Krankenhaus-Hygiene: Unfassbare Zustände in NRW's Kliniken!?

Dieses Thema im Forum "Hygiene im Krankenhaus / Infektionskrankheiten" wurde erstellt von kraPe35, 30.08.2013.

  1. kraPe35

    kraPe35 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    17.08.2010
    Beiträge:
    64
    Zustimmungen:
    0
    Was ist denn da los?
    ... und warum wird so wenig darüber berichtet?

    Ursprung des ganzen war folgender Artikel:
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

    Registriert seit:
    09.12.2002
    Beiträge:
    9.602
    Zustimmungen:
    82
    Akt. Einsatzbereich:
    Krankenhaus
    Funktion:
    Führungskraft
    Ich hab nicht alles gelesen, aber das sind doch typische Beschwerden, die es so in jedem Haus gibt. Sicher auch vieles unbegründet, aufgrund von fehlendem oder falschen Wissen...
     
  3. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    Es schreibt ja auch die Fachpresse darüber die sich mit der Thematik bestens auskennt.....!
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.443
    Zustimmungen:
    212
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Solche Leserbriefe sind normale Reaktionen auf negative Publicity und Gold für die (wenig seriöse) Presse. Das ist da los, mehr nicht.

    Martin Luther hat den Begriff "Sündenbock" erfunden. Ist viel leichter, sich nach dem Tod von Angehörigen über vermeintlich Schuldige aufzuregen, als seinen Verlust zu verarbeiten.
     
  5. tutut

    tutut Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    13.11.2008
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    Stuttgart
    Akt. Einsatzbereich:
    Innere Pflege
    Zitat:
    Was ist denn da los?
    ... und warum wird so wenig darüber berichtet?

    Von wem denn, wenn die WAZ (und andere Zeitungen) selbst kaum mehr Artikel selber schreiben...

    Einfach mal

    lesen...
    keine eigenen Journalisten, nur wiederkauen, wer schreibt dann wohl was über Krankenhaushygiene?
     
  6. Glumanda423

    Glumanda423 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    29.10.2011
    Beiträge:
    71
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Auszubildender der Gesundheits- und Krankenpflege
    Akt. Einsatzbereich:
    Kurs 12/15
    da hat man beim lesen wenigstens was zum lachen. das sind alles texte von menschen die den tod eines angehörigen nicht wahrhaben wollen, bzw. sich selbst durch aufdecken von "missständen" profilieren wollen.
     
  7. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Nach der Durchsicht mehrerer Leserbriefe komm ich zu dem ironischen Schluß
    auch bei uns herrschen teils unfassbare Zustände, immer wieder kommen ungefragt Pat in die Klinik, die schon einen MRSA, Clostridien, Noro oder sonstiges mitbringen - unglaublich. Und dann kümmern wir uns drum und pflegen, sanieren, behandeln, betreuen die individuellen Patienten mitsamt ihren individuellen und teils sehr speziellen Angehörigen (alles ist möglich) und
    - DER Teil ist nicht ironisch -
    mit einem erhöhten bis sehr hohen Aufwand (Isolierung ist Mehraufwand).
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    So kann man Kritik natürlich auch sehen.

    Elisabeth
     
  9. monaluna

    monaluna Poweruser

    Registriert seit:
    02.10.2006
    Beiträge:
    971
    Zustimmungen:
    5
    Beruf:
    Krankenschwester RN
    Ich habe nicht alle gelesen, aber was ganz klar aus den Leserbriefen hervorgeht ist, das viele Angehörige sehr unzufrieden sind und nicht wirklich verstehen was los ist.

    Vielleicht sollte man darüber nachdenken, mehr in dieser Richtung pro aktiv zuwerden. Mein Vater war in den letzten Jahren sehr viel im Krankenhaus, und ich habe ganz sicherlich den Titel unangenehme Angehörige, aber ehrlich gesagt kann ich damit gut leben, denn was auf manchen Stationen los ist, ist mehr als traurig, und ich habe und werde das auch nicht in Zukunft hinnehmen und sollte übrigens keiner.
    Und jede im KH erworbene Infektion ist eine zuviel! Auch wenn wir wissen das es manchmal recht schwierig ist sie zuverhindern und nicht jede werden wir erfolgreich verhindern, aber daran arbeiten sollten wir.

    Als ich in Deutschland gearbeitet habe, haben wir Regelmäßige Abklatsche der Hände der Mitarbeiter, der Stethoskope und etc. gemacht und wir hatten eine niedrige Infektionsrate und eine gute Besetzung, ... aber was dabei rauskommt war nicht immer schön.
    In Amerika gehen die Krankenkassen mittlerweile andere Wege, jede im KH erworbene Infektion ( Harnwegs, Pneumonien (Ventilator), Infektionen von chirurgischen Wunden und IVzugaengen), etc. übrigens auch Deka werden nicht mehr bezahlt und die Zahlen nehmen rapide ab!

    Anstatt sich nur lustig zumachen über Leserbriefe und Beschwerden sollte man vielleicht mal drüber nachdenken wie kann man es besser machen.... und zwar jeder.
     
  10. Maniac

    Maniac Poweruser

    Registriert seit:
    09.12.2002
    Beiträge:
    9.602
    Zustimmungen:
    82
    Akt. Einsatzbereich:
    Krankenhaus
    Funktion:
    Führungskraft
    Hat jetzt nichts hiermit zu tun, aber hast du da vertrauenswürdige quellen? Interessiert mich...
     
  11. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    #11 matras, 01.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 03.09.2013
  12. monaluna

    monaluna Poweruser

    Registriert seit:
    02.10.2006
    Beiträge:
    971
    Zustimmungen:
    5
    Beruf:
    Krankenschwester RN
    Natuerlich, bekommen wir jeden Montag von meinem Chef :-), muss nur fragen ob ich sie veröffentlich darf.

    Aber ansonsten gibt es diverse Internetseiten wo sie auch veröffentlich werden, sind dann nur leider nicht so schön aufbereitet. Auf die Schnelle habe ich hier eine Seite vom Goverment gefunden mit Zahlen von 2011. In 2009 wurde ein Aktionsplan eingeführt mit dem Ziel bis Ende September 2013 ALLE HAI um 40 % zureduzieren. CDC - Methods - National HAI SIR Report - HAI
     
  13. Maniac

    Maniac Poweruser

    Registriert seit:
    09.12.2002
    Beiträge:
    9.602
    Zustimmungen:
    82
    Akt. Einsatzbereich:
    Krankenhaus
    Funktion:
    Führungskraft
    Danke, werde mich da mal durchgoogeln :-)
     
  14. monaluna

    monaluna Poweruser

    Registriert seit:
    02.10.2006
    Beiträge:
    971
    Zustimmungen:
    5
    Beruf:
    Krankenschwester RN
    Das Gute daran ist, das gibt sehr viel Power, Überbelegungen werden nicht toleriert, zuwenig Personal wird nicht toleriert... und da eine nicht bezahlter Deku oder Infektions teuerer ist als Pflegepersonal, gibt es halt mehr Stellen für uns :D.
     
  15. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Wenn ich bei jedem bei der Aufnahme in eine Klinik einen MRSA Test mache (wie jetzt in Duisburg bis Ende 2013) und der ist da negativ müsst man (mit letzter Konsequenz) dann nicht auch einen am Entlasstag machen - um zu belegen, kam ohne, hat ihn im Verlauf des Aufenthaltes in der Klinik erworben/ bzw. nicht?
    Will ich (als Betreiber einer Klinik und mgl. Schadensersatzpflichtigem) da vorausschauend agieren, müsst ich so handeln?
    Gibt es solche Handlungsanweisungen iwo, bzw. Überlegungen dazu?

    Da ich dazu aktuell nix hab, nur gelesen - nehmen die Zahlen des extern erw. MRSA nicht auch zu (community aqcuiered)?
    Immer mehr Menschen (demografisch bedingt) kann man einen oder mehrere Risikofaktoren bescheinigen und ich frag mich schon wie man das deutlich reduzieren kann. (Korrektes Vorgehen IN der Klinik - nicht mein Thema).
    Wie lässt es sich eigentlich erklären, dass die NL (Rate <1%) seit Jahren schon scheinbar alles richtig machen, wir das aber nicht auf die Reihe bekommen (Rate knapp 21%) - NL sind doch nicht gsünder oder kränker als wir? (Zahlen von 2007, enthalten im RKI-link)
    Wie schaut es eig. mit Zahlen aus, wie durchseucht das Personal selbst ist?
    Darf ein Klinikbetreiber inzwischen eig. das für das Personal anordnen? Ich mein - nein.
    Hintergrund: 1 Kollegin lag kürzlich in einer Spezialklinik (nicht unsere), hatte einen invasiven Eingriff - am Entlasstag (!) die Mitteilung - MRSA positiv. Einziger Risikofaktor: Pflegekraft.

    MRSA-net: Beitrag des Robert-Koch-Instituts (RKI) - Ratgeber zu MRSA
    MRSA bei der nicht hospitalisierten Bevölkerung (community acquired MRSA, "c-MRSA"):

    MRSA werden mit unterschiedlicher Häufigkeit auch als Besiedler des Nasenvorhofes sowie von Wundabstrichen in der nicht hospitalisierten Bevölkerung nachgewiesen. Dabei kann es sich um Patienten mit vorherigem Aufenthalt in Krankenhäusern oder anderen stationären Pflegeeinrichtungen handeln, die noch einen MRSA-Hospitalstamm tragen. In den letzten 7 Jahren sind aber weltweit MRSA auch unabhängig von Krankenhausaufenthalten als Infektionserreger und Besiedler aufgetreten, die deshalb als community MRSA (cMRSA) bezeichnet werden. cMRSA werden überwiegend im Zusammenhang mit tiefgehenden und nekrotisierenden Haut-Weichteilinfektionen isoliert, insbesondere der Furunkulose. Vergleichsweise selten treten cMRSA als Ursache der nekrotisierenden Pneumonie auf. Diese Krankheitsbilder sind offenbar mit der Fähigkeit von cMRSA zur Bildung von Panton-Valentin-Leukozidin assoziiert (PVL, genetische Determinante, die mittels PCR nachgewiesen werden: LukS-LukF; [6]). Im Vergleich zu den Krankenhaus-assoziierten MRSA-Epidemiestämmen besitzen cMRSA oft einen schmalen Resistenzphänotyp (Oxacillin allein oder zusätzlich ein bis zwei weitere Resistenzen). Auch bei cMRSA gibt es weit verbreitete Stämme (klonale Linien): in den USA entsprechend Multilocus-Sequenz-Typisierung ST1 und ST8, in Kalifornien ST30. Aus den USA gibt es jetzt Berichte darüber, dass cMRSA der klonalen Linie ST08 (auch als MRSA USA300 bezeichnet; [7]) von außen in Krankenhäuser eingeschleppt werden. In Europa ist ST80 vorherrschend. In Mitteleuropa wurden aber auch Fälle des Auftretens von ST1 und ST8 bei Bürgern der USA bekannt. Besonderer Aufmerksamkeit bedarf das Auftreten von cMRSA des Typs ST22, der ohne PVL als Hospitalstamm weit verbreitet ist (Übersicht und weitere Literaturangaben bei [8])
    ....
    Prädisponierend für S.-aureus-Infektionen
    wirken vor allem: Diabetes mellitus, Dialysepflichtigkeit Vorhandensein von Fremdkörpern (Plastikmaterialien wie z.B. Venenkatheter, Urethralkatheter, Tracheostoma, Metalllegierungen wie z.B. Gelenkersatz), Verletzungen der Haut als äußere Barriere, Immunsuppression oder bestimmte Infektionen, z.B. mit Influenza-A-Viren.

    http://www.bfr.bund.de/cm/343/commu...lgerungen_fuer_ein_rechtzeitiges_erkennen.pdf
    S. 4 mit Fragezeichen - die Übertragung auf den Menschen durch Haustiere
     
  16. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    1.) Wenn der Test positiv ist, würde sich die Klinik selber schaden. daher und weil es keine Verpflichtung ist, - nein!
    2.) Weil sich die NL (und die skandinavischen Länder) seit Jahren dieses leisten und es in den NL auch zur antibiotischen Therapie klare Verordnungseinschränkungen bzgl. des Einsatzes und derer die verordnen dürfen gibt!
     
  17. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Die möglichen Folgen bei zu spät erkanntem MRSA sind ja nicht unerheblich
    Wundheilungsstörungen, operative Wundrevisionen, Gelenkzerstörung (nach Arthroskopie als 1 Bsp.) bis zur Amputation
    längerer Aufenthalt und höhere Kosten der zusätzlichen Behandlung
    Erwerbsminderung bis Berufsunfähigkeit und Frühverrentung, dauerhafte Pflegebedürftigkeit
    ironisch gesehen: personell kostet es die Klinik nicht mehr, die vorhandenen PK müssen halt etwas schneller rennen, wenn mehrere Isolierte auf der Station sind (mehr Personal gibt es ja deswegen nicht) und die Kosten werden von der Krankenkasse erstattet
    geht es da nach DEM Motto - ein Großplayer müsst mal den Anfang machen und umsetzen was anderweitig schon gemacht wird, die anderen ziehen schon nach?

    Denkwürdig, diese Zeilen, Stand 2010, relativ konstante Zahlen
    Deutsches Ärzteblatt: Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus in Deutschland: Epidemiologie (11.11.2011)
    Reicht das eigentlich nicht aus um einen ziemlich deutlichen und weitaus höheren Handlungsbedarf zu erkennen?
    Damit kritisiere ich nicht Dich, als Hygienefachkraft - bitte nicht missverstehen - sondern eben das grundsätzliche.
    Du machst gewissenhaft Deinen Job, bist auf dem aktuellen Stand, ich tue meinen Job, führe das Empfohlene, die erarbeiteten Handlungsanweisungen (...) auf der Pflegegruppe gewissenhaft aus, aber weitergehende Ursachen - werden dadurch nicht beseitigt, die Zahlen sinken nicht.
    Ist das nicht frustrierend? Ich für meinen Teil befinde: Ja.
     
  18. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    Die Kritik nehme ich in keinster Weise persönlich, ich schildere nur die Beweggründe. Nur, die Kliniken werden freiwillig nix machen mit dem sie sich selber diskreditieren. Jetzt ist ja erstmals eine gesetzliche Grundlage geschaffen worden, aber ich bin sicher, das (noch) nicht alle Krankenhäuser der jeweiligen Landesverordnung Folge leisten!
    Klar kosten MRSA-Fälle Geld aber so lange das Leistungssystem so ist, dass es mehr Geld gibt (für die Sanierung) ......!
    Es ist auch seit langem bekannt, dass die MRSA-Prävalenz-Zahlen auf einigermaßen gleichem (hohem) Niveau verharren, aber den Nebenkriegsschauplatz des progredierenden Anstieges der Resistenzzahlen im gramnegativen Bereich wird auch in Deinem Zitat verschwiegen.....!
    Die Politik (geleitet von Lobbyinteressen) ist zu wirklich weitreichenden und tragfähigen Entscheidungen nicht in der Lage (und wird es wohl weitere 4 Jahre auch nicht sein...). Die Schritte die unternommen wurden werden mit Sicherheit nicht ausreichen und die Kliniken sind zu eigenen weiterführenden Maßnahmen nicht in der Lage (finanziell und ideell).
     
  19. rhertes

    rhertes Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    04.08.2008
    Beiträge:
    54
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Hygienefachkraft
    Ort:
    Wesel
    Akt. Einsatzbereich:
    selbstständig
  20. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Mein begrenzter Horizont was MRSA anbelangt ist mir (leider mehr als) bewusst - was ist mit Anstieg Resistenzzahl im gramnegativen Bereich gemeint?
    Gesetzliche Grundlage - ist die seit 2009 geltende Meldepflicht ?

    ....nach doch etwas frustraner Durchsicht der RKI Bulletins 5/2013 + 21/13
    werden mit den üblichen Risikoabwägungen etwa 80% erfasst

    Der HA (Hospital-assoziierte) -MRSA ist die noch häufigste Form von MRSA - in D.

    Der in D - noch seltenen - häuslich erworbene (community assoziierte- CA) MRSA aus Abszessen und tiefem Haut- und Weichteilgewebe. Proben hiervon werden noch zu selten eingeschickt (wird bemängelt) und es trifft oft wesentlich jüngere, nicht chronisch kranke, immunkompetente Personen ohne die üblichen Risikofaktoren
    die häusliche Umgebung, Kontaktpersonen gehört öfters mit getestet und behandelt - hohes Ansteckungsrisiko, zu wenig Beachtung dafür

    noch seltener ist die 3. Gruppe, als (livestock assoziiert) LA-MRSA bezeichnet, tritt bei Personen auf mit unmittelbarem Kontakt zur kommerziellen Massentierhaltung
    die Risikogruppe Massentierhaltung/Landwirtschaft - kannte ich bislang nicht, bei 1 bestimmter Stamm, LA-MRSA ST398 lag "in den meisten Fällen ein Zusammenhang mit der beruflichen Exposition in der konventionellen Tiermast vor."

    Künftig werd ich wohl in meinem Fragenkatalog bei der Aufnahme das noch mit einbauen, "haben sie regelmäßig unmittelbaren Kontakt mit Nutztieren?" ...wer weiß.
    Auch wenn der HA-MRSA in D am häufigsten auftritt, die anderen 2 haben auch ihren Anteil.


    Aus simpler Neugierde hab ich jetzt auch noch alles was die WAZ seit 2010 auf der online-Seite zum Thema eingestellt hat gelesen
    und muss doch sagen - Respekt dafür, es gab immer wieder Berichte seitdem, man hat sich tatsächlich bemüht.
    Obwohl - ich keine Ahnung was und wieviel bei den Menschen vor Ort tatsächlich ankommt, in den Printmedien veröffentlicht wird - interessiert es wirklich? Oder nur ein ausgesuchtes Publikum, wie hier, bzw. direkt Betroffene wie die Leserbriefe zeigen?

    ....auch festgestellt - es hat mich schon irritiert dass "nur" MRSA positive Blut- und Liquorkulturen meldepflichtig sind aber nicht die Abstrichergebnisse - findet die WAZ auch (21.08.2013 10:00)
    Die Hygienebeauftragte des ev. Krankenhaus in Mühlheim, Fr. Gabriele Kantor (WAZ 21.08.2013 00:19) auf die Frage:
    "Ist der MRSA-Erreger ein reiner Krankenhauskeim?"
    Fr. Kantor: "Nein. Denn 90 Prozent der betroffenen Patienten bringen den MRSA-Keim, bereits mit ins Krankenhaus..."
    Inzwischen werden Patienten, so die Aussage dort, bei entsprechendem Risikoprofil getestet, isoliert, bis zu 4h, bevor sie auf Normalstation verlegt werden.
    "Außerdem achten wir bei Behandlungen auf einen sehr gezielten und im Zweifelsfall zurückhaltenden Einsatz von Antibiotika."
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Krankenhaus Hygiene Unfassbare Forum Datum
Mangelhafter Hygieneplan im Krankenhaus - darf man ablehnen oder ignorieren? Hygiene im Krankenhaus / Infektionskrankheiten 26.02.2016
News Krankenhaushygiene: Kontaminationen beim Umkleiden sind häufig Pressebereich 29.10.2015
News Professor Dr. Petra Gastmeier mit Robert-Koch-Preis für Krankenhaushygiene ausgezeichnet Pressebereich 07.09.2015
Hygiene im Krankenhaus Ausbildungsinhalte 30.06.2013
Werbung Weiterbildung zur „Hygienefachkraft nach dem Konzept der Bayerischen Krankenhausgesellschaft e Werbung und interessante Links 17.01.2013

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.