OP im Bereitschaftsdienst für die Endo zuständig?

scrub nörse

Newbie
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01.11.2009
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11
Beruf
OP Schwester
Akt. Einsatzbereich
OP
Funktion
Abtlg.ltg. OP
Ich arbeite in einem kleinen Haus (200 Betten) mit Endo/Unfall/Viszeral/Uro/Gyn/Gefäß/Neuro/Augen OP.
Wir sind jetzt auch während der BD für die Endo zuständig.
Unsere PDL möchte uns auch im Tagdienst einsetzten(Bei Personalengpäßen)
Ihr Argument:Das ist in vielen OPs so!!
Meine Frage: Ist das wirklich so????
 
Ich sag' nur: Wehrt euch, bevor es zu spät ist! Bei uns ist das so und es ist ein ewiger Zank deswegen.
- Wir stehen im Op und werden für die Endoskopie angerufen - der Springer soll das "mal eben schnell" machen.
- Keiner kennt sich wirklich gut aus, wir suchen ständig nach den richtigen Zangen, Clips usw. Und Notfälle in der Endo können auch gefährlich werden!
- Dann der Punkt, was geht vor, die Gastro, der chirurgische Bauch, die Sectio - wir hängen immer dazwischen!
Und zum Dienstplan: Es war schon oft so, dass wir als Urlaubsvertretung jemanden in die Endo abgeben mussten, dabei herrschte bei uns im Op sowieso schon Engpaß. Da musste eben ein Springer zwei Säle springen oder auch ein flexibler AN-Mitarbeiter. Das ist dann für alle extrem belastend, denn klar, Varizen kann man so nebenher springen, eine Bypassop. schon schlechter.
 
Wir sind auch ein kleines Haus,haben aber mit der Endo nix am Hut.Wie soll das auch gehn? Keiner von uns kennt sich mit deren Geräten,Schläuchen,Zangen usw. aus.Das würd ja im Chaos enden wenn wir da ne Gastro oder Colo machen müssten.
Unsere Endo arbeitet Mo-Fr von 08:00-16:00. Wenn danach oder am WE was ist muss ne Schwester aus der Ambulanz mit ran.Es kann dann allerdings sein das wir vom OP im Dienst dann mal mit in die Ambulanz gerufen werden um da mit zu helfen solange die Ambulanzschwester in der Endo beschäftigt ist.In der Zeit ne Wundversorgung oder nen Gips oder so machen sind ja auch eher Sachen die man auch aus´m OP kennt und von daher für uns auch kein Problem mal ne halbe Stunde/Stunde in der Ambulanz zu helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sag' nur: Wehrt euch, bevor es zu spät ist! Bei uns ist das so und es ist ein ewiger Zank deswegen.
- Wir stehen im Op und werden für die Endoskopie angerufen - der Springer soll das "mal eben schnell" machen.
- Keiner kennt sich wirklich gut aus, wir suchen ständig nach den richtigen Zangen, Clips usw. Und Notfälle in der Endo können auch gefährlich werden!
- Dann der Punkt, was geht vor, die Gastro, der chirurgische Bauch, die Sectio - wir hängen immer dazwischen!
Und zum Dienstplan: Es war schon oft so, dass wir als Urlaubsvertretung jemanden in die Endo abgeben mussten, dabei herrschte bei uns im Op sowieso schon Engpaß. Da musste eben ein Springer zwei Säle springen oder auch ein flexibler AN-Mitarbeiter. Das ist dann für alle extrem belastend, denn klar, Varizen kann man so nebenher springen, eine Bypassop. schon schlechter.

Genau das sind unsere Argumente......aber das interessiert niemand:angryfire:
Im Moment ist es zwar noch so,dass es schriftlich fixier ist, dass OPs vorgehen......aber wer weiss wie lange.
 
Wir sind auch ein kleines Haus,haben aber mit der Endo nix am Hut.Wie soll das auch gehn? Keiner von uns kennt sich mit deren Geräten,Schläuchen,Zangen usw. aus.Das würd ja im Chaos enden wenn wir da ne Gastro oder Colo machen müssten.
Unsere Endo arbeitet Mo-Fr von 08:00-16:00. Wenn danach oder am WE was ist muss ne Schwester aus der Ambulanz mit ran.Es kann dann allerdings sein das wir vom OP im Dienst dann mal mit in die Ambulanz gerufen werden um da mit zu helfen solange die Ambulanzschwester in der Endo beschäftigt ist.In der Zeit ne Wundversorgung oder nen Gips oder so machen sind ja auch eher Sachen die man auch aus´m OP kennt und von daher für uns auch kein Problem mal ne halbe Stunde/Stunde in der Ambulanz zu helfen.

Genau wie dieEv argumentiert......
Was mich so wütend macht, ist das sich der ärztliche Dienst immer mehr spezialisiert und wir überall einsetzbar sind. Wir haben uns genauso spezialisiert und arbeiten nicht ohne Grund an einer bestimmten Stelle im KH.Stellt Euch vor, ein Anästhesist würde für eine Woche auf die Geriatrie versetzt weil da jemand krank geworden ist.......:knabber:
 
Also ich hab das echt noch von keinem Haus gehört das vom OP auch die Endo versorgt wird.Ich kenn nen kleines Haus wo z.b. OP+Anästhesie ein Team ist das heißt alle alles machen und im Dienst auch noch die Ambulanz versorgen.
Wenn die Endo von Euch mit versorgt werden soll dann müsste erstmal jeder Mitarbeiter eine ordentliche Einarbeitung erhalten,was denke ich mal fast unmöglich ist wenn Ihr eh schon knapp an Personal seit dann immer noch jemanden zum Einarbeiten in die Endo abzugeben.Außerdem wenn ihr in der Endo mit tätig werden soll,hilft dann die Endo auch bei Euch aus? Wäre dann ja das mindeste.Und dagegen würden die sich sicherlich genauso sträuben mit dem Argument: Wir kennen uns doch dort gar nicht aus.
Ich würde Eurer PDL mal mit dem Argument kommen was ist wenn es während einer Untersuchung in der Endo zu einem Zwischenfall kommt,ihr da steht,Euch nicht auskennt und nicht adäquat reagieren könnt weil einfach das Wissen für diesen Bereich nicht vorhanden ist.Wer übernimmt dann die Verantwortung wenn etwas passiert? Das geht zu Lasten des Patienten und es wäre ja hoffentlich nicht im Sinne der PDL das "Gefährliche Pflege" betrieben wird.
Und wie sieht es denn aus wenn Ihr im Dienst in der Endo steht und es kommt ne Notfall OP auf Euch zu. Ihr könnt ja schlecht alles stehen und liegen lassen. Oder habt ihr 2 Teams die Dienst machen?
 
Die Einarbeitung ist auch für die Katz', wenn jeder MA irgendwann mal zwei Tage in der Endo war und dann wieder ein halbes Jahr lang nicht.
Aber die Ambulanz ist auch noch uns im B-Dienst, und assistenzärztliche Aufgaben im Op können wir auch...
Tja, irgendwie geht es immer... Wenn es erstmal so eingerissen ist, wird es nicht weniger, im Gegenteil, da geht immer noch was.
Kleine Häuser müssen Leistung und Kohle bringen, sonst gehen sie unter. Das ist das Druckmittel. Als kleines "Schmankerl" wird jetzt eine Zeitlang der B-Dienst besser bezahlt und Überstunden mit 130%. Wow! Und sie scheuen sich, Urlaubs-und Weihnachtsgeld ganz zu kürzen.
 
..und es ist auch jedesmal Streitthema bei uns. Wir haben versucht, uns zu wehren, aber es half alles nix. Argument, da wir eh im Rufdienst sind, warum dann auch noch die Schwestern einer anderen Abteilung in den Rufdienst ziehn, Sprich Kosten sparen, wo es nur geht!!!

Wir haben zumindest durchgesetzt, das wir das zu zweit machen, denn eigentlich war immer nur ein Rufdienst dafür vorgesehn.
Und wie es funktioniert? naja ich würde mal sagen, so als würde ich eine Endoskopieschwester an einen großen Bauch stellen. Irgendwie würde es gehn, aber von Qualität und Durchblick keine Rede.
ich komme jedesmal ins schwitzen, wenn es heißt"ösophagusvarizenblutung"...das bedeutet Stress pur, Gott sei dank ist neben dem Oberarzt der die Untersuchung durchführt auch immer noch der Arzt der 1. Hilfe dabei, der beim Medikamente aufziehn hilft, Blutkonserven ordern kann und sich mit den Ligaturen auskennt. Wir sind dann nur noch für das ordungsgemäße Reinigen des Gerätes zuständig. Für die Spülmaschine haben wir einen Einsweisung bekommen und wenn mal ein halbes Jahr nix in der Endo für uns war, stehen wir jedesmal davor" Wie war das nochmal?"

Aber Notfalleinsätze sind immer schlimme Blutungen, die schnelles handeln erfordern, auch wenns nur umspritzen mit Adrenalin ist, ich fühl mich überfordert, zuwenig eingewiesen, und nicht selten sehr hilflos, weil ich nix finde. Aber es interessiert keinen. Dann müssen sie sich eben informieren, heiß es, Ja danke..an den Patienten denkt keiner!!!

lg
 

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