Unsicher wegen Wahl Hochschule & Pädagogikstudium

Elly-Jelly

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23.07.2026
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Beruf
Pflegefachfrau
Funktion
Praxisanleiterin
Liebes krankenschwester-Forum,

ich bin 42 Jahre, ich lebe in Bayern, ich arbeite seit 9 Jahren Fachkraft in Pflege und Praxisanleitung, ich interessiere mich für ein Studium in Pädagogik.

Ich habe nur altes Zeugnis von Fachoberschule, keine 13. Klasse.
Ich habe bereits Pflegewissenschaft mit B.Sc. abgeschlossen.

Ich verstehe, dass ich nach Pädagogik Bachelor einen Master machen muss, um Theorieunterricht zu machen.

Örtlich ich bin flexibel und kann in Raum München, Nürnberg, Deggendorf studieren.
Die TH Deggendorf hat sehr hohe Kosten. Die KSH München nicht, was für mich besser wäre. In München könnte ich bei Präsenztage bei einer Verwandte wohnen, ich muss keine Miete zahlen.

Habe ich Nachteile, wenn ich Pflegepädagogik studiere?

Ich verdiene in Pflege 3.200,00 netto. Verdiene ich in Pädagogik sehr viel weniger?

Habe ich Nachteile später mit Master of Arts? Ich habe Sorgen wegen Naturwissenschaft in Master of Science. Ich bin nicht gut in z.b. Chemie.

Danke

(Deutsch ist nicht meine Muttersprache, Entschuldigung)
 
Zuletzt bearbeitet:
Örtlich ich bin flexibel und kann in Raum München, Nürnberg, Deggendorf studieren.
Die TH Deggendorf hat sehr hohe Kosten. Die KSH München nicht, was für mich besser wäre. In München könnte ich bei Präsenztage bei einer Verwandte wohnen, ich muss keine Miete zahlen.
Käme für Dich nicht eventuell auch die evangelische Hochschule Nürnberg in Betracht?



Oder an der WLH in Fürth:


Habe ich Nachteile, wenn ich Pflegepädagogik studiere?
Verstehe die Frage nicht; welche Nachteile?
Ich verdiene in Pflege 3.200,00 netto. Verdiene ich in Pädagogik sehr viel weniger?
Netto ist immer schwierig und sagt nichts aus. Besser ist die Bruttoangabe.
M. W. verdient man inzwischen als Pflegepädagoge o. ä., insbesondere mit Master, schon ganz ordentlich.
Habe ich Nachteile später mit Master of Arts? Ich habe Sorgen wegen Naturwissenschaft in Master of Science. Ich bin nicht gut in z.b. Chemie.
Master of Arts oder Master of Science sagt gar nichts aus.

Pflegewissenschaften z. B. schließen meistens mit Bachelor bzw. Master of Science ab, Pflegepädagogik oder Pflegemanagement hingegen meistens mit Bachelor oder Master of Arts.
Trotzdem haben die Pflegewissenschaftler auch nicht mehr Naturwissenschaften mit drin als wir Pädagogen.

Keiner dieser drei Studiengänge ist ein naturwissenschaftliches Studium. Sie gehören alle zu den Sozialwissenschaften.
 
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(Um es einfacher zu machen, habe ich diesen Post mit einem Übersetzungsprogramm geschrieben)
Danke, Martin H.!

Nürnberg sieht gut aus und verlangt keine Studiengebühren – allerdings bräuchte ich dort eine eigene Wohnung oder eine WG, was Miete kostet. Fürth ist dagegen durch Studiengebühren sehr teuer.

Mit „Nachteilen“ meinte ich die unterschiedlichen Studiengänge. Es gibt ja diverse Bezeichnungen wie Gesundheits- und Pflegepädagogik, Berufspädagogik Gesundheit und Pflege, Medizinpädagogik und so weiter. Wenn ich reine Pflegepädagogik studiere, unterrichte ich später pflegespezifische Fächer und keine klassische Krankheitslehre etc. Ich frage mich, ob das ein Nachteil auf dem Arbeitsmarkt ist, wenn man „nur“ auf Pflege spezialisiert ist.

Wegen der Naturwissenschaften hatte ich mir das Modulhandbuch des Masterstudiengangs in Deggendorf angeschaut. Dort steht zum Beispiel:

"Die Studierenden erwerben fundierte naturwissenschaftliche Grundlagen. In der Chemie wird das Verständnis der Materiestruktur(Aggregatszustände, Atome, chemische Bindungen) sowie von Wasser und dessen Bedeutung im menschlichen Körper vertieft. Sie lernen die Struktur und Funktion wichtiger Biomoleküle (Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Enzyme, Nukleotide) kennen und können den Stoffwechsel in seinen grundlegenden Abläufen erklären. Im Bereich Biologie konzentrieren sie sich auf molekulare Zellbiologie, Bioelektrizität und Genetik, um die biologischen Grundlagen der menschlichen Physiologie und Pathologie besser zu verstehen."

In München bietet die Hochschule dagegen nur den Master Bildung und Bildungsmanagement an. Ich sehe mich später nicht als Leitung einer Schule.

Ich mache mir einfach viele Gedanken und möchte den bestmöglichen Studiengang wählen, der mir später die besten Perspektiven bietet. Für eventuelle Studiengebühren könnte ich auch Geld sparen.
 
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Mit „Nachteilen“ meinte ich die unterschiedlichen Studiengänge. Es gibt ja diverse Bezeichnungen wie Gesundheits- und Pflegepädagogik, Berufspädagogik Gesundheit und Pflege, Medizinpädagogik und so weiter. Wenn ich reine Pflegepädagogik studiere, unterrichte ich später pflegespezifische Fächer und keine klassische Krankheitslehre etc. Ich frage mich, ob das ein Nachteil auf dem Arbeitsmarkt ist, wenn man „nur“ auf Pflege spezialisiert ist.
Ach so. Also grob gesprochen besteht zwischen Berufspädagogik im Gesundheitswesen (Fachrichtung Pflege) (hab ich mal studiert) und Pflegepädagogik kein Unterschied.
Im wesentlichen ist es nur so, daß auch in anderen Gesundheitsfachberufen (Ergotherapie, Rettungsdienst etc.) ein Berufspädagoge im Gesundheitswesen gebraucht wird, der dann aber aufs jeweilige Fach spezialisiert ist:




Bei Medizinpädagogik schaut‘s ein bisschen anders aus; hier kann man wohl ggf. auch ärztliche Fächer (Krankeitskehre…) unterrichten, aber da würde ich mich echt genau erkundigen.

Wichtig ist, welche Inhalte man im Studium hatte und was die Regierung genehmigt (bei uns in Bayern der jeweilige Regierungsbezirk).

Persönlich halte ich den Medizinpädagogen nicht unbedingt für einen Vorteil.
Wegen der Naturwissenschaften hatte ich mir das Modulhandbuch des Masterstudiengangs in Deggendorf angeschaut. Dort steht zum Beispiel:

"Die Studierenden erwerben fundierte naturwissenschaftliche Grundlagen. In der Chemie wird das Verständnis der Materiestruktur(Aggregatszustände, Atome, chemische Bindungen) sowie von Wasser und dessen Bedeutung im menschlichen Körper vertieft. Sie lernen die Struktur und Funktion wichtiger Biomoleküle (Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Enzyme, Nukleotide) kennen und können den Stoffwechsel in seinen grundlegenden Abläufen erklären. Im Bereich Biologie konzentrieren sie sich auf molekulare Zellbiologie, Bioelektrizität und Genetik, um die biologischen Grundlagen der menschlichen Physiologie und Pathologie besser zu verstehen."
Oha, das war mir neu. Erscheint mir aber von den Inhalten sehr ungewöhnlich für Pflegepädagogik.

Hast Du eigentlich vor, den Master auf Deinen bereits vorhandenen Bachelor direkt draufzusetzen, oder fängst Du komplett neu an (also mit Bachelor in Pflegepädagogik)?

Ein Tip wäre noch, mal das Unterrichten auszuprobieren. Habt ihr bei euch an der Klinik eine BFS, wo Du mal anfragen könntest, ob Du mal einen Unterricht abhalten könntest?

Ansonsten wäre es gut, wenn sich hier noch weitere Leute vom Fach melden würden. Mein Wissen ist leider schon älter, es ist jahrelang her, daß ich unterrichtet habe. Außerdem besitze ich keinen Master.
 
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Hast Du eigentlich vor, den Master auf Deinen bereits vorhandenen Bachelor direkt draufzusetzen, oder fängst Du komplett neu an (also mit Bachelor in Pflegepädagogik)?

Ein Tip wäre noch, mal das Unterrichten auszuprobieren. Habt ihr bei euch an der Klinik eine BFS, wo Du mal anfragen könntest, ob Du mal einen Unterricht abhalten könntest?
Danke, Martin H.! Das ist alles sehr beruhigend.

Ich würde komplett mit einem Master in Pflegepädagogik neu anfangen.

In meinem Heimatland habe ich ein paar Jahre als Sprachlehrerin gearbeitet. Als Praxisanleitung durfte ich bereits im Gruppenunterricht der zentralen Praxisanleitung assistieren. Außerdem halte ich am ersten Praxistag für unsere Schülerinnen und Schüler eine Präsentation über unsere Station. Das fühlt sich ein bisschen an wie echter Unterricht.

Parallel lerne ich weiter Deutsch, weil ich immer noch nicht ganz perfekt bin.

(KI genutzt zur sprachlichen Glättung)
 
Am besten bist du beraten, wenn du den angestrebten Studiengang einmal der für dich zuständigen Bezirksregierung schickst, und anfragst ob sie dich damit als Lehrkraft zulassen. Bezüglich deines Bachelors, du musst keinen ganzen Päd. Bachelor neu machen.
Es reicht es häufig, wenn du eine "Pädagogische Zusatzqualifikation" machst, das bieten einige Private Unis an, dauert häufig ein Semester.


Was das Geld angeht, ich verdiene als Lehrer erheblich mehr als in der Pflege, trotz Fachweiterbildung. (NRW)
 
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Am besten bist du beraten, wenn du den angestrebten Studiengang einmal der für dich zuständigen Bezirksregierung schickst, und anfragst ob sie dich damit als Lehrkraft zulassen. Bezüglich deines Bachelors, du musst keinen ganzen Päd. Bachelor neu machen.
Es reicht es häufig, wenn du eine "Pädagogische Zusatzqualifikation" machst, das bieten einige Private Unis an, dauert häufig ein Semester.


Was das Geld angeht, ich verdiene als Lehrer erheblich mehr als in der Pflege, trotz Fachweiterbildung. (NRW)
Gute Idee! Ich werde die Bezirksregierung fragen.

Den ganzen Pädagogik-Bachelor bis Master nachzuholen, wurde mir von meinem Arbeitgeber empfohlen, wenn ich dort später entweder als Zentrale Praxisanleitung oder eventuell Schullehrkraft arbeiten möchte. Diese würden Vorrang erhalten und es hat sich auch gezeigt, dass Kolleginnen und Kollegen ohne Pädagogik-Bachelor, aber -Master, nicht sehr gut ankommen.
 

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