Weitere Ausbildungs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten im pflegerischen Bereich?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Claire, 22.04.2003.

  1. Claire

    Claire Stammgast

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    Hallo alle zusammen,

    ich habe da mal eine Frage!

    Eine Freundin von mir würde gerne in der Pflege arbeiten.
    Allerdings hat sie leider "nur" den Hauptschulabschluss! Damit fällt eine Ausbildung zur Krankenschwester wohl schonmal flach!

    Sie wird jetzt im Mai an einem Schwesternhelfernkurs teilnehmen.

    Weiss einer von euch evtl. was es da sonst noch für Möglichkeiten gibt im pflegerischen Bereich zu arbeiten oder evtl. eine Ausbildung zu machen? Ich konnte bisher leider keine brauchbaren Infos finden :-(

    Würde mich über Antworten sehr freuen und sie dann weiterleiten! Vielen Dank schonmal vorab, lieber Gruss,

    Claire
     
  2. flexi

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    Hallo Claire,
    sie könnte mit Hauptschulabschluss noch die einjährige Krankenpflegehilfeausbildung absolvieren. Sie müsste sich allerdings unverzüglich um einen Platz bemühen, da die Ausbuildung zur Krankenpflegehelferin im aktuellen Gesetzentwurf ab 2004 nicht mehr benannt wird, zumindest ab dann nicht geregelt ist.
     
  3. Claire

    Claire Stammgast

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    Hallo Flexi,

    vielen Dank erstmal für Deine Antwort!

    Dumme Frage, aber was heisst das die Ausbildung ab 2004 nichtmehr benannt wird? Gibt es diese Ausbildung dann garnichtmehr?
    Oder werden sich dann die Voraussetzungen oder andere Dinge ändern?

    Vielen Dank, lieber Gruss,

    Claire
     
  4. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo Claire,
    was damit wird, ist nicht bekannt, das Gesetzgebungsverfahren läuft noch!
     
  5. Momo

    Momo Newbie

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    Hallo Claire,

    könnte sie nicht den Realschulabschluss an einer Berufsfachschule für Soziales oder an einer Abendschule nachmachen?
    Oder sie macht vorher eine andere Ausbildung,dann kann sie nach der Ausbildung die Krankenpflege Ausbildung anfangen.Ist zwar alles mit sehr viel Zeit verbunden,aber besser als einen Beuf zu erlernen den man nicht mag bez. wo man unglücklich ist.

    Liebe Grüße
     
  6. Sabine

    Sabine Junior-Mitglied

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    Hallo,

    hier auch noch eine Möglichkeit: Zuerst ein Berufsgrundschuljahr machen, das heißt die "Mittlere Reife" ( Fachoberschulreife ) nachholen. Dann könnte man innerhalb dieses Jahres diverse Praktika absolvieren, in den Ferien beispielsweise. Mit Fachoberschulreife hat man schon gute Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Notfalls kann man auch noch 2 Jahre die "Fachoberschule fütr Sozial- und Gesundheitswesen" besuchen, dann hat man anschl. sogar Fachabitur und hat schon ausreichend praktische Vorerfahrung, weil man im ersten Jahr 48 Wochen Praktikum im Kranknehaus macht.

    Ich persönlich rate vom Schwesternhelferinnenkurs ab, weil, wie schon erwähnt, es diesen Zweig demnächst wahrscheinlich nicht mehr gibt. Der Name sagt es ja auch schon, man wird Helferin einer Ex. Pflegekraft und hat kaum Verantwortung, geschweige denn das man da viel Geld mit verdient. Viele Häuser nehmen auch keine Schwesternhelferinnen mehr und dann bleibt einem nur noch die Chance im Seniorenheim zu arbeiten.

    Mach Deiner Freundin Mut, was aus ihrem Berufsleben zu machen. Wäre doch gelacht, wenn das nicht klappen sollte, oder ???

    Viele Grüße und viel Glück,

    Sabine
     
  7. Claire

    Claire Stammgast

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    Hallo Sabine,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Das mit dem Berufsgrundschuljahr und den Praktikas ist eine gute Idee!

    Leider leider, hat sich die Sache aber schon fast wieder erledigt :-(.

    Meine Freundin macht jetzt, wie geplant, den Schwesternhelfern-Kurs, möchte aber nicht noch mehr als drei Jahre in ihre Ausbildung stecken. Und das müsste sie ja wenn sie erst noch den Realschulabschluss nachholen würde.

    Ich persönlich kann das nicht verstehen, denn das was sie machen wollte geht bei ihr nunmal nicht ohne etwas mehr Arbeit. Und ich denke nur mit dem Schwesternhelfern-Kurs hat sie auch keine rosige berufliche Zukunft. Aber wie heisst es so schön: Wer nicht will der hat schon.

    Ich habe mit Engelszungen auf sie eingeredet, aber leider ohne Erfolg. Dabei ist sie gerade erst Anfang 20 und hätte die nötige Zeit...... Tja, kann man nix machen!

    Trotzdem Danke nochmal, lieber Gruss,

    Claire
     
  8. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Claire,

    KPH's haben in der ambulanten Pflege und in der Altenpflege durchaus eine Zukunft. Die Robert-Bosch-Stiftung hat in ihrem Gesetzentwurf zu "Pflege neu denken" eine Zweijährige KPH Ausbildung eingefordert, allerdings auch eine Hochschulorientierung für die Pflege, d.h. ein deutliches Bekenntnis zur Hiarchisierung in der Pflege, so wie sie in den USA heute schon Gang und Gäbe ist.

    Als KPH ist man in Zukunft ausführendes Organ. Man hat zu Pflegen, so wie andere examinierte und Dipl. Pflegekräfte planen.

    Kaum ein ambulanter Pflegedienst und eine stationäre Pflegeeinrichtung kann sich eine höhere Fachpflegequote über 50% leisten (das ist die gesetzlich vorgeschriebene). KPH werden nicht aussterben, sie werden zugunsten einer besseren Bezahlung und höheren Hiarchisierung der Pflege, d.h. Studierte Pflegende ans Bett, zunehmen müssen. Denn die Budgets sind eng und wenn man dem einen weniger bezhalt, kann einem anderen mehr geben und vica versa.

    Cheers

    Ingo
     
  9. Sabine

    Sabine Junior-Mitglied

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    Hallo Ingo,

    das ist ja auch mal eine interessante Variante. Da habe ich noch nichts von gehört, aber denken könnte ich mir das schon. Mal sehen, wie es sich entwickelt. Es wird sich sicherlich einiges ändern müssen, das ist uns ja wohl allen klar.

    Viele Grüße,
    Sabine
     
  10. Claire

    Claire Stammgast

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    Hallo Ingo,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Allerdings macht meine Freundin jetzt im Mai "nur" einen Schwesternhelfern-Kurs, und keinen KPH. Der Schwesternhelfern-Kurs geht ja nur über (wenn ich mich recht erinnere) 14 Tage Theorie und 14 Tage Praxis.

    Und ich denke damit kann sie wirklich nicht viel tuen, oder?

    Soweit ich weiss darf man als Schwesternhelferin z.B. in der ambulanten Pflege noch nichtmal alleine zu Patienten fahren. Auch wenn es oft so gemacht wird!

    Wie gesagt, ich habe es mit Engelszungen versucht, aber leider ohne Erfolg. Denn wenn sie noch ein Jahr dranhängen würde um ihren Realschulabschluss nach zu holen, ständen ihr mit Sicherheit erheblich mehr Türen offen.


    Lieber Gruss,

    Claire
     
  11. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Claire,

    als 6 Wochen Schwesternhelferin bist du ungelernt, das heißt genauso als wenn du nichts an Ausbildung hast (hast man ja auch letztlich nicht). Trotzalledem kann man mit einer Ausbildung als "Nichts" auch Pflege machen, minimale Grundpflege unter Anleitung einer examinierten Pflegekraft (etwa 10-20% in der ambulanten Pflege und 20-30% in der Altenpflege sind ungelernt - ich sage ich jetzt Leute, habt berechtigterweise Angst davor alt zu werden und rechnet nicht mit professioneller Pflege).

    Das ist übgrigens nichts Neues, das ist in der Ambulanten und stationären Pflege völlig normal. Siehe dazu folgende Literatur zur ambulanten Pflege
    http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-form/ref=sr_sp_go_qs/028-2354018-5398157.

    Die Bezahlung bei einer solchen Ausbildung liegt bei KR 1 (Vergleich eine frischexaminierte verdient KR 4), das ist preiswert. Behandlungspflege nach SGB V wird durch examinierte gemacht und SBG XI Pflegestufe 1 der einfachen Versorgung für den "Ungelernten" überlassen.

    Wer aber deswegen glaubt er könne pflegen oder arbeite als Fachkraft, der täuscht sich massiv. Allerdings ist es nach der enge Bugetierung des Gesundheitswesen anders hochqualifizierte Pflege zu bezahlen, denn wie die Robert-Bosch-Stiftung schon fordert "Pflege braucht Eliten".

    Aber nun mal Scherz beseite, es ist für ambulante Pflegedienste ohne die Ungelernten und KPH's ein flexibeles Angebot im ambulanten Bereich zu leisten. Dazu gehört eine Flexible-Personal-Einsatzplanung, um Arbeitsspitzen abdecken zu können. Allerdings sind es meist die Ungelernten die schlechten Arbeitsverträge bekommen, befristet und mies bezahlt (unter KR) und die ersten die wieder rausfliegen. Bei den wenigen examinierten im ambulanten Bereich kann man sich das mit denen nicht erlauben und heutzutage läßt das Kündigungsschutzgesetz ein Abstufung nach Qualifikation zu, das heißt Ungelernte zuerst.

    Ich wünsche deiner Freundin viel Spaß, aber ich kann ihr jetzt schon prophezeihen - glücklich wird sie damit nicht.

    Cheers

    Ingo
     
  12. Claire

    Claire Stammgast

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    Hallo Ingo,

    tja, ich habe ihr auch schon gesagt das, wenn sie überhaupt eine Stelle bekommt, sie damit nicht glücklich wird!
    Sie möchte zwar in der Pflege arbeiten, ist aber nicht bereit noch den nötigen Abschluss zu machen um eine Ausbildung anzufangen!

    Was will man da machen!? Ich habe mich erkundigt ob es noch andere Alternativen gibt, mehr kann ich nicht tun!

    Ich werde im Oktober mit meiner Ausbildung beginnen, und ich freu mich drauf :-).

    Danke für Deine ausführlichen Infos! Lieber Gruss,

    Claire
     
  13. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Claire,

    wünsche dir viel Spaß bei der Ausbildung.

    Ingo
     
  14. Claire

    Claire Stammgast

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    Hallo Ingo,

    den werde ich haben, wenn bestimmt auch nicht immer ;)! Aber ich weiss ja schliesslich wofür ich es mache! Ich freu mich riesig drauf!

    Danke!

    Lieber Gruss,

    Claire
     
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