Pflegeplanung Hüft-TEP

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Lucimausi

Gast
Hallo

Muss eine Pflegeplanung für eine Hüft Tep schreiben. Da ich noch nie auf einer Orthopädie war, kenne ich mich damit überhaupt nicht aus. Kann mir jmd helfen, was die Schwerpunkte sind?

Also der Herr ist ca. 60 Jahre alt, leicht adipös, hat den 7. postoperativen Tag (Klammern sind noch drin, jedoch keine Redons, Viggo etc mehr)

Was sind die Schwerpunkte bei einer Hüft Tep für die Pflegeplanung?

Hoffe auf Hilfe!!!
 
Ist das denn ein Fallbeispiel, oder was?
Wieso musst du ne Pflegeplanung schreiben, wenn du gar nicht in der Orthopädie bist???
 
hab dir mal einfach meine problemliste von nem fallbeispiel kopiert

  • Gefahr von postoperativen Komplikationen wie
    • Nahtinsuffizienz durch mangelnde Nahttechnik oder Eiweißtechnik
    • Thrombose/ Embolie durch Intra- und postoperative Immobilisation
    • Dekubitus
    • Pneumonie durch mangelnde Bewegung und evtl. Schonhaltung
    • Obstipation durch Schamgefühl, da sie nicht auf Toilette darf
    • Sepsis
    • Kontrakturen
    • Stressulcus durch Schmerzen und Angst
    • Verwirrtheitszustand/ Orientierungsschwierigkeiten durch höheres Alter
  • Schmerzen
  • Instabiler Kreislauf- bekannter Hypertonus-> mögliche Folgekomplikationen
  • D.m., mögliche Entgleisung durch Blutverlust bei OP
  • Sturzgefahr durch Sehschwäche
  • Mögl. Entlass- und zukünftige Versorgungsprobleme durch körperliche Einschränkung und nicht vorhandene Angehörige
[FONT=&quot]Pat. fühlt sich in Bewegungsfreiheit eingeschränkt
in deinem fall wäre aufgrund der Adipositas noch intertrgogefahr angesagt....

hoffe konnte dir bissel helfen
[/FONT]
 
Hallo! Zu dem letzten Beitag würde ich auf jeden Fall noch die Aufklärung des Patienten zum Verhalten nach TEP nehmen! Ich denke das dies gerade wenn die OP schon etwas her ist fast einer der wichtigsten Punkte ist. Also gemeint ist: Benutzung des Greifers wegen der Verbotenen Hüftbeugung, Stuhl und Toilettenerhöhung etc. Und Aufklärung gibt wenn es für dein Examen ist immer Pluspunkte, das hören die Prüfer gerne! Viel Erfolg!:P
 
hallooo,
also deine knappe falldarstellung ist bewundernswert:P, also 7post-op-tag.. Gefahr von Hüftluxation, Infektionsgefahr der Wunde, Nahtinsuffizienz, und der rest müsste eigentlich bekannt sein..
Reha schon angeleiert? ..
Wenn du noch weitere fragen hast meld dich einfach bei mir..

lg gk2005
 
Wichtig ist auch noch zu wissen, ob es sich um ne zementierte, oder zementfreie TEP handelt.
 
Ergo: eine individuelle Pflegeplanung kann nur für den Pat. nicht aber für eine Erkrankung geschrieben werden. Einzelne Symptome können nach dem Prinzip des Pflegeprozess bearbeitet werden.

Wann wird das endlich von den Pflegelehrern begriffen und so vermittelt?

Elisabeth
 
Hallo

Also, wie gesagt, 60-jähriger Patient, hat eine zementfreie Hüft-Tep erhalten. Hat keine Vorerkrankungen, Blutwerte, Vitalzeichen etc sind alles in Ordnung.

Habe in meine Pflegeplanung folgende Stichpunkte genommen:

Waschen und Kleiden: Hilfe beim Waschen und Ankleiden
Ausscheiden: Obstipationsprophylaxe
Bewegen: Thrombose- und Dekubitusprophylaxe, Sicherheit beim Gehen gewinnen, Bewegungseinschränkung
Atmen: Pneumonieprophylaxe
Schlafen: Pat. hat Ein- und Durschlafprobleme

Dann bei Potentielle Gefahren habe ich:

Gefahr der Hüftluxation

Und dann müsste ich irgendwie noch die Wunde erklären, die kommt doch bei Potentielle Probleme und Gefahren rein. Also es ist ein langer Schnitt, mit Klammern geschlossen. Und daneben drei Redon-Einstichstellen (Redons sind schon entfernt)

Wie formuliere ich das denn am besten in der Pflegeplanung?

Fallen euch noch andere Schwerpunkte ein? Der Pat. ist wirklich gesund, benötigt eben nur geringe Hilfe bei o.g. Punkten.

Vielen vielen Dank
 
Für den wievielten postop. Tag schreibst du denn die Planung?
Wie geht der Pat. mit Schmerzen und postop. Einschränkungen um?
Wieweit ist der Pat. bereits mobil?
Was kann er selbst übernehmen von den ATLs?
Warum die Obstipationsprophylaxe?
usw.

Elisabeth
 
Pat. hat den 6. postop Tag

Obstipationsprophylaxe aufgrund eingeschränkter Mobilität, regelm. Einnahme von Schmerzmitteln

Ist mit UAG mobil

Versorgt sich soweit selbst, benötigt nur Hilfe bei den Beinen und dem Rücken.

Wie kann ich denn das mit der Wunde formulieren?
 
hey!
Ich glaube Sturzprophylaxe kannst du auch noch mit einbauen
 
Prima, stimmt... Vielen Dank...

Wie könnte ich das mit der Klammernnaht formulieren bei Problem?
 
Hallo,

eine Naht hat immer Infektionsrisiko, solange die Fäden bzw. Klammern noch drin sind. D. h. bei Maßnahmen dann aseptischer VW, Hygiene beachten, immer schauen, dass ein Pflaster auf der Wunde ist, was noch gut klebt. Beim Duschen wasserdichten Wundverband benutzen und nach dem Duschen sofort frisch verbinden...

Das fällt mir jetzt spontan zu den Klammern ein.
 
also ich finde eine der schwerpunkte sollte die Luxationsgefahr sein mit Anleitung des Pat und den spez. Lagerungstechniken.
danach kommen die allgemeinen postoperativen Maßnahmen mit Pneumonie, Thrombose, Dekubitus, Kontraktur usw.
Wichtig auf die Entlassberatung bezüglich der Hilfsmittel die sie sich verschreiben lassen sollte. zb. WC-Sitzerhöhung,Greifarm, usw...
Evtl. vielleicht sogar Sozialstation die Sturzgefahr bei der Körperpflege verringert. Hatte viele Pat. in der Sozialstation die einfach aus Sicherheit am Anfang der Entlassungsphase sich eine "Aufsicht" geholt haben beim Baden oder Duschen
 
Wieso braucht ein Pat., der bereits mobil ist noch eine Pneumonieprophylaxe?

Elisabeth
 
Ja gut Elisabeth, da haste Recht. Schmerzen in der Hüftgegend werden wohl keine Schonatmung hervorrufen:P Das war vorhien so mein erster sprudelnder Gedanke :-)
 
Habe die Pneumonieprophylaxe auch noch eingebaut, wg flacher Atmung aufgrund langer Liegezeit im Bett.

Jedoch habe ich die Kontrakturenprophylaxe gar nicht aufgezählt. Der Pat. steigt schon seit dem 4. postop. Tag Treppen, steht selbst auf, lagert sich allein auf die Seite etc...

Brauche ich die dann überhaupt noch, wenn der so gut wie alles selbst macht?

Dann noch zur Wunde, was habe ich da für Ziele?

Habe

1. Pat. fühlt sich wohl und sicher
2. Verminderung der Infektionsgefahr
3. Optimale Wundheilung
4. Gut befestigter Verband
5. Frühzeitiges Erkennen von Komplikationen
6. Vergleichbare Werte (also wg der Doku, wie kann man den Satz anders formulieren? Ich möchte darauf hinaus, dass man durch die Doku sehen kann, ob es sich verschlechtert oder verbessert hat)

Vielen Dank
 
Hallo Lucimausi,

wenn der Patient selbst aufsteht, Treppen steigt, sich selbst lagert, warum dann noch die Pneumonieprophylaxe? Muss ich mir Probleme schaffen wo keine sind?

Liebe Grüsse
Narde
 
Hm, stimmt auch wieder. Brauche ich dann überhaupt die Kontrakturenprophylaxe?
 

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