Petition Mindestpersonalbesetzung in deutschen Krankenhäusern

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Tachycardchen, 24.04.2014.

  1. Tachycardchen

    Tachycardchen Newbie

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  2. Jacaranda

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    ich habe es schon länger erledigt, also los: Auf gehts!
     
  3. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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  4. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Hab auch unterschrieben, aber mal eine Gegenfrage, wie soll das ganze finanziert werden? Seid Ihr bereit mehr Beiträge zu bezahlen? Klar gibt es einen Abwärtstrend und auch das DRG System ist nicht ganz unschuldig daran, aber wie gesagt wenn man eben nur Geld für einen Fiat hat, kann man sich keinen Benz leisten.
     
  5. renje

    renje Poweruser

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    was zu beweisen wäre!
    Ich behaupte:
    Es fahren im Gesundheitswesen nicht wenige Maybach, dann reichts für viele andere nur fürs Fahrrad.

    Es fehlt NICHT am Geld, sondern an dem Willen die Verteilung zu verändern und an neuen Strukturen.
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die Veränderung der Verteilung hat längst begonnen. Bisher haben dies aber nur die Nutzer der Kranken- und Pflegekassenkunden zu spüren bekommen. Sukzessive werden hier Leistungen reduziert. Leider bemerken das nur die Betroffenen selber.

    Es wird immer zu schnell vergessen, dass nicht nur die Pflege Bedarf anmeldet. Bis zum heutigen Tag hat es die deutsche Pflege nicht geschafft, nachzuweisen, wann man welches Personal mit welcher Quali braucht. In Deutschland herrscht das Konzept: Alle machen alles. Und dieses Konzept ist definitiv zu teuer. Es gilt also nicht nur nach mehr Personal zu rufen sondern zeitgleich zu schauen, wie das benötigte Personal aussehen muss.

    Elisabeth
     
  7. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    @Renje, kann man ganz klar Beweisen anhand deiner eigenen Klinik, lass dir doch mal die Zahlen geben. Habt ihr denn keine Betriebsversammlung wo man gezeigt bekommt wieviel Geld wofür ausgegeben wird? Letztendlich denke ich schon das die KH's mit dem Geld was sie haben schon versuchen gut zu wirtschaften. Würd es mehr Einnahmen bzw. auch mehr Unterstützung seitens der Politik geben, bin ich mir schon sicher dass das Geld auch in der Pflege bzw. in den therapeutischen Berufen ankommen würde. Problem ist dann nur was willst du? Mehr Gehalt oder anstatt mehr Gehalt eine oder zwei Planstellen mehr auf deiner Station?

    Ich kenne diese Leier all zu gut von unserem Betriebsrat, wir wollen mehr Geld Personal und und und... Dann stellt man die Gegenfrage der Finanzierung und schon bekomm man die typische Antwort:"Es ist genug da, wird aber nicht gerecht verteilt."
    Ich stimme da auch Elisabeth vollkommen zu, man sollte es erstmal auf die Reihe bekommen einen vernünftigen Plan für den Bedarf zu erstellen bevor man nach mehr Personal ruft.
     
  8. renje

    renje Poweruser

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    @schlitzkompresse:
    nein genau das kann man nicht.
    Denn da ist das Fell des Bären schon verteilt.
    Du willst jetzt dass anhand des kleineren Stücks bewiesen wird, dass das Stück zu klein ist?
    um
    von ANDEREN (Steuerzahler) ein Stück zu holen, das wieder prozentual verteilt wird um hinterher festzustellen, dass wieder zu wenig übrig bleibt?

    Merkst du was?
    Es ist nicht zu wenig Geld da - das System ist krank!

    ich erstelle einen Teil davon.
    Weißt du wie Zahlen zu Stande kommen?
    Ich denke nicht, sonst würdest du nicht Behaupten, dass damit irgendwas zu beweisen wäre.
    Höchstens dass was der GF möchte - sonst nix.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Welche Zahlen werden da gesammelt? Wenn die Einnahmen stimmen- warum sollte ein Haus mehr ausgeben wollen? Offensichtlich reicht die Leistung der Pflege. Arbeistverdichtung gibt es in jedem Beruf. Ist also auch kein Argument für mehr Personal.

    Ergo: Reine Zahlenwerte sagen gar nix aus. Aber alles andere ist der Pflege nun mal zu mühsam. Oder liegt es daran, dass man im Unterbewusstsein schon weiß, dass es primär an der Arbeitsorganisation liegt. Ist doch bezeichnend, dass man den Pflegeprozess in Kliniken auf das Ausfüllen von PPR/PKMS reduziert.

    Elisabeth
     
  10. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    @renje: ich spreche auch nur von dem kleinen Teil. Mir ist auch bewusst das in dem ganzen KK System viel Geld verpufft. Wenn man das System umstrukturieren würde, wäre ggf auch mehr Geld für die KH's dann da. Eine Klinik kann ja nur mit den Ihr zu Verfügung gestellten Mitteln wirtschaften.
    Ich bin auch der Meinung dass man wenn man Arbeitsabläufe optimieren würde auch eine erhebliche Entlastung des PP herbeiführen kann. Nicht immer ist die Arbeitsbelastung hoch, für solche Spitzen sollte es dann eine Art Pool geben im Haus.
     
  11. renje

    renje Poweruser

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    Hallo schliko,

    merkst du was?
    Es wird ein Mangel erzeugt durch zu wenig Geld und/oder Struktur/Organisation.
    Was machen wir?
    Wir machen Vorschläge wie man den Mangel am Besten verwalten kann um zu beweisen, dass das auch so geht, zumindest mit unserer Berufsgruppe und zementieren das System!
    Wir beweisen, dass es auch mit NOCH weniger Personal geht und beschweren uns dann, das die Einsparung der Träger dankbar annimmt.

    Krank - oder?
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ob wir es nun gut finden oder nicht- Leistungen werden reduziert. Da kann es nicht sein, dass wir glauben, dies gilt nicht für unsere Berufsgruppe. Auch wir müssen nachweisen, dass die erbrachte Leistung auch wirklich nötig war. Und da harpert es nun mal. Ich hab lange genug die PPR begleitet und immer wieder erleben dürfen, dass da Pflegemaßnahmen abgerechnet wurden, die nicht dem realen Bedarf entsprachen.

    Es geht im Gesundheitswesen um das Outcome- um nix weiter. Und da muss Pflege nun mal nachweisen, dass das Outcome sich verbessern ließe. Das wird aber ein Problem weil die Gesundheitsökonomie hier keinen Handlungsbedarf sieht. Es sei denn, wir sind dabei, wenn es um eine weitere Verkürzung der Liegedauer geht und der nachweis erbracht werden muss, dass eine ambulante Versorgung preiswerter ist.

    Das diese Weg nicht gegangen wird, weiß jeder, der sich halbwegs mit den Befindlichkeiten der Pflege auskennt. Hier regiert: es war so, es ist so, es wird immer so sein. Die paar Ausbrecher, die sich diesem System verweigern, sind schnell eliminiert und wandern aus dem stationären Sektor ab- z.B. ins Management. Und da werden sie dann zu erklärten Feindbildern der Traditionsbewussten.

    Elisabeth
     
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