Wunde nässt seit 6 Wochen

Zockervogel

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04.09.2009
Beiträge
12
Ort
Frankfurt/Main
Beruf
Lohn- und Finanzbuchhalter
Hallo,

meine Mutter wurde vor 6 Wochen wegen eines Oberschenkelhalsbruch operiert.

Da die Wunde immer weiter nässt, wurde sie noch zwei weitere Male operiert.
Letze OP war am vor 2 1/2 Wochen. Es war eine Infektion in der Wunde.

Bis zum heutigen Tag ist immer noch ein Schlauch in der Wunde. Ich habe heute gesehen, dass nach 13 Stunden 90 ml in der Auffangflasche war.

Hat jemand eine Idee, warum die Wunde auch nach so langer Zeit immer noch so stark nässt ?

Zockervogel
 
Wurde ein MRSE Abstrich gemacht?
Ist deine Mutter Diabetikerin?
Hat sie eine Venöse Insuffizienz?
Es gibt so viele Möglichkeiten,
warum Wunden nicht heilen wollen.

Liebe Grüße, Sabine
 
Hallo,

es wurde ein Abstrich gemacht um nach einer Infektion zu suchen.
Hierbei wurde anscheinend eine Infektion im Körper gefunden.
Meine Mutter bekam danach ca. 1 Woche Infussionen (Antibiotika)


Sie ist keine Diabetikerin.

ich weiss nicht, was eine Venöse Insuffizienz ist.

Die Ärzte wissen anscheinend nicht, wo die Flüssigkeit her kommt.



Zockervogel

 
Infektion ist relativ...

Ich würde den Arzt direkt fragen,
um welchen Erreger es sich handelt.

Wie, wo und von wem wird die Wunde versorgt?
 
nun, die Wunde wird vom Arzt im Krankenhaus versorgt.

Leider bin ich nie im Krankenhaus wenn ein Arzt da ist, da ich halt auch arbeite.

Ich werde mich aber nochmals morgen drum bemühen mehr rauszubekommen.


Zockervogel
 
Guten Morgen,
man kann aus der Ferne nicht`s dazu sagen, erstens sind wir keine Ärzte, zweitens fehlen da einfach noch zu viele Informationen.
Wie zum Bsp.: AZ, EZ, Biographie zur Krankengeschichte- wie auch zur Lebensgeschichte, Laborparameter, Wundbeschreibung, Infektionsart und durch welchen Erreger....
 
Ich werde am Montag telefonisch versuchen Infos zu bekommen. Wenn ich "frei" habe, ist leider nie ein Doc anzutreffen.

Was ist AZ und EZ ? Ich bin nur Lohn- und Finanzbuchhalter :engel:


Zockervogel
 
In der tat ist das aus der Ferne schwierig zu beurteilen. Auch wenn Du uns "AZ und EZ" mitteilst: auch dann würden wir es nicht besser beurteilen können.

Spontan würde ich vermuten, dass aufgrund der starken Exsudatbildung eine Entzündung vorliegt. Drainagen und Ableitungen sind grundsätzlich als Überträger von Keimen einzustufen, insbesondere auch für den gefürchteten MRSA (multiresistenter Keim).
Ich weiß nicht, was schon an Diagnostik lief, aber ich würde mal sagen, dass ein Arzt, der mitdenken kann, bestimmt schon einen Abstrich gemacht hat.
Ob die Drainage nach dieser Zeit immer noch ihre Berechtigung hat, erscheint mir, ebenfalls spontan aus der Ferne beurteilt, suspekt.
Ich glaube, dass Du vor Ort kompetente Fachkräfte antriffst, das sind nicht nur die Ärzte, sondern auch das Pflegepersonal!:D
Sicher gibt es auch Pflegepersonal, dass weniger kompetent ist, aber naja, das ist in allen Berufsgruppen so.
Auf jeden Fall ist anzuraten, dass Du Deine Sorgen und Ängste vor Ort ansprichst.

LG
Trisha
 
Ich bin nur Lohn- und Finanzbuchhalter.

Ich denke, dir werden unsere fachlichen Mutmaßungen nur sehr wenig helfen. Schon Pflegekräften fällr es schwer eine eindeutige Wundbeschreibung zu erstellen und selbst dann kann man keine Ferndiagnose stellen.

Mein Tipp: Wende dich an den behandelnden Arzt. Ist dies aus Zeitgründen nicht möglich kannst du auch versuchen euren Hausarzt mit einzubeziehen.

Warum kannst du eigentlich nicht dort anrufen? Vereinbare telefonisch einen Termin mit dem Arzt. Die wenigsten Ärzte sind um 16 Uhr aus dem Haus. Und ggf. kann dir dann auch ein Dienstarzt im Auftrag des Stationsarztes antworten.

Schlußendlich steht deiner Mutter eine ärztl. Auskunft zu. Sie kann auf dieses Gespräch bestehen.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten an konkrete Infos zu kommen. Pflegekräfte vor Ort werden sich allerdings eher bedeckt halten und keine Auskunft geben.

Elisabeth
 
Hallo,

ich habe heute telefonisch mit dem Arzt gesprochen.

Ein Abstrich wurde gemacht, aber es wurde keine Infektion gefunden.

Der Doc sagte nur, dass es sich um Wundsekret handelt. Am 47. Tag sind immer noch 80 ml in der Flasche.

Klar, wir können da nur abwarten. Vielen Dank für eure Hilfe.


Zockervogel
 
Hallo,
verstehe ich das richtig, die Drainage liegt schon 47 Tage ? Das erscheint mir sehr suspekt. Sprich die behandelnden Ärzte doch mal auf die Vac - Therapie an, damit haben wir in Fällen, wie du sie beschreibst, nur positive Erfahrungen gemacht.

LG Binca
 
Nach der OP des Oberschenkelhalsbruches wurde meine Mutter noch zweimal nachoperiert, da die Wunde weiter nässte.

Die letzte OP (wo auch der Abstrich gemacht wurde) war aber auch schon vor 3 Wochen. Danach waren 4 Schläuche in der Wunde. 2 Schläuche wurden vor 2 Wochen entfernt. Vor einer Woche dann noch einer.

Mit der Vac - Therapie werde ich morgen gleich mal ansprechen. (und mal vorher googeln, was das ist :gruebel:

Zockervogel
 
*grübel* Es muss doch einen niedergelasssenen behandelnden Orthopäden geben, der sie eingewiesen hat. Dort könntest du dich um Hilfe hinwenden. Erkläre, dass du bei dem langwierigen Heilungserfolg mehr als verunsichert bist und ihn um Mithilfe bittest bezüglich Optimierung der Therapie.
Als Laie Therapievorschläge zu machen kommt meistens net so gut.

Ob bei deiner Mutter eine VAC-Therapie angezeigt ist können wir gar nicht beurteilen- wir haben die Wunde nicht gesehen. Es scheint sich ja um ein geschlossenes Areal zu handeln aus dem per Punktion und Einlegung einer Drainage Sekret abgeleitet wird.
Eine detailierte Wundbeschreibung ist per Internet nicht möglich. Ferndiagnosen gehen aus diesem Grund auch nicht.

Dir bleibt nur der Weg über die behandelnden Ärzte. Man kann die Hierarchie ablaufen: Stationsarzt, Oberarzt, Chefarzt. Der einweisende Arzt kann mit hinzugezogen werden. Man kann Einsicht in die Unterlagen einfordern (deine Mutter hat ein Anrecht darauf). Man kann ankündigen, dass man die Krankenkasse einschaltet zwecks Überprüfung der ärztlichen Aussagen. usw.

Alles in allem: man muss selbst aktiv werden und Zeit mitbringen, viel Zeit.

Elisabeth
 
wie ich geschrieben habe. Meine Mutter wurde nach dem Unfall direkt ins Krankenhaus "eingeliefert". Einen Tag später operiert.

Zockervogel
 
Die Hierarchie"treppe" bleibt. Der Hausarzt bleibt. Die Krankenkasse bleibt. Wir können dir nicht helfen.

Elisabeth
 
Ihr habt mir hier vieles gesagt. (also auch geholfen)

Vielen Dank auf alle Fälle.

Ist ja logisch, dass man keine Ferndiagnose machen kann wenn man

1. die Person nicht kennt
2. die Wunde nie gesehen hat
3. fällt mir im Moment nicht ein :|

Zockervogel
 
Hallo,

mich würde der heutige Stand der Dinge interessieren. Wie ist die Sache weiter verlaufen?

Gruß

Ralf
 
nunja.... am 13.9. wurde der Schlauch entfernt. Am nächsten Tag "Stand das Bett wieder unter Wasser". Allerdings ab dem 15.09.09 war dann nur noch ein Tropfen im Pflaster. Seit 21.09.2009 ist die Wunde "endlich" total trocken. Am heutigen Tage ich meine Mutter dann vom Krankenhaus ins nächste Krankenhaus zur Reha gekommen. (sie kann sich im Moment noch nicht selbst versorgen) Nach fast 9 Wochen wird es auch langsam Zeit. Prognose ist, dass sie in 3 Wochen dann wieder nach Hause darf. Zockervogel achja... diese Vac-Methode wurde angeblich die ganze Zeit angewendet.
 
Vielleicht solltest du dir vom behandelnden Arzt nochmal das Prinzip der Vac-Therapie erklären lassen.

Es ist offenscihtlich mal wieder ein Beweis: Ferndiagnosen inklusive Therapieempfehlungen gehen nicht per I-net. Beschreibungen von Situationen werden immer subjektiv gegeben. So wird aus einem ableitenden Drain nun ein saugende Drainage... und die "hohe" Sekretmenge erklärt sich ganz einfach.

Alles Gute für deine Mutter und eine bestmögliche Genesung

Elisabeth
 

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