, wo das nicht wirklich eine zu erwartende Reaktion ist. Bin dann definitiv nicht mehr arbeitsfähig. Zum Glück benötige ich selten Medikamente.

Zudem fragt sich wie deine Zukunft ausschaut. Die Ausbildung zuende führen würde ich auf jeden Fallversuchen. Aber danach solltest du umdenken.
 
Hi,
zunächst einmal vielen dank für eure Antworten.

Man kann auch mit Opiaten, unter bestimmten Vorraussetzungen, Fahrzeuge führen, dann kann man gewiss auch mit Ibu arbeiten. :mrgreen:

Das ist zwar richtig, allerdings nur mit gutachten eines Verkehrsarztes und das gilt auch nur für Privatfahrzeuge soweit ich weis. Wäre ja auch verrückt nen Taxifahrer oder nen NEF-Fahrer unter Opiaten in den Straßenverkehr zu lassen. :knockin:

Das Problem ist einfach, dass Ibu zentralnervöse Störungen hervorrufen kann. Das ist, soweit ich weis, bin mir aber nicht ganz sicher, Arbeitsrechtlich ausschlaggebend. Ist das so richtig. :gruebel:

Was ich halt wissen möchte, wenn nun einem der Pat. die ich mitbetreue was echt heftiges passiert, es im schlimmsten falle zur Gerichtsverhandlung kommt, kann mir dann nen Strick daraus gedreht werden, dass ich unter Schmerzmittel gearbeitet habe bzw. kann mir dann Fahrlässigkeit vorgeworfen werden?

Klar werd ich auf dauer nen anderen Job machen "müssen"

Liebe Grüße
Kai
 
Woher sollen die das wissen? :mrgreen:

Denke ich aber erst einmal nicht, sonst müssten ja viele chronisch kranke Menschen zu Hause bleiben. :)

Gruß
Dennis
 
Ich muß selbst Medikamente nehmen, die müde machen. Dies ist der Betriebsärztin bekannt; ich bin voll einsatzfähig, auch in Wechselschicht.
Die Berufsgenossenschaft wies in einer Publikation darauf hin, daß derjenige, der unter Einfluß von Medikamenten, die müde machen, einen Unfall hat, seinen Versicherungsschutz riskiert.
Mein Versuch, herauszufinden, wie ich mich absichern kann, war nur teilweise von Erfolg gekrönt. Keiner will da eine vernünftige Aussage machen. Kein Wunder. Viele Pillen machen müde und man kann nicht jeden, der sowas einnimmt, in Rente schicken.
Mein Vorschlag: Ibu 8oo ist m. W. verschreibungspflichtig. Kennt der verordnende Arzt Deinen Beruf? Wenn nicht, sag ihm den. Wenn er Dir dann nicht rät, was anderes zu machen, müßtest Du m.E. aus dem Schneider sein. Zusätzlich kannst Du auch den Betriebsarzt informieren.
Medikamente, die müde machen, sind in keinem Beruf von Vorteil. Sofern Du nicht gerade Kraftfahrzeugführer bist oder bei der Arbeit absturzgefährdet, wird niemand Dich als berufsuntauglich einstufen.
 
Wie sieht die Sache denn aus wenn ich eine Erkrankung habe, die müde macht? z.B. Eisenmangelanämie?
 
Im Pflegedienst arbeiten viele Personen,

die Betablocker,Antidepressiva,Antiallergikum,Schmerzmittel schlucken müssen.Die meisten von diesen Tabletten machen müde.
Da müßten dann ja fast alle zu Hause bleiben.Mit dem Auto müssen ja auch viele fahren.
Aber der Betriebsarzt hat in der Regel Kenntnis davon,der hat deshalb noch keinen deswegen nicht arbeiten lassen.

Viel schlimmer ist das Suchtverhalten der Mitarbeiter.Da muß man sich dann an die Vertrauensleute im Betrieb wenden.Denn die Sucht hat eindeutig Nachteile,egal in welchem Betrieb man arbeitet.
 
Mein Vorschlag: Ibu 8oo ist m. W. verschreibungspflichtig. Kennt der verordnende Arzt Deinen Beruf? Wenn nicht, sag ihm den. Wenn er Dir dann nicht rät, was anderes zu machen, müßtest Du m.E. aus dem Schneider sein.
Ja Ibu ist nur bis zu einer menge von 500mg frei verkäuflich. Alles darüber muss verschrieben werden.
Eigentlich kennt er meinen Beruf. Muss aber die Tage sowieso nochmal hin, da ich ein neues Rezept brauche, dann werd ich da mal nachfragen.

Ich bedanke mich jedenfalls für eure Beteiligung. Werde euch schreiben, was der Doc gesagt hat.
 

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