Bereitschaftsdienst

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Mr.Wichtig, 23.07.2012.

  1. Mr.Wichtig

    Mr.Wichtig Newbie

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    Hallo Leute,

    ich hätte da mal eine frage zum Bereitschaftsdienst.
    Ich selber habe NUR Bereitschaftsdienst und wollte mal fragen, ob das alles so zulässig ist.
    Meine Dienste sehen wie folgt aus:

    Tagdienst geht von 07.00 - 17 Uhr, davon bekomme ich 7,7 Stunden als Arbeitszeit Angerechnet.
    Nachtdienst geht von 17.00 - 07.00 Uhr, davon bekomme ich 9,8 Stunden als Arbeitszeit Angerechnet.
    Ich muss aber trotzdem die GANZE zeit in der Dienstelle sein !

    Egal ob in meiner Arbeitszeit, Arbeit anfällt oder nicht. Es ändert sich nichts an den Stunden die mir angerechnet werden.
    Deswegen ist meine Frage ob das so zulässig ist , dass man NUR Bereitschaftsdienst macht ?

    Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    MfG

    Daniel Lempke

    P.S.: Hab einen AVR Tarifvertrag !
     
  2. narde2003

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    Hier kannst du es nachlesen und dann überprüfen ob es korrekt ist: AVR Anlage 5
     
  3. Mr.Wichtig

    Mr.Wichtig Newbie

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    ja nur wie ist es bei mir ? im AVR ist nur hiervon die rede:

    """"Der Dienstgeber darf Bereitschaftsdienst nur anordnen, wenn zu erwarten ist, dass zwar Arbeit anfällt, erfahrungsgemäß aber die Zeit ohne Arbeitsleistung überwiegt. Eine Rufbereitschaft darf er nur anordnen, wenn innerhalb eines Zeitraumes von sechs Kalendermonaten im Durchschnitt weniger Arbeit als zu einem Achtel der Zeit der Rufbereitschaft anfällt.""""


    nur ich habe IMMER bereitschaftsdienst ? müsste man mir nicht MINDESTENS 8 Std. fest anrechnen und die anderen 2 std. dann nur zum teil ? denn ich bin ja jeden tag 10 std hier und bekomme davon nur 7,7 Std bezahlt !
     
  4. Röntgenbär

    Röntgenbär Junior-Mitglied

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    Du arbeitest 7 Tage die Woche 24 Stunden täglich? Dann sparst du ganz schön an Miete ;)

    Ne, mal im ernst: Wieviele Bereitschaftsdienste musst du pro Monat leisten, in welcher Bereitschaftsdienststufe bist du eingeordnet, handelt es sich um Bereitschafts- oder Rufbereitschaftsdienste oder gar Bereitschaftszeiten?
    Und wieso gibt es kein Zeitfenster, in dem "regelmäßige Arbeitszeit" verrichtet wird? Denn nur wenn die existiert, kann es eigentlich auch Bereitschaftsdienst geben. Und in dem solltest du auch wesentlich weniger zu tun haben als im "Volldienst".
     
  5. Mr.Wichtig

    Mr.Wichtig Newbie

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    Hey Röntgenbär,
    und schonmal vielen dank für deine Antwort !

    Also ich habe so durchschnittlich 10-15 Bereitschaftsdienste im Monat !
    Die Anderen Restlichen tage bin ich dann von 8-16.30 hier...also normale Arbeitszeit...davon bekomme ich dann auch 8 Stunden bezahlt !
    Nur wie gesagt sone Dienste habe ich selten ! Ansonsten bin ich halt immer von 7-17 Uhr hier und davon bekomme ich nur 7,7 Std bezahlt !
    Diesen Monat hab ich übrigens keinen Normalen dienst ;) also bin 5 tage die woche von 7-17 uhr hier !

    Wie erfahre ich in welcher Bereitschaftsdienststufe ich eingeordnet bin ? ^^
    Also Rufbereitschaft ist es auf keinen fall ! Denn da könnte ich ja zuhause sein, oder ?
    Weiß grad nicht wo der unterscheid zwischen Bereitschaftsdienst und Bereitschaftszeiten liegt ?
    Muss wie gesagt die ganze zeit in der Dienstelle sein ! Sprich wenn Arbeit anfällt muss ich sie auch gleich machen !
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wie ist deine Wochenarbeitszeit festgelegt? 40 Stunden verteilt auf 5 Tage? Das sind dann pro Tag 8 Stunden arbeiten zzgl. 30 Minuten Pause, also 8,5 Stunden pro Tag.

    Wenn du Bereitschaftsdienst hast, wieviele Einsätze hast du dann und wielange dauern diese?

    Bei der Rufbereitschaft darfst du deinen Aufenthalt so legen, dass du in einem bestimmten Zeitrahmen am Einsatzort sein musst.
     
  7. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Wenn 10 Std. mit 7,7 berechnet werden, dann ergibt das rechnerisch 77%. 77-prozentige Bereitschaftsdienste kenne ich nicht, aber ich kenne den AVR nun auch nicht im Detail.

    Der Dienst kann als Bereitschaftsdienst angeordnet werden, wenn Du vorauss. weniger als die Hälfte der Zeit "beschäftigt" bist. Dabei ist aber nicht die GANZE Dienst als Grundlage zu nehmen, sondern die Belastung im Tagesverlauf. Hierfür sind Arbeitsaufzeichnungen anzufertigen. Es wäre also an Dir zu fragen, wann diese Aufzeichnungen gemacht wurden und über welchen Zeitraum die sich erstreckt haben.

    Und auch wenn insgesamt die Belastung im Dienst nur 45% wäre, aber da Stunden dabei wären, in denen Du über 50% beschäftigt wärst, müssten diese Stunden als Volldienst gerechnet werden.

    Wenn man sich überwiegend auf der Arbeit bereit hält und nix los ist, dann ist der Bereitschaftsdienst natürlich in Ordnung. Welche Stufe gerechtfertigt ist, kann man aber nicht schätzen, sondern muß man - wie gesagt - mit Arbeitsaufzeichnungen ermitteln.
     
  8. Mr.Wichtig

    Mr.Wichtig Newbie

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    @ Narde

    Ich habe eine 38,5 Stunden woche...verteilt auf 5 tage die woche ( Montag-Sonntag).
    Genau wenn ich von 8-16.30 Arbeite sind das 8 Std am Tag...also vollkommen OK.
    Aber da ich ja fast nur Bereitschaftsdienst habe, sind das einfach mal jeden tag 10 Std. die ich hier bin....bekomme davon 7,7 bezahlt....und der rest ? pause (2,3 std ) ? nachts ist es ja dann noch schlimmer....nachtdienst geht von 17-07 uhr und davon werden nur 9,8 Std bezahlt....man hat allerdings die möglichkeit sich hier in der Dienstelle schlafen zulegen wenn nichts los ist....

    die zahl der einsätze ist natürlich unterschiedlich....wir sind insgesamt 4 leute....und jeder von uns hat ca 2 einsätze....ein einsatz dauert ca 1 1/5 Std....dazu kommt aber auch noch, dass wenn ich keine einsätze fahre, dann bereitre ich hier andere sachen vor....dafür gehen auch nochmal 2 std am tag drauf....

    rufbereitschaft hab ich somit nicht, da ich ja die ganze zeit in der dienstelle sein muss...


    @ hypurg

    also wie gesagt, zur zeit ist es so das wir hier 4 leute sind und jeder von uns hat in deiner schicht ca 2 einsätze....jeder dauert ca um die 1 1/2 stunden....hinzu kommt dann noch das ich hier andere sachen vorbereiten muss, die auch nochmal ca 2 stunden dauern....sprich ich arbeite um die 5 stunden am tag....
    jeder der einsätze fährt, hat bereitschaftsdienst...denn die belastung im tagesvelauf ist immer unterschiedlich...es gibt auch niemanden der einsätze fährt und nur von 8-16.30 arbeitet...wenn jemand den dienst hat , dann hat er kunden termine und ist somit den ganzen tag unterwegs...
    aber wie gesgat bei einsätzen ist das wie bei der feuerwehr...kann sein das den ganzen tag nichts zu tun ist , kann aber auch sein das man den ganzen tag auf einsatz ist....

    nur ich kann doch den mitarbeiter XY nicht sagen, er soll jedn tag 16 std bereitschaftsdienst machen, aber bekommt davon nur 8 std bezahlt....was hätte man dann noch von seinem leben wenn man montags bis freitags dann hier ist der dienstelle ist ? ;)
     
  9. Sosylos

    Sosylos Stammgast

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    Was für einen Tarifvertrag hast du?
     
  10. Mr.Wichtig

    Mr.Wichtig Newbie

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    hab den AVR-Tarifvertrag
     
  11. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Diese Zeit wäre dann nach Definition schonmal keine Bereitschaft, wenn Du das am Stück erledigst.

    Ansonsten, wie gesagt, die Belastung ist über Arbeitsaufzeichnungen nachzuweisen. Dann spricht für mich auch nix gegen sehr häufige Bereitschaftsdienste.
     
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