Wie einer Überstreckung des Kopfes entgegenwirken?

togesch

Newbie
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03.01.2010
Beiträge
26
Ort
Scheeßel
Beruf
Kinderkrankenschwester
Akt. Einsatzbereich
Pflegefachkraft in einer Fachpflegeeinrichtung für körperlich und geistig mehrfach behinderte Mensch
Funktion
Praxisanleiterin
Hallo!
Wir haben in unserem Wohnbereich einen Bewohner, der im Wachkoma ist.
Nun habe ich ein großes Problem beim Lagern/Mobilisieren: Er überstreckt den Kopf sehr schnell wieder, was dann (er ist tracheotomiert) Hustenreize hervorruft, da die Knüle dann stärker die Trachea reizt.
Diese Uberstreckung kommt in bisher jeder Lage vor. Wir haben schon mit verschiedensten Lagerhilfen versucht, dem vorzubeugen, er dreht sich jedoch relativ schnell wieder raus.

Danke für Tipps:thinker: im Voraus, togesch
togesch
 
Druck erzeugt Gegendruck. Der Versuch den Kopf zu fixieren wird nicht funktionieren.

Der Opisthotonus hat in der Regel eine Ursache, die im neurologischen Bereich liegen dürfte.

Wie sieht die sonstige Tonuslage aus? Bekommt er physiotherapeutische Angebote?

Elisabeth
 
Seine Muskeltonus ist je nach Tagesform mehr oder weniger stark angespannt, meist jedoch locker. Physio bekommt er nicht mehr, Begründung der Ablehnung durch die KK: Er ist austherapiert. Er war bereits vor dem Erstickungsunfall ( hat während eines Grand-mall-Anfall Essen angeatmet und 13 min ohne O2-zufuhr) mittelgradig geistig behindert.
 
Hallo,

wenn ich das richtig verstehe ist ein wichtiges Problem der durch die Übersteckung ausgelößte Hustenreisz.

Ich würde mit Ansätzen vorgehen. Zum einen einen Neurologen einbestellen (Hausbesuch) wegen der übersteckung selbst.

Ein anderer Ansatz ist, warum beginnt der Patient zu Husten? Liegt eventuell die Trachealkanüle zu tief, das die Spitze dann bei der Überstreckung auf der Bifurkation reitet? Oder, ist die Kanüle zu starr, das Sie bei der Überstreckung an die vordere Trachealwand drückt? Hier wäre ein HNO gefragt.

Freundlich

Andreas
 
Hallo togesch!

Könnte der Patient in einen Sessel/Spezialstuhl mobilisiert werden? Vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Vorausgesetzt der Patient sitzt so sicher, dass es keine Unfälle gibt.

LG
Füchschen
 
Hi,
also ich werde, o wie Andreas schon hier geschrieben hat, erst den Neurologen, und den HNO betätigen lasen.
Auser dem werde ich den Pat. konsequent und kontinuerlich nach Bobarth lagern ( so weit wie es nur von der Überstreckung des Kopfes möglich ist), und zwar den ganzen Körper, weil der Muskelthonus am wahrscheinlichsten an mehreren Körperstellen vorkommt ( wie eine Kettenreaktion), und nie nur im Nackenbereich, wie man das annimmt.
L.G.
Danke.
 
Gegen eine starke Reklination des Kopfes kann die Pflege nur sehr wenig tun. Man kann die Ursache nicht beseitigen. Ich erinner mich an einen Pat., der diese Haltung im Rahmen von Kranpfanfällen einnahm.

Pflegerisch wichtig bleibt trotzdem: tonusregulierend lagern,z.B. Bobath, und keinen Gegendruck um die Reklination zu verhindern.

Elisabeth
 

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