Kollegin mit Alkoholfahne - Fachlicher Umgang

marcjoe

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Anästhesie
Ich habe mal eine Frage, die mich echt beschäftigt.
Ich arbeite jetzt seit etwa 1,5 Jahren in der Anästhesieabteilung unseres Hauses. Wir sind mittlerweile ein Team von 7 Pflegekräften. Eine Mitarbeiterin, die dort schon sehr lange arbeitet fällt immer wieder dadurch auf, dass sie irgendwie unkonzentriert ist, oft auch schnippisch reagiert und auch sehr langsam und "lethargisch" arbeitet. Das allein kann manchmal schon ein Problem sein, wenn viel zu tun ist und der Rest des Teams sie "mittragen" muss. Mir ist auch aufgefallen (und nicht nur mir, auch manchen Ärzten und Kollegen) dass sie Morgens oft echt "fertig" aussieht, irgendwie aufgedunsen, dicke Augenringe. Auch sozial ist sie würde ich sagen ein wenig Persönlichkeitsgestört.
Wenn wir uns ausserhalb der Arbeit mal alle zum Essen treffen oder zu Besprechungen ist mir aufgefallen, dass sie immer mehrere Gläser Wein trinkt, beim letzten Treffen waren es füng grosse Gläser und zum Abschluss noch ein Schnaps, und sie ging absolut gerade und hatte nichtmal eine Sonderliche Änderung der Sprache, etc. Das hat mich wirklich sehr nachdenklich gemacht.
Letztens war es nun so, dass eine Kollegin mich morgens ansprach, die besagte Mitarbeiterin hätte eine stark richende Fahne, sie sah an diesem Morgen auch extrem fertig aus ( Augenringe, aufgedunsen). Ich habe versucht ebenfalls den Geruch wahrzunehmen, was aber durch Mundschutz, etc. erschwert war, und nach dem ersten Kaffee der Kollegin auch ohnehin nahezu unmöglich, da jeglicher Geruch überdeckt wäre.

Ich bin mir nun absolut unsicher wie wir mit dieser Lage umgehen sollen.
Gibt es jemand der schon einen ähnlichen Fall hatte und mir weiterhelfen kann?

So wie die Situtation momentan ist, ist die Kollegin teilweise eine wirkliche Gefahr für die Pat.
 
oh wei, da muss ich ja beim nächsten betriebsfest oder treffen aufpassen wieviel ich trinke damit ich nicht zur alkoholikerin oder als persönlichkeitsgestörte abgestempelt werde! :mrgreen:

nein im ernst... in meiner ausbildungszeit gab es auch eine kollegin die im dienst oft nach alc. gerochen hat, das wurde dann weiter an die stationsleitung gegeben und dann wurden mit dieser kollegin gespräche geführt! sie war ne lange zeit dann krank geschrieben und nach ner gewissen zeit gekündigt!

aber ich glaube mal gehört zu haben das der arbeitgeber verpflichtet ist diesem kollegen hilfe anzubieten und gewisse fristen zu setzen um sein problem zu beheben!

aber gerade in deinem bereich ist es schon kritisch wenn diese kollegin eventuell betrunken arbeitet, ihr müsst das melden um eurer kollegin zu helfen und auch die pat. zu schützen!

LG karo
 
Hallo marcjoe,

wende Dich an deine Stationsleitung. Diese sollte in der Regel Gespräche mit dieser Mitarbeiterin führen.
Es gibt in fast allen Häusern eine stufenweise Vorgehensweise für dieses Problem. Bei uns ist dies im Intranet hinterlegt und zeigt so die Schritte auf, wenn jemand alkoholkrank ist und was getan werden kann. Es wird dieser Mensch nicht sofort entlassen, sondern es wird ihm Hilfe angeboten.

Liebe Grüße Brady
 
Hi,

Brady hat recht. Habe damit schon ein bißchen Erfahrung. Du mußt Dich an die Bereichsleitung wenden.

Im Stufenplan werden Gespräche und Therapien angeboten. Erst auf Stufe 5 ist eine Entlassung möglich, da Alkoholsucht eine Krankheit ist.
Man ist sogar verpflichtet angetrunkene Mitarbeiter ins Taxi nach Haus zu setzen!

Zwischenmenschlich ist das eine schwierige Nummer, aber Dein Gewissen wird es Dir danken.

Gruß, Kompresse
 
Hallo,
Das mit dem Stufenplan ist ja interessant. Wir haben hier auf Arbeit nämlich gerade den tragischen Fall erlebt, dass einer Mitarbeiterin (Köchin - wir sind eine ambulante integrative Tagesstätte für u.a. behinderte und chronisch kranke Kinder) gekündigt wurde. Natürlich nicht offiziell wegen dem Alkohol, aber wo ein Arbeitgeber-Wille ist, ist auch ein Weg.
Folgendes: Diese besagte Köchin hatte wirklich morgens öfter eine Alkohol-Fahne, einigen Kollegen ist das aufgefallen. Wir haben mit ihr geredet, ihr gesagt, dass sie aufpassen muss deswegen, sich professionelle Hilfe suchen muss - sie hatte ja auch in der Küche Verantwortung - Essen für Kinder, teilweise Spezial-Diäten, usw... Leider gab es keine Besserung. Unserer Chefin ist das natürlich auch aufgefallen, aber anstatt Hilfe anzubieten, gab es da nur kurze Gespräche, viele Kontrollen im Küchenbereich, geade wenn anderes Personal mal krank war und sie es garnicht allein perfekt schaffen konnte, dann wurde ihr schlampige Arbeitsweise vorgeworfen, was wirklich nicht stimmte (irgendwie hat sie trotzdem die Arbeit wirklich gut geschafft)...weil sie dann die personellen Engpässe anprangerte, war sie ein Dorn im Auge, ihr wurde aufgezwungen ein Aufhebungsvertrag zu unterschreiben oder selbst zu kündigen, was sie nicht tat, dann kamen die gelegentlichen Alkoholfahnen ganz gelegen, obwohl nie eine Sucht diagnostiziert wurde, wurde das als Grund angegeben vor unserem Team, warum die Mitarbeiterin dann entlassen wurde. In der Kündigung stand davon aber nix.
Tja - soviel dazu. Ich denke heutzutage kann das sehr schnell gehen. Arbeitgeber entledigen sich doch sehr schnell unangenehmen Kollegen, egal ob sie krank, zu teuer, nicht flexibel genug oder "zu offen und ehrlich" sind...Das irgend jemandem von Arbeitgeberseite geholfen wurde, habe ich selten erlebt.
Liebe Grüße an euch alle!
 
Hallo panki,

das ist natürlich tragisch in dem Fall.
Trotzdem bin ich dafür diesen Weg, den ich oben beschrieben habe zu gehen. Es kann auch nicht verantwortlich sein, den Mitarbeiter weiter zu beschäftigen und sich und andere damit zu gefährden.

Wobei noch dazu kommt, dass dem Kollegen nicht die Chance geboten wird sich in eine Therapie zu begeben. Darüber hinaus, soll jemand sich noch weiter mit Alkohol körperlich, wie auch psychisch ruinieren? Man nennt dies auch Co-Abhängigkeit. Es kann dann auch schon passieren, dass man dann "der Böse" ist, weil man ihn angeschwärzt hat in seinen Augen. Leider geht es nicht anders.

Liebe Grüße Brady und schönes Wochenende
 
Mitte Februar diesen Jahres:

Kollegin kommt 1/2 - 3/4 stunde zum Nachtdienst - wir machen Doppelwache.

Ich merke, sie kann mir nicht ins Gesicht schauen - sie kann mich nicht direkt anreden ... sie weicht mir aus ... als die Übergabe vorbei war ist sie erstmal aus der Wachkanzel raus um eine Zigarette zu rauchen.

Ich habe die "Chance" genutzt und die Stationsleitung informiert - Alkoholprobleme der Kollegin waren bekannt. Hintergrund kam auf Station und sie wurde heim geschickt.

Stationsleitung ist dann eingesprungen als 2. Kraft.

Kollegin ist seitdem arbeitsunfähig und hat auch ihre Therapie als "nicht" arbeitsfähig beendet!
 
@brady:
Ich gebe Dir ja völlig recht. Wollte nur verdeutlichen, dass in diesem Fall keine Hilfe, keine Stufenpläne, oder sonst irgendwas angeboten wurde, um besagter Kollegin zu helfen.
Von unserer Seite (nahe stehende Kollegen) wurden Gespräche geführt, klar gemacht, dass sie sich Hilfe suchen muss, direkte Hilfemöglichkeiten und Adressen (Therapieeinrichtungen, Gruppen, etc.) wurden genannt. Aber den Schritt dort wirklich hin zu gehen, den musste sie doch allein machen. Sich eine Sucht eingestehen wäre ja auch der erste Schritt gewesen, einen Arzt oder Einrichtungen aufzusuchen dann der nächste...
Leider kam jedenfalls von der Leitungsebene eben garnichts, außer Anschuldigungen und die Kündigung...
Hoffe eben, dass nicht alle Arbeitgeber mit solchen Problemen so umgehen.

Weiterhin ein schönes Wochenende, panki
 
Hallo panki,

da gebe ich dir recht. Vielleicht nutzt es auch was, wenn wir besser darüber bescheid wissen und dementsprechend mit dem Arbeitgeber kommunizieren.

Ok, wir haben nicht die Macht, aber wenn wir Dinge erwähnen, die in dem Fall
üblich sind, wird der Arbeitgeber vielleicht nicht so einfach darüber hinweggehen können.

Liebe Grüße Brady
 
Was wissen wir wirklich über die Gespräche, die die Leitung mit ihr geführt haben? Waren wir anwesend? Ist es nicht so, dass die Gesprächsinhalte über die Betroffene interpretiert und weiter gegeben wurden.

Mir fällt bei der Beschreibung das Wort Coabhängigkeit ein:
So kommt es häufig vor, dass Co-Abhängige in Beziehungen zu süchtigen Menschen geraten, die sie „retten“ wollen.
Co-Abhängigkeit - Wikipedia
Man kann einen Alkoholiker nicht retten, wenn er sich nicht retten lassen will. Den ersten Schritt muss er selbst machen. Und für manche braucht es die Einsicht für den schwersten Schritt über den tiefen Einschnitt in das soziale Leben- hier die Entlassung. Das mag für außenstehende im ersten Moment ungerecht erscheinen... für den Betroffenen kann es den Weg in die Heilung bedeuten- wohlgemerkt: KANN.

Elisabeth
 
So ist es, wie Elisabeth schreibt. Der Leidensdruck, der nun mal auch individuell ist.

Es darf nicht so weiterlaufen, der Teufelskreislauf muss unterbrochen werden.
Auch im Falle einer Kündigung. Es bedeutet hart zu sein, aber nichts anderes hilft.

Ansonsten hat der Mensch der Probleme hat überhaupt keine Motivation sein Leben zu verändern und wir würden dieses System unterstützen.

Liebe Grüße Brady
 
Hallo , Elisabeth hat recht , in dem ich einen Kollegen decke , um ihm zu " helfen " , mache ich mich zum Verbündeten...Auch wenn es schwer ist , den Kollegen " in die Pfanne zu hauen".Macht man es nicht und es ergeben sich daraus weiter reichende Konsequenzen , hat man bestimmt ein nicht minder schlechtes Gewissen , von strafrechtlichen Konsequenzen mal ganz abgesehen...LG Ernie
 
Hallo,

Elisabeth hat recht.! Ihr müßt das melden. Wir hatten gerade so einen Fall auf Station. Der Kollege wurde Jahre lang gedeckt aus Freundschaft?, Mitleid? oder/und vor allem aus Unwissen (auch von der Leitung). Jetzt musste ihm gekündigt werden. Er hatte mehrere Therapien hinter sich, alle erfolglos. Er wurde untragbar und gefährlich für die Station. Patienten und Kollegen. Bei uns gibt es so einen Stufenplan und Hilfsangebote. Vielleicht hätte dem Kollegen mit stärkeren Kontrollen, vor allem aber, erstmal mit dem Ansprechen des Problemes der Arbeitsplatz erhalten werden können. Leider haben erst alle reagiert als es zu spät war. Das ganze ging über mindesten 15 Jahre so. Sehr traurig. Sicher nicht böse gemeint gewesen von der Leitung und seinen Kollegen, aber vollkommen falsch. Jetzt ist er arbeitslos mit fast 60 darf nicht mehr als Krankenpfleger arbeiten und stürzt ins bodenlose.....


Also lieber rechtzeitig eingreifen. Und bei Alkoholikern geht es nicht mit Verständnis, nur mit Druck und rigerosen Kontrollen.

Gruß supetrosu
 
@ Elisabeth, An sich ist das richtig, aber ihr kennt unsere Leitung nicht. Fast jeder Mitarbeiter von uns durfte schon mal in solch "netten" Büro-Gesprächen sitzen, die einzig und allein dafür bestimmt waren Macht zu demonstrieren und entweder zu intrigieren oder Mitarbeiter über andere auszuhorchen...wirklich unterste Schublade. Hilfe und Entgegenkommen - Fehlanzeige. Egal,ob Mitarbeiter mit beschriebenem Problem oder vielleicht Mitarbeiter, die nicht ganz so flexibel sind, weil sie noch Kinder zu betreuen haben oder weil sie Mißstände in unserer Einrichtung ansprechen...Das ist echt sehr problematisch. gruss panki
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Leutz,
ist vielleicht hart, aber meine Meinung.
ein ständig alkoholisierter Kollege gehört nicht "gedeckt".
Man muss Massnahmen ergreifen um erstens die Patienten und zweitens sich selbst zu schützen.
Bsp.: Wenn ich Dich richtig verstanden habe, arbeitet die Kollegin im Anästhesiebereich, d.h. , z.B. sie könnte falsche Medikamente oder falsche Dosen eines Medikamentes verabreichen, was schlimme Folgen für den Patienten haben kann.
Im Stationsbereich, muss ich erstmal nachweisen, das mir der Fehler ,der gravierende Folgen für den Patienten hatte, nicht unterlaufen ist, wenn ich,mit einer alkoholisierten Mitarbeiterin zusammen in der Schicht bin.
Ein ständig alkoholisierter Mitarbeiter ist eine Gefahrenquelle.
Wenn eine Leitung nicht bereit ist einzuschreiten, muss man sich an die nächst höhere Hirachiestufe wenden.
Alkoholismus ist eine Erkrankung und der Kollege erhält so die Chance eine Therapie zu machen.
Sollte er immer wieder rückfällig werden, dann hat er in so einem verantwortungsvollen Beruf nichts zu suchen.
LG Suzu
 
Mit Fahne zum Dienst. Ja Alkoholiker können ein Team ziemlich stark belasten und manche Vorgesetzte tragen auch nicht zur Lösung des Problems bei.
Ich persönlich habe es immer erst mitdem Betroffenen beredet, es gibt ja verschiedene Stadien der Abhängigkeit und wenn jemand damit anfängt, jedesmal wenn er/sie Probleme hat ein oder zwei Gläser zur Entspannung zu trinken, irgendwann wird es mehr und immer öfter...
Es dauert ziemlich lange, bis es zu Problemen im Team kommt und da wir keine Brötchen backen können auch Patienten gefährdet werden, wenn sie von alkoholisierten Pflegekräften Ärzten und anderen Berufsgruppen betreut werden.
Da heißt es keine Kompromisse, sofort das Gespräch suchen, erst mit dem Betreffenden, dann mit den Vorgesetzten.
Eine Vorgesetzte hat mal gesagt, die Kollegin würde besoffen besser arbeiten als ich nüchtern, das war sowas von unfair, aber ich habe die Kollegin dann werken lassen und habe nicht eingegriffen, heute weiß ich, es war falsch, ich hätte gleich zur PDL gehen sollen, zum Betriebsrat und so weiter.
Niemald einen Alkoholiker decken, wer sowas macht hat selbst ein Problem (Co-Alkoholiker)
 
Hallo,
Das mit dem Stufenplan ist ja interessant. Wir haben hier auf Arbeit nämlich gerade den tragischen Fall erlebt, dass einer Mitarbeiterin (Köchin - wir sind eine ambulante integrative Tagesstätte für u.a. behinderte und chronisch kranke Kinder) gekündigt wurde. Natürlich nicht offiziell wegen dem Alkohol, aber wo ein Arbeitgeber-Wille ist, ist auch ein Weg.
Folgendes: Diese besagte Köchin hatte wirklich morgens öfter eine Alkohol-Fahne, einigen Kollegen ist das aufgefallen. Wir haben mit ihr geredet, ihr gesagt, dass sie aufpassen muss deswegen, sich professionelle Hilfe suchen muss - sie hatte ja auch in der Küche Verantwortung - Essen für Kinder, teilweise Spezial-Diäten, usw... Leider gab es keine Besserung. Unserer Chefin ist das natürlich auch aufgefallen, aber anstatt Hilfe anzubieten, gab es da nur kurze Gespräche, viele Kontrollen im Küchenbereich, geade wenn anderes Personal mal krank war und sie es garnicht allein perfekt schaffen konnte, dann wurde ihr schlampige Arbeitsweise vorgeworfen, was wirklich nicht stimmte (irgendwie hat sie trotzdem die Arbeit wirklich gut geschafft)...weil sie dann die personellen Engpässe anprangerte, war sie ein Dorn im Auge, ihr wurde aufgezwungen ein Aufhebungsvertrag zu unterschreiben oder selbst zu kündigen, was sie nicht tat, dann kamen die gelegentlichen Alkoholfahnen ganz gelegen, obwohl nie eine Sucht diagnostiziert wurde, wurde das als Grund angegeben vor unserem Team, warum die Mitarbeiterin dann entlassen wurde. In der Kündigung stand davon aber nix.
Tja - soviel dazu. Ich denke heutzutage kann das sehr schnell gehen. Arbeitgeber entledigen sich doch sehr schnell unangenehmen Kollegen, egal ob sie krank, zu teuer, nicht flexibel genug oder "zu offen und ehrlich" sind...Das irgend jemandem von Arbeitgeberseite geholfen wurde, habe ich selten erlebt.
Liebe Grüße an euch alle!

Ich hatte ja vor einigen Wochen diesen Fall beschrieben und wollte mal mitteilen, wie es dann so weiter lief....
Zu dieser Einrichtung habe ich über ehemalige Kollegen noch Kontakt (arbeite dort nicht mehr, weil ich jetzt Touren fahre für den ambulanten Kinderkrankenpflegedienst).
Wie erwähnt, ist ja besagte Kollegin entlassen worden, was letztendlich auch gut war. Die Verantwortung ist doch sehr hoch und wichtiger(selbst als Diätköchin tut sie ja entscheidene Dinge, nicht wahr?). Nur wie es eben gelaufen ist, war irgendwie doof und wenig hilfreich für sie...etwas mehr Unterstützung wäre besser gewesen.
Kurz danach habe ich sie im Bus getroffen und mir ist wirklich fast schlecht geworden, so doll hat sie nach Alkohol gerochen (diplomatisch ausgedrückt).
Da war ich doch sehr erschrocken, vorher hat man es nur leicht und nicht andauernd gerochen.
Einige Zeit später hat sie eine Therapie angefangen, wurde mir von einer Kollegin erzählt. Ob sie durchgehalten wurde, weiß ich nicht.
Über´s Arbeitsamt wurde ihr angeboten stundenweise in einer Küche zu arbeiten unter Aufsicht/Kontrolle in einer Großküche, die Mitarbeiter dort wurden vorinformiert von ihr.
Ich würde das als mutigen Schritt werten, Aufklärung als Schutzfunktion sozusagen.
Ich hoffe, dass es mit ihr weiter bergauf geht.
Mit offenen Karten zu spielen, ist wirklich das Beste, nur so kann sie sich Hilfe holen.
Gruss von panki
 
Hallo zusammen,
hatten ebenfalls gerade den Fall, dass eine Kollegin, die immer wieder arbeitsunfähig durch Alkoholkonsum war, im Team ist.
Sie war Quartalstrinkerin.
Sie hat sich zu einer Therapie bereit gefunden und jetzt wird dieses Thema nicht mehr tot geschwiegen, im Gegenteil, man zeigt mehr Verständnis für sie gerade wenn sie mal nicht so gut "drauf" ist.
Diese Kollegin ist endlich, ( nach Jahren ) in der Lage ihre Probleme mit Alkohol offen zu artikulieren.
Ich habe grossen Respekt vor ihrem Schritt und das ganze Team unterstützt sie, soweit das möglich ist.
LG Suzu
 
Hallo marcjoe!
Bei mir auf der Arbeit wurde eine Alkoholikerin lange geduldet (3jahre lang), die Chefs haben Ihr eine Therapie angeboten und bei nicht Besserung die Kündigung gedroht. oft liefen Gespräche mit Ihr und den Chefs. Sie hat jede Hilfe ignoriert auch die Warnungen und Hilfen von den Kollegen abgelehnt. " Sie habe doch keine Probleme". Sie war oft so stark alkoholisiert, das sie nochnicht einmal geradeaus gucken konnte... Sie war eigentlich für sich und alle anderen eine Gefahr...Wie gesagt, jede hilfe war vergeblich, leider, denn sie war ein herzensguter Mensch. doch das reicht nicht. Letztenendes wurde sie entlassen und jetzt zeigt sie erst initiative und macht etwas gegen Ihre Sucht (AA ect.). Also: es ist schwierig mit Suchtkranken, denn immer sind es die anderen schuld warum sie konsumieren... Sie müssen erst fallen , um wieder aufstehen zu können.
Lg Schwesterx
 

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