- Registriert
- 15.07.2007
- Beiträge
- 16
- Beruf
- Krankenschwester
Hallo zusammen,
wollte Euch mal meinen sog. "Alltag" oder "Zustände" im Pflegeheim als Nachtwache beschreiben.
Ursprünglich waren wir mal insgesamt zu 6 Nachtwachen, die sich über den Monat hin die Dienste geteilt haben, der Monat immer abgedeckt war. Mittlerweile ist es so, dass aus den 6 Nachtwachen nur noch 5 sind bzw. eigentlich nur noch 4, da eine Kollegin seit etwa einem halben Jahr aufgrund eines Schlaganfalles dauerkrank ist. Seit diesem halben Jahr arbeiten wir 4 Nachtwachen im Wechsel, um irgendwie den Monat abzudecken. Seit 2 Wochen aber nun ist eine weitere Kollegin erkrankt, wird auch so schnell nicht wiederkommen. Das heisst also, wir stehen noch zu drei Nachtwachen im Dienstplan. Da ja gespart werden muss, wird kein neues Personal und wenn nur für den Tagdienst eingestellt. Um die fehlende Dienste abzudecken, werden wir schon gar nicht mehr gefragt, sondern nur noch in den Dienstplan, kurzfristig eingetragen. Planungen für die Freizeit sind kaum mehr möglich. Hin und wieder springt mal jemand aus dem Tagdienst, wo auch Kollegen ohne Ende fehlen mit ein, dies aber nur Widerwillen. Der Tagdienst arbeitet auch schon fast seit einem halben Jahr mit 2 1/2 Mitarbeitern pro Schicht, wobei auf unserem Wohnbereich 48 Leute zu versorgen sind.
Unsere Bewohner können das alles nicht mehr nachvollziehen, Anfragen bei der Chefin wegen dem Personalmangel werden nicht mehr beantwortet.
Zu diesem Stress kommt noch hinzu, dass wir Dauernachtwachen mittlerweile weit über unsere Grenzen hinaus arbeiten, körperlich nicht mehr können. So macht ein Kollege von mir mit einer 100 % - Stelle im Monat rund 20 - 22 Nächte, ich mit meiner 65 % - Stelle arbeite mittlerweile auch 15 - 17 Nächte im Monat.
Unsere MAV hört sich zwar unsere Beschwerden und unsere Leiden an, tut aber auch nicht wirklich etwas. Mehrmals ist der gesamte Dienstplan schon zusammengebrochen, so dass wir Nachtwachen auch noch im Tagdienst mit einspringen mussten.
Mittlerweile müssen wir bzw. ich mich jeden Abend, den ich Dienst habe zwingen meine Schicht anzutreten, gehe meistens am Morgen mit Tränen in den Augen nach Hause.
Ich kann nur hoffen, dass ich die Chance bekomme, da ich mehrere Bewerbungen geschrieben habe, eine neue Stelle anzufangen, in der es nicht ganz so extrem ist.
Chaotenweib78
wollte Euch mal meinen sog. "Alltag" oder "Zustände" im Pflegeheim als Nachtwache beschreiben.
Ursprünglich waren wir mal insgesamt zu 6 Nachtwachen, die sich über den Monat hin die Dienste geteilt haben, der Monat immer abgedeckt war. Mittlerweile ist es so, dass aus den 6 Nachtwachen nur noch 5 sind bzw. eigentlich nur noch 4, da eine Kollegin seit etwa einem halben Jahr aufgrund eines Schlaganfalles dauerkrank ist. Seit diesem halben Jahr arbeiten wir 4 Nachtwachen im Wechsel, um irgendwie den Monat abzudecken. Seit 2 Wochen aber nun ist eine weitere Kollegin erkrankt, wird auch so schnell nicht wiederkommen. Das heisst also, wir stehen noch zu drei Nachtwachen im Dienstplan. Da ja gespart werden muss, wird kein neues Personal und wenn nur für den Tagdienst eingestellt. Um die fehlende Dienste abzudecken, werden wir schon gar nicht mehr gefragt, sondern nur noch in den Dienstplan, kurzfristig eingetragen. Planungen für die Freizeit sind kaum mehr möglich. Hin und wieder springt mal jemand aus dem Tagdienst, wo auch Kollegen ohne Ende fehlen mit ein, dies aber nur Widerwillen. Der Tagdienst arbeitet auch schon fast seit einem halben Jahr mit 2 1/2 Mitarbeitern pro Schicht, wobei auf unserem Wohnbereich 48 Leute zu versorgen sind.
Unsere Bewohner können das alles nicht mehr nachvollziehen, Anfragen bei der Chefin wegen dem Personalmangel werden nicht mehr beantwortet.
Zu diesem Stress kommt noch hinzu, dass wir Dauernachtwachen mittlerweile weit über unsere Grenzen hinaus arbeiten, körperlich nicht mehr können. So macht ein Kollege von mir mit einer 100 % - Stelle im Monat rund 20 - 22 Nächte, ich mit meiner 65 % - Stelle arbeite mittlerweile auch 15 - 17 Nächte im Monat.
Unsere MAV hört sich zwar unsere Beschwerden und unsere Leiden an, tut aber auch nicht wirklich etwas. Mehrmals ist der gesamte Dienstplan schon zusammengebrochen, so dass wir Nachtwachen auch noch im Tagdienst mit einspringen mussten.
Mittlerweile müssen wir bzw. ich mich jeden Abend, den ich Dienst habe zwingen meine Schicht anzutreten, gehe meistens am Morgen mit Tränen in den Augen nach Hause.
Ich kann nur hoffen, dass ich die Chance bekomme, da ich mehrere Bewerbungen geschrieben habe, eine neue Stelle anzufangen, in der es nicht ganz so extrem ist.
Chaotenweib78