So müde

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Eine Schule, die das Abtippen auf Laptop verlangt, nach einer Woche schon einen Ordner voll Material vermittelt hat, und eine Arbeit über die Hausordnung schreiben lässt: Ich persönlich würde das Etablissement schnellstens wechseln und dahin gehen, wo ich fachlich wichtige Dinge lernen darf, und man mir meine Lernmethoden nicht vorschreibt. Mir erscheint das sehr fragwürdig...
 
Ähm, die Lehr- bzw. Lernmethoden werden wohl im Großen und Ganzen vom jeweiligen „Etablissement“ vorgeschrieben.
 
Eine Schule, die das Abtippen auf Laptop verlangt, nach einer Woche schon einen Ordner voll Material vermittelt hat, und eine Arbeit über die Hausordnung schreiben lässt: Ich persönlich würde das Etablissement schnellstens wechseln und dahin gehen, wo ich fachlich wichtige Dinge lernen darf, und man mir meine Lernmethoden nicht vorschreibt. Mir erscheint das sehr fragwürdig...
Scheint mir auch so. Das Nochmal-Schreiben in den Laptop verschlingt unnütze Energiereserven. Natürlich ist der Umgang mit EDV heute wichtig und nimmt auch in der Pflege mehr und mehr Raum ein, aber dann sollten auch die entsprechenden Systeme der digitalen Datenerfassung als solche vermittelt werden und sich das "Lernen" im Umgang mit dem Computer nicht auf Abtippen beschränken. Die Zeit, die das verschlingt, könnte in der Tat sinnvoller genutzt werden, und als Lerninhalt des Grundkurses erscheint mir das allemal zu früh.
Ich kenne diese Schule nicht, aber das Ganze erscheint mir nicht als sehr zeitgemäss.
Die Hausordnung lernen! Die Schüler leben doch nicht in einer Klausur!
 
Ähm, die Lehr- bzw. Lernmethoden werden wohl im Großen und Ganzen vom jeweiligen „Etablissement“ vorgeschrieben.
Eben. Deswegen würde ich, Zitat, das Etablissement (übersetzt: den Betrieb) wechseln.
 
Eben. Deswegen würde ich, Zitat, das Etablissement (übersetzt: den Betrieb) wechseln.
Weiter oben hattest Du noch geschrieben, sie soll sich ein solches suchen, wo ihr die Lernmethoden nicht vorgeschrieben werden?! :gruebel:
 
Ja, solche gibt es. Ich hatte das Glück, eine Pflegeschule zu haben, die uns freistellte, ob wir papierhaft oder mittels EDV mitschreiben. Oder, wie in meinem Falle, gar nicht.
 
Was macht die Schule, wenn man sich weigert, alles abzutippen? Wenn man mit der Abschreiberei noch nie klar kam, wird man es auch weiterhin nicht können.
 
Jetzt kommt doch wieder bitte auf den Boden zurück.
Was ich hier so Lese erinnert mich an Grundschule.
Ich kenne keine Krpfl.schule die verlangt, dass irgend ein Schüler was in einen Laptotp abtippen MUSS.
Was macht denn ein Schüler der keinen Laptop hat oder wenn er kaputt ist?
Glaubt hier wirklich jemand, dass ein Lehrer in der Erwachsenenbildung nichts anderes zu tun hat, als dann am nächsten Morgen ALLE Schüler antreten zu lassen und ALLE Laptops zu kontrollieren?
Wer tippt denn was ab und wieviel sollte es denn am Morgen sein?
Ich halte das für ausgemachten Unsinn und völlig Realitätsfern.

Ja - und auch wir Fragen teils mündlich, teils in Kurzarbeiten Verhaltensregeln ab aus der Hausordnung, Schulordnung, Arbeitsrecht dabei sind Fragen wie:
was darf ich in meinem Zimmer
Ruhezeiten, Lautstärke
Besuche - vor allem männliche
Übernachtungen Fremder im Wohnheim - generell
Party - innerhalb und ausserhalb des Wohnheims
Tierhaltung
Alkohol und Drogen
Handyfotos - vor allem auf Station
Mitnehmen (Diebstahl) von Materialien der Station - aller Art
Benehmen in der Schule, regelmäßige Teilnahme am Unterricht, Pünklichkeit
großes Thema - Fehlzeiten
Wie melde ich mich AU und wieder dienstfähig, was muss ich wie und wann vorlegen?
Zeugnis, Durchfallen, Wiederholen, Probezeit
etc.
Das sind die Punkte die mir auf anhieb einfallen, bei denen es die meisten Probleme und Tränen gibt.
Ich stelle fest, hab ich auch oben schon geschrieben, dass manche der "Kinder" mit 17/18/19 nicht wirklich Verstanden haben, dass sie jetzt für ihr Handeln verantwortlich sind und dies sogar den Rausschmiss aus Wohnheim und/oder Schule (was oftmals das Eine, das Andere zur Folge hat) bedeuten kann und nicht nur ein dudu oder vielleicht einen Schulverweis wie bisher gewohnt, ohne weitere Konsequenzen.

Ich kenne keine Schule, die dies in solcher oder änlicher Art NICHT macht - leider in letzten Jahren immer mehr notwendig, vor allem auch um diese Schüler zu schützen, bevor sie eine nicht wieder gut zu machende Dummheit begehen.

Manche bringen oft erstaunlich wenige Verhaltensregeln aus ihrem bisherigen Leben mit und ziehen teils Andere dabei mit - bis es dann kracht.

Daraus abzuleiten, dass man deswegen die Schule wechseln sollte, halte ich für abwegig.
 
Zuletzt bearbeitet:
@renje dem ist nichts hinzuzufügen. :up:
 
Das mit dem Nochmal-Abtippen finde ich aber auch extrem überflüssig...
 
Vielleicht soll sie ein Portfolio erstellen?
 
Auf der einen Seite will man die Ausbildung akademisieren und auf der anderen Seite müssen manche noch erzogen werden.

Renje, nichts gegen die oben genannten Punkte aber mal Hand aufs Herz... wer sich für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger bewirbt sollte eine gewisse Reife mitbringen. Muss man hier wirklich solche Punkte durchgehen? Falls ja würde ich mir zwei mal überlegen ob ich die Leute nicht einfach vor der Probezeit schmeißen würde.
 
Muss man hier wirklich solche Punkte durchgehen? Falls ja würde ich mir zwei mal überlegen ob ich die Leute nicht einfach vor der Probezeit schmeißen würde.
Die Krankenpflegeschulen bekommen die Kurse kaum noch voll. Seit Jahren werden Azubis aufgenommen, die es früher nicht mal ins Vorstellungsgespräch geschafft hätten. Wenn Du jeden, der sich mal dappig anstellt, auf die Straße setzt, hast Du gar keinen Nachwuchs mehr. Und dann ist die Schule schnell dicht und die Lehrkräfte haben sich selbst rausgeschmissen.

An unserer Schule wurde (allerdings wohl nicht in der Probezeit) eine Doppelstunde eingeschoben zum Thema: "Wie binde ich eine Schleife?" Im Vergleich dazu halte ich das Durchgehen der Hausordnung oder vor allem die korrekte Art und Weise der Krankmeldung für hohes Niveau!
 
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Alles klar... dann ist es ja etwas Nachvollziehbar.
Was es mit der Doppelstunde: "Wie binde ich eine Schleife?" auf sich hat ist mir aber jetzt schleierhaft.
Beruhigung/ Entspannung? Es sind Schüler über ihre Schnürsenkel gestolpert und haben sich verletzt? :D :D
 
Du musst auf Station eine Schleife binden können. Das Flügelhemd im Nacken schließen, den Schutzkittel im Isolationszimmer zubinden, Patienten beim Anziehen der Schuhe helfen... Es gab Meldungen aus der Praxis, dass die Schüler dies zum Teil nicht beherrschen.

Ich habe mal eine Schülerin dazu aufgefordert, einen Fachbegriff im Pschyrembel nachzuschlagen, damit wir uns gemeinsam die Definition durchlesen können. Sie war schon fast damit überfordert, das Buch richtig herum zu halten; wie man ein Wörterbuch benutzt (eine Technik, die ich in der Grundschule gelernt habe!) war ihr nicht geläufig.

Und das war eine Deutsche. Die hohe Anzahl an Nicht-Muttersprachlern, die mit dem "Amtsdeutsch" in Hausordnungen oder Dienstanweisungen überfordert sein könnten, haben wir noch gar nicht mit in unsere Überlegungen einbezogen.
 
Es ist teilweise erschreckend.
Bei uns auf Station sollte damals mal eine Schülerin die Laufrate einer Infusion berechnen, um den Infusomaten entsprechend einzustellen; Menge und Laufzeit waren vorgegeben. Hat sie nicht von alleine hingekriegt...
Die Schülerin hatte Abitur!!! :eek1:
 
Oha. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
 
Und dann heißt es immer die Schüler müssen heutzutage so viel lernen?????? Ja wenn solche Grundbegriffe des täglichen Lebens nicht vorhanden sind sind diese Dinge natürlich zusätzliche Lernaufgabe. Aber die armen Schüler........:lamer:

Ich wiederhole mich......das fängt schon bei Geburtsstunde Null an das die Eltern überfordert mit der Erziehung gar dem Liebe schenken sind. Das kann ja eine App machen bzw dafür sind andere da die die Verantwortung haben.:weissnix:
 
Ach Leute, hört doch auf mit dem Schülerbashing. Die sind auch nicht klüger oder gescheiter wie vor 20Jahren, oder wie wir damals.
Das mit dem Dreisatz kenne ich seit mehr als 20Jahren, ja und da sind die Abiturienten oft im hintertreffen, da dies im Gymnasium nicht gefragt ist.
Deshalb haben wir mehrere Lerneinheiten - med. Rechnen - um die Schüler wieder auf Vordermann zu bringen, denn gelernt haben die Schüler das ALLE irgendwann mal, vom Hauptschüler bis zum Abiturienten.
Möchte die examinierten nicht Abfragen wieviel das auf Anhieb hinbekommen. Intensiv und Anästhesiepersonal mal ausgenommen.
Mir fällt jetzt auch nicht ein wozu ich Mathe auf Station gebraucht hätte?
Med., kaufmännisches Rechnen in Grundzügen ja. Da musste ich aber auch mal wieder genau Nachdenken, wenn ich schon länger nichts mehr berechnen musste.

Und dann heißt es immer die Schüler müssen heutzutage so viel lernen??????
Ich empfehle jedem der daran Zweifel hat, sich mal die Prüfungsfragen zu beantworten und zu schauen ob man Heute noch das Examen zumindest bestehen würde.

Ich sehe schon, dass die Anforderungen in den letzten zwanzig Jahren gestiegen sind und mehr Detailwissen gefragt ist.
Ob das jetzt gut oder schlecht ist, oder das jemand zu einer besseren GuK macht, sei mal dahingestellt.
Fakt ist aber - der Lernaufwand steigt dadurch.

Die Diskussion, dass die Schüler immer schlechter werden, die hatten wir schon vor zwanzig Jahren.
Ich halte das für ein Gerücht.

Am Ende müssen ALLE die selben Fragen beantworten und zuvor müssen ALLE die Probezeit und das Klassenziel erreichen.