Petition für mehr Personal im Krankenhaus in der Mitzeichnung

Ist sicher ehrenwert sich für bessere Personalbesetzung einzusetzen und die Petition zu unterstützen. Was wird sich aber ändern, wenn die Forderungen gesetzlich festgelegt werden sollten?
Ich glaube nichts, weil es bereits heute nicht mehr möglich ist offene Stellen zu besetzen.
 
Wenn die Forderung Gesetz wird und es nicht möglich ist die Stellen zu besetzen - dann werden Betten gesperrt! Welche Alternative gäbe es denn sonst?

Ach ja, die aufopferungsvolle Gesundheits- und Krankenpflegerin wird dies schon mit Mehrarbeit und Überstunden kompensieren, denn der arme Patient...
 
Wenn die Forderung Gesetz wird und es nicht möglich ist die Stellen zu besetzten - dann werden Betten gesperrt!

Die Pflegenden beweisen seit Jahren, dass das meist nicht nötig ist, eben mit Überstunden, ständigem Einspringen usw., die gesetzliche Forderung wird daran wahrscheinlich nichts ändern!
 
SCHADE!

Die "es wird sich sowieso nichts ändern"-Mentalität in der Pflege ist einfach nur... traurig.
Sobald jemand in der Pflege sich auf macht, etwas zum Positiven hin zu ändern, meldet sich jemand aus der Pflege, und sagt sofort: bringt doch eh nichts. Kein Wunder, dass wir uns so leicht von Nicht-Pflegenden regeln und manipulieren lassen.

Ich wünsche mir, dass die junge Generation mehr Selbstbewusstsein entwickelt und für Dinge wie eine solche Petition, die Pflegekammer oder auch Gewerkschaftsarbeit Engagement zeigt. Vielleicht ändert sich dann was zum Positiven… für sie und die, die nach ihnen kommen.

Hoffnungsvolle Grüße
Einer
 
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Ja sicher ist das traurig, aber erlebt und erfahren! Habe mich selbst zig Jahre auf die Hinterbeine gestellt und vieles erkämpft. Die Früchte nehmen die Kollegen mit und es ist super wenn einer sich einsetzt. Die nicht so angenehmen Konsequenzen trägt man ganz allein, zusammenhalten kennt man in der Pflege nur selten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es anders würde. Bin diesbezüglich aber sehr desillusioniert...

Ludmilla
 
Es sind noch ein paar Tage Zeit, die Petition mitzuzeichnen. Also: nur zu....

Gruß spflegerle
 
Vor allem würde mich interessieren wie das ganze Gegenfinanziert werden soll? Bezahlung knapp über Mindestlohn?
 
Vor allem würde mich interessieren wie das ganze Gegenfinanziert werden soll? Bezahlung knapp über Mindestlohn?

Es ist genug Geld im System. Und solange unsere liebe Bundesregierung ohne mit der Wimper zu zucken zich Milliarden an notleidende Banken und europäische Krisenländer zahlt, brauchen die nicht rumheulen, dass die Kassen leer sind. Nur weil Schäuble die schwarze Null bleiben will .... ähh halten will.
 
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Es ist genug Geld im System... nur wird es immer noch falsch verteilt. Man klammert an alten, längst überholten Strukturen. Und das auch in der Pflege.

Elisabeth
 
Die Petition hat ja die notwendige Mitzeichner-Zahl um das dreifache überschritten (10592 online- und 150601 offline-Mitzeichnende), damit ist der Weg geebnet für die öffentliche Beratung vor dem Petitionsausschuss. Diese findet nun auch statt, und zwar am
Montag, den 30.11.2015
12.00 – 13.00 Uhr im
Paul Löbe-Haus (Europasaal), Raum 4.900
Konrad-Adenauer-Str. 1, 10117 Berlin

Direkt vor Ort live kann man wohl nicht mehr zuhören, da alle verfügbaren Plätze schon vergeben sind, allerdings wird das Ganze auch live übertragen und auf jeden Fall danach auch über die Mediathek des Bundestages abrufbar sein.

Bei der aktuellen politischen Lage (Flüchtlinge, Terroranschläge, Russland, ...) wird das Thema aber wohl im Hintergrundrauschen verschwinden. Schade eigentlich, da geht wieder mal ein wichtiges Thema verloren...

Gruß spflegerle
 
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Ein Auschuss entscheidet erst mal, ob die Petition in die nächste Ebene weiter geleitet wird. Von daher ist es egal, ob es da welches Hintergrungsrauschen vorhanden ist. Ich hoffe, dass als Argumente diesmal harte Fakten und keine Emotionen genutzt werden. Zu beachten gilt auch, dass von den Mitgliedern aus dem Ausschuss wieder "das sind Ausnahmen" auf den Tisch kommen wird. Daran ist die letzte Petition zu dem Thema gescheitert.

Elisabeth
 
Interessant, vielen Dank.
Die Petentin konnte sich in der Anhörung leider nicht sehr gut verkaufen. Gegen professionell Redende anzureden ist harte Arbeit, und das hat sie nicht gut gemeistert.
Ob das, was sich in der Sache bis heute getan hat, irgendeinen Einfluss auf die Betreuungssituation in Altersheimen und in der Unterstützung in der Häuslichkeit haben wird, darf bezweifelt werden. Der Verlauf dieser Petition ist hier ganz gut zusammengefasst.

Gruß spflegerle
 
Und ich befürchte, dass es den Petenten der aktuellen Petition nicht besser gehen wird, wenn sie nicht genug Fakten beibringen. Da wird eine Studie aus den den angloamerikanischen Ländern nicht ausreichen. Auch eine Beschreibung eines Arbeitstages nicht. Die Höhe des Krankenstandes kann abgebügelt werden. Denn... das Outcmoe der deutschen Pat. spricht für sich. Dank der Aufopferung unserer Kollegen gibt es hier nur mehr als wenig Probleme.

Von daher- die Erwartungen mehr als klein halten um nicht enttäuscht zu werden.

Elisabeth
 
Ich erwarte zumindest, dass Sylvia Bühler von Verdi als Petentin rhetorisch dtl. besser aufgestellt ist, als damals Frau Kleischmantat. Fakten wird auch der Regierungsvertreter gegenhalten mit den gerade beschlossenen/zu beschliessenden Reformen (Pflegestärkungsgesetze, Krankenhausstrukturreform, Expertenkommission). Es wird sich zeigen, ob Frau Bühler da mit ihren eigenen Zahlen gegenhalten kann.
Am Ende wird die Petition dann aber wohl mit denselben Argumenten abgeschmettert, wie es auch bei der von dir verlinkten (#17) passiert ist: ...es wird von der Regierung schon genug getan, man muss daran nichts weiter ändern... (sinngemäß).

Gruß spflegerle
 

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