So müde

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Ich kenne keine Krpfl.schule die verlangt, dass irgend ein Schüler was in einen Laptotp abtippen MUSS. Was macht denn ein Schüler der keinen Laptop hat oder wenn er kaputt ist?.
Ich denke auch, dass es eher ein freiwiliges nacharbeiten ist ...zumal sich die Schule sonst ein Eigentor schiessen würde. Wenn nämlich ein Laptop zu den benötigten Ausbildungsmittel gehören würde, dann müsste der AG diesen stellen ...
Auf Dauer sollte man sich dieses Vorgehen gut überlegen- es ist nicht effizient. Ich habe auch so Kandidaten, die im Unterricht eine als Handout ausgeteilte PowerPoint nochmal handschriftlich abschreiben ....:knabber:
Man sollte sich sehr schnell effiziente Lerntechniken aneignen. Also Zusammenfassen von Texten üben.
Das Kuriose ist aber: wenn der Unterricht zum Thema Lerntechniken erteilt wird, dann sind alle ziemlich "gelangweilt"....sie meinen, alles schon zu können und nicht zu benötigen.
Wirklich "gut drauf" haben so was aber tatsächlich fast ausschliesslich die Abiturienten!



Ja - und auch wir Fragen teils mündlich, teils in Kurzarbeiten Verhaltensregeln ab aus der Hausordnung, Schulordnung, Arbeitsrecht dabei sind Fragen wie:
[...]
Benehmen in der Schule, regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Pünklichkeit
großes Thema - Fehlzeiten
Wie melde ich mich AU und wieder dienstfähig, was muss ich wie und wann vorlegen?
Zeugnis, Durchfallen, Wiederholen, Probezeit
etc.
Das sind die Punkte die mir auf anhieb einfallen, bei denen es die meisten Probleme und Tränen gibt.

Das macht auch Sinn, da es hier wirklich IMMER Probleme gibt ...einige wissen auch nach Monaten nicht, wie sie korrekt vorzugehen haben bei einer Krankmeldung!
Die 10 % Fehlzeiten-Hürde ist ein weitere Aspekt ...die Zahlen klingen nämlich sehr danach, dass man "ordentlich fehlen kann". Ich rechen denen das dann immer auf 1 Jahr vor und in Tagen um ...die Schüler haben tatsächlich keinen Bezug zu einer Stundenangabe über einen langen Zeitraum.

Auch muss man im Einführungsblock banale Dinge klarstellen: Müll gehört in den Papierkorb, während des Unterrichts wird kein Kaffe gekocht, Arzttermine sind AUSSERHALB der Unterrichts-/Arbeitszeiten zu legen, Handy bleiben aus oder in der Tasche, harmlose Erkrankungen von Omas und Opas sind kein Grund für überstürztes Verlassen der Schule, für Beerdigungen von Tanten oder Großeltern muss Urlaub genommen werden- ebenso für Führerscheinprüfungen...


Ich stelle fest, hab ich auch oben schon geschrieben, dass manche der "Kinder" mit 17/18/19 nicht wirklich Verstanden haben, dass sie jetzt für ihr Handeln verantwortlich sind und dies sogar den Rausschmiss aus Wohnheim und/oder Schule (was oftmals das Eine, das Andere zur Folge hat) bedeuten kann und nicht nur ein dudu oder vielleicht einen Schulverweis wie bisher gewohnt, ohne weitere Konsequenzen.
Manche bringen oft erstaunlich wenige Verhaltensregeln aus ihrem bisherigen Leben mit und ziehen teils Andere dabei mit - bis es dann kracht.

Daraus abzuleiten, dass man deswegen die Schule wechseln sollte, halte ich für abwegig.
Dem ist nichts hinzuzufügen :cleanglasses:
 
Ach Leute, hört doch auf mit dem Schülerbashing. Die sind auch nicht klüger oder gescheiter wie vor 20Jahren, oder wie wir damals.
Das mit dem Dreisatz kenne ich seit mehr als 20Jahren, ja und da sind die Abiturienten oft im hintertreffen, da dies im Gymnasium nicht gefragt ist.
Deshalb haben wir mehrere Lerneinheiten - med. Rechnen - um die Schüler wieder auf Vordermann zu bringen, denn gelernt haben die Schüler das ALLE irgendwann mal, vom Hauptschüler bis zum Abiturienten.
Möchte die examinierten nicht Abfragen wieviel das auf Anhieb hinbekommen. Intensiv und Anästhesiepersonal mal ausgenommen.
Mir fällt jetzt auch nicht ein wozu ich Mathe auf Station gebraucht hätte?
Med., kaufmännisches Rechnen in Grundzügen ja. Da musste ich aber auch mal wieder genau Nachdenken, wenn ich schon länger nichts mehr berechnen musste.


Ich empfehle jedem der daran Zweifel hat, sich mal die Prüfungsfragen zu beantworten und zu schauen ob man Heute noch das Examen zumindest bestehen würde.

Ich sehe schon, dass die Anforderungen in den letzten zwanzig Jahren gestiegen sind und mehr Detailwissen gefragt ist.
Ob das jetzt gut oder schlecht ist, oder das jemand zu einer besseren GuK macht, sei mal dahingestellt.
Fakt ist aber - der Lernaufwand steigt dadurch.

Die Diskussion, dass die Schüler immer schlechter werden, die hatten wir schon vor zwanzig Jahren.
Ich halte das für ein Gerücht.

Am Ende müssen ALLE die selben Fragen beantworten und zuvor müssen ALLE die Probezeit und das Klassenziel erreichen.

Nein ohne Lernen würde ich das Examen sicherlich auch so nicht mehr schaffen. Aber ich meinte das tatsächlich auch weniger auf den fachlichen Inhalt. Ja der mag vielleicht zunehmen oder sich immer wieder aktualisieren oder eben die Anforderungen sich erhöhen. Aber wenn das Grundverhalten, die Werte, die Regeln, Ordnungen oder was auch immer schon vorher nicht gelehrt oder vermittelt wurde kommt eben dieser "Stoff" (für manche wohl erschwerend) eben noch dazu und für viele macht es das lernen dadurch nicht einfacher......und ich behaupte jetzt mal.....wenn dieses schon vorher vermittelt wurde wäre das Lernen und begreifen und vorallem dann auch in der Praxis anwendbar für viele Schüler sicherlich einfacher. Wir haben es ja früher auch alle geschafft, wieso dann die heutige Jugend nicht mehr (und vor allem erst Recht nicht mehr die mit Abitur)?
 
Am Ende müssen ALLE die selben Fragen beantworten und zuvor müssen ALLE die Probezeit und das Klassenziel erreichen.

Das stimmt und sie müssen dann nach dem Examen, noch ganz viele Sommer Arbeiten.
Außerdem werden sie eigen verantwortlich und fachlich korrekt ihre Dienste verrichten.
 
Die Krankenpflegeschulen bekommen die Kurse kaum noch voll. Seit Jahren werden Azubis aufgenommen, die es früher nicht mal ins Vorstellungsgespräch geschafft hätten. Wenn Du jeden, der sich mal dappig anstellt, auf die Straße setzt, hast Du gar keinen Nachwuchs mehr. Und dann ist die Schule schnell dicht und die Lehrkräfte haben sich selbst rausgeschmissen.

Dann habe ich lieber weniger, dafür qualifizierte Kollegen, die aus eigenem Antrieb geradeaus atmen können, statt solche Not-Azubis, deren Ausbildung in der Kinderstube beginnen muss.
 
Dann habe ich lieber weniger, dafür qualifizierte Kollegen, die aus eigenem Antrieb geradeaus atmen können, statt solche Not-Azubis, deren Ausbildung in der Kinderstube beginnen muss.

Zunächst muss der Ausbildungskurs mal voll sein. Bewerberzahlen sinken deutschlandweit, so dass man gar nicht mehr die große Auswahl hat. Wenn aber der Kurs mit 25 oder 30 TN starten soll, dann sucht man sich aus diesen Bewerbern die geeignetsten raus...

Die erste Überraschung erlebt man teilweise schon am ersten Tag- es gibt immer mal wieder Azubis, die einfach nicht kommen und vorher nicht absagen. Innerhalb der Probezeit sortiert die Schule anhand der Leistung und sozialer Kompetenz aus, einige Schüler brechen aber auch ab, da sie mit der Praxis nicht zurecht kommen oder sich das Ganze "anders vorgestellt haben". Nach 6 Monaten sind also i.d.R schon knapp 30 % der Plätze nicht mehr besetzt.

Die Tendenz geht mittlerweile aber dahin, dass auch während der Ausbildung noch vereinzelt Schüler das Handtuch werfen - aus Frust, Überforderung, gesundheitlichen Gründen oder eben weil man sich Alternativen überlegt hat.

Ein weiter Abbruchgrund kann eine (ungeplante) Schwangerschaft sein.

Die nächste Hürde stellen die Fehlzeiten dar ....bei Überschreitung vor der Examenszulassung darf die Prüfung nicht regulär abgelegt werden und man muss die Ausbildung verlängern.
Leider geht die Tendenz bei Schülern dahin, dass die Ausfallszeiten zunehmen und die Bereitschaft besteht, sich bei kleinen Bagatellen krank zu melden.

Die zugelassenen Schüler müssen das Examen auch bestehen...die "Durchfaller" stehen dem Arbeitsmarkt ja auch nicht unmittelbar zur Verfügung.

Bei den Absolventen geht die Tendenz dahin, (direkt) ein Studium anzuschliessen oder bei einem NC Fach wie Medizin auf einen Platz zu warten.
Von denen, die geplant "am Bett" bleiben wollen orientiert sich knapp die Hälfte in Bereiche wie Intensiv, OP oder die Psychiatrie. Einige auch ins Ausland!

Das was man also tatsächlich für eine periphere Station "auf den Markt wirft" ist nicht viel...diese neuen Mitarbeiter müssen dann aber Lücken durch Berentungen, Langzeitkrank, Neueinstellungen durch Teilzeitwünsche anderer oder Schwangerschaftsvertetungen kompensieren.
Und man darf nicht vergessen, dass auch diese frisch examinierten MA überwiegend Frauen sind, die irgendwann auch Familie haben möchten.

Man kann also gefühlt gar nicht "so viele nachproduzieren" wie tatsächlich benötigt werden.

Und ja, die Hauptsache ist tatsächlich dass die Kurse zu Beginn voll sind!
 
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Reaktionen: Tryit und Martin H.
Du musst auf Station eine Schleife binden können. Das Flügelhemd im Nacken schließen, den Schutzkittel im Isolationszimmer zubinden, Patienten beim Anziehen der Schuhe helfen... Es gab Meldungen aus der Praxis, dass die Schüler dies zum Teil nicht beherrschen.

Ich habe mal eine Schülerin dazu aufgefordert, einen Fachbegriff im Pschyrembel nachzuschlagen, damit wir uns gemeinsam die Definition durchlesen können. Sie war schon fast damit überfordert, das Buch richtig herum zu halten; wie man ein Wörterbuch benutzt (eine Technik, die ich in der Grundschule gelernt habe!) war ihr nicht geläufig.

Ich hatte hierzu gerade eine interessante Diskussion mit einem befreundeten Fahrlehrer, der ähnliche Phänomene beklagt: ein (wohlgemerkt männlicher!) Fahrschüler sollte in seiner mittlerweile 30. Fahrstunde vor der Fahrschule anfahren - auf dem Rücksitz sass die vorherige Schülerin. Er setze den Blinker korrekt, trat die Kupplung, legte den Gang ein und liess die Kupplung langsam kommen ...zu seiner Verwunderung tat sich aber nichts.
Dieses widerholte er mehrere Male....das Auto fuhr nicht an. Mein Kumpel liess nun beide Schüler die vermeindliche Ursache analysieren. Es war beiden schleierhaft, warum sich dieses Auto nicht in Gang setzte.

Ihr werdet es sicher schon erraten haben: der Motor war nicht an ...:knabber: Es ist allerdings zwei Fahrschülern nicht aufgefallen. Es fällt den jungen Leuten wohl zunehmend schwerer, solche komplexen Abläufe zu erfassen und zu reproduzieren...
Auch habe mein Kumpel dass Gefühl, dass die Hälfte des bereits verinnerlichten oft wieder weg ist.

Solche Phänomene sind längst kein Einzelfalls mehr!

Die jetzige Generation der Digital Natives ist in einer Welt groß geworden, in der vieles (fast alles) digital funktioniert. Das "wischen" auf dem Smartphone ist die gängigste Handbewegung ... verloren gehen aber hierdurch feinmotorische Fähigkeiten.
Grundschullehrer beklagen, dass viele (noch) nicht in der Lage sind einen Stift korrekt zu halten!

Oder einfacher ausgedrückt: die Digital Natives müssen sich in einer analogen Welt zurecht finden, in denen man ein Lenkrad dreht, Schalter und Knöpfe bedient oder eben eine Schleife bindet! :cleanglasses: